Jolanda and Vera – A Very Special Library

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

Jolanda and Vera talk about a very special library. Jolanda und Vera sprechen über eine ganz besondere Bibliothek.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier sind wieder Vera und Jolanda.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wie geht es dir, Jolanda?

JOLANDA: Gut, danke.

Und dir?

VERA: Mir geht es auch gut.

Ich bin schon seit zwei Stunden wach und hab’ gefrühstückt und geduscht und fühle mich ganz wohl.

Wir haben einige Zeit nicht miteinander gesprochen, aber du hattest noch ein Thema für uns.

JOLANDA: Ja, ich hab’ letztes Mal kurz angetönt [siehe Anmerkungen] von unserer Bibliothek.

Die hat ganz interessante Bücher, vor allem für Kinder.

Und das super-spezielle befinde ich, dass einmal pro Monat in acht verschiedenen Sprachen Märchen oder Geschichten erzählt werden.

VERA: Acht verschiedene Sprachen?

JOLANDA: … werden Märchen erzählt, ja.

Es waren schon mehr, aber zurzeit, ich habe extra noch die aktuellen Zahlen angeschaut, im Moment ist [richtig: sind] es Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Ungarisch und teilweise auch Russisch.

VERA: Das ist ja toll.

Und wird das gut angenommen?

JOLANDA: Ja, ja.

Und es hat [Deutschland: gibt] zum Teil, also gerade in Sprachen wie Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, da hat’s [Deutschland: gibt es] auch Erwachsene, die diese Sprache lernen möchten und zum Teil dann auch gehen [besser: hingehen].

Und natürlich Kinder von Eltern, die diese Muttersprache haben.

VERA: Das ist eine sehr interessante Idee.

Und das sind dann auch immer Muttersprachler, die die Märchen erzählen oder vorlesen?

JOLANDA: Ja, das sind immer Muttersprachler, ja.

Die natürlich zum Teil ihre eigenen Kinder dabei haben, dann ist schon mal ‘ne Grundbasis da, und dann kommen andere Kinder, die auch diese Muttersprache haben.

Und bei den Erwachsenen ist es gemischt.

Da hat [Deutschland: gibt] es Muttersprachler, die ihre Kinder oder Nachbarskinder begleiten oder solche, die diese Sprache lernen möchten.

VERA: Das ist ja dann auch eine schöne Gelegenheit um zusammenzukommen und sich mal auszutauschen und eine fremde Kultur mal zu erfahren.

JOLANDA: Genau.

Also ich finde es ist ein super Angebot.

Es wird auch rege genutzt.

Und wir haben auch – das finde ich ganz speziell – also wir haben Bücher in 16 verschiedenen Sprachen.

VERA: Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen.

Also ihr habt dann auch wirklich Bücher in ganz vielen Sprachen in eurer Bibliothek?

JOLANDA: Ja.

Und vorwiegend Kinderbücher.

Also in dieser speziellen Bibliothek ist [richtig: sind] die Hälfte der – sage ich mal – Kunden Kinder.

Laut Statistik.

VERA: Das ist toll.

Ich bin als Kind auch sehr, sehr gerne in die Bibliothek gegangen und habe mir dort immer stapelweise Bücher mitgenommen.

Ich habe mir manchmal 7 oder 8 Bücher geholt – auf einmal – und hab’ die dann ein oder zwei Wochen später wieder abgegeben.

Also ich war eine richtige Leseratte.

JOLANDA: Ja, ja.

Also zu meiner Zeit war natürlich das Angebot noch nicht so groß, aber es war schon damals, war es wirklich ein Traum und jetzt, also wenn ich es so sehe, also zum Beispiel für Englisch, da hast du einfach so viel Bücher, also unglaublich.

Aber auch Arabisch, also das sind nicht wenige.

Es ist wirklich erstaunlich.

VERA: Das ist ja dann auch für dich eine tolle Gelegenheit.

Du hast ja dann Zugang zu allen möglichen Materialien.

JOLANDA: Genau.

Ja, ja, ja.

VERA: Und ist die Bibliothek teuer?

Muss man viel bezahlen, wenn man dort Bücher ausleiht?

JOLANDA: Also für Kinder, die hier in der Stadt wohnen, ist es gratis.

VERA: Wow.

JOLANDA: Und Erwachsene [siehe Anmerkungen] zahlen einen Jahresbeitrag von 50 Franken.

VERA: Ja, das ist aber nicht zuviel, wenn man regelmäßig liest und es auch regelmäßig nutzt.

JOLANDA: Ja klar.

Wenn du zwei, drei Bücher geholt hast, dann hast du’s ja schon dir erspart, ja.

Und es ist natürlich so, mit diesem Geld, also das finde ich immer noch wichtig zu wissen, dieses Geld kommt voll umfänglich in die Kasse um neue Bücher zu kaufen.

VERA: Hm.

Also es dient der Erweiterung und Erhaltung der Bibliotheksbestände.

JOLANDA: Genau.

Weil die Stadt zahlt die Räumlichkeiten und das Personal.

Aber die Bücher werden von einem Verein finanziert und angeschafft und ja … das erledigt der Verein.

Aber die Stadt stellt die Infrastruktur zur Verfügung.

VERA: Hm.

Das ist sehr interessant, dass wir auf dieses Thema kommen, weil ich habe mich gerade diese Woche nach den Öffnungszeiten unserer Bibliothek hier im Ort erkundigt und will dort mal hingehen, die hat aber jetzt leider schon geschlossen, weil sie am renovieren sind.

Und erst nach den Ferien machen sie wieder auf.

Ich bin früher sehr viel in die Bibliothek gegangen, vor allem als ich in Thüringen wohnte.

Dort hatten sie eine ganz tolle Bibliothek in dem kleinen Ort in dem ich wohnte, weil dort die Kreisbibliothek war.

Das war ein Riesenglück für mich und nachdem ich dann wieder hierher zurückgezogen bin, bin ich nicht mehr in die Bibliothek gegangen, weil ich dann jedes Mal in die Stadt hätte fahren müssen und das hätte relativ viel Benzin- oder Busfahrtkosten dann nach sich gezogen und deshalb habe ich mir dann oft Bücher gekauft.

Es gibt ja immer die Remittenden.

Das habe ich dir, glaube ich, schon mal erzählt …

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: … wo man sie dann für zwei oder drei Euro bekommt oder ich habe mir Bücher ersteigert bei eBay oder hab’ gebrauchte Bücher bei Amazon gekauft.

JOLANDA: Bei mir ist es im Moment so, dass ich vorwiegend im Internet lese.

Und zwar weil ich vorwiegend jetzt in fremden Sprachen lese und mir das dann in LingQ importiere, was möglich ist und so dann direkt übersetze, also was ich noch nicht kann.

Also ich werde ja von Tag zu Tag besser, oder?

VERA: Auf jeden Fall!

Ja, aber wenn ich jetzt längere Bücher lese, dann lese ich nicht so gerne am Bildschirm.

Aber ich muss dir noch erzählen, ich habe mir jetzt keinen eBook-Reader gekauft, aber ein kleines Android-Tablet und damit kann ich auch Bücher lesen und ich habe mir jetzt für den Urlaub schon ein paar ältere englische Bücher heruntergeladen, zum Beispiel Robinson Crusoe.

Das kennst du doch bestimmt auch?

JOLANDA: Ja, ja, ja.

VERA: Das habe ich als Kind gelesen.

Natürlich auf Deutsch.

Und ich habe mir gedacht, das Buch hat mir als Kind sehr gut gefallen und ich könnte doch probieren, das im Urlaub mal auf Englisch zu lesen.

JOLANDA: Ja, ja.

Gute Idee.

VERA: Ja.

Also ich kann dir dann nach dem Urlaub mal erzählen, wie die Leseerfahrung mit so einem Gerät ist.

Ich kann mir das noch gar nicht so richtig vorstellen, aber dort werde ich kein Internet haben.

Also mal zwei Wochen richtig entspannen und dann dachte ich, du kannst das dann mal probieren.

Dann hast du ja Zeit auch, wenn du nicht am Computer sitzt, mehr zu lesen und dann schaue ich mal, wie das damit klappt.

JOLANDA: Ja.

Ah, da bin ich gespannt, was du mir erzählst.

VERA: Ja, da können wir später drüber reden.

Leihst du dir auch noch deutsche Bücher aus oder liest du jetzt eigentlich bevorzugt Bücher in Fremdsprachen?

JOLANDA: Also im Moment, aber das kann sich wieder ändern, im Moment lese ich wirklich selten noch Bücher auf Deutsch.

Ja, meine Zeit ist im Moment für Fremdsprachen reserviert.

Aber in den Ferien werde ich mir dann natürlich auch dies und jenes noch auf Deutsch auslehnen.

VERA: Ja.

Ihr sagt auslehnen?

Wir sagen ausleihen.

JOLANDA: Aha.

Das kommt vielleicht vom Dialekt.

Im Dialekt sage ich “uslehne”.

VERA: Ja gut.

Das Wort “Lehen” gibt es ja schon auch im Deutschen.

Das hat man ja früher gesagt.

Ein Lehen war ja ein Stück Land, was der Gutsherr seinen Pächtern zur Verfügung gestellt hat.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also es hat ja auch was mit leihen zu tun.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber ich bin kein Sprachwissenschaftler.

JOLANDA: Ja, ich auch nicht.

VERA: Besser weiß ich’s auch nicht.

Und liest du eher Sachbücher oder eher Romane?

JOLANDA: Eher Sachbücher.

Auf Deutsch sowieso.

Das sind eigentlich immer Sachbücher.

VERA: Ja?

Ach, ich genieße es auch, Romane zu lesen oder einfach nur zur Entspannung zu lesen.

JOLANDA: Ja.

Also jetzt auf meinen Geburtstag habe ich eine Biografie von Segantini geschenkt bekommen und die ist in Romanform.

Also ich habe schon früher mal ‘ne, ich sage jetzt mal ‘ne seriöse Biografie von ihm gelesen.

Jetzt freue ich mich auf diesen Roman.

Also Segantini kennst du, der Maler?

Er ist ursprünglich Italiener, aber hat in der Schweiz lange gelebt.

VERA: Also ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich kenne ihn nicht.

Aber ich bin was Maler und Kunst anbetrifft, auch nicht so bewandert.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und ich kenne dann halt die großen Maler oder die großen Schulen, aber ich kenne wirklich nicht so viele Maler, also …

JOLANDA: Ja.

In St.

Moritz gibt es das Segantini-Museum und dort sind seine großen Bilder.

Der Umgang mit Farbe und Licht ist ganz speziell.

Ja.

VERA: Also ich war nur einmal in St.

Moritz und da war ich, glaube ich, 11 oder 12 Jahre alt und ich glaube, da habe ich mich nicht für Malerei interessiert.

Deswegen …

JOLANDA: Ja.

VERA: Und meine Eltern auch nicht und deswegen weiß ich da leider nix [Umgangssprache: nichts] drüber.

Aber ich habe jetzt gerade mal auf die Uhr geschaut.

Ich denke, wir sollten an dieser Stelle vielleicht eine Pause machen …

JOLANDA: Genau.

VERA: … und sagen dann schon mal Tschüss hier, oder.

JOLANDA: Also.

Tschüss für den Moment mal.

VERA: Ja, ich will noch mal darauf hinweisen, dass der Text und das Audio natürlich wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ zu finden sind, also auf http://www.LingQ.com.

Tschüss Jolanda.

JOLANDA: Tschüss Vera.

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