Learn German “Prüfungen sind mir egal”- Sprachen Lernen als Einstellungssache? @Deutsch mit Marija

In dieser Episode hat Katja mit Marija von Deutsch mit Marija über Lernen gesprochen. Marija sagt: Alles Einstellungssache! Siehst du das auch so?

Willkommen beim deutschen Link Podcast.

Zu diesem Podcast gibt es ein Transkript auf der LingQ Webseite, mit dem du

gleichzeitig hören und lesen kannst, um deine Lernergebnisse zu verbessern.

Wenn du dir diesen Podcast auf Apple, Spotify, Google, Podcast oder Soundcloud

anhörst, lass uns gerne eine Review der Folge uns für neue Folgen und vergiss

nicht, der Folge ein Like zu geben, wenn sie dir gefällt.

Vielen Dank und viel Spaß.

Hallo Ihr Lieben und herzlich willkommen beim LingQ Podcast auf Deutsch.

Ich habe heute wieder einen Gast.

Und zwar ist das David von Lingua.

Hallo David, hallo Katja.

Am Anfang fragen wir natürlich wie immer erst mal Wer bist du?

Was machst du?

Und wo kann man dich finden, wenn du gefunden werden möchtest?

Ja.

Erst mal vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Es ist mir eine Ehre.

Auf jeden Fall. Ja.

Mein Name ist David. Aaron.

Ich weiß, dass es ein langer Name, aber so heiße ich.

So kann man mich auch finden.

Ich komme aus Kalifornien und bin Germanist, Deutsch und Englischlehrer,

Übersetzer, Dolmetscher, aber auch Polyglott, Coach und und Gedächtnis Coach.

Das sind tatsächlich alle alles Sachen, die ich mache, und zwar regelmäßig.

Finden kann man mich

primär auf Instagram und YouTube und zwar, indem man Links eingibt.

Das ist auch der Name der Firma.

Also Lingua.

Die Sprache halt auf Italienisch und vor oder Tor wie der Donnergott.

Und zwar deswegen, weil man mit den, sagen wir mal den Methoden, die ich

im Laufe der Jahre entwickelt habe und auch mit den mit den Technologien, die man

in meiner Firma entwickelt, blitzschnell eine Sprache sollte lernen

können oder auf jeden Fall schneller als mit herkömmlichen Methoden.

Damit erreicht man schneller sein Ziel und

es wird einem einfach das Tor in eine neue Welt geöffnet.

Erst mal wird es jetzt vielen Leuten, die vielleicht auch schon viel Deutsch gehört

haben, wirklich ein Bedürfnis sein zu erfahren.

Moment, stopp.

Der Typ hat gesagt, er kommt aus der.

Er kommt irgendwo aus Kalifornien und spricht aber so deutsch.

Fangen wir doch mal damit an!

Wie lange lernst du denn schon Deutsch?

Na ja, angefangen habe ich mit 16

in der Schule und zwar wie gesagt, nachdem ich schon Fehlversuche hatte.

Erst mit dem. Mit dem Französischen.

Und dann, nach einem Jahr habe ich dann aufgegeben.

Es hat mir keinen Spaß gemacht. Genau das.

Dasselbe ist mir passiert.

Und eben mit dem Spanischen.

Und ich habe aber, wie gesagt, mit 16 mit dem Deutschen angefangen.

In der Schule, in der Schule. Genau.

Und das war deswegen anders,

weil mein Lehrer, ich habe das auch kurz angesprochen, in

einem in meinem allerersten YouTube Polyglott Video.

Genau, und zwar der Lehrer, der hat ja es.

Der Schwerpunkt war nicht auf Grammatik und auch nicht darauf, dass man, dass man

büffelt, also dass man irgendwelche Vokabeln paukt, sondern auf Inhalte.

Wir haben Filme geschaut, wir haben Musik gehört, unter anderem.

Also der Schwerpunkt war, wie gesagt, auf

die Kommunikation und auf die Inhalte, auf den.

Auf den Input.

Okay, also das heißt, Deutsch kam einfach durchs Ausprobieren an der Schule.

Du hast jetzt auch keine besonderen.

So a Deutsch ist toll, weil

keine Ahnung, bestimmte Musik oder sonst was, sondern das gab’s einfach bei euch.

Also ich meine,

das war vielleicht ein Zufall, aber Rammstein, dieser Song, du hast mich ja

zu dem Zeitpunkt mehr oder weniger zeitgleich mit dem Anfang, mit den

Anfängen meiner, meiner German Journey könnte man sagen rausgekommen?

Nein, aber ich hatte ja schon mit Deutsch

angefangen und ich fand das nur, sagen wir mal, ich fand das cool.

Das war irgendwie ein cooles extra Ding.

Du hast es irgendwie generell so, dass

Rammstein Lied für viele, gerade Amerikaner ja, das stimmt.

Und ich meine, es ist nicht schlecht, aber ich.

Also ich finde persönlich, es gibt sehr viel bessere Rammstein Lieder.

Okay, damit haben wir auch schon eine Frage geklärt, die ich ansonsten noch

gestellt habe hätte nämlich Wie kamst du auf Deutsch in Deutschland?

Aber das war dann sozusagen einfach.

Das kam so Wann bist du denn zum Ersten Mal nach Deutschland gereist und wieso?

Und wie kam das?

Ja, das allererste Mal war 2004.

Mit meinem Vater und meinen Brüdern damals.

Und zwar nur um uns, Deutschland und Europa überhaupt.

Also ganz typisch amerikanisch.

In zehn Tagen fünf Länder gesehen und auch am Reisen und Essen

und Trinken und viel mehr haben wir halt nicht gemacht.

Ich habe in Berkeley studiert,

German als Germanistik und im allerletzten Jahr meines Studiums meines

Germanistikstudium Austauschjahr in Göttingen gemacht.

Aber wie gesagt, ich habe Germanistik studiert,

aber das heißt nicht, dass ich halt Deutsch konnte.

Also ja, ja, ja, so ist das.

Ich konnte es nämlich nicht.

Man lernt erst mal die Sprache als Wissenschaft.

Genau. Genau.

Genau. Und ich hatte den, ähm.

Ich hatte den. Den?

Das Unglück, dass meine Aussprache relativ gut war, so dass Leute oft gedacht haben,

dass ich viel besser Deutsch kann, als ich eigentlich konnte.

Oh, das kenne ich vom Russischen.

Ich glaube, das ist jetzt eine Frage, die sich vielen stellt, die zugucken wie.

Wie?

Wie schafft man es denn, so einen guten Akzent zu haben?

Ich habe da meine eigenen Meinungen und Methoden.

Aber es ist ja dein Interview.

Das würde mich auf jeden Fall interessieren, deine Meinung zu hören.

Also primär muss man ein Interesse daran

haben, einen guten Akzent überhaupt zu haben.

Ich weiß, das klingt irgendwie banal,

aber es ist wirklich so Den allermeisten ist es für die Sagen Ist mir egal,

Hauptsache, ich kann mich irgendwie verständigen.

Was ich total interessant finde, also dass das allererste ist, man muss es wollen.

Mich hat es nicht nur interessiert, wie ein Deutscher zu klingen, sondern ich

wollte wie ein Deutscher aus aus Niedersachsen klingen.

Tatsächlich war ich in Göttingen an der Uni war.

Meine ganzen Freunde waren entweder aus

aus dem Raum Hannover, Braunschweig, Göttingen oder aus Hamm Hamburg.

Ich habe ja die Stadt Hamburg, die auch weil sie so

groß ist, ein eigenes Bundesland ist, hat einen sehr bezeichnenden Dialekt,

einen sehr, ja hörbaren eigenen Dialekt und Akzent.

Genau.

Und das heißt, da hört man immer gleich, wenn Leute aus Hamburg kommen Ja,

du sprichst einen guten Punkt an, man muss es wollen.

Vielleicht als kurze Anmerkung dazu Es ist

auch völlig in Ordnung, wenn es einem nicht so wichtig ist, denn es ist schon.

Ich weiß nicht, wie du siehst, aber das ist denke ich schon erstmal erste

Priorität, dass man sich verständigt, dass man versteht und antworten kann.

Und wenn man dann einen Akzent hat für immer, ist das auch okay.

Aber wenn man eben gerne keinen Akzent

haben möchte, so, dann muss man sich damit auseinandersetzen.

Ganz genau. Ja, ich sehe das so zwei

Patent Tipps, die ja irgendwie gut anwendbar sind, wenn man

seinen Akzent schleifen will, also verfeinern will.

Hmm, ja, habe ich auf jeden Fall.

Die allererste Sache, die sehr, sehr

wichtig ist, ist die Satzmelodie, die die allermeisten, die, die,

die konzentrieren sich auch auf den Wortstamm Akzent bzw darauf, die

die einzelnen Wörter richtig auszusprechen.

Das ist wichtig, aber eigentlich ist die Satzmelodie viel wichtiger, was das

Verständnis angeht, also ob man verstanden wird oder nicht.

Wenn man also wenn ihr zum Beispiel jemanden kennt, der sehr gut eure

Muttersprache spricht, was auch immer es ist und sich gut ausdrücken kann, viele

Wörter kennt, fast oder gar keine Grammatikfehler macht

und auch generell eine gute Aussprache hat.

Aber ihr merkt trotzdem problemlos, dass die Person eben nicht Muttersprachler ist.

Dann liegt das oft tatsächlich daran, dass

die Betonung im Satz leicht woanders sitzt, als sie sitzt.

Wenn es ein Muttersprachler sagt ja, dass die Wörter anders zusammen gehängt

werden, dass man eine Wortstellung benutzt, die

zwar richtig ist, aber eher selten so von Muttersprachlern benutzt wird.

Lauter so Sachen ganz genau.

Ja, ja.

Und ich meine, das kann ja auch von Dialekt zu Dialekt anders sein.

Das Amerikanische Englische wird ja anders betont auf Satz ebene wie das britische

Englische We are you doing deswegen oder hier ist recent.

Trotzdem kann man davon profitieren, dass man darauf achtet.

Das habe ich sogar gestern mit einem

Kursteilnehmer von mir gemacht, der aus Tschechien kommt.

Ich habe ihm gesagt, dass er sich vor

allem auf die vokale Länge konzentrieren sollte, und zwar auf die langen Vokale.

Also erst mal identifizieren, welche Vokale im Satz lang sind

und dann also das soll ja erst mal markieren und dann vergleichen mit dem zum

Beispiel wenn er ein YouTube Video schaut oder so und den Text dazu hat.

Er kann das erst markieren und dann sich das anhören und schauen.

Okay, lag ich richtig oder nicht?

Und dann noch mal, noch mal repetieren,

noch mal wiederholen mit Schwerpunkt auf Aufsatz, mit Melodie.

Und dann habe ich also ich habe ihn davor

und danach vorlesen lassen und das klang so viel besser danach.

Dann möchte ich an dieser Stelle nochmal

anmerken Ihr könnt von diesem Interview wie für jedes Interview, jeden Podcast und

alles was produziert, ein Transkript auf der Webseite finden und

mitlesen und das dann versuchen nachzuempfinden und nachzusprechen.

Was ich dringend noch fragen wollte zu deinem Akzent, weil wir Ich erinnere mich

auch, dass du mir da mal eine Geschichte erzählt hast.

Tatsächlich, als wir uns kennengelernt haben, meine ich, passiert es dir?

Passiert es dir und passiert es dir oft, dass.

Leute dich also, dass Leute, die nicht

glauben, dass du kein deutscher Muttersprachler bist?

Ja, und zwar kam es schon mehrmals vor,

dass ich mich fast nicht geprügelt hätte, aber

das mein, also die Leute werden dann wirklich, wirklich sauer.

Das finde ich so komisch.

Das zeigt, dass die allermeisten Menschen es einfach nicht glauben, dass es möglich

wäre, ja seinen seinen Akzent völlig loszuwerden.

Und wie ein Mann.

Ich behaupte aber gar nicht, dass ich wie ein Muttersprachler rede.

Ich konnte sogar damals, jetzt, vor 15 Jahren oder so, als

ich das erste Mal in Deutschland gelebt habe.

Nach den ersten paar Jahren, finde ich besser Deutsch, als ich das jetzt kann.

Und zwar deswegen, weil ich damals nur Englisch und Deutsch konnte.

Ja, da kann ich nicht sein, wenn ich über fünf sprachen.

Auf jeden Fall haben wir eine gewisse

vergleichbare Situation zwischen Englisch und Deutsch.

Bei mir ist zwar die Muttersprache

Deutsch, bei Sprache Sprache Muttersprache ist die deutsch deutsche Sprache

als Beispiel für eine nicht richtige Betonung.

Bei mir ist die Muttersprache zwar Deutsch, bei dir ist sie Englisch, aber du

sprichst Deutsch auf muttersprachlichen Niveau.

Ich spreche Englisch auf

muttersprachlichen Niveau und wir haben beide schon die Erfahrung

gemacht, dass Leute erst mal denken, wir seien Muttersprachler.

Im Englischen oder im Deutschen.

Und mir geht es so Es passiert mir immer

mal, dass Leute plötzlich anders mit mir reden, wenn sie.

Äh, dann erfahren, dass ich keine Muttersprachlerin bin.

Mein Lieblingsbeispiel ist Ich unterhalte

mich eine halbe Stunde mit jemandem und es hat sich einfach nicht ergeben zu sagen,

dass ich halt Deutsch, dass ich Deutsche bin und dann kommt das auf.

Und auf einmal fangen die Leute an, mir Vokabeln zu erklären.

Passiert dir so was auch?

Oh ja, teilweise schon, oder die fangen

an, entweder langsamer oder lauter zu reden oder beides.

Ab einem gewissen Punkt sind Leute gar nicht mehr beeindruckt.

Na, weil die wissen ja gar.

Die denken, die halten dich für einen Muttersprachler.

Und dann behandeln sie dich dann einfach wie ein Muttersprachler.

Und.

Und ich weiß nicht, ob das.

Also, ich glaube, viele Leute, die, sagen

wir mal, eine Fremdsprache auf sehr hohem Niveau sprechen,

die genießen das, dass die einen leichten Akzent haben oder ein paar Fehler hier und

da und dann aber andauernd irgendwelche andauernd Komplimente bekommen.

Warum denkst du, dass Leute das machen,

dass Leute sich die ganze Zeit mit dir unterhalten, in der Annahme, also weil sie

denken, weil sie annehmen, dass du Muttersprachler bist?

Und dann sagst du ihnen, dass du es nicht bist.

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