Jolanda and Vera – eBooks

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VERA: Hallo und herzlich willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist Vera und ich grüße Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Hallo, wie geht es dir, Jolanda?

JOLANDA: Danke, gut.

Es ist so richtig Herbstwetter bei uns.

Es ist schon recht kühl.

Wir haben so fünf Grad Celsius und der Schnee ist schon recht nahe.

Also der Säntis hat schon 12 Zentimeter Schnee.

VERA: Wirklich?

Oh!

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist ja ganz schön viel.

Bei uns ist es auch sehr herbstlich.

Letzte Woche hatten wir richtig tolles Wetter, so diesen Goldenen Oktober, aber diese Woche ist es mehr so trüb.

Also wahrscheinlich ganz ähnlich wie bei dir.

JOLANDA: Und regnerisch.

VERA: Hm, ja, ein bisschen feucht ist es auch.

Also gestern war es relativ trocken, aber am Samstag, da hat es die ganze Zeit geregnet.

Das war nicht so schön.

JOLANDA: Ja.Aber wir sitzen ja jetzt im Trockenen und können miteinander sprechen.

VERA: Ja Gott sei dank im Trockenen.

Ja, bei dem Wetter ist es nicht so schön draußen.

Obwohl, wenn man sich richtig anzieht kann man auch gut rausgehen.

JOLANDA: Ja man sagt ja, es gibt nicht schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleider.

VERA: Genau.Das sagen wir auch: schlechte Kleidung.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Ihr sagt “unpassend”?

JOLANDA: Hm, nein.

Das habe ich jetzt so gesagt, weil ich es in Hochdeutsch gesagt habe.

Solche Dinge sage ich natürlich sonst im Dialekt.

VERA: Ja, gut.

Das ist wahrscheinlich recht ungewöhnlich, so lange und so viel Hochdeutsch zu sprechen, oder?

JOLANDA: Ja also im Großen und Ganzen ist es kein Problem, aber für so Redewendungen.

Klar, die verwende ich natürlich im Dialekt.

Und dann muss ich die Übersetzen.

VERA: Genau.Das ist ja jetzt auch nicht so schlimm.

Also wer uns schon öfter gehört hat, dem ist vielleicht auch aufgefallen, dass die Redewendungen in der Schweiz teilweise ein bisschen anders sind oder dass ihr auch Worte habt, die anders sind als bei uns oder die Grammatik manchmal ein bisschen anders ist, aber ich glaube, das ist alles kein großes Problem.

Wir verstehen uns sehr gut.

JOLANDA: Ja.Zum Beispiel beim Schreiben ist es ja auch so, ihr habt dieses Doppel-S, das haben wir nicht, also ich habe das auch nie gelernt.

Bitte?

VERA: Das ß (Eszett), nennen wir das.

JOLANDA: Ja, genau, genau, ja.

VERA: Ja, ich habe das auch gelesen, das ihr das nicht kennt.

Aber …

JOLANDA: Ja.

VERA: … ich denke, wenn man das einmal gehört hat, dass es das gibt, und dann gibt es auch keine Verständnisschwierigkeiten.

JOLANDA: Ja, ich fand es nur so lustig, als mich mal jemand darauf hingewiesen hat, dass ich da Rechtschreibfehler hätte, das würde man so schreiben und ich war ganz entsetzt im ersten Moment, weil … ja wirklich, wir verwenden das einfach nicht.

Wir lesen es zwar, klar, wenn wir in Büchern lesen, wir können es lesen, aber aktiv verwenden wir das nicht.

VERA: Ja, und demjenigen war wahrscheinlich auch nicht bewusst, dass es diesen Unterschied gibt.

Ich weiß es halt, aber ich weiß es vor allem deshalb, weil ich bei LingQ als Tutor auch aktiv bin und mich deshalb mit diesen Dingen etwas befasst habe.

JOLANDA: Genau, ja.

VERA: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das vorher auch wusste.

Das kann ich jetzt gar nicht mehr genau sagen.

Ich glaube, ich habe es eigentlich auch erst dadurch gelernt oder erfahren, dass es so ist.

JOLANDA: Man muss ja zum Glück nicht alles wissen.

VERA: Da bin ich weit von entfernt!

Ja, wir wollen heute über elektronische Bücher, also eBooks sprechen, haben wir uns ausgemacht.

Hast du denn ein eBook oder einen eBook-Reader, Jolanda?

JOLANDA: Nein, habe ich nicht und im Moment ist es für mich auch noch nicht so aktuell, weil – ich liebe Bücher, also ich liebe Bücher, die ich anfassen kann und … ja, das hat für mich auch eine ganz besondere Wertung, also ein Buch zu haben.

Aber ich verfolge das und ich denke, es kommt vielleicht mal der Moment, wo ich wirklich froh bin um ein eBook, wenn ich unterwegs bin, nicht zuviel Kilos schleppen muss oder wenn ich mit dem Flugzeug in die Ferien reise, da nicht so viele Kilos im Gepäck habe, wenn ich da einfach mein eBook einpacken kann.

Also im Hinterkopf spielt da schon der Gedanke, früher oder später.

Aber vielleicht ist später auch die Technik noch etwas besser und das Angebot etwas besser.

VERA: Also ich sehe, heute gibt es keine Kontroverse.

Ich bin da eigentlich weitestgehend deiner Meinung.

Also ich mag persönlich auch Bücher unheimlich gerne und ich mag dieses Gefühl auch, Bücher anzufassen und zu riechen und ich weiß auch nicht.

Ein Buch hat für mich eine gewisse emotionale Bedeutung auch – ein Buch in der Hand zu halten.

Bücher sind für mich etwas wertvolles, etwas wichtiges in meinem Leben und die begleiten mich auch schon sehr, sehr lange.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dasselbe Gefühl hat, wenn man ein gedrucktes Buch in der Hand hält und wenn man ein Buch auf einem eBook-Reader liest.

Aber andererseits bin ich natürlich auch technikbegeistert.

JOLANDA: Ja.Das ist natürlich faszinierend und natürlich einfach, wenn ich da mir ein Buch einfach runterladen kann.

Da muss ich nicht noch extra in die Bibliothek gehen und das auslehnen (ausleihen) und, und, und … Also ich kann mir vorstellen unter gewissen Umständen ist das sicher ganz praktisch.

VERA: Ja genau so stelle ich mir das auch vor.

Ich denke auch, dass es bestimmte Bereiche gibt, wo so ein eBook wirklich praktisch ist, zum Beispiel wenn man verreist und möchte nicht 10 Bücher mit sich mitschleppen …

JOLANDA: Genau.

VERA: …, sondern hat dann nur diesen handlichen eBook-Reader.

Also das finde ich eine faszinierende Vorstellung.

Was mich im Moment noch ein bisschen abhält davon ist einmal das, was du auch schon gesagt hast, dass die Technik sich ja noch im Moment rasant ändert und dass es vielleicht da noch viele Verbesserungen gibt, da hoffe ich noch drauf, aber auch dass die Bücher in Deutschland noch wahnsinnig teuer sind, die elektronischen Bücher, und dass die alle ein DRM drauf haben, also einen Kopierschutz …

JOLANDA: Ja.

VERA: … und das finde ich wirklich schade, weil ein normales Buch, wenn ich das nicht mag, kann ich es verkaufen oder verschenken oder wenn ich es mag, kann ich es verleihen und das fällt ja alles weg bei einem eBook.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und dann kann das nach meinem Gefühl oder darf das nach meinem Gefühl nicht dasselbe kosten oder fast dasselbe kosten, wie ein gedrucktes Buch.

Und das ist ja leider in Deutschland so.

JOLANDA: Ja, eben.

Das stört mich auch im Moment.

Aber ich denke, da müssen sie sich was einfallen lassen.

Also das … das wird nicht so bleiben.

VERA: Wie ist das in der Schweiz?

Sind die dort auch so teuer wie in Deutschland oder …?

JOLANDA: Also ich muss dir jetzt ehrlich sagen, weil es für mich im Moment noch nicht aktuell ist, bin ich nicht ganz sicher, aber ich glaube schon, dass das gleich ist, weil wir haben ja … ich glaube schon.

Und es gibt dann einzelne Bibliotheken, wo du eBooks runterladen kannst, aber dann ist das wieder an ein gewisses Gerät gebunden.

Für diese Bibliothek kannst du es mit diesem und für diese mit dem anderen und das finde ich nicht so praktisch.

VERA: Ja genau.

Das ist mir auch noch aufgefallen, dass da praktisch jeder Anbieter von elektronischen Büchern sein eigenes Gerät hat und dass die nicht kompatibel untereinander sind, d.h.

wenn ich mir von Amazon den Kindle kaufe, dann kann ich nachher auch nur Bücher bei Amazon dort kaufen.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und wenn ich mir, ich weiß nicht, wo es (diese) noch jetzt gibt, ich Thalia weiß ich, dort gibt es auch einen eBook-Reader, dann bin ich an Thalia gebunden und das finde ich nicht zeitgemäß.

JOLANDA: Genau.

VERA: So wie beim MP3 – da kann ich ja jeden MP3-Spieler nehmen und es funktioniert.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und das würde ich mir für eBooks ja auch wünschen, dass das voll kompatibel untereinander wäre.

JOLANDA: Ja, aber ich denke, da müssen wir eine kurze Zeit warten und dann wird sich das ändern.

VERA: Ja, ich hoffe das.

Weil zum Beispiel in Spanien, ist der Umsatz mit elektronischen Büchern um 500 Prozent gestiegen, also die verkaufen jetzt die fünffache Menge schon.

Oder in den USA, da werden mittlerweile mehr elektronische Bücher als normale Bücher, als Hardcover-Bücher, verkauft.

Das ist doch unglaublich.

JOLANDA: Ist unglaublich, ja.

VERA: Und bei uns sind es gerade mal fünf Prozent oder maximal fünf Prozent des Umsatzes, der mit elektronischen Büchern gemacht wird.

Aber doch nur, weil die so teuer sind!

JOLANDA: Ja, ja klar.

Ja, die sind einfach … im Moment sind sie zu teuer.

VERA: Ja.

Also ich verstehe das auch nicht, dass die Verlage das nicht begreifen, sage ich jetzt mal einfach so.

Denn wenn ich das günstiger mache, interessieren sich doch viel, viel mehr Leute dafür.

Also für mich hat deshalb ein gedrucktes Buch im Moment immer noch einen wesentlich höheren Wert.

Und zumal die Geräte ja auch nicht gerade so günstig sind.

Sie werden jetzt günstiger, aber sie kosten immer noch weit über 100 Euro oder 200 Euro, je nachdem, welches Gerät man kauft und das muss man ja auch erstmal nachher sparen im Vergleich zu einem gedruckten Buch.

Und wenn ich nur zwei oder drei Euro pro Buch spare, dann dauert das schon eine Weile, bis sich das gerechnet hat.

JOLANDA: Ja, ja.

Und eben.

Ich kann es nicht auslehnen (ausleihen), ich kann es nicht … ja, es ist ja nachher auch blockiert.

Also ein gekauftes Buch, das habe ich dann und kann damit machen, was ich will.

Also die Vorteile sind für mich im Moment schon noch beim gedruckten Buch.

VERA: Ja, also ich sehe das genauso.

Ich kaufe mir im Moment auch gedruckte Bücher.

Ich gebe auch zu, ich kaufe manchmal gebrauchte Bücher.

JOLANDA: Ja, ich auch.

Ja, oh!

Bücherflohmarkt, das ist für mich ein Paradies!

Oder die Bücherbrocki.

Ah, da …

VERA: Die was?

JOLANDA: … da werde ich immer schwach.

VERA: Was ist Bücherbrocki?

JOLANDA: Die Bücherbrocki?

Da bringen Leute ihre Bücher hin, die sie nicht mehr verwenden.

Häufig auch wenn ein Haushalt aufgelöst wird und da gibt es Sammlungen, Fundgruben, das ist das Paradies.

Und da kannst du für zwischen zwei und fünf Franken – es kommt darauf an – also Fachbücher sind teurer als Taschenbücher zum Beispiel, aber zwischen zwei und fünf Franken kannst du dir ein Buch kaufen.

VERA: Hm.

Kommt wahrscheinlich auch immer darauf an, wie aktuell das Buch ist.

JOLANDA: Nein.

Also Taschenbücher sind billiger und gebundene Bücher sind teuer und Sachbücher sind teuer als Romane.

VERA: Ja, ich nutze da meistens Amazon.

Die verkaufen ja auch gebrauchte Bücher oder bieten eine Plattform um gebrauchte Bücher zu verkaufen oder ich nutze auch manchmal eBay und ersteigere mir dort ein Buch.

Vor allem mache ich das halt bei relativ neuen Titeln, die meinetwegen noch 25 oder 30 Euro oder mehr kosten und wenn die dann die Hälfte kosten, dann kaufe ich mir die dort, dann manchmal, wenn ich dann nicht mehr warten will, bis es ein Taschenbuch gibt oder warum auch immer.

Oder ich nehme auch gerne die Kiste mit Remittenden, wo man ja dann die Bücher praktisch neuwertig erhält und sie kosten aber nur einen Bruchteil und die Bücher sind dann nur mit einem kleinen Stempel entwertet.

Das macht mir dann auch nichts aus.

Aber …

JOLANDA: Was heißt das, Remittenden?

Dieses Wort kenne ich nicht.

VERA: Das sind von den Verlagen Bücher, die die dann zu reduzierten Preisen herausgeben, weil die angeblich irgendwelche Fehler haben.

Aber meistens haben die gar keine.

Also es kommt auch mal vor, dass die Schrammen haben oder am Umschlag ‘ne kleine Beschädigung ist oder so etwas, aber eigentlich dient es der Lagerräumung.

Und das sind oft ganz neuwertige Bücher und die kriegen dann nur irgendwo ‘nen Stempel, unten an der Schnittkante oft, damit die nicht zum vollen Preis verkauft werden können von den Buchhandlungen.

Und ganz normale Buchhandlungen führen die oft.

Und dort kriegt man dann ein Buch, was vielleicht vorher 25 Euro gekostet hat für 7 oder 8 Euro.

JOLANDA: Ah!

VERA: Die sind halt meistens dann nicht so ganz neu, also keine Bücher, die jetzt gerade herausgegeben worden sind, aber da kann man richtige Schnäppchen machen.

Ich war gerade vor zwei Wochen in der Stadt und habe mir dann eine ganze Tüte voll Bücher mitgenommen.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Das mag ich immer.

Ja, also ich werde noch ein bisschen warten, bevor ich ernsthaft über einen eBook-Reader nachdenke, aber ich will es auch nicht ganz von mir weisen, ob ich mir irgendwann einen kaufe, aber das DRM ist auch ein Punkt, der mich im Moment stark davon abhält und ich hoffe, dass die Buchverlage denselben Weg gehen werden, wie die Musikindustrie und das wieder abschaffen werden.

JOLANDA: Hm.

Ja.

VERA: Bei den MP3s war es ja auch so.

Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, dass die eine Zeitlang diesen Kopierschutz hatten und das wurde aber dann auch wieder abgeschafft.

Weil ich denke mir, das ist ja auch kompliziert, wenn das Gerät kaputt geht.

JOLANDA: Ja.Ja, dann ist ja alles verloren.

VERA: Dann ist alles verloren.

Was mache ich denn dann?

Muss ich die dann alle noch mal kaufen?

Muss ich ehrlich sagen, ich habe keine Ahnung.

JOLANDA: Lassen wir es auf uns zukommen, liebe Vera.

VERA: Ja, genau.

JOLANDA: Wir werden dann wieder informieren, wenn wir dann unser eBook haben.

VERA: Genau, wenn wir uns eines angeschafft haben, sprechen wir auf jeden Fall noch mal darüber und über unsere persönlichen Erfahrungen.

JOLANDA: Genau.Aber das ist sicher dann ein späteres Thema.

VERA: Genau.Ja, dann danke für das Gespräch, Jolanda.

JOLANDA: Hat mich gefreut, mit dir die Gedanken auszutauschen und ich hoffe, wir hören uns bald wieder.

Tschüss, Vera.

VERA: Tschüss Jolanda.

Mit Sicherheit hören wir uns bald wieder.

Text und Audio wird wie immer in der Bibliothek von LingQ zu finden sein, also auf http://www.LingQ.com und wir würden uns auch sehr freuen, wenn Ihr uns einen Kommentar hinterlasst, wie Euch dieser Podcast gefallen hat, nicht wahr Jolanda?

JOLANDA: Ja, klar!

VERA: Macht das!

Wir freuen uns.

Bis dann.

Tschüss.

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