Britta & Carla – Kaffeeklatsch (Intermediate)

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Britta and Carla sit down for a traditional German ‘Kaffeeklatsch’ or coffee in the afternoon. (Britta und Carla sitzen beim Kaffeeklatsch.)

Britta: Warum ich das Podcast auch gerne „German Kaffeeklatsch” nennen möchte.

Wenn wir vielleicht auch den anderen Menschen kurz erklären, was Kaffeeklatsch ist.

Carla: Naja.

Kaffee kommt erst einmal aus der Zeit, aus der Nachmittagszeit, wo früher zumindest immer Kaffee gereicht wurde in Deutschland.

Britta: Kaffee trinken.

Carla: Kaffee trinken, Kuchen essen.

Die Uhrzeit nicht direkt nach dem Mittagessen, wie das in manchen Ländern ist, sondern eher so um 3 bis 4 Uhr, denke ich einmal.

Aus der Zeit kommt das.

Und das waren natürlich Frauen, die nicht gearbeitet haben, weil früher haben ja die meisten Frauen nicht gearbeitet.

Die da eben ihre sozialen Kontakte aufrecht gehalten haben und alles durchgesprochen haben, was es so Wichtiges gibt.

Neuigkeiten.

Britta: Ich weiß noch bei uns gab es dann noch den Bohnenkaffee, der noch richtig aufgebrüht wurde.

Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

Carla: Bei uns auch.

Britta: Die Kinder haben einen Karokaffee getrunken.

Der Getreidekaffee, der sich dann aufgelöst hat, aber zumindest uns den Eindruck vermittelt hat, was es ist aus diesen guten Kaffeetassen, die es dann auch gab, die mit dem Goldrand, die auch nur sonntags zum Kaffeetrinken herausgeholt wurden und dann wurde eben Kaffee getrunken und dann Blechkuchen, Torte war schon eher die Ausnahme.

Torte, war Feiertag.

Carla: Ein Festtagsessen.

Blechkuchen.

Britta: Blechkuchen, Zwetschgenkuchen, also Pflaumenkuchen, Kirschkuchen.

Was haben wir jetzt für eine Zeit.

Kirschkuchenzeit?

Carla: Apfelkuchen?

Nein, Apfelkuchen noch nicht, vielleicht Frühäpfel.

Aber Kirschen.

Erdbeeren.

Britta: Streuselkuchen.

Carla: Oh ja, da komme ich noch auf Ideen.

Zwetschgenkuchen liebe ich.

Das dauert noch ein bisschen

Britta: Wenn die dann noch nicht so süß sind.

Carla: Ja, auf einem Hefeteig.

Aber ich habe auch immer den Karokaffee gemocht.

Den mag ich auch heute noch.

Britta: Gibt es den noch?

Carla: Den kann man noch kaufen.

Mit diesem roten Dreieck, Karo, und dann ist da, glaube ich auf der Dose so ein rotes Dreieck drauf.

Britta: Eine Raute.

Rot.

Karla: Ich weiß es nicht mehr genau.

Doch, den gibt es noch.

Den habe ich sehr geliebt als Kind.

Malzkaffee ist es glaube ich.

Ist es nicht Malzkaffee?

Britta: Uns hat man den als Getreidekaffee verkauft.

Carla: Uns hat man den als Malzkaffee verkauft.

Britta: Ich weiß noch das Kaffeegeschirr, was dann auch speziell war.

Und wo ich immer wieder, wenn ich meine Sachen angucke, sagen muss: Das haben wir gar nicht.

Carla: Nein, ich habe nur Alltagsgeschirr.

Britta: Aber an sich so zum Tratschen, Kaffeeklatsch ist zum Tratschen, zum Klatschen.

Über andere Leute herziehen, aber freundlich herziehen.

Nicht unbedingt gemein.

Carla: Nein, aber Gerüchte.

Die neuesten Gerüchte.

Britta: Hast du schon gehört, dass…, und die hat… Verfolgst du jetzt auch die Fußball EM (Europameisterschaft).

Carla: Ja, die verfolge ich.

Interessiert mich nicht ganz so stark wie die Weltmeisterschaft, aber ich verfolge es.

Bisher schaue ich allerdings nur die Spiele der Deutschen Mannschaft an.

Aber wenn es dann zum Halbfinale und Finale geht, das schau ich dann auch ohne deutsche Beteiligung.

Britta: Ich muss sagen, dass mich noch nicht so das Fieber gepackt hat.

Die Weltmeisterschaft fand ich auch interessant.

Ich freue mich jetzt auf die Olympischen Spiele.

Carla: Ja, ich mich auch.

Britta: Ich hoffe, dass die hier anständig übertragen werden.

Das letzte Mal fand ich es ganz furchtbar.

Das letzte Mal, war ich überhaupt hier?

Die Winterolympiade.

Carla: Wann war die?

Vor zwei Jahren.

Britta: Das war ganz furchtbar.

Da habe ich richtig die deutschen Übertragungen vermisst.

Da gibt es einfach gute Analysen, viele, unterschiedliche Länder und Sportlerinnen und Sportler werden mitbegleitet.

Die Interviews sind gut.

Carla: Hier ist es eine einzige Katastrophe.

Ich habe hier ja jetzt mehrere Olympiaden erlebt und es war immer die gleiche Katastrophe.

Also, ich habe nicht viel Hoffnung.

Was ich so frustrierend finde, abgesehen von den ständigen Werbeunterbrechungen und all den Sachen, dass die sich nur auf die Sachen konzentrieren, bei denen sie vorher über Meinungsumfragen herausgefunden haben, das interessiert die Masse.

Britta: Die machen Meinungsumfragen?

Carla: Zum Beispiel bei der Winterolympiade siehst du ja nichts anderes.

Eiskunstlaufen ist ganz groß.

Vor allem bei Frauen um bestimmte Uhrzeiten, wenn am Fernseher sitzen.

Da siehst du dann auch was für Reklame da kommt.

Die Frauen sind die Zielgruppe.

Dann kriegst du immer diese furchtbaren „menschelnde“ Geschichten.

Jeder von den Sportlern hat eine schlimme Krankheit gehabt oder sich mal den Fußzeh gebrochen, und wie er das überwunden hat.

Das ist eine Katastrophe.

Du kriegst von vielen Sportarten überhaupt nichts mit.

Vor allem von denen, wo Amerikaner nicht gut sind.

Britta: Das ist mir beim Biathlon aufgefallen.

Carla: Schlimm!

Und das ist eine meiner Lieblingssportarten zum Zugucken.

Ich finde das so spannend.

Wenn sie etwas bringen, bringen sie es in Ausschnitten.

Das kann man bei einem Rennen nicht machen.

Das ist furchtbar und sehr frustrierend.

Dressurreiten, Fechten.

Das existiert überhaupt nicht.

Britta: Da sind die auch nicht gut drin.

Carla: Nein, überhaupt nicht, und deswegen interessiert sie das auch nicht, das ist das Schlimme.

Britta: Über das Internet geht es leider auch nicht, wegen der Rechte.

Carla: Nein, man darf es nicht.

Man darf es nicht über das Internet übertragen.

Was tragisch ist

Britta: Absolut, bei so Sport-Großereignissen.

Alle Auslandsdeutschen wären froh.

Carla: Also, Olympia ist etwas wo ich sagen muss, da habe ich schon Tage vor dem Fernseher verbracht.

Das schaffe ich durchaus, 24 Stunden.

Britta: Nein, ich muss auch sagen.

Ich finde das interessant.

Mir macht das Spaß.

Ich war auch schon einmal bei Großereignissen im Stadion.

Ich muss sagen, das hat mir nicht so gut gefallen, wie vor dem Fernseher.

Bei Leichtathletik, du siehst es nicht, auch wenn es die Großbildschirme im Stadion gibt.

Da muss das Stadion schon richtig knackevoll sein, damit die Stimmung toll ist.

Beim 100 Meter Lauf, da sind die sind so schnell und so klein.

Carla: Und es laufen bei Leichtathletik immer mehrere Wettbewerbe gleichzeitig.

Da ist gleichzeitig ein Lauf, da hinten ist das Hammerwerfen, das siehst du nur mit Fernglas.

Die Atmosphäre ist natürlich schön.

Einmal waren wir in Stuttgart bei der Leichtatlethik-Weltmeisterschaft im Stadion.

Das war schon schön.

Die LaOla-Welle mal mitmachen.

Britta: Das war auch glaube ich eine der besten Weltmeisterschaften, weil die Stimmung so toll war.

Carla: Die war auch toll.

Ich erinnere mich besonders – was auch im Fernsehen schön anzuschauen ist – aber eben live noch besser ist – an die Marathonläufer, ja, ich glaube, es waren die Marathonläufer.

Als die einliefen, gab es Riesen-Applaus.

Und dann kam lange nichts.

Es waren praktisch schon alle da.

Es liefen mittlerweile andere Sportarten im Stadion ab.

Und da kam der letzte Läufer rein, der Letzte, Stunden nach dem ersten.

Da ist das ganze Stadion aufgestanden und hat ihm eine „Standing Ovation“ gegeben.

Das sind schon Momente, die schön sind live mitzuerleben.

Aber ansonsten.

Ich möchte auch nicht in einem Fußballstadion sein.

Das gucke ich auch lieber am Fernseher.

Britta: Ich war früher öfter, oft im Stadion in Nürnberg.

Wenn du so einen Fanblock hast, wenn du jedes Mal ganz unterschiedliche Menschen triffst, für 90 Minuten, bist du im Stadion, verstehst dich gut und dann gehst du wieder.

In zwei Wochen, wenn wieder ein Heimspiel ist, dann triffst du die wieder.

Das ist schon nett.

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