Learn German “Prüfungen sind mir egal”- Sprachen Lernen als Einstellungssache? @Deutsch mit Marija

In dieser Episode hat Katja mit Marija von Deutsch mit Marija über Lernen gesprochen. Marija sagt: Alles Einstellungssache! Siehst du das auch so?

Willkommen beim deutschen Link Podcast.

Zu diesem Podcast gibt es ein Transkript auf der LingQ Webseite, mit dem du

gleichzeitig hören und lesen kannst, um deine Lernergebnisse zu verbessern.

Wenn du dir diesen Podcast auf Apple, Spotify, Google, Podcast oder Soundcloud

anhörst, lass uns gerne eine Review der Folge uns für neue Folgen und vergiss

nicht, der Folge ein Like zu geben, wenn sie dir gefällt.

Vielen Dank und viel Spaß.

Hallo Ihr Lieben und herzlich willkommen beim LingQ Podcast auf Deutsch.

Ich habe heute wieder einen Gast.

Und zwar ist das David von Lingua.

Hallo David, hallo Katja.

Am Anfang fragen wir natürlich wie immer erst mal Wer bist du?

Was machst du?

Und wo kann man dich finden, wenn du gefunden werden möchtest?

Ja.

Erst mal vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Es ist mir eine Ehre.

Auf jeden Fall. Ja.

Mein Name ist David. Aaron.

Ich weiß, dass es ein langer Name, aber so heiße ich.

So kann man mich auch finden.

Ich komme aus Kalifornien und bin Germanist, Deutsch und Englischlehrer,

Übersetzer, Dolmetscher, aber auch Polyglott, Coach und und Gedächtnis Coach.

Das sind tatsächlich alle alles Sachen, die ich mache, und zwar regelmäßig.

Finden kann man mich

primär auf Instagram und YouTube und zwar, indem man Links eingibt.

Das ist auch der Name der Firma.

Also Lingua.

Die Sprache halt auf Italienisch und vor oder Tor wie der Donnergott.

Und zwar deswegen, weil man mit den, sagen wir mal den Methoden, die ich

im Laufe der Jahre entwickelt habe und auch mit den mit den Technologien, die man

in meiner Firma entwickelt, blitzschnell eine Sprache sollte lernen

können oder auf jeden Fall schneller als mit herkömmlichen Methoden.

Damit erreicht man schneller sein Ziel und

es wird einem einfach das Tor in eine neue Welt geöffnet.

Erst mal wird es jetzt vielen Leuten, die vielleicht auch schon viel Deutsch gehört

haben, wirklich ein Bedürfnis sein zu erfahren.

Moment, stopp.

Der Typ hat gesagt, er kommt aus der.

Er kommt irgendwo aus Kalifornien und spricht aber so deutsch.

Fangen wir doch mal damit an!

Wie lange lernst du denn schon Deutsch?

Na ja, angefangen habe ich mit 16

in der Schule und zwar wie gesagt, nachdem ich schon Fehlversuche hatte.

Erst mit dem. Mit dem Französischen.

Und dann, nach einem Jahr habe ich dann aufgegeben.

Es hat mir keinen Spaß gemacht. Genau das.

Dasselbe ist mir passiert.

Und eben mit dem Spanischen.

Und ich habe aber, wie gesagt, mit 16 mit dem Deutschen angefangen.

In der Schule, in der Schule. Genau.

Und das war deswegen anders,

weil mein Lehrer, ich habe das auch kurz angesprochen, in

einem in meinem allerersten YouTube Polyglott Video.

Genau, und zwar der Lehrer, der hat ja es.

Der Schwerpunkt war nicht auf Grammatik und auch nicht darauf, dass man, dass man

büffelt, also dass man irgendwelche Vokabeln paukt, sondern auf Inhalte.

Wir haben Filme geschaut, wir haben Musik gehört, unter anderem.

Also der Schwerpunkt war, wie gesagt, auf

die Kommunikation und auf die Inhalte, auf den.

Auf den Input.

Okay, also das heißt, Deutsch kam einfach durchs Ausprobieren an der Schule.

Du hast jetzt auch keine besonderen.

So a Deutsch ist toll, weil

keine Ahnung, bestimmte Musik oder sonst was, sondern das gab’s einfach bei euch.

Also ich meine,

das war vielleicht ein Zufall, aber Rammstein, dieser Song, du hast mich ja

zu dem Zeitpunkt mehr oder weniger zeitgleich mit dem Anfang, mit den

Anfängen meiner, meiner German Journey könnte man sagen rausgekommen?

Nein, aber ich hatte ja schon mit Deutsch

angefangen und ich fand das nur, sagen wir mal, ich fand das cool.

Das war irgendwie ein cooles extra Ding.

Du hast es irgendwie generell so, dass

Rammstein Lied für viele, gerade Amerikaner ja, das stimmt.

Und ich meine, es ist nicht schlecht, aber ich.

Also ich finde persönlich, es gibt sehr viel bessere Rammstein Lieder.

Okay, damit haben wir auch schon eine Frage geklärt, die ich ansonsten noch

gestellt habe hätte nämlich Wie kamst du auf Deutsch in Deutschland?

Aber das war dann sozusagen einfach.

Das kam so Wann bist du denn zum Ersten Mal nach Deutschland gereist und wieso?

Und wie kam das?

Ja, das allererste Mal war 2004.

Mit meinem Vater und meinen Brüdern damals.

Und zwar nur um uns, Deutschland und Europa überhaupt.

Also ganz typisch amerikanisch.

In zehn Tagen fünf Länder gesehen und auch am Reisen und Essen

und Trinken und viel mehr haben wir halt nicht gemacht.

Ich habe in Berkeley studiert,

German als Germanistik und im allerletzten Jahr meines Studiums meines

Germanistikstudium Austauschjahr in Göttingen gemacht.

Aber wie gesagt, ich habe Germanistik studiert,

aber das heißt nicht, dass ich halt Deutsch konnte.

Also ja, ja, ja, so ist das.

Ich konnte es nämlich nicht.

Man lernt erst mal die Sprache als Wissenschaft.

Genau. Genau.

Genau. Und ich hatte den, ähm.

Ich hatte den. Den?

Das Unglück, dass meine Aussprache relativ gut war, so dass Leute oft gedacht haben,

dass ich viel besser Deutsch kann, als ich eigentlich konnte.

Oh, das kenne ich vom Russischen.

Ich glaube, das ist jetzt eine Frage, die sich vielen stellt, die zugucken wie.

Wie?

Wie schafft man es denn, so einen guten Akzent zu haben?

Ich habe da meine eigenen Meinungen und Methoden.

Aber es ist ja dein Interview.

Das würde mich auf jeden Fall interessieren, deine Meinung zu hören.

Also primär muss man ein Interesse daran

haben, einen guten Akzent überhaupt zu haben.

Ich weiß, das klingt irgendwie banal,

aber es ist wirklich so Den allermeisten ist es für die Sagen Ist mir egal,

Hauptsache, ich kann mich irgendwie verständigen.

Was ich total interessant finde, also dass das allererste ist, man muss es wollen.

Mich hat es nicht nur interessiert, wie ein Deutscher zu klingen, sondern ich

wollte wie ein Deutscher aus aus Niedersachsen klingen.

Tatsächlich war ich in Göttingen an der Uni war.

Meine ganzen Freunde waren entweder aus

aus dem Raum Hannover, Braunschweig, Göttingen oder aus Hamm Hamburg.

Ich habe ja die Stadt Hamburg, die auch weil sie so

groß ist, ein eigenes Bundesland ist, hat einen sehr bezeichnenden Dialekt,

einen sehr, ja hörbaren eigenen Dialekt und Akzent.

Genau.

Und das heißt, da hört man immer gleich, wenn Leute aus Hamburg kommen Ja,

du sprichst einen guten Punkt an, man muss es wollen.

Vielleicht als kurze Anmerkung dazu Es ist

auch völlig in Ordnung, wenn es einem nicht so wichtig ist, denn es ist schon.

Ich weiß nicht, wie du siehst, aber das ist denke ich schon erstmal erste

Priorität, dass man sich verständigt, dass man versteht und antworten kann.

Und wenn man dann einen Akzent hat für immer, ist das auch okay.

Aber wenn man eben gerne keinen Akzent

haben möchte, so, dann muss man sich damit auseinandersetzen.

Ganz genau. Ja, ich sehe das so zwei

Patent Tipps, die ja irgendwie gut anwendbar sind, wenn man

seinen Akzent schleifen will, also verfeinern will.

Hmm, ja, habe ich auf jeden Fall.

Die allererste Sache, die sehr, sehr

wichtig ist, ist die Satzmelodie, die die allermeisten, die, die,

die konzentrieren sich auch auf den Wortstamm Akzent bzw darauf, die

die einzelnen Wörter richtig auszusprechen.

Das ist wichtig, aber eigentlich ist die Satzmelodie viel wichtiger, was das

Verständnis angeht, also ob man verstanden wird oder nicht.

Wenn man also wenn ihr zum Beispiel jemanden kennt, der sehr gut eure

Muttersprache spricht, was auch immer es ist und sich gut ausdrücken kann, viele

Wörter kennt, fast oder gar keine Grammatikfehler macht

und auch generell eine gute Aussprache hat.

Aber ihr merkt trotzdem problemlos, dass die Person eben nicht Muttersprachler ist.

Dann liegt das oft tatsächlich daran, dass

die Betonung im Satz leicht woanders sitzt, als sie sitzt.

Wenn es ein Muttersprachler sagt ja, dass die Wörter anders zusammen gehängt

werden, dass man eine Wortstellung benutzt, die

zwar richtig ist, aber eher selten so von Muttersprachlern benutzt wird.

Lauter so Sachen ganz genau.

Ja, ja.

Und ich meine, das kann ja auch von Dialekt zu Dialekt anders sein.

Das Amerikanische Englische wird ja anders betont auf Satz ebene wie das britische

Englische We are you doing deswegen oder hier ist recent.

Trotzdem kann man davon profitieren, dass man darauf achtet.

Das habe ich sogar gestern mit einem

Kursteilnehmer von mir gemacht, der aus Tschechien kommt.

Ich habe ihm gesagt, dass er sich vor

allem auf die vokale Länge konzentrieren sollte, und zwar auf die langen Vokale.

Also erst mal identifizieren, welche Vokale im Satz lang sind

und dann also das soll ja erst mal markieren und dann vergleichen mit dem zum

Beispiel wenn er ein YouTube Video schaut oder so und den Text dazu hat.

Er kann das erst markieren und dann sich das anhören und schauen.

Okay, lag ich richtig oder nicht?

Und dann noch mal, noch mal repetieren,

noch mal wiederholen mit Schwerpunkt auf Aufsatz, mit Melodie.

Und dann habe ich also ich habe ihn davor

und danach vorlesen lassen und das klang so viel besser danach.

Dann möchte ich an dieser Stelle nochmal

anmerken Ihr könnt von diesem Interview wie für jedes Interview, jeden Podcast und

alles was produziert, ein Transkript auf der Webseite finden und

mitlesen und das dann versuchen nachzuempfinden und nachzusprechen.

Was ich dringend noch fragen wollte zu deinem Akzent, weil wir Ich erinnere mich

auch, dass du mir da mal eine Geschichte erzählt hast.

Tatsächlich, als wir uns kennengelernt haben, meine ich, passiert es dir?

Passiert es dir und passiert es dir oft, dass.

Leute dich also, dass Leute, die nicht

glauben, dass du kein deutscher Muttersprachler bist?

Ja, und zwar kam es schon mehrmals vor,

dass ich mich fast nicht geprügelt hätte, aber

das mein, also die Leute werden dann wirklich, wirklich sauer.

Das finde ich so komisch.

Das zeigt, dass die allermeisten Menschen es einfach nicht glauben, dass es möglich

wäre, ja seinen seinen Akzent völlig loszuwerden.

Und wie ein Mann.

Ich behaupte aber gar nicht, dass ich wie ein Muttersprachler rede.

Ich konnte sogar damals, jetzt, vor 15 Jahren oder so, als

ich das erste Mal in Deutschland gelebt habe.

Nach den ersten paar Jahren, finde ich besser Deutsch, als ich das jetzt kann.

Und zwar deswegen, weil ich damals nur Englisch und Deutsch konnte.

Ja, da kann ich nicht sein, wenn ich über fünf sprachen.

Auf jeden Fall haben wir eine gewisse

vergleichbare Situation zwischen Englisch und Deutsch.

Bei mir ist zwar die Muttersprache

Deutsch, bei Sprache Sprache Muttersprache ist die deutsch deutsche Sprache

als Beispiel für eine nicht richtige Betonung.

Bei mir ist die Muttersprache zwar Deutsch, bei dir ist sie Englisch, aber du

sprichst Deutsch auf muttersprachlichen Niveau.

Ich spreche Englisch auf

muttersprachlichen Niveau und wir haben beide schon die Erfahrung

gemacht, dass Leute erst mal denken, wir seien Muttersprachler.

Im Englischen oder im Deutschen.

Und mir geht es so Es passiert mir immer

mal, dass Leute plötzlich anders mit mir reden, wenn sie.

Äh, dann erfahren, dass ich keine Muttersprachlerin bin.

Mein Lieblingsbeispiel ist Ich unterhalte

mich eine halbe Stunde mit jemandem und es hat sich einfach nicht ergeben zu sagen,

dass ich halt Deutsch, dass ich Deutsche bin und dann kommt das auf.

Und auf einmal fangen die Leute an, mir Vokabeln zu erklären.

Passiert dir so was auch?

Oh ja, teilweise schon, oder die fangen

an, entweder langsamer oder lauter zu reden oder beides.

Ab einem gewissen Punkt sind Leute gar nicht mehr beeindruckt.

Na, weil die wissen ja gar.

Die denken, die halten dich für einen Muttersprachler.

Und dann behandeln sie dich dann einfach wie ein Muttersprachler.

Und.

Und ich weiß nicht, ob das.

Also, ich glaube, viele Leute, die, sagen

wir mal, eine Fremdsprache auf sehr hohem Niveau sprechen,

die genießen das, dass die einen leichten Akzent haben oder ein paar Fehler hier und

da und dann aber andauernd irgendwelche andauernd Komplimente bekommen.

Warum denkst du, dass Leute das machen,

dass Leute sich die ganze Zeit mit dir unterhalten, in der Annahme, also weil sie

denken, weil sie annehmen, dass du Muttersprachler bist?

Und dann sagst du ihnen, dass du es nicht bist.

#6: 8 Sprachen sprechen? – Polyglot berichtet [3]

In unserer sechsten Episode spricht Katja mit David Allen Martin II, der fünf Sprachen spricht und gerade noch drei weitere lernt.

so, dass viele Leute anfangen, eine Sprache zu lernen.

Wenn es eben keine

pragmatischen Gründe sind, weil sie einen Lieblingsautor haben oder

weil sie Musik hören und dann die verstehen können wollen.

Na ja, da kommt Rammstein wieder ins Spiel, das ist ja der Anfangspunkt.

Also es ist vielleicht klingt mal,

vielleicht für die Leute, die wissen, dass ich auch ein großer Grammatik Fan bin,

immer ein bisschen widersprüchlich, aber ist es nicht.

Ich bin ein großer Vertreter und Fan von Lernen mit realen Inhalten und auch und

gerade mit Sachen, die einem eben Freude bereiten.

Also mein Englisch ist zu großen Teilen sehr schnell sehr viel besser geworden.

Einfach dadurch, dass ich erstens auf YouTube unterwegs.

Nicht viele Sachen auf Deutsch gab in den ersten Jahren.

Und zweitens sehr früh eine Begeisterung für Stand up Comedy entwickelt habe.

Da achtet ja niemand darauf, dass das

jemand verstehen kann, der nicht Muttersprachler ist.

Also damit einfach von Null anzufangen ist, wie alles geht.

Natürlich.

Ich meine, ich sage mal, wenn jetzt einer noch nie Deutsch gesprochen hat und dann

nach Deutschland zieht, dann lernt man es auch auf die harte Tour.

Aber angenehmer ist es natürlich, wenn man schon was kann.

Die gute Nachricht ist Wenn ihr diesen

Podcast einigermaßen versteht, dann ist es auf jeden Fall der richtige Zeitpunkt, um

sich mit mehr und mehr Inhalt auseinanderzusetzen.

Auf Deutsch das wisst ihr wahrscheinlich auch schon.

Deswegen hört ja den Podcast.

Aber genau wenn man jetzt eine Methode

ausprobieren will, dann geht man auf deinen Instagram.

Genau.

Auf meinem Instagram Kanal findet man dann Links zu unserer Academy bzw.

Da gibt es auch teilweise Beispiele von von der Methode.

Ich habe auch einen Deutschkurs, einen 30 Tage Deutschkurs.

Inhalte davon kann man auch auf meinem YouTube Kanal sehen.

Und zwar sind das teilweise Videos von 20 Minuten Länge oder so.

Also da gibt es auf jeden Fall mal genug Beispiele, damit man sich ein

ja dann, wenn man sich das vorstellen kann.

Jetzt haben wir uns sehr, sehr lange unterhalten.

Ich finde es super interessant.

Eventuell haben wir das Interview auch schon in zwei Teile geteilt.

Das müssen wir mal gucken, wie wir das machen nachher.

Aber ich glaube, wir haben einen sehr

guten Überblick darüber bekommen, wer du bist, was du so sprichst, warum und was du

machst, um anderen zu helfen, Sprachen zu sprechen.

Möchtest du noch etwas zum Abschluss sagen?

Gibt es noch irgendwas, was dir auf der Seele liegt?

Was mir auf der Seele liegt.

Nein, nichts Besonderes.

Nur ich freue mich auf jeden Fall.

Vor allem deswegen, weil ich einfach immer mehr Resonanz bekomme.

Also dass diese diese Methode, wie gesagt, die, die habe ich ja für mich entwickelt

und es macht mir einfach immer wieder eine Freude, Leuten zu helfen, Sprachen einfach

mal effizienter, schneller und mit mehr Spaß zu lernen.

Und ich werde das könnte ich so mal ansprechen.

Ich werde demnächst mit Benjamin ja auch sehr guter Kanal, gerade für Leute,

die gerne ihre Aussprache verbessern möchten.

Genau, kann ich nur empfehlen.

Und Benjamin ist mittlerweile ein sehr guter Freund von mir und wir bringen

demnächst einen B2 Kurs für Deutschlerner mit unseren beiden mit.

Nicht schlecht.

Genau, genau.

Also darauf kann man auf jeden Fall gespannt sein.

Na ja, und sonst?

Vielen lieben Dank, Katja.

Es war zwar mir egal, ich kann mir.

Ich kann mich vielleicht ein bisschen dem

Demian von den anderen anschließen, aber ich finde das Essen.

Es war mir ein inneres Häschen.

Streicheln wir erweitern, wir erweitern.

Dominik erfährt schon ein inneres Streicheln.

So, so, wunderbar.

Mal gucken, was wir da in Zukunft noch zu hören bekommen.

Das freut mich. Mir auch.

Ja, eigentlich muss ich jedes Mal gucken, was, was, was für ein Inneres, für einen

inneren Zustand ich jetzt bei der nächsten Person ausgelöst habe.

Mit dem Interview

mal Nein, ich hat mich auf jeden Fall sehr gefreut, dass Sie das hingekriegt haben.

Vielen Dank für dein, für dein Mitmachen, dein Erscheinen.

Dann dich interviewen lassen?

Ja, ich hab’s.

Und ja, wenn euch Davids Methode interessiert, dann schaut vorbei.

Auf seinem YouTube, auf seinem Instagram.

Das ist alles wie immer in der Beschreibung verlinkt.

Noch mal Wenn ihr den Podcast gerne mit

Text noch mal durchgehen wollt, findet ihr das Transkript auf der LingQ Webseite.

Da könnt ihr auch gleich Davids Methode

ausprobieren, die wir hier erklärt bekommen haben.

Dann sehen wir uns nachher und wir sehen uns in der nächsten Podcastfolge.

Meine Lieben, vielen Dank fürs Zuhören.

Schaut auf LingQ vorbei und bis zum nächsten Mal.

Zunächst mal ist.

#6: 8 Sprachen sprechen? – Polyglot berichtet [2]

In unserer sechsten Episode spricht Katja mit David Allen Martin II, der fünf Sprachen spricht und gerade noch drei weitere lernt.

Und auf einmal reden sie nicht mehr.

Also reden sie anders mit dir.

Denkst du das es bewusst?

Ich glaube, dass es.

Ich glaube nicht, dass es bewusst ist.

Ich glaube es nichts.

Das merkt man, glaube ich, überall.

Bei Leuten, die gerade bei Leuten, die

einfach nicht so oft mit Ausländern oder nicht Muttersprachlern zu

tun haben und die dann wo auch immer her denken Ah, das ist ja anders.

Äh, und das ist das bei dir? Was, was du sagt?

Das ist mir noch nicht passiert, dass Leute sauer geworden sind.

Das finde ich tatsächlich krass.

Ich frage mich, ob da vielleicht

das Geschlecht was mit zu tun hat oder ob es ein Amerikaner deutsch.

Ich weiß es nicht, aber das finde ich krass, dass Leute tatsächlich denken, du

belügst mich so, ja, indem du sagst, dass du kein Muttersprachler.

Genau. Also, dass das vor allem, dass ich

Muttersprachler des Englischen bin und nicht des Deutschen.

Ich habe sogar.

Ich stand draußen vor, vor einem Club mit einem Kumpel von mir.

Wir haben uns mit ein paar Mädels unterhalten und.

Und ich habe zwischendurch einfach irgendwelche Wörter gesagt in Englisch.

Und wenn ich englische Wörter sage, die es

im Deutschen nicht gibt, dann sage ich die einfach mit englischem Akzent.

Also ich sage sie, wie sie, wie sie normal

klingen, ja nicht so wie Burger oder so was.

Ja, ein englisches Wort.

Man spricht es ja trotzdem deutsch aus im Deutschen.

Und dann haben sie gesagt Warum?

Also warum redest du so?

Warum sagst du Nein mit dieser Aussprache so?

Ja, weil ich Amerikaner werden soll.

Ja, wie auch immer, ich war

ordentlich beschwipst, sagen wir mal, und habe sogar meine Mutter angerufen.

Äh, es war in Deutschland, war sehr nachts

und sie wurde in Arizona und habe sie dann schön mit den Mädels reden lassen.

OF Ja, okay, glauben wir dir, ich habe auch gedacht, du wärst Muttersprachler.

Also, ich habe

zwar auch nicht gedacht, dass du kein englischer Muttersprachler bist.

Ich war tatsächlich davon ausgegangen, du

bist in Amerika aufgewachsen und hattest ein deutsches Elternteil oder so was.

Ach so, okay, ja, aber wie gesagt, ich bin

auch der Meinung, dass die allermeisten Leute das auch gar nicht wollen.

Bzw aus meiner Erfahrung ist das so

man ist ja kein Wert drauf gelegt wird, kein Wert drauf gelegt wird.

Man ist zufrieden, wenn man sich verständigen kann.

Ähm und ja, genau, was man ja auch so sagt man im Englischen so schön.

Ja, das ist eigentlich sehr rational auf

niemand muss akzentfrei sprechen, das ist nur ein kleiner Bonus für Sprache.

Da gebe ich dir auf jeden Fall recht.

Vor allem deswegen, weil ab einem

bestimmten, auch ab einem bestimmten Punkt man viel mehr.

Mehr arbeiten muss, um immer weniger Ergebnissen zu bekommen.

Das ist diese 80, 20, Tony. Genau.

Ganz genau. Viermal Sprachen.

By the way. Übrigens, ja, du bist polyglott.

Das kam jetzt schon mehrfach durch.

Du hast jetzt auch schon die Sprachen erwähnt, die du sprichst.

Kannst du noch mal? Das ist Englisch, Deutsch, offensichtlich

Spanisch, mittlerweile auch Chinesisch, also Mandarin, nämlich an Spanisch.

Seit. Seitdem ich in Spanien gewohnt habe.

2007 bis 2009.

Genau das ist auch nach Deutsch die Sprache, die ich am besten kann.

Nach Spanisch dann Mandarin, Chinesisch.

Ich habe ja auch ein Jahr in China gelebt, 2013 bis 2014 in Peking.

Genau. Und danach die Sprachen, die

den Fremdsprachen, die ich gut kann, am ähnlichsten sind.

Das heißt Holländisch und Schwedisch.

Wegen der deutschen.

Genau die habe ich relativ schnell lernen können.

Und dann Französisch und Italienisch und jetzt Portugiesisch.

Wobei ich immer noch also Portugiesisch

fällt mir irgendwie schwerer als die alle als alle anderen.

Jetzt reden wir hier beide so super auf.

So, ja und dann will ich gern noch das und das und das so das kleine Sprach Album.

Und es gibt ja natürlich einige Leute wie

uns, die so polyglotte Ambitionen haben, aber ich denke, die meisten Leute, die

wollen jetzt nicht unbedingt 15 Sprachen lernen, sondern erst mal eine oder zwei.

Oft mit sehr pragmatischem Grund. Man will umziehen.

Man braucht für die Arbeit, was auch immer.

Was sind deine Tipps?

Ich würde gar nicht mal sagen so für den Anfang, sondern generell,

wenn man eine Sprache lernen möchte, wie man da vorgehen sollte.

Nun also dazu.

Genau dazu habe ich eine Methode entwickelt.

Genau aus diesem Grund, weil eben sehr

viele Menschen eine Sprache lernen wollen, aber sehr viele es auch nicht schaffen

eine Sprache zu lernen bzw eine Sprache eine Fremdsprache so gut zu lernen wie sie

es möchten, habe ich im Laufe der Jahre eine eigene Methode entwickelt.

Die Methode habe ich ehrlich gesagt primär für mich entwickelt, genauso wie Steve.

Also Steve kaufen meine ich jetzt LINQ, also das ist die Plattform eigentlich für

sich entwickelt hat und das später dann veröffentlicht hat, verfügbar gemacht hat.

Ich weiß nicht.

Also der hat es auf jeden Fall irgendwann mal erzählt.

Ja, er hatte das eigentlich für sich entwickelt und ich habe ich.

Ich liebe Sprachen und man hat leider nur

nicht mal 24 Stunden, weil man muss ja auch irgendwann mal schlafen.

Weil man eine begrenzte Anzahl von Stunden hat, muss man unbedingt effizient

effizient lernen und das, womit man die allermeisten Zeit verschwendet.

Ähm, nach meiner Erfahrung ist einfach das Nachschlagen von unbekannten Wörtern

und das ist ja auch der Grund, warum LingQ so praktisch ist.

Weil man halt, wenn man einen Text,

wenn man gerade diesen Text liest, bei lenken und sich das anhört, dann kann

man unbekannte Wörter einfach mal nachschlagen.

Ja genau.

Mit dem im Sinne

habe ich dann angefangen, eine bilinguale Methode mit meinem Studium zu benutzen und

die heißt Translation Cube und zwar die allererste.

Also warum es ja nämlich drei Übersetzungs Niveaus gibt über Levels.

Das allererste Level ist das sogenannte

Idiom, die sogenannte idiomatische Übersetzung.

Das bedeutet, dass man den Satz versteht,

also die Intention des Sprechers oder des Schreibers.

In dem Fall, wenn ich also

und jetzt kann ich, jetzt kann ich noch mal das ich glaube, ich habe einen

int und ich glaube, du hast einen int ansprechen.

Das war tatsächlich ein

ich weiß, das war, glaube ich, immer in meinem allerersten Jahr in Deutschland.

Ich war mit einer Gruppe von Amis und

Deutschen zusammen und und es wurde halt Englisch und Deutsch geredet.

Und dann habe ich ein Gespräch mitbekommen

zwischen einem Kommilitonen von mir und einem Deutschen.

Und der amerikanische Kumpel von mir, der hatte ein bisschen Schwierigkeiten, sich

auszudrücken, und zwar, weil er einfach angetrunken war.

Ja, und dann meinte der Deutsche zu ihm

auf Englisch, weil er konnte halt nicht so gut Deutsch, ich weiß es.

Und er und der So what I have you talking about.

Und dann bin ich einfach rüber und ich ihm

betrug und der Deutsche hat so geguckt und er meinte weiter Du kannst Gedankenlesen.

Und ich sagte Nein, aber ich kann einfach mal Deutsch

und ich weiß ganz genau, was du sagen möchtest.

Also ich glaube du hast einen im Tee.

Haben wir ja schon angesprochen

auf idiomatische Ebene, also idiomatisch übersetzt I think tbc, I think.

Wäre die idiomatische Übersetzung okay, aber heißt die erste Ebene ist, dass

man erstmal versucht, die gesamte Bedeutung von

Sätzen, von Ausdrücken zu erfassen, ganz genau Wort zu verstehen.

Genau.

Also sagt man auf Englisch also ein globales

Verständnis, ein gesamt Verständnis, wie du schon gesagt hast.

Man kann aber diese Ebene verstehen, also die idiomatische Ebene.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass

man den Satz verstanden hat, vor allem was die Struktur

des Satzes angeht und den die Ausdrucksweise, also die Denkweise.

Weil ich glaube, du hast ein c im Englischen eigentlich bedeutet I think

you have in the t tatsächlich aber nur sage i oder btc.

Dann hat derjenige, der weiß, zwar, was

gemeint ist, aber nicht, wie gemeint ist, also wie die Denkweise im Deutschen ist.

Genau, es gibt diese zwei Levels, wie

gesagt, die idiomatische Übersetzung und dann die wortwörtliche Übersetzung.

Und wir haben eine eine App entwickelt, wodurch das

automatisch gemacht wird, also in erster Linie durch maschinelle Übersetzung.

Und dann werden die Übersetzungen aber korrigiert.

Und diese Übersetzung des Levels, diese ersten zwei, die führen dazu, dass man als

kompletter Anfänger auch sehr fortgeschrittene Texte genießen kann.

Und darum, genau darum geht es uns.

Und vor allem aber auch dazu, dass.

Es viel weniger Stress gibt, weil dadurch, dass man alles versteht, die

sogenannte kognitive Belastung oder kognitive Last reduziert wird.

Soll heißen Das ist das typische Gefühl,

das man hat, wenn man Texte liest, die in der Sprache sind, die man noch lernt.

Man stolpert alle fünf Wörter über eine

Vokabel, und man weiß ungefähr, was der Satz heißt, aber nicht so wirklich.

Und dann hört man lieber auf beides. Das ist anstrengend.

Man versteht jedes Wort und trotzdem den Satz nicht.

Das letzte Level ist also Das dritte Level

ist die sogenannte aktive Rückübersetzung Reverse Translation.

Das bedeutet, dass man man hat ja die erste Ebene, die zweite

Ebene und das den deutschen Satz dazwischen.

Und dann entfernt man alle Buchstaben, zum Beispiel bis auf die ersten zwei oder

dritte Oder den ersten Buchstaben eines jeden Wortes.

Das heißt, man hat also eine, einen

Kontext, einen, einen Satz Kontext, wo man den Satz versteht.

Man versteht auch jedes Wort und man muss aber den deutschen Satz reproduzieren

anhand der Übersetzung der wortwörtlichen Übersetzung eines jeden Wortes.

Aber das heißt, man hat die Bedeutung Übersetzung.

Man hat die wörtliche Übersetzung genommen.

Dann den deutschen Satz selber machen. Richtig.

Das ist das, was wir anbieten. Also ich.

Ich mache Einzeltraining, Einzel Coachings.

Wir bieten aber auch Gruppen Kurse an und wenn ich arbeite primär mit

Muttersprachlern des Spanischen und des Chinesischen zusammen.

Aber im Grunde genommen arbeiten wir mit allen halt zusammen.

Und wenn man bei uns lernt, dann ob das

jetzt deutsch ist oder eine andere Sprache.

Dann wollen wir in erster Linie einfach sicherstellen, dass man alles versteht.

Und dann gibt es eine Menge anderer

Übungen, die wir dann machen, um das Ganze zu aktivieren.

Das Ziel ist, dass man so schnell wie möglich versteht und ins Sprechen kommt,

weil das Sprechen ist das, was am längsten dauert.

Und wenn man zu viel Zeit dafür benötigt,

alles nachzuschlagen, die sind diese Wort nachschlagen.

Dann verschwendet man leider einfach seine Zeit.

Okay, radikale Worte.

Das wäre also.

Ich sage nicht, dass das Nachschlagen an

sich nicht hilfreich sein kann, aber am Anfang ist es ist sehr langsam.

Genau das ist aber auch nur eine Seite.

Ich Wie gesagt, ich mache auch Gedächtnistraining.

Vor allem bringe ich Leuten bei, wie sie von Space Repetition profitieren.

Space Repetition bedeutet, dass man

gelernte Inhalte in immer größer werdenden Zeitabständen wiederholt.

Das bedeutet, dass wenn ich zum Beispiel

ein neues Wort heute lerne oder jetzt lerne, dann wiederhole ich das

nach einer Minute, dann nach zehn Minuten, dann nach einer Stunde, dann nach einem

Tag oder nach drei Tagen, sieben Tagen, 14 Tagen, einem Monat.

Es gibt die sogenannte Vergessens Kurve oder vergessene Kurve.

Hermann Ebbinghaus war ein deutscher Wissenschaftler, hat das vor 100 Jahren

oder so recherchiert und hat festgestellt, dass im Durchschnitt Menschen ungefähr

gleichmäßig schnell vergessen bei alle schaffen es irgendwie zu lernen.

Aber das ist nicht das Problem.

Das Lernen an sich, sondern das Vergessen ist das Problem.

Ja, ja und das ist das, wo ihr sozusagen

oder du mit deiner Methode allumfassend dagegen ist.

Das heißt, die Prinzipien sind so, wie ich es jetzt raus höre.

Erstens Arbeiten mit echten Inhalten,

zweitens arbeiten mit Übersetzungen, wörtlich Bedeutungsebene und dann zurück.

Genau. Genau.

Und letztendlich eben eine Verarbeitung mit regelmäßiger, aber immer

größer werdenden Wiederholung in immer größer werdenden Abständen.

Richtig? Ganz genau.

Ja, ja.

Und vor allem, dass man einfach Spaß an der Sprache hat.

Wenn man mit Ressourcen arbeitet, die man

gerne, mit denen man gerne arbeitet, dann hat man ja auch automatisch Spaß.

Total. Ja, das ist.

Ich meine, es ist ja auch nicht umsonst

#6: 8 Sprachen sprechen? – Polyglot berichtet [1]

In unserer sechsten Episode spricht Katja mit David Allen Martin II, der fünf Sprachen spricht und gerade noch drei weitere lernt.

Willkommen beim deutschen Link Podcast.

Zu diesem Podcast gibt es ein Transkript auf der LingQ Webseite, mit dem du

gleichzeitig hören und lesen kannst, um deine Lernergebnisse zu verbessern.

Wenn du dir diesen Podcast auf Apple, Spotify, Google, Podcast oder Soundcloud

anhörst, lass uns gerne eine Review der Folge uns für neue Folgen und vergiss

nicht, der Folge ein Like zu geben, wenn sie dir gefällt.

Vielen Dank und viel Spaß.

Hallo Ihr Lieben und herzlich willkommen beim LingQ Podcast auf Deutsch.

Ich habe heute wieder einen Gast.

Und zwar ist das David von Lingua.

Hallo David, hallo Katja.

Am Anfang fragen wir natürlich wie immer erst mal Wer bist du?

Was machst du?

Und wo kann man dich finden, wenn du gefunden werden möchtest?

Ja.

Erst mal vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Es ist mir eine Ehre.

Auf jeden Fall. Ja.

Mein Name ist David. Aaron.

Ich weiß, dass es ein langer Name, aber so heiße ich.

So kann man mich auch finden.

Ich komme aus Kalifornien und bin Germanist, Deutsch und Englischlehrer,

Übersetzer, Dolmetscher, aber auch Polyglott, Coach und und Gedächtnis Coach.

Das sind tatsächlich alle alles Sachen, die ich mache, und zwar regelmäßig.

Finden kann man mich

primär auf Instagram und YouTube und zwar, indem man Links eingibt.

Das ist auch der Name der Firma.

Also Lingua.

Die Sprache halt auf Italienisch und vor oder Tor wie der Donnergott.

Und zwar deswegen, weil man mit den, sagen wir mal den Methoden, die ich

im Laufe der Jahre entwickelt habe und auch mit den mit den Technologien, die man

in meiner Firma entwickelt, blitzschnell eine Sprache sollte lernen

können oder auf jeden Fall schneller als mit herkömmlichen Methoden.

Damit erreicht man schneller sein Ziel und

es wird einem einfach das Tor in eine neue Welt geöffnet.

Erst mal wird es jetzt vielen Leuten, die vielleicht auch schon viel Deutsch gehört

haben, wirklich ein Bedürfnis sein zu erfahren.

Moment, stopp.

Der Typ hat gesagt, er kommt aus der.

Er kommt irgendwo aus Kalifornien und spricht aber so deutsch.

Fangen wir doch mal damit an!

Wie lange lernst du denn schon Deutsch?

Na ja, angefangen habe ich mit 16

in der Schule und zwar wie gesagt, nachdem ich schon Fehlversuche hatte.

Erst mit dem. Mit dem Französischen.

Und dann, nach einem Jahr habe ich dann aufgegeben.

Es hat mir keinen Spaß gemacht. Genau das.

Dasselbe ist mir passiert.

Und eben mit dem Spanischen.

Und ich habe aber, wie gesagt, mit 16 mit dem Deutschen angefangen.

In der Schule, in der Schule. Genau.

Und das war deswegen anders,

weil mein Lehrer, ich habe das auch kurz angesprochen, in

einem in meinem allerersten YouTube Polyglott Video.

Genau, und zwar der Lehrer, der hat ja es.

Der Schwerpunkt war nicht auf Grammatik und auch nicht darauf, dass man, dass man

büffelt, also dass man irgendwelche Vokabeln paukt, sondern auf Inhalte.

Wir haben Filme geschaut, wir haben Musik gehört, unter anderem.

Also der Schwerpunkt war, wie gesagt, auf

die Kommunikation und auf die Inhalte, auf den.

Auf den Input.

Okay, also das heißt, Deutsch kam einfach durchs Ausprobieren an der Schule.

Du hast jetzt auch keine besonderen.

So a Deutsch ist toll, weil

keine Ahnung, bestimmte Musik oder sonst was, sondern das gab’s einfach bei euch.

Also ich meine,

das war vielleicht ein Zufall, aber Rammstein, dieser Song, du hast mich ja

zu dem Zeitpunkt mehr oder weniger zeitgleich mit dem Anfang, mit den

Anfängen meiner, meiner German Journey könnte man sagen rausgekommen?

Nein, aber ich hatte ja schon mit Deutsch

angefangen und ich fand das nur, sagen wir mal, ich fand das cool.

Das war irgendwie ein cooles extra Ding.

Du hast es irgendwie generell so, dass

Rammstein Lied für viele, gerade Amerikaner ja, das stimmt.

Und ich meine, es ist nicht schlecht, aber ich.

Also ich finde persönlich, es gibt sehr viel bessere Rammstein Lieder.

Okay, damit haben wir auch schon eine Frage geklärt, die ich ansonsten noch

gestellt habe hätte nämlich Wie kamst du auf Deutsch in Deutschland?

Aber das war dann sozusagen einfach.

Das kam so Wann bist du denn zum Ersten Mal nach Deutschland gereist und wieso?

Und wie kam das?

Ja, das allererste Mal war 2004.

Mit meinem Vater und meinen Brüdern damals.

Und zwar nur um uns, Deutschland und Europa überhaupt.

Also ganz typisch amerikanisch.

In zehn Tagen fünf Länder gesehen und auch am Reisen und Essen

und Trinken und viel mehr haben wir halt nicht gemacht.

Ich habe in Berkeley studiert,

German als Germanistik und im allerletzten Jahr meines Studiums meines

Germanistikstudium Austauschjahr in Göttingen gemacht.

Aber wie gesagt, ich habe Germanistik studiert,

aber das heißt nicht, dass ich halt Deutsch konnte.

Also ja, ja, ja, so ist das.

Ich konnte es nämlich nicht.

Man lernt erst mal die Sprache als Wissenschaft.

Genau. Genau.

Genau. Und ich hatte den, ähm.

Ich hatte den. Den?

Das Unglück, dass meine Aussprache relativ gut war, so dass Leute oft gedacht haben,

dass ich viel besser Deutsch kann, als ich eigentlich konnte.

Oh, das kenne ich vom Russischen.

Ich glaube, das ist jetzt eine Frage, die sich vielen stellt, die zugucken wie.

Wie?

Wie schafft man es denn, so einen guten Akzent zu haben?

Ich habe da meine eigenen Meinungen und Methoden.

Aber es ist ja dein Interview.

Das würde mich auf jeden Fall interessieren, deine Meinung zu hören.

Also primär muss man ein Interesse daran

haben, einen guten Akzent überhaupt zu haben.

Ich weiß, das klingt irgendwie banal,

aber es ist wirklich so Den allermeisten ist es für die Sagen Ist mir egal,

Hauptsache, ich kann mich irgendwie verständigen.

Was ich total interessant finde, also dass das allererste ist, man muss es wollen.

Mich hat es nicht nur interessiert, wie ein Deutscher zu klingen, sondern ich

wollte wie ein Deutscher aus aus Niedersachsen klingen.

Tatsächlich war ich in Göttingen an der Uni war.

Meine ganzen Freunde waren entweder aus

aus dem Raum Hannover, Braunschweig, Göttingen oder aus Hamm Hamburg.

Ich habe ja die Stadt Hamburg, die auch weil sie so

groß ist, ein eigenes Bundesland ist, hat einen sehr bezeichnenden Dialekt,

einen sehr, ja hörbaren eigenen Dialekt und Akzent.

Genau.

Und das heißt, da hört man immer gleich, wenn Leute aus Hamburg kommen Ja,

du sprichst einen guten Punkt an, man muss es wollen.

Vielleicht als kurze Anmerkung dazu Es ist

auch völlig in Ordnung, wenn es einem nicht so wichtig ist, denn es ist schon.

Ich weiß nicht, wie du siehst, aber das ist denke ich schon erstmal erste

Priorität, dass man sich verständigt, dass man versteht und antworten kann.

Und wenn man dann einen Akzent hat für immer, ist das auch okay.

Aber wenn man eben gerne keinen Akzent

haben möchte, so, dann muss man sich damit auseinandersetzen.

Ganz genau. Ja, ich sehe das so zwei

Patent Tipps, die ja irgendwie gut anwendbar sind, wenn man

seinen Akzent schleifen will, also verfeinern will.

Hmm, ja, habe ich auf jeden Fall.

Die allererste Sache, die sehr, sehr

wichtig ist, ist die Satzmelodie, die die allermeisten, die, die,

die konzentrieren sich auch auf den Wortstamm Akzent bzw darauf, die

die einzelnen Wörter richtig auszusprechen.

Das ist wichtig, aber eigentlich ist die Satzmelodie viel wichtiger, was das

Verständnis angeht, also ob man verstanden wird oder nicht.

Wenn man also wenn ihr zum Beispiel jemanden kennt, der sehr gut eure

Muttersprache spricht, was auch immer es ist und sich gut ausdrücken kann, viele

Wörter kennt, fast oder gar keine Grammatikfehler macht

und auch generell eine gute Aussprache hat.

Aber ihr merkt trotzdem problemlos, dass die Person eben nicht Muttersprachler ist.

Dann liegt das oft tatsächlich daran, dass

die Betonung im Satz leicht woanders sitzt, als sie sitzt.

Wenn es ein Muttersprachler sagt ja, dass die Wörter anders zusammen gehängt

werden, dass man eine Wortstellung benutzt, die

zwar richtig ist, aber eher selten so von Muttersprachlern benutzt wird.

Lauter so Sachen ganz genau.

Ja, ja.

Und ich meine, das kann ja auch von Dialekt zu Dialekt anders sein.

Das Amerikanische Englische wird ja anders betont auf Satz ebene wie das britische

Englische We are you doing deswegen oder hier ist recent.

Trotzdem kann man davon profitieren, dass man darauf achtet.

Das habe ich sogar gestern mit einem

Kursteilnehmer von mir gemacht, der aus Tschechien kommt.

Ich habe ihm gesagt, dass er sich vor

allem auf die vokale Länge konzentrieren sollte, und zwar auf die langen Vokale.

Also erst mal identifizieren, welche Vokale im Satz lang sind

und dann also das soll ja erst mal markieren und dann vergleichen mit dem zum

Beispiel wenn er ein YouTube Video schaut oder so und den Text dazu hat.

Er kann das erst markieren und dann sich das anhören und schauen.

Okay, lag ich richtig oder nicht?

Und dann noch mal, noch mal repetieren,

noch mal wiederholen mit Schwerpunkt auf Aufsatz, mit Melodie.

Und dann habe ich also ich habe ihn davor

und danach vorlesen lassen und das klang so viel besser danach.

Dann möchte ich an dieser Stelle nochmal

anmerken Ihr könnt von diesem Interview wie für jedes Interview, jeden Podcast und

alles was produziert, ein Transkript auf der Webseite finden und

mitlesen und das dann versuchen nachzuempfinden und nachzusprechen.

Was ich dringend noch fragen wollte zu deinem Akzent, weil wir Ich erinnere mich

auch, dass du mir da mal eine Geschichte erzählt hast.

Tatsächlich, als wir uns kennengelernt haben, meine ich, passiert es dir?

Passiert es dir und passiert es dir oft, dass.

Leute dich also, dass Leute, die nicht

glauben, dass du kein deutscher Muttersprachler bist?

Ja, und zwar kam es schon mehrmals vor,

dass ich mich fast nicht geprügelt hätte, aber

das mein, also die Leute werden dann wirklich, wirklich sauer.

Das finde ich so komisch.

Das zeigt, dass die allermeisten Menschen es einfach nicht glauben, dass es möglich

wäre, ja seinen seinen Akzent völlig loszuwerden.

Und wie ein Mann.

Ich behaupte aber gar nicht, dass ich wie ein Muttersprachler rede.

Ich konnte sogar damals, jetzt, vor 15 Jahren oder so, als

ich das erste Mal in Deutschland gelebt habe.

Nach den ersten paar Jahren, finde ich besser Deutsch, als ich das jetzt kann.

Und zwar deswegen, weil ich damals nur Englisch und Deutsch konnte.

Ja, da kann ich nicht sein, wenn ich über fünf sprachen.

Auf jeden Fall haben wir eine gewisse

vergleichbare Situation zwischen Englisch und Deutsch.

Bei mir ist zwar die Muttersprache

Deutsch, bei Sprache Sprache Muttersprache ist die deutsch deutsche Sprache

als Beispiel für eine nicht richtige Betonung.

Bei mir ist die Muttersprache zwar Deutsch, bei dir ist sie Englisch, aber du

sprichst Deutsch auf muttersprachlichen Niveau.

Ich spreche Englisch auf

muttersprachlichen Niveau und wir haben beide schon die Erfahrung

gemacht, dass Leute erst mal denken, wir seien Muttersprachler.

Im Englischen oder im Deutschen.

Und mir geht es so Es passiert mir immer

mal, dass Leute plötzlich anders mit mir reden, wenn sie.

Äh, dann erfahren, dass ich keine Muttersprachlerin bin.

Mein Lieblingsbeispiel ist Ich unterhalte

mich eine halbe Stunde mit jemandem und es hat sich einfach nicht ergeben zu sagen,

dass ich halt Deutsch, dass ich Deutsche bin und dann kommt das auf.

Und auf einmal fangen die Leute an, mir Vokabeln zu erklären.

Passiert dir so was auch?

Oh ja, teilweise schon, oder die fangen

an, entweder langsamer oder lauter zu reden oder beides.

Ab einem gewissen Punkt sind Leute gar nicht mehr beeindruckt.

Na, weil die wissen ja gar.

Die denken, die halten dich für einen Muttersprachler.

Und dann behandeln sie dich dann einfach wie ein Muttersprachler.

Und.

Und ich weiß nicht, ob das.

Also, ich glaube, viele Leute, die, sagen

wir mal, eine Fremdsprache auf sehr hohem Niveau sprechen,

die genießen das, dass die einen leichten Akzent haben oder ein paar Fehler hier und

da und dann aber andauernd irgendwelche andauernd Komplimente bekommen.

Warum denkst du, dass Leute das machen,

dass Leute sich die ganze Zeit mit dir unterhalten, in der Annahme, also weil sie

denken, weil sie annehmen, dass du Muttersprachler bist?

Und dann sagst du ihnen, dass du es nicht bist.

#5: Mein Tag hat 48 Stunden [2]

Deutschlehrer in den USA – wie wird man das und wie schafft man nebenher noch YouTube? Levi Antrim – auch bekannt als “Herr Antrim” – erzählt uns heute von seinen Erfahrungen als Lehrer und Lerner der deutschen Sprache. Außerdem bietet er Deutschlernern eine ganz besondere Möglichkeit: 2024 will er eine Reise nach Deutschland organisieren. Den Link dazu findest du unten bei Levis Socials!

so Sätze, die dann über fünf Zeilen gehen, weil das im Deutschen geht.

Es klingt nicht gut und es ist sehr unübersichtlich, aber man kann es machen.

Ja, und dann muss man…

Man muss mit in der Mitte von einem Satz aufhören und einfach nur,

okay, ich bin schon fertig, ich kann hier aufhalten, Oder man muss improvisieren und

raten, dass man den richtigen Fall und das richtige Verb nutzt.

Und was ist dann Lieblingsthema auf Deutsch?

Die deutsche Grammatik oder also von der deutschen Grammatik?

Ja, ich mag Grammatik.

Ich finde es cool, wie alle diese Bausteine zusammenkommen.

Und das finde ich interessant.

Und ich mag Puzzle und deshalb,

deshalb mache ich das Satzbau, so, wo sind die Wörter und warum sind sie da?

Und all diese Bausteine, warum sind sie, wo sie sind?

Das finde ich sehr interessant.

Okay, das ist dein Lieblingskonzept.

Und jetzt noch die große Frage, die jeder

Deutschlehrer liebt Was ist denn Lieblingswort auf Deutsch?

Das längste Wort der deutschen Sprache Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz.

Ja, ich benutze das als Beispiel in meinen Kursen. Für Komposita?

Ja, ja, genau so wie Wie kann man das machen und warum kann man das machen?

Und warum gibt es diese S hier und da?

Ja, Levi.

Ich sage immer Levi.

Ich glaube, das kriege ich nicht mehr raus.

Ich hoffe, du verzeihst mir.

Das ist okay.

Levi von Learn German with Herr Antrim.

Wie gesagt, die Links sind alle in der Beschreibung.

Vielen, vielen Dank,

dass du heute zum LingQ Podcast gekommen bist und dich hast interviewen lassen.

Ja, danke, dass ich dabei sein könnte.

Natürlich gerne.

Warst ein angenehmer Gast.

Wenn ihr noch Fragen habt, stellt sie gerne hier in den Kommentaren.

Wenn ihr Fragen über deutsche Themen habt, dann geht auf seinen Kanal und guckt euch

Videos an und schreibt da Fragen in die Kommentare und schaut euch auf jeden Fall

die Reise an, die er nach Deutschland organisiert.

Das klingt nach einer sehr coolen Gelegenheit.

Ja, und ich glaube, damit sind wir für heute am Ende.

Und ich sage bis zum nächsten Mal.

Tschüs.

#5: Mein Tag hat 48 Stunden [1]

Deutschlehrer in den USA – wie wird man das und wie schafft man nebenher noch YouTube? Levi Antrim – auch bekannt als “Herr Antrim” – erzählt uns heute von seinen Erfahrungen als Lehrer und Lerner der deutschen Sprache. Außerdem bietet er Deutschlernern eine ganz besondere Möglichkeit: 2024 will er eine Reise nach Deutschland organisieren. Den Link dazu findest du unten bei Levis Socials!

Willkommen beim deutschen Link Podcast.

Zu diesem Podcast gibt es ein Transkript auf der LingQ Webseite, mit dem du

gleichzeitig hören und lesen kannst, um deine Lernergebnisse zu verbessern.

Wenn du dir diesen Podcast auf Apple, Spotify, Google, Podcast oder SoundCloud

anhörst, lass uns gerne eine Review, Folge uns für neue Folgen und vergiss

nicht, der Folge einen Like zu geben, wenn sie dir gefällt.

Vielen Dank und viel Spaß.

Herzlich willkommen zurück, liebe LingQ

Zuhörer. Ich habe heute auch wieder einen Gast da, und zwar, Levy.

Hallo!

Kurze Frage gleich am Anfang ganz ungehörig.

Ist es dir lieber, wenn man dich auf Deutsch Levy oder Levi nennt?

Es ist nicht so wichtig.

Aber die meisten Deutschen,

sie sagen, Levi und die Amerikaner sagen Levy, so, es ist mir nicht so wichtig.

Okay, dann bin ich jetzt wieder am Anfang, weil ich sag eigentlich auch mal Levi.

Und dann fiel mir auf, dass du ja selber

Levy sagst, und normalerweise nenne ich die Leute lieber so, wie sie sich selber nennen.

Okay, gut, das war jetzt nur für mich am Anfang oder auch für alle, die zugucken.

Levy.

Wer bist du?

Was machst du?

Und wo kann man dich finden, wenn du gefunden werden möchtest?

Ah ja.

Ich bin seit 2009 Deutschlehrer hier in den USA und ich unterrichte Deutsch eins

und zwei, also A 1 bis, bisschen B1 und ich unterrichte da seit 2009.

2011 habe ich bei YouTube angefangen und dort unterrichte ich auch Deutsch und

normalerweise Grammatik, aber auch ein bisschen andere Sachen.

Manchmal, ähm.

Und ja, ich bin auch Vater.

Ich habe drei Kinder.

Und wenn man mich finden möchte, dann bin ich bei YouTube.com/MrLAntrim,

oder man kann einfach googeln.

Learn German with Herr Antrim,

da bin ich auch.

Und germanwithantrim.com

Da bin ich auch. Perfekt.

Das ist auch alles in der Beschreibung verlinkt.

Alles Socials, die Webseite und so weiter und so fort.

Da findet Levy ganz einfach.

Okay. Ja.

Wie kamst du denn zu YouTube?

Du machst YouTube schon sehr lange.

Du machst YouTube noch länger als ich.

Das ist heute,

jetzt ist das gar nicht so häufig.

Aber ich glaube, du bist so der der richtige “OG” der richtige

originale German, mit 2011.

Wie kamst du denn dazu YouTube Videos zu machen?

Das ist bei dir glaube ich eine sehr eigene Geschichte.

Ja, also ich habe ein paar Videos

an der Uni gemacht und für diese Klassen habe ich

oder diese Kurse, habe ich einfach ein kleines Video mit.

Ich glaube, es war mit den Prinzen dieses Lied,

ich kann mich nicht mehr daran erinnern, War aber nicht alles nur geklaut, oder?

Nein. Die Prinzen, für alle, die das nicht kennen…

was soll ich ihr schenken?

Ah, das kenne ich sogar auch.

Die Prinzen sind eine deutsche Band.

Eine Acappella Gruppe, also

heute sind sie nicht mehr so bekannt, aber

sie waren eine Weile sehr, sehr, sehr bekannt.

Ja, also 2006, 2007, irgendwo da,

habe ich ein Video damit gemacht und es war einfach nur Bilder und Musik und

es sollte ein bisschen über den Dativ erklären.

Ähm. Und das fand ich ganz cool.

Also, ich habe ein bisschen mit Video

gearbeitet oder so, aber dann 2011 habe ich gedacht okay, es

gibt viel auf YouTube, aber es gibt nichts für Deutschlerner.

Und man kann nicht genau, was ich möchte auf YouTube finden.

Man kann das nicht finden.

So, ich habe das einfach selbst gemacht

und meine Videos am Anfang waren ganz, ganz schlecht.

Wie immer.

Wie viele YouTuber.

Ja, sie sind sehr schlecht und sie sind nicht mehr dabei.

Es gibt ein paar ältere Videos, die ich einfach bleiben lasse, aber

die meisten sind sehr, sehr schlecht und ich habe sie gelöscht.

Ja, so 2011 habe ich damit angefangen und ja, es war nur für meine Schüler, also die

Kinder, die ich in echt unterrichte und ich habe diese Videos für sie gemacht

und dann andere Menschen haben das gesehen und gemocht und ich wollte mehr machen.

So, jetzt hast du ein paar mehr.

Ja, du bist jetzt auch. Moment.

Bei wie vielen?

Du hast doch gerade einen Meilenstein geknackt, oder?

150, 100 oder 200 sogar schon?

Ja 150 tausend, ja.

Genau.

Das ist, glaube ich, relativ ungewöhnlich.

Es gibt unter den Deutsch-Lehrenden auf

YouTube und auch auf anderen Plattformen viele, die früher mal DAF gemacht haben.

Deutsch als Fremdsprache.

Aber so früh hat keiner angefangen.

Oder sehr, sehr wenige.

Und auch der Ansatz, ich kann das nicht finden,

also mache ich es selber, ist glaube ich auch nicht so weitverbreitet.

Also bei mir war es ja ein ganz anderer Grund.

Zum Beispiel.

Na gut, du unterrichtest jetzt an der High School, oder?

Oder bist du noch am College?

Nein, nein, nein. Ja.

High school.

Da stellt sich mir die Frage.

Du bist Vater?

Dreifacher Vater?

Du bist Lehrer.

Auch immer noch.

Du arbeitest immer noch Vollzeit als Lehrer, oder?

Also einen normalen Arbeitstag, heißt Vollzeit.

Und dann machst du auch noch YouTube Videos und zwar sehr regelmäßig.

Sehr gut.

Du bietest dazu Zusatzmaterial an und hast eine Webseite.

Und wie machst du das alles?

Hast du doppelt so viel Zeit wie alle anderen, oder.

Ja. Ja.

Mein Tag hat viel 48 Stunden.

Und ja, das macht es ein bisschen einfacher.

Nein, ich wache ganz früh auf und ich arbeite, wenn die anderen schlafen.

Und ich trinke viel, viel Kaffee.

Und dann,

dann ist es ein bisschen einfacher.

In meiner Schule fängt die,

Fängt der Tag, fängt um 7:00 an, so

7:20, haben wir unsere erste Klasse und um 2:00 sind wir schon fertig.

Um 3:00 darf ich nach Hause fahren und

meine Tochter kommt erst um 3:45 nach Hause.

So, dann habe ich ungefähr 45 Minuten, in dem ich in der ich arbeiten kann.

Aber dann am Wochenende wache ich ganz

früh auf, denn während der Woche wache ich auch um 5:30 auf.

Und dann am Wochenende mache ich das noch einmal und arbeite ein bisschen, bevor die

Kinder nach Hause kommen, bevor sie wach sind.

Und dann ich arbeite auch wenn die,

wenn die Kinder schlafen.

So, sie gehen um sieben ins Bett und dann fange ich noch einmal an zu arbeiten.

Ja, viel, viel Arbeit.

Ja, und das seit zehn Jahren.

Also in der Form, wie du es jetzt machst.

Seit elf Jahren.

Ich bin schwer beeindruckt. Ich.

Es ist für mich nicht zu fassen.

Vielleicht werde ich irgendwann auch mal so ein Knopf.

Aber im Moment finde ich mich so, dass

bedeutet ja, dass du ein ja, eine große Leidenschaft für Deutsch auch hast.

Was magst du denn so an Deutsch?

Warum ist Deutsch so toll?

An der High School habe ich Deutsch

gelernt und meine Schule war ganz, ganz klein.

Aber sie hatten ein GAP Programm, dass es der

German American Partnership Program und das ist… Da habe ich auch mal mitgemacht.

Wirklich? Das ist toll.

Ja, mit meiner Schule damals.

Also, wir hatten dieses, dieses Programm.

Und

ja, 2004 war ich, a war ich dabei und ich bin nach Deutschland gereist

und ich habe das einfach so gemocht und wollte mehr Deutsch lernen.

So an der Uni studierte ich damals Chemie und ich, ja genau.

Und ich wollte ein bisschen mehr Deutsch lernen.

So zum Spaß habe ich einfach ein einen Deutschkurs gemacht und.

Ja, es macht so viel Spaß.

Und Chemie hatte ich nicht so gern.

So, ich habe einfach nach links abgebogen.

Deutschland ist sehr beeindruckend.

Und wenn man die Menschen kennenlernt, und

und die Kultur kennenlernt, dann muss man das lieben.

Das finde ich ja.

Das ist sehr schön.

Das ist ein ein Credo für Deutschland und für Deutsche.

Das ist ein Wort, das hört man, glaube ich, nicht oft.

Ein Credo.

Wie sagt man das?

Eine.

Etwas Schönes, das man sagt.

Auf jeden Fall freut mich das.

Hast du.

Du bist also jetzt auch schon öfter in Deutschland gewesen?

Richtig. Du warst später in Berlin.

Längere Zeit, wenn ich mich richtig erinnere, von dem, was ich weiß.

Wo ist denn dein Lieblingsort in Deutschland?

Weil, du bist schon viel herumgekommen.

Du warst schon an vielen Orten in Deutschland.

Da ich so viel Zeit in Berlin

verbracht habe, dann finde ich Berlin sehr, sehr cool.

Und ich weiß viel über die Stadt.

Oder ich kenne viel über die Stadt und ich finde es ganz cool da.

Aber da ich auch in einer kleineren Stadt aufgewachsen,

aufgewachs…, Deutsch Deutsch is schwierig, ist einfach ein K.

Ja so, da ich in einer kleineren Stadt aufgewachsen bin,

dann finde ich es auch schön, wenn man, wenn man im Schwarzwald ist und am

Ja, unsere Austauschschüler ist in dem Schwarzwald

und dort finde ich es sehr schön, vielleicht ein bisschen in München.

Und Heidelberg finde ich besonders schön mit dem Fluss und dem Schloss.

Und alles da ist so schön.

Das sind einige Orte.

Der Schwarzwald ist, finde ich, auch ein würdiger Kandidat auf dieser Liste.

Der Schwarzwald ist eine eine große Region im Süden von Deutschland.

München kennt man glaube ich, dass es in Bayern ist.

Die Hauptstadt von Bayern und Heidelberg ist in Nord Baden

Württemberg und ist super super schön, weil es in einem Flusstal liegt und da

gibt es ein Schloss, das wurde mal zerbombt und dann wurde es nicht wieder

aufgebaut und deswegen ist es sehr romantisch, also

im literarischen Sinne sehr romantisch oder im künstlerischen Sinn wunderbar.

Ja, ich finde, das beweist sehr gut, dass

du gekommen bist in Deutschland und das wird auch hoffentlich so weitergehen.

Wenn es wieder so wie jetzt, wo es langsam wieder geht.

Ja, ich plane schon zwei Reisen nach Deutschland, so 2023.

Im nächsten Sommer werde ich mit Schülern da sein

und dann hoffentlich 2024 werde ich meine YouTube Fans mitbringen.

Das wäre sehr cool.

Ja.

Und dann macht ihr denselben Track wie

dieselbe Strecke, wie du mit Schülern normalerweise machst.

Nein, eigentlich nicht.

Ich mache das mit.

Mit einer Firma.

Das ist EF Tours.

Und sie machen fast alles.

Und ich muss nur ein bisschen planen und die Menschen mitbringen.

Und wir werden 13 Städte besuchen.

So ganz viel.

Wir fangen in Hamburg an und dann machen so ein Kreis um Deutschland am so,

Hamburg, Berlin, Leipzig, München, Heidelberg, andere Städte.

Wow. Ja, das klingt super.

Wenn man da Interesse daran hat, also auch die Zuhörer.

Kann man da mitmachen? Wie kann man sich da anmelden?

Ja, ich habe einen Link dafür und ich

werde das dir schicken und kann da unten verlinkt werden.

Ja, und dann ist es einfach ein RSVP.

Weiß nicht, wie man das auf Deutsch sagt.

vor.. ..enmeldung, whatever.

Ich glaube das kennt man. Man kann dann rsvp. Man sagt Bescheid.

Ja und dann werde ich eine Email

schicken und mehr Information darüber schreiben.

Also Leute, wenn ihr daran Interesse habt und ja, dann informiert euch und guckt, ob

ihr euch das leisten könnt und ob jeder Zeit habt.

Ich finde, das klingt nach einer super Gelegenheit.

Ich wollte eigentlich noch mal kurz zur deutschen Sprache zurückkehren.

Du lernst ja jetzt, oder?

Man lernt ja auch immer noch beim Beibringen.

Du lernst und unterrichtest.

Beides machst du schon sehr lange.

Was findest du denn selber besonders schwer an Deutsch?

Und was für.

Was ist das Schwierigste für englische

Muttersprachler an Deutsch deiner Meinung nach?

Im Englischen gibt es nur “the”, und das ist normalerweise am

schwierigsten, denn wir müssen nicht darüber denken.

Es ist uns normalerweise egal, ob es ein

Mann oder eine Frau ist oder egal was, es ist einfach “the”.

Und dann, wenn wir im Deutschen etwas lernen, denn haben wir der, die, das,

dem, des, deren, ja, dann ist es sehr, sehr schwierig.

Aber was ich besonders schwierig finde ist, wenn

wie du wahrscheinlich schon bemerkt hast, wenn ich einen Satz

anfange, dann am Ende kommt etwas und ich weiß nicht, wo ich angefangen habe.

Man kann Sätze auf Deutsch sehr, sehr lang machen.

Deutsche Schüler haben so ein typisches

Problem, wenn sie Aufsätze schreiben und irgendwan wissen, wie man Sätze gut verbindet.

Und so weiter.

Dann gibt es viele deutsche Schüler, die sogenannte Bandwurm Sätze schreiben, also

#4: Wie Impro-Theater mit Regeln” – Dungeons and Dragons [2]

Heute ist Bosse von der @W20Show nochmal da, um mit Katja über D&D zu reden. D&D steht für “Dungeons and Dragons”, ein beliebtes Rollenspiel, bei dem Spieler verschiedene Charaktere in fantastischen Welten spielen können – und das alles von zuhause am Tisch! Bosse ist der sogenannte Dungeon Master oder Game Master, auf Deutsch auch Spielleiter genannt, einiger D&D-Runden – und er erzählt ein bisschen davon, was das so interessant macht. Schaut euch auch Episode 3 an, in der wir über Bosses Karriere als Schauspieler und Musical-Darsteller gesprochen haben!

ich muss mir keine Sorgen machen

irgendwie so auf der Metaebene

auf der Spielebene was passiert, sondern

ich kann wirklich in meinem Charakter

abtauchen und ich bin dieser Charakter

für die Zeit kann mich darum kümmern das

genieße ich sehr spielen

es hat sich so ergeben, dass ich am

meisten leite und ich glaube das ist eine

Sache, die bei vielen anderen Gruppen

auch so läuft derjenige der die Gruppe

zusammen bringen sie das Spiel

anschleppt, der muss dann auch leider sei

es, weil er dieses Regelbuch schon seit

15 Jahren hat und das als einziger schon

5-mal gelesen, ja.

Das ist bei mir als Leiter

definitiv nicht der Grund.

Ich hab immer wieder Spieler am Tisch

die ich dann fragen muss, wie war das nochmal?

Ich liebe es mir Welten auszudenken ich

kann doch inzwischen gar keine

Fantasy-Bücher mehr lesen,

weil ich viel zu viel

damit beschäftigt bin mir selber Dinge

auszudenken und viel mehr mit meiner

eigenen Welt beschäftige, in die ich

immer abtauche, so und

und ich mag es

auch so ein bisschen, das klingt jetzt

vielleicht blöde, aber ich mag es auch so

diese Schiedsrichtende Instanz zu

sein vor Ort und auch zu sagen, okay für

diese Aktion werde der jetzt auf

folgende wir werden eure Charaktere auf

folgende weise bestraft für diese Aktion

werden eure Kritiker auf folgende weise

belohnt so also zum Beispiel dann einen

Schatz irgendwo zu verstecken, denen die

Leute finden können und wie sie sich

dann darüber freuen, aber auch eben zu

merken, wenn die Charaktere vielleicht

kurz vorm vom Ende sind, wenn die alle

schon halb tot am Boden liegen und noch

so der letzte schlag fehlt und aus

dieser Situation dann gerade

noch so heraus zu kommen

das ist als Spieler oder Spielerinnen

ist, das glaube ich auch cool aber so die

Spannung und den Stress in den

Gesichtern der Leute zu sehen und dann

auch die Erleichterungen hinterher das

ist einfach, ja das ist,

das ist schon was Besonderes die Leute

auf so was mitnehmen zu können, ich

weiß genau was du meinst, ich übrigens

nicht wundern, meine Kamera ist gerade

aus, weil ich warte dass sie wieder Strom

hat, aber ich rede jetzt trotzdem kurz.

Ich weiß genau was du meinst, ich bin

auch momentan in einer Phase in der es

mir auch mehr Spaß macht zu leiten

tatsächlich als zu spielen

weil ich gerade keinen Charakter habe, wo

ich sehr interessiert an der

Weiterentwicklung bin

und ja genau als Spielleiter kannst du

du erzählst ja die Geschichte also die

Charaktere erzählen natürlich auch die

Geschichte dadurch wie sie handeln und

wie sich die Charaktere entwickeln, die

besten Geschichten gehen um Charaktere

nicht um Welten aber

trotzdem legst du ja die Basis und wie

du sagst, du entscheidest Konsequenzen

nur entscheidest die Wendungen, die neuen

Plot-Hooks also die neuen Anlässe zu

einer Geschichte und so weiter und so

fort und ja, das ist irgendwie einfach

schön zu sehen, wie

das dann ankommt, was man sich ausdenkt

auf jeden Fall. Wunderbar wir haben einen

Einblick bekommen in die Welt des D&D;.

Bosse gibt es noch etwas was du dringend sagen

möchtest zu dem Thema was so deine,

weiß nicht, gibt es noch was?

Ich kann es jedem empfehlen

ich glaube, dass das kann ich zum

Abschluss noch sagen, das ist glaube ich

das beste, weil es ein Spiel für jeden

und jede ist, auch wenn man jetzt erstmal

sagt, man hat mit Fantasy nichts am Hut,

dann ist das nichts, was einen zwingend

davon abhalten muss dann dieses Fantasy

Ding ist eigentlich nur ein

Umhang denen man über dieses Skelett von

Tisch Rollenspiel also von Pen and Paper

gelegt hat und den kann man beliebig

austauschen, wenn man mehr auf

Science Fiktion steht

oder vielleicht mehr auf so

Dark Cosmic Horror mit Call of Cthulhu

Cyber Punk oder auch

einfach vielleicht ein historische

Setting, so viktorianischen London oder

solche Geschichten oder auch einfach was

in der modernen Welt das alles kann man

irgendwie machen aber jeder Mensch hat Fantasien und

kommt in der realen Welt nicht unbedingt

dazu sie auszuleben und das ist die

Möglichkeit dass risikofrei und mit viel

Spaß aber auch mit realen Erfahrungen zu tun.

Ich finde es auch tatsächlich eine, es ist

eine, du erfährst auch sehr viel über

dich selber wenn du dich wirklich in so

eine Rolle reinstürzst.

Und es ist eine super Gruppenübung, also

das hat durchaus auch pädagogischen Wert.

Ich finde, das ist ein sehr schönes

Abschlussplädoyer und Credo für D&D;.

Leute, spielt D&D; und wenn ihr keine

Lust oder keine Gelegenheit habt im

Moment dazu zu spielen, dann schaut euch

mal die W20 Show an.

Wie Bosse gesagt hat, jede Menge D&D;,

wo man sich erstmal ansehen kann, ob es

einen interessiert und es ist alles auf

Deutsch das heißt zur

Übung ist es auch super.

Bosse ich danke dir ganz herzlich für

deinen Besuch. Ich danke dir.

Und ihr findet alle links und alle Socials

von Bosse in der Beschreibung

beziehungsweise hier, da es mehr um die

W20 Show ging, von der

W20 Show. Schaut es euch an und

damit würde ich ganz kurz das Wort noch

einmal abgeben an Bosse, an dein Schlusswort.

Mein Schlusswort, der Druck ist groß.

Zunächst einmal vielen Dank, dass du mich

eingeladen hast. Es war mir eine große

Freude oder wie Dominik letzten Mal

gesagt hat, war mir ein inneres

Blumenpflücken. Wird das jetzt zu Meme,

das wird zum Meme auf diesem Podcast.

Ich finde, das ist ein hervorragender

deutscher Ausdruck, denn ich an dieser Stelle groß bewerben sollte, sagt

man viel zu selten und ja ich hoffe, dass

wir uns noch mal auf einer Spielrunde sehen

und ich hoffe, dass ich ganz viele

Zuhörerinnen und Zuhörer von den Podcast

vielleicht auch mal zu uns verirren und

sich ein eigenes Bild davon machen, ob

das was für sie ist oder nicht.

Das hoffe ich auch.

Und da ist die Kamera wieder aus, ihr

Lieben, ich verabschiede mich heute, aus

dem stillen dunkel, weil meine Kamera

wieder weiter nicht mitgemacht hat.

Beim nächsten Mal ist das wieder anders,

stattdessen dürfte ihr gerade noch Bosse zugucken,

fühle dich nicht beobachtet. Wir sehen uns

beim nächsten LingQ Podcast. Wie immer

könnt ihr das Transkript von diesem

Podcast auf der Webseite finden, damit

ihr mit lesen könnt, wenn ihr zuhört und

wir sehen uns bei der nächsten Folge

wieder mit einem neuen Gast. Nochmal

Danke an Bosse und tschüss, biss bald, biss dann.

Tschüss, auf Wiedersehen.

#4: Wie Impro-Theater mit Regeln” – Dungeons and Dragons [1]

Heute ist Bosse von der @W20Show nochmal da, um mit Katja über D&D zu reden. D&D steht für “Dungeons and Dragons”, ein beliebtes Rollenspiel, bei dem Spieler verschiedene Charaktere in fantastischen Welten spielen können – und das alles von zuhause am Tisch! Bosse ist der sogenannte Dungeon Master oder Game Master, auf Deutsch auch Spielleiter genannt, einiger D&D-Runden – und er erzählt ein bisschen davon, was das so interessant macht. Schaut euch auch Episode 3 an, in der wir über Bosses Karriere als Schauspieler und Musical-Darsteller gesprochen haben!

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gefällt. Vielen Dank und viel Spaß.

Hallo und willkommen zurück liebe LingQ Zuhörer.

Unserem heutigen Podcast haben wir einen

Gast den wir schon kennen. Also ich kenne

ihn ja schon, ihr kennt ihn auch schon

wenn ihr die letzte Episode geschaut

habt und zwar ist es noch einmal Bosse Vogt. Hallo!

Hallo Katja, vielen Dank für diese

schwungvolle Ankündigung.

Natürlich, gerne. Genau, und zwar

haben wir jetzt, schreie ich hier so ins

Mikrofon vor lauter Aufregung.

Wir haben uns gut unterhalten über

Bosses leben bzw.

Beruf des Musicaldarstellers und

Schauspielers und da das ein

interessantes Gespräch war,

in das wir uns vertieft haben, haben wir

beschlossen bzw. habe ich beschlossen als

allein Entscheiderin über diesen Podcast

dass wir noch eine zweite

Episode daraus machen.

Eine zweite Episode in der wir über

die zweite Tätigkeit, die Bosse aktuell

hat, reden. Ja, genau dein zweites Leben,

Bosse. Was ist dein zweites Leben als

DM. Was ist denn überhaupt denn ein DM oder GM?

Interessant, dass du fragst Katja.

Ja ich bin

als Dungeon Master, das heißt als

Spielleiter für eine

ausgezeichnete

Dungeons and Dragons Kampagne tätig oder

nicht nur für ein oder mehrere

tatsächlich aber läuft, laufen alle über

das gleiche Ding, so, dass heißt okay jetzt

Jetzt musst du ein paar Begriffe …

Das heißt, ich setze mich mit einer

Gruppe von Leuten zusammen

wir spielen gemeinsam ein Fantasy

Tischrollenspiel,

das heißt wir setzen uns an

einen Tisch zusammen und

und tauchen ein in eine fantastische

andere Welt in unserer Imagination, hat

so ein bisschen was wie

Improvisationstheater mit Würfeln in diesem

Spiel gibt es einerseits die spielenden

das sind alle meine Freundinnen und

Freunde, die ich um mich herum an den

Tisch versammle und den oder die Spielleiter/in in und

ja als Spielleiter sorge ich dafür dass

eine Situation gestellt wird, in diesem

Kontext der Fantasy-Welt

in der wir uns befinden.

Und dass meine Spielenden darauf

reagieren, das heißt ich steuere quasi

alles andere, so, wenn man sich das so am

Beispiel eines Computerspiels

überlegt dann sind

meine Spielerinnen haben einen

eigenen Charakter erstellt und gehen

damit in die Welt von Skyrim los. Und

erleben das und ich sorge dafür, dass

diese Welt auch da ist, dass die alpha

Wende rechtzeitig verschwinden und dass

man nennt das man die Städte sehen

kann, dass man mit den Leuten reden kann

und so weiter. Du baust die Welt, du

machst die Kämpfe, du bist gleichzeitig

der Böse und der Gott so zu sagen.

Es klingt, finde ich, immer sehr spannend

und sehr nach einer schönen Machtfantasie

die Rolle des Dungeon Masters

oder Spielleiter, sagt man auf Deutsch.

Ist durchaus auch eine sehr

herausfordernde. Du musst eigentlich

immer da sein außer die Spieler

unterhalten sich gerade also die

Charaktere der Spieler unterhalten sich

gerade untereinander, du musst die Regeln

kennen du musst dir eine Welt ausdenken,

die eine Geschichte ausdenken, du musst

spontan darauf reagieren, wenn deine

Spieler etwas ganz anderes machen, als du

dachtest, dass sie machen. Das passiert

nämlich auch oft, ich habe das immer

beschrieben oder beschreibe es immer

noch gerne als erwachsene Version von

Rollenspielen als Kinder

mit ein paar regeln,

weil erwachsene sich offenbar sonst

schlechter zusammenreißen können.

Also wie ihr vielleicht da schon raushört,

ich spiele auch selber, Dungeons and Dragons bzw.

der allgemeine Begriff ist ja das

Pen and Paper.

Als DM was ich momentan auch

wieder mal mache,

leitet man eben eine Geschichte entweder

einer, die jemand anderes geschrieben hat

oder eine die man selber schreibt, mit

eigener Welt oder mit fremder Welt.

Aber was du noch nicht erwähnt hast

ist das ihr ja etwas zusätzliches

besondere an eurer

D&D; runde habt, und zwar kann man die

gucken, auch wenn man nicht mitspielt. Wo?

Wieso? Genau, die

wir haben uns dazu entschlossen nachdem

wir ein paar Runden so gespielt haben

Hey lass uns das doch mal online stellen

lass uns doch mal das aufnehmen und

dann im Internet veröffentlichen.

Wann eine super Idee, hat gut geklappt und

ja wir nennen uns die w20 Show, w20 wie

der Würfel 20 also der 20-seitige Würfel

dem man hauptsächlich

bei den Dungeons&Dragons; benutzt.

Im Englischen wäre es ja The Twenty

genau, aber im Deutschen eben Würfel.

Tolles Wort auch würfel finde ich. Würfel

magst du das, oder vom Würfel klingt schön ja.

Das ist ein sehr deutsches Wort. Findest du?

Viele Konsonanten und ein ü.

Das ist ein guter Punkt, ja. Genau, wir

nennen uns die W20 Show und wir haben

haufenweise Kampagnenvideos, die wir bisher

veröffentlicht haben. Wir spielen eine

Kampagne wirklich hier am Tisch

in der wir wirklich wie man das von zu

Hause dann auch kennt, falls man selber

spielt, eben um einen Tisch herum sitzt.

Bei uns laufen halt nebenher noch die

Kameras und das wird dann hinterher

einfach nur vorne und hinten unser Sound

Check wird abgeschnitten und dann wird

das so hochgeladen und wir hatten auch

schon über die Pandemie und dann online

Runden gestartet, das heißt, wir haben uns

wie Katja und ich jetzt hier in

einem Discount-Call oder im Zoom-Call

zusammengesetzt und darüber miteinander

gespielt. Das haben wir auch schon gemacht

da war auch Katja schon Teil von einem

Abenteuer das wir gespielt haben.

Ich durfte, bei einem Kapitel durfte ich mitspielen das hat

sehr viel Spaß

Und wir hoffen, dass

wir mit dem was wir machen, so ein

bisschen den Spaß für die Leute, entweder

die nicht genug davon bekommen und sich

vielleicht nicht so Regelmäßig, mit

ihrer eigenen Spielrolle treffen können

oder vielleicht gar nicht die Möglichkeit

haben selber zu spielen oder sich

vielleicht nicht trauen selber zu spielen,

dass wir denen damit so ein bisschen

schönes Entertainment wie so eine Serie

bieten können und es kommt ja jeden

Freitag um 20 Uhr, kommt eine unserer

Spielrunden raus auf YouTube

und nebenher machen wir auch noch

haufenweise Erklärvideos und auch

kleinere Podcast über verschiedene

Themen und irgendwie sonder Special

Videos in denen wir so ein bisschen

Pen and Paper und gerade Dungeons

erklären und Leuten nahebringen, was das

bedeutet, wie man das und das macht,

wie man Regelunklarheiten aufklären und

so kleinere Tipps für

Spielerinnen und auch Spielleiter/inen auch einfach mit dazu

geben. Wir haben 100 neue Formatideen im

Kopf zu denen wir alle nicht kommen weil

es eben doch nur ein Halbtagsjob sein kann

Für euch, also ihr habt eine

eine Standardbesetzung, ihr habt eine

Gruppe von Leuten, die immer mitspielt

die sich auch behind the scenes um

Sachen kümmert und klar da gibt es das

kennt man es gibt halt dann doch begrenzte

Kapazitäten ihr macht das jetzt seit wie

lange, 2 Jahre? 3 Jahre schon?

Wir machen das seit 2019. Es ist

jetzt das dritte Jahr.

Und wie kam es denn dazu?

Kam dazu, dass ich

also tatsächlich kamen, die

ursprüngliche Idee glaube ich, wenn ich

mich richtig erinnere, von Dominik

Der ja auch schon hier als Gast im Podcast.

War zu Gast in unserer ersten Episode, falls

sie die verpasst habt, dann wisst ihr von

wem wir reden, genau Dominik spielt

auch in der W20 runde mit. Genau, ich habe

nämlich nach Leuten gesucht, die das auch

interessiert ich war völlig feuer und

flamme für das Thema, hatte aber nicht

genug Leute, um eine ordentliche Runde zu

spielen und dadurch habe ich mal übers

Internet geguckt nach Leuten und dann

bin ich zufällig auf Dominik gestoßen

der in der Nähe gewohnt hat und gesagt

hat, ich hätte Lust mal eine Runde mit

ihm zu spielen und dann ist ja dazu

gekommen und haben wir gespielt und das

hat sehr gut funktioniert und hinterher

hat er quasi gesagt, wir könnten das

auch aufnehmen. Ich glaube, das

war bei mir, gerade nicht mehr

hundertprozentig und dann haben eben die

Leute die da in dem Moment versammelt

waren gesagt, ja wir machen das und dann

haben wir uns darum gekümmert, dass das

klappt. Dann haben wir uns einige Kameras

organisiert und haben wir uns einen Raum

zum drehen erst mal

quasi so unter der Hand für drei Stunden

mal reserviert und haben das dann

gemacht und ja die

Resonanz darauf war dann sehr positiv

und dann haben wir einfach

weitergespielt, weil für uns hat sich ja

bis auf die Nachbearbeitung für das

online für die online-Veröffentlichung

hatte sich ja nicht viel geändert, wir

spielen immer noch und wir spielen auch

immer noch genauso wie wir es

auch privat machen würden vielleicht ein

bisschen konzentrieren. Okay, ich wollte gerade mal sagen

das fühlt sich auch nicht groß anders an dann ja

Also man kann nicht so viel

abschweifen in andere Themen und so

dieses nebenher über irgendwelche

anderen Sachen reden, gerade über

privaten Kram und sowas, das machen wir

natürlich nicht, weil wir auch nicht

wollen dass das unbedingt dann

veröffentlicht wird. Aber

dem Spiel tut das eigentlich keinen

Abbruch, dadurch ist man eigentlich nur

konzentrierter dabei und erlebt die

Geschichte auch noch intensiver. Ihr habt

ja mittlerweile auch echt schon eine

nennenswerte Fanbasis aufgebaut

eine Gemeinde eine Community warum denkt

ihr, dass Leute das gerne gucken, es ist

eigentlich eine etwas schräge Idee

dass ja die Vorstellung ist vielleicht

erst mal etwas seltsam, dass Leute sich

hinsetzen und stundenlang dabei zugucken

wie andere Leute etwas spielen

ja aber ich meine das ist eigentlich das

gleiche wie bei wie bei Videospielen so

da gucke ich Leute stundenlang einzelnen

Personen dabei zu wie sie ist dann spielen

und ich glaube, dass es da genauso ist

wie bei uns, ohne dass das jetzt irgendwie zu

aufgeblasen oder Eigenlob massig

klingen soll, aber die

Kritik oder bzw. das Feedback das wir

bekommen haben, das positive Feedback

bekommen haben, bezog sich hauptsächlich

auf unsere Authentizität.

So wir sind einfach

nach wie vor glaube ich dass wir einfach

eine sympathische Runde sind die sich

auch den Spielspaß nach wie vor behalten

haben so und auch nicht den es auch

nicht zu blöd ist mal Fehler offen

einzugestehen und auch irgendwie

eine rege Diskussion dann mal

genau, bei Seite zu legen, einfach zu

sagen, komm wir spielen jetzt einfach.

Wir funktionieren einfach inzwischen

echt ganz gut zusammen. Wir haben

jetzt gerade die fünfzigste Folge

unserer Hauptkampagne abgedreht dies

noch nicht online, aber so weit haben wir

auf jeden Fall schon gedreht.

Je nachdem, wenn dieser Podcast online geht ist sie vielleicht schon draußen.

Das werden wir sehen, das kann sehr gut sein.

Ja und nebenher haben wir noch zwei weitere Kampagnen gespielt, die bei

denen wir bei der einen auch schon bei

über 50 Folgen sind und ja irgendwie

bleiben die Leute doch nach wie vor dran

und gucken sich das an und ich glaube,

dass das auch mit damit

zusammenhängt dass wir

das die Spaß daran haben uns zu zu

gucken einfach beim spielen miteinander

agieren, weil es auch einfach sehr sehr

lustig zugehen teilweise. Und man merkt

dass ihr ehrlich Spaß habt ja, ich denke

auch, dass das ein großer Teil davon ist, das wäre

auch meine Vermutung. Wir haben ja wir

sind ja auch alle noch nicht ganz

dahinter gestiegen, was diese Faszination

von Leuten online zu gucken

ausmacht aber ich glaube einigen kann

man sich mittlerweile darauf das ist

sehr viel mit der Persönlichkeit zu tun hat.

Leitest du auch lieber oder hat sich das

einfach so ergeben?

Was ist schön am leiten und was ist

schön am spielen für dich?

Also mein Lieblingsding am spielen, ist mein

Charakter weiterzuentwickeln und

wirklich einen Charakter zu haben eine

Person auf die ich mich fokussieren kann

zum spielen. Wie eben als Schauspieler

oder sowas auch, dass ich eben

dieser eine Figur habe und die spiele ich

#3: Wie wird man Musical-Darsteller? [1]

Bosse Vogt kennt man online vor allem als den Dungeon Master von der W20 Show – darüber reden wir mehr in Episode 4! -, aber “eigentlich” ist er Musicaldarsteller von Beruf. Was das ist, inwiefern es sich von einem herkömmlichen Schauspieler unterscheidet und wie man dazu wird, darüber erzählt er mehr in unserer heutigen Episode. Wenn ihr im April in Deutschland seid, könnt ihr Bosse in Dresden auf der Bühne sehen: https://www.semperoper.de/en/whats-on…

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Vielen Dank und viel Spaß.

Dann sage ich gleich mal herzlich

willkommen liebe LingQ Zuhörer zu unserem Podcast auf Deutsch.

Wir haben heute einen weiteren neuen Gast, und zwar Bosse.

Halle Bosse! Ja, hallo Katja.

Wie schön, dass ich dabei sein darf ich freue mich sehr.

Ja, ich freue mich auch total, ich denke es wird ein

interessantes Gespräch.

Bosse, sag uns doch mal, beziehungsweise ich

weiß es ja, aber sag doch mal bitte den

Zuhörern und Zuschauern, wer bist du, was

machst du und wo findet man dich, wenn du

gefunden werden möchtest?

Das ist eine gute Frage beziehungsweise

das sind drei gute Fragen.

Wer bin ich, mit dieser Frage beschäftige ich mich

seit über 20 Jahren und habe immer noch

keine Antwort darauf gefunden, aber ja.

Ich bin Bosse Vogt und ich bin

hauptberuflich Schauspieler und Sänger, hauptsächlich im

Musicalbereich tätig, habe aber auch

schon andere Produktionen gemacht,

mach reine Schauspielstücke und auch reine Gesangsabende.

Jenseits davon bin ich in meinem zweiten Leben

als Halbzeit Dungeon Master Spielleiter für die

Dragons tätig, wozu wir aber später

wahrscheinlich noch einmal ausführlicher kommen.

Und jetzt habe ich gerade den

nächsten Teil deiner Frage schon vergessen.

Also, wer bin ich, was mache ich …

Das haben wir abgehakt … Und wo findet man mich.

Richtig.

Mit Musical und Schauspiel findet man mich

ab April in Dresden.

Das spiele ich die Hauptrolle im Musical Blues Brothers.

Und freue mich schon sehr darauf, wenn das losgeht.

Bin ein Wahnsinns-Fan des Films

natürlich und habe das Stück als Musical

auch schon mehrmals auf der Bühne

gesehen in verschiedenen Stellen und

freue mich sehr jetzt endlich mal Teil

einer Produktion zu sein und dann auch

noch in so prominenter Position, das wird sehr aufregend.

Da werde ich mir in privater Sache mal gut

überlegen, ob ich nicht vielleicht mal nach Dresden komme.

Ich glaube, es lohnt sich, auf jeden Fall.

Aber das kann ich jetzt noch

nicht versprechen. Die Proben haben noch nicht und ich angefangen.

Okay, man da ergeben sich schon ganz viele neue Fragen.

Ich wollte aber erst mal am Anfang anfangen, und zwar, ich kenne dich

auch primär als Musicaldarsteller, da du

eben, ne, da ja auch unterwegs bist.

Wie wird man denn, jetzt hasst es, glaube ich,

zu Teilen schon beantwortet, aber wie wird

man denn Musicaldarsteller?

Wie steht man plötzlich als Teil von einem Musical

auf der Bühne?

Es gibt in Deutschland oder

beziehungsweise im deutschsprachigen

Raum, das heißt, ich zähle ja da jetzt

noch Österreich und die Schweiz mit rein,

gibt es verschiedene Hochschulen und

auch spezielle Akademien, die

Studiengänge dafür anbieten.

Und bei denen kann man sich ausbilden lassen und

hat dann quasi, an manchen ist es dann

ein Diplom, was man damit machen kann,

an manchen Akademien kann man einen Bachelor damit machen

und teilweise sogar ein Master.

Das ist vergleichbar mit einer Schauspielausbildung nur, dass die

Aspekte Gesang und Tanz einfach etwas

mehr in den Vordergrund rücken, das heißt

man kriegt eine praktische Ausbildung in den

verschiedenen, in den drei großen

Spaten, aus denen sich Musical zusammensetzt

also natürlich Gesang, Schauspiel und eben Tanzen und Bewegung.

Und wird dann auf den Musical-Markt geworfen.

Natürlich braucht man diese Ausbildung

nicht zwingend, um Musicaldarsteller Darstellerin

werden zu können, aber es ist sehr

hilfreich auf jeden Fall.

Und umgekehrt geht das natürlich auch, dass man als

Musicaldarsteller in Schauspielstücke

mit reinrutscht, so wie ich das auch mache.

Aber grundsätzlich ist es vergleichbar wie zum Alltag eines

Schauspielers oder einer Schauspielerin beziehungsweise zum Werdegang.

Und die Übergänge sind da auch sehr fließend …

Ja, das kann ich mir vorstellen.

Genau, Theaterbühnen an sich sind da,

da geht es nicht zwingend darum, welche

Ausbildung du hast, sondern erstmal nur

was du bei einem Vorsprechen, bei dem

Vorsingen mitbringst, das heißt, wenn man

Teil einer Produktion sein möchte, dann

wird das normalerweise ausgeschrieben

das heißt, man kriegt von der Agentur

oder von der zentralen

Künstlervermittlung kriegt man dann eine

E-Mail, wo drinsteht, hey, da und da wird

dieses Stück gespielt und diese rollen

sind noch zu suchen, siehst du dich da in

irgendwas, dann schreibt doch da mal eine Mail hin.

Braucht man denn dann dringend

einen Agenten oder kann man das

theoretisch auch selber machen, also sich

selber auf irgendwelche E-Mail Listen setzen usw.?

Das kann man theoretisch auch alles selbstständig machen.

Was tatsächlich teilweise passiert ist, dass

bestimmte Ausschreibung nur an bestimmte

Agenturen gehen beziehungsweise

insgesamt nur an Agenturen und von denen

dann weiter vermittelt werden und, dass

dann die Leute, die sich selber

organisieren, das vielleicht gar nicht

unbedingt mitkriegen, das ist ein

bisschen das Problem. Das klingt alles

spannend und auch also

erst mal so ein bisschen

nervenaufreibend, man kennt das ja als

Laie als jemand der nicht

professioneller Schauspieler ist, weiß

man glaube ich dass generell der

Schauspielberuf

ja ein bisschen unsicher sein kann, bis

man mal etabliert ist. Aber es scheint so,

als wärst du also, ist es leichter

als jemand der auf Musicals

spezialisiertes ist Jobs zu finden als

Schauspieler generell?

Das ist eine gute frage. Also ich glaube

einerseits ist es sehr gut

seine Fühler in alle Richtungen

auszustrecken. Ich glaube, dass es mehr

Schauspieler und Schauspielerinnen gibt

als Musical Darsteller und

Darstellerinnen.

Dass auf jeden Fall

wie gesagt die Übergänge sind da fließend,

so, das heißt, man bewirbt sich halt auf

Projekte, die da sind und bei den

einen wird halt mehr Gesang gefordert und

bei den anderen nicht, aber

dementsprechend sich die Fühler

auszustrecken und sich das warm zu

halten ihn den verschiedenen

Bereichen die es gibt, ist, glaube ich

nicht verkehrt, denn rein sich auf eine

sparte zu beschränken von sich aus ist

glaube ich sehr gefährlich und dann gibt

es natürlich noch die andere Variante

dass man fest an ein Theater angestellt

ist fest in ein Theaterensemble da gibt

es ja in Deutschland verschiedene

Stadttheater die

[Musik]

mehrfach so genanntes Drei-Sparten-Häuser sind, die machen dann die

verschiedensten Sachen in Musik, Theater,

Tanz und Schauspiel. Und da kann man eben

auch fest ins Ensemble kommen, auch als

Musicaldarsteller und

sich findet sich dann auch in den

verschiedensten Produktionen wie dann ist man

im Musical tätig. Die machen dann,

dann macht man vielleicht noch eine Operette hier.

Und dann macht man vielleicht noch das Schauspielstück mit in einer

kleinen Rolle und so weiter und so fort.

Ist nicht bei jedem Theater so, aber

grundsätzlich kann man sagen, die Stadt

und Staatstheater haben ein festes ein

feststehendes Ensemble, eine feste Gruppe

an Darstellenden, die eben für dieses

Theater arbeiten und da auftreten und

dann eben auch alle Produktionen machen,

die da ebenso anfallen. Und es kann sein,

dass so ein Stadttheater sagt, hey wir

haben eine ganz tolle Musicalproduktion,

aber wir haben nicht genug ausgebildete

Musical Leute um die zu füllen. Das heißt

wir holen uns noch ein zwei Gäste mit

dazu für nur für diese Produktion oder

nur für zwei Produktionen. Dann muss man

vielleicht kurz eine Sache erklären.

Was Deutschland angeht, es ist eine

Besonderheit des Theaters, generell der

Theaterkultur, dass es ziemlich viele

Theater gibt. Sowohl große als auch

kleine, weil die vom Staat gefördert

werden, damit die Kultur aufrechterhalten wird. Das heißt

es gibt sogenannte Staatstheater, die vom

Staat gefördert werden oder auch

Stadttheater, die jeweils öffentliche

Gelder bekommen

damit sie nicht nur davon abhängig sind

wie viele Eintrittskarten sie verkaufen

das ist was Stadt und Staatstheater

bedeutet

genau genau

Pflicht dazu im Musical Bereich gibt es

natürlich noch die riesige Häuser, die in

den meisten fällen nicht staatlich

gefördert sind so wie zum Beispiel die

großen Stage Entertainment Theater in

Hamburg, in denen König der Löwen läuft

und inzwischen Frohsinn und Stuttgart es

auch noch ein genauen Stuttgart gehört

auch mit dazu genau da wollte ich

nämlich das ist dann eher so

amerikanisches System mäßig, wo Leute

dann auch wo ein Musical dann vor Ort

ist und später vielleicht woanders

hingeht oder

Residenz nennt man das im Englischen

dann glaube ich genau wer der Mann ist

ja in Deutschland

sind da “en suite” Produktionen.

In Deutschland, mit einen Französischen begriff

Ja da spielen wir „en suite“, das heißt man macht

wirklich jeden Tag der Woche spielt man

mindestens eine Show, außer glaub ich

Montags, Montags ist normalerweise nichts.

Aber das heißt und am Samstag und

Sonntag sind dann Doppelshows, das heißt

man spielt acht Shows die Woche.

Das ist happig, und normalerweise die

Runtime, also die Zeit, die ein Musical

dann an einem festen Ort läuft, ist auch

ziemlich lange normalerweise, oder?

Das hat sich tatsächlich sehr verändert.

Ursprünglich war es dann sodass dann mehrere Jahre

das lief. Ich glaube Cats lief damals in

Hamburg für zehn Jahre oder so was.

Und ich meine König der Löwen läuft einfach immer noch,

inzwischen werden aber diese Stage

Geschichten also diese diese

Theaterproduktion dieser “en suite” Sachen

werden immer nur noch für sechs bis neun

Monate angesetzt, und dann wird geguckt

ob es noch verlängert wird, dann wird geguckt

ob es vielleicht ein anderes Theater

umzieht und so weiter und so fort.

Da gibt es aber eben diese großen Firmen

wie Stage-Entertainment oder mehr

Entertainment, die diese rein Musical oder

Entertainment Häuser unter ihren

Fittichen haben. Du bist jetzt ab April

in Dresden zu sehen. Auch für alle Leute

die in Deutschland sind und Bosse gern

mal auf der Bühne sehen wollen. Ab April und

das geht jetzt dann wie lange, wie lange

ist das Blues Brothers in Dresden?

Das ist tatsächlich eine ziemlich kurze

Produktion. Da fangen wir Anfang März an

zu proben und dann sind im April nur

einige Vorstellungen. Das läuft nur über

den April und dann ist es erstmals wieder vorbei.

Allerdings ist es jetzt schon klar, dass es wahrscheinlich eine Wiederaufnahme

geben wird im nächsten Jahr, wo wir dann

noch mal ein paar Shows spielen.

Damit haben wir jetzt abgehakt, was dein

aktuelles Projekt ist. Was es denn, ganz

kurz gesagt, was ist dein Lieblingsmusical als Zuschauer und was war bisher

dein Lieblingsmusical als Darsteller?

Mein Lieblingsmusical einfach vom hören

und zu schauen ist auf jeden Fall

Les Miserables. Das ist einfach das große

Riesenevent. Ich habe es bisher nur

einmal sehen können in Magdeburg war

das. Das war, aber das war einfach

großartig und die Musik ist einfach

toll und verzaubert mich jedes Mal

wieder und das ist so groß und episch und

ja, einfach voll meins und ich glaube was am

meisten Spaß gemacht hat zu spielen bisher,

war die drei Musketiere,

als Musical, da ist die Musik auch einfach

cool total hochenergetische Show und man

kriegt mich halt sobald man mir ein

Schwert oder einen Degen in die Hand drückt,

dann bin ich schon, dann reicht der Rest schon.

Dann fühlst du die Fantasy. Ja genau.

Ich glaube mein Lieblingsmusical. Ich habe

nicht so viele gesehen bisher, aber von

denen die ich gesehen habe, hat ArweNiQue

immer noch ein sehr Special Place in

meinem herzen. Wo hast du das gesehen?

Ich habe es dreimal gesehen.

Einmal in London, und zwar ich glaube in

der letzten Woche in der es in London

aufgeführt wurde, meine ich und

zweimal in Mannheim auf Deutsch.

Was ist denn das schlimmste oder nervigste

und was ist das beste daran

Musicaldarsteller zu sein?

Das schlimmste und nervigste ist die Unsicherheit.

Ich weiß nicht ob ich, also ich weiß

jetzt nicht, ob ich ab September arbeiten kann.

Ich meine ganz unabhängig von der ganzen

aktuellen Situation sowieso die

Theaterszene ich glaube wie fast nichts

anderes in Deutschland getroffen hat.

Aber ganz unabhängig von der ganzen

Pandemie Geschichte so, ist es so oder so

#2: Wie verarbeiten Gesellschaften Völkermord? [1]

Prof. Dr. Timothy Williams – oder, kurz, Tim – ist Konfliktforscher. Das bedeutet, dass er sich mit der Entstehung, Entwicklung und Auswirkung von Konflikten beschäftigt – in seinem Fall bisher besonders mit Genoziden/Völkermorden. Besonders geht es ihm dabei um die Auseinandersetzung mit einer solchen Historie auf individueller Ebene. Wie verarbeiten Zeitzeugen, Opfer und Täter politisch oder ideologisch motivierte Unterdrückung und Massenmord, eine systematische Auslöschung? Kein leichtes Thema – aber ein wichtiges, ein interessantes. Darum geht es in der heutigen Folge. Sein Buch zum Thema findet ihr als kostenlosen Download auf seiner Webseite (Link unten)!

Willkommen beim deutschen link Podcast.

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willkommen zurück liebe link Podcast

Zuhörer und Zuschauer wenn ihr uns auf

YouTube zuguckt, ich habe Heute wieder

ein sehr interessantes Interview

und zwar

mit Tim

mehr sage ich dazu jetzt noch gar

nicht, denn wie immer frage ich gleich

mal am Anfang. Tim, wer bist, du was machst

du und wo kann man dich finden, wenn du gefunden werden möchtest?

Ich bin Tim Williams und ich bin an der

Universität der Bundeswehr in München

wo ich eine Juniorprofessur habe für

Unsicherheitsforschung und

gesellschaftliche Ordnungsbildung. Das

klingt erst mal lang und kompliziert.

Es geht bei mir um Konflikt und Gewalt

in der Professur und genau. Mich

findet man auf Twitter

unter

unterstrich Tim unterstrich Williams

unterstrich ganz eingängig oder auf

meiner Webseite timothywilliams.de

Perfekt, das ist auch alles wie immer in

der Beschreibung verlinkt, wenn ihr

nachher mehr über Tim herausfinden wollt.

Du hast auch glaube ich relativ kürzlich

ein Buch geschrieben, wenn ich das

richtig im Kopf habe

wenn du kurz dazu was sagen möchtest,

denn ich habe es nicht gelesen.

Noch nicht. Das Buch gibt es sogar umsonst

zum runterladen also open access, das

heißt The Complexity of Evil Perpetration and Genocide

ist also ein englischsprachiges

Buch und es geht darum, warum sich

Menschen an Völkermord beteiligen. Also

warum sich Menschen dazu entscheiden

andere Leute im Völkermord umzubringen

und geht auf Daten von mir aus

Cambodia zurück. Und das kann man, den

Link findet man auf meiner Website

oder bei Rutgers University Press. Einfach meinen Namen eingeben.

Was hast du denn Studiert, wie wird man zum

Juniorprofessor für Konfliktforschung

mit Schwerpunkt Völkermord und

Gewaltgeschichte sozusagen. Genau also ich bin

von Haus aus Politikwissenschaftler

ich habe in Mannheim und in London

erst Politikwissenchaft, dann vergleichende

Politikwissenschaft studiert aber in

London schon mit dem Schwerpunkt im

Master auf Conflict-Studies.

Also Konfliktforschung und

innerhalb der Konfliktforschung habe ich

mich dann schnell auf die krassesten

Konflikte sozusagen

fokussiert, ich dachte wenn schon

Konfliktforschung, dann richtig

und habe mich dann in meiner Masterthesis und dann in

meiner Promotion auf Völkermord damit

spezialisiert. Wobei in fast allen

Gesellschaften natürlich nicht nur

ein Völkermord stattgefunden hat, sondern

ganz oft auch ist es eingebettet in

Bürgerkriegen in

Aufstände, Revolution, aber ganz oft

überlagert der Völkermord sozusagen auf

diese anderen gewaltsamen Vergangenheiten

das ist gar nicht so unwesentlich, dass

es dann eigentlich fast immer um die

Erinnerung an Völkermord geht, obwohl da

auch ganz viel anderes auch passiert ist.

Gab es einen bestimmten

Grund, ein bestimmtes Thema, einen

bestimmten Völkermord der so der

Auslöser dafür war, dass du gesagt hast

das Thema interessiert mich, das finde

ich wichtig. Ja also spannende weise in

der Schule hat man ja ganz viel mit dem

Holocaust zu tun.

Ganz kurz zum einkahen,

du bist in Deutschland zur Schule gegangen, du bist

englischer und deutscher Muttersprachler

richtig? Genau, also ich bin in

England zwar geboren, aber mit drei

Jahren hierher gezogen und bin, gut ich

war auch mal zwischendrin wieder weg, aber

die meiste Zeit war ich in Deutschland in

der schule, genau. Ich lernte

ganz viel über den Völkermord in

Deutschland, also Holocaust und mich hat

das ehrlich gesagt in der Schule

ziemlich genervt, weil wir so viel

darüber gesprochen haben und ich glaube

wenn mein 17 oder 18-jähriges ich

wüsste, dass ich jetzt seit acht Jahren

zum Thema Völkermord forsche, wäre leicht

entsetzt. Im Studium habe ich dann eben

einiges über Völkermord gelesen und

gemerkt das ist immer ganz wenig dazu

gibt auf der individuellen Ebene, auf

der Ebene der einzelnen Täterinnen und

Täter. Es gibt schon einiges, aber das

wird gar nicht so systematisch

angeschaut und vor allem nicht

vergleichend angeschaut. Und dann dachte ich

mir so ja, das muss mal gemacht werden,

das interessiert mich und ich hab dann

mich auf Cambodia spezialisiert,

weil es dazu einfach extrem wenig gibt

zu den individuellen Täterinnen und

Tätern. Es gab eigentlich vor mir nur ein

Buch. Habe danach einige andere Projekte

seit der Promotion gemacht in

Kambodscha, jetzt weniger zu Gewalt

selbst und mehr zur Erinnerung an die

Gewalt. Genau das ist nämlich auch, das

ist ja ein riesiges Thema zu dem die

forscht. Und ja, acht Jahre da kann man,

denke ich, eine Menge, hat man irgendwann

eine Menge zusammen, über die man reden

kann, aber wir haben uns im Vorfeld schon

ein bisschen abgesprochen, worüber wir

Heute eher verschärft reden und haben

uns auf die Frage genau dessen geeinigt,

nämlich wie sich

Gesellschaften an gewaltvolle oder

gewaltsame Vergangenheit erinnern. Worum

genau handelt es sich denn im Falle von

Kambodscha, was ist da so kurz wie

möglich passiert?

Es gab den Vietnamkrieg nebenan und

ja das schwappte über Anfang der 70er

Jahre nach Kambodscha, in dem die USA

ganz viele hunderttausend Menschen

umgebracht hat, mit ihren Bomben. Und da

gab es einen Bürgerkrieg in Kambodscha und das

brachte die roten Khmer an die Macht, 75 bis

79. Und die haben während ihrer

Regierungszeit sind zwei Millionen von

sieben Millionen Menschen gestorben eine

Million sind verhungert und sind an

Krankheiten und Überarbeit gestorben

die andere Million werden umgebracht.

Das ist heftig,

also allein schon verhältnismäßig.

Genau, die wurden 79 gestürzt von einer

Einmarsch Armee der

Vietnamesen und da gab es dann

den zweiten Bürgerkrieg, der bis Ende der 90er Jahre noch

ging, also relativ lang. Für mein erstes

Projekt das zum zu Tätern und Täterinnen

habe ich ganz viele Interviews geführt

und bin auf einem Moped quer durchs Land

gereist, durch die Provinzen auf die

Reisfelder, und habe, weil es größtenteils

Bauern sind heutzutage,

genau. Und danach

zum Thema Erinnerung und

Aufarbeitung, habe ich auch viele Interviews

mit vielen Interviews geforscht, da aber

dann hauptsächlich in der Hauptstadt mit

Leuten die in Gedenkstätten arbeiten, die

am Gerichtshof arbeiten in verschiedenen

NGOs also zivilgesellschaftlichen

Organisationen arbeiten. Aber da besuche

ich dann auch diese Gedenkstätten und

geht zu verschiedenen Projekten und

versuche das mir alles anzuschauen und ein

bisschen zu beobachten, teilnehmende

Beobachtung nennt man das.

Wo man einfach da bissen abhängt und guckt was

passiert und versucht das ein bisschen

zu analysieren. Und dann interessiert uns

jetzt natürlich

was ist denn dabei jetzt rausgekommen, was

gibt es denn für muster?

Zumindest bisher, wie beschäftigt

sich eine Gesellschaft in der etwas so

schreckliches und so groß ist und denke

ich gerade auch im Nachhinein und aus

der ferne schwer verständlichen

Ereignis wie erinnern sich die Leute

daran, die direkt damit zu tun hatten und

involviert waren? Also in Kambodscha hatte

eigentlich jeder der zu der zeit

gelebt hat, was damit zu tun, also jede

Familie hat Leute verloren

2 von 7 Millionen Menschen, ist es auch

schwer nämlich vor allem weil es nicht,

also es ging auch gegen ethnische

Minderheiten, aber nicht nur, also auch gegen

Leute, die als politisch anders

wahrgenommen wurden und das war einfach

eine Vermutung sozusagen, die man

eingestellt hat und das war jeder der

irgendwie widerwillig war oder man als

widerwillig wahrgenommen hat und so

sind eben einfach in jeder Familie auch

Leute gestorben. In den 80er Jahren und

den 90er Jahren gab es einen ganz anderen Umgang

als es heute damit gibt. Weil es da

wie gesagt noch einen Bürgerkrieg gab, hat

die Regierung in Phnom Penh die Hauptstadt von

Kambodscha, die roten Khmer ganz stark

dämonisiert, gegenüber der

internationalen Gemeinschaft auch weil

die ganze Zeit hat die UN zum Beispiel an die

vereinten Nationen weiterhin die roten

Khmer als legitime Regierung angesehen.

Aber in den 90er Jahren kam der

Bürgerkrieg zum Ende in dem der Premierminister

Hun Sen, der bis heute auch noch Premierminister ist,

Amnestien angeboten hat. Das Amnestien

heißt, wenn jemand übergelaufen ist, dass

die juristisch nicht belangt werden für das

was sie getan haben, sie werden nicht

angeklagt und viele haben dann auch

politische Ämter oder auch bestimmte

ökonomische Vorteile bekommen also, Länderrain und

so konnte man Stück für Stück Leute

motivieren überzulaufen

und damit setzte dann aber eine

andere Umgebungsweise ein also ende der

90er Jahre hat Hun Sen sogar gesagt, lass uns

ein Loch buddeln und die Vergangenheit

darin vergraben. Und ganz spannend, dafür

dass man 80er und 90er Jahre die roten Khmer

stark dämonisiert hat, sagt man heute

eher, na ja es waren die höchsten

Führungskräfte die verantwortlich sind

und alle anderen können sich als

Opfer begreifen. Das heißt die ganzen roten

Khmer, die einfach nur ausgeführt haben,

oder sogar die mittleren ränge, können

heute für sich auch ein auch ein Opferstatus

beanspruchen. Funktioniert das, also

psychologisch, ist das eine gute Lösung? Keine Ahnung, ich weiß

nicht ob die Frage dumm ist aber …

Nein, die Frage ist überhaupt nicht dumm

da scheiden sich die geister, kann man sagen. Also ich

würde sagen ja es funktioniert. Nicht

immer und nicht überall aber

größtenteils funktioniert das. Und das

liegt daran, dass während der Zeit der

roten Khmer, Leute fast nie in ihren eigenen

Regionen eingesetzt worden,

das ist in anderen Ländern z. B. in Ruanda

wo man immer die Nachbarn umgebracht

hat, in Bosnien war es auch so, ist es

anders. Das heißt, die Leute sind irgendwo

anders hin versetzt worden, haben

irgendwelche Gräueltaten begangen, aber

nach dem Völkermord oder sogar erst nach

dem Bürgerkrieg, sind sie zurückgekommen

in ihre eigenen Gemeinden. Und die Leute

wissen überhaupt nicht … Da war das nicht

Teil der Realität dann ja … Genau

Und was die aber sehr wohl sehen, ist das die Leute

auch alle Familienangehörige

verloren haben. Was dazu kommt auch, ist

dass die roten Khmer eben diese, also ich habe gesagt

dass es gegen politische Oppositionelle

ging, das heißt es wurden auch ganz viele

rote Khmer umgebracht. Das heißt diese ganze

Idee, dass sie auch Opfer sind,

da ist schon auch eine Grundlage dafür.

Gleichzeitig sind sie auch Täter und

Täterinnen gewesen. Also das muss man

natürlich auch sagen, aber das kann man

einfach ausblenden, wenn sie auch eine

gute Grundlage haben sozusagen.

Findest du das oder kennst du das als

verallgemeinerbare Sache, dass ein

gewisser Opfer narrativ, also soll heißen

sich selbst als Opfer darzustellen und

zu sehen, um einen Teil der Schuld vielleicht

abtreten zu können oder sich eben selber

nicht als Täter zu sehen, ist das ein verallgemeinerbares Muster?

Nicht unbedingt in dem ausmaß, also ich

forsche auch in Ruanda, ich war schon, nicht ganz so oft wie in

Kambodscha, aber ich forsche auch zu Ruanda.

Da gibt es auch Täterinnen und Täter, die

versuchen zu sagen, wir sind Opfer der

Geschichte, wie wir ausgebildet wurden,

dass wir sozusagen was Schlimmes

machen mussten und wir wollten das gar nicht.

Aber das ist auf einem ganz anderen Niveau, weil

in Ruanda zum Beispiel die

Täterinnen und Täter wurden selber kaum

belangt, also wenn man sich geweigert hat

mitzumachen konnte man auch umgebracht

werden, aber man wurde,

es war ein ganz anderer Ausmaß als

in Kambodscha. Das heißt sie können es

für sich beanspruchen, aber sie laufen

damit keine Türen ein, bei der Opfergruppe.

Also bei den Tutsi.

Das liegt auch daran, dass in Kambodscha

eben nicht nur die ethnische Minderheit

in Visier war, das heißt jeder war potenziell

Opfer. Also wenn man als politisch

anders wahrgenommen wurde, konnte man auch

Opfer verwenden, damit war theoretisch jeder im

Visier des Regimes, das es in den

meisten anderen Fällen sehr oft um

Ethnizität geht um Minderheiten

dann natürlich ganz anders.

Anders als dir, ging es mir in der Schule

tatsächlich so, dass mich das ganze Thema

jetzt weniger der Holocaust an sich,

sondern die, das NS-Regime und wie es

dazu kam und wie die Leute sich da haben

reinziehen und begeistern lassen oder

auch, dass Leute die skeptisch waren, dann

eben doch mitgemacht haben,

das hat mich immer sehr interessiert und