Britta & Carla – Kinder und Lehrer (Kids & Teachers) – (Intermediate)

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Britta and Carla talk about teachers and their own school experiences. Later they drift to the issue of keeping kids busy. (Britta und Carla philosophieren über den Beruf des Lehrers und ihre eigenen Schulerfahrungen. Später schweifen sie ab zum Thema “wie beschäftige ich mein Kind, wann treibt es mich zum Wahnsinn.

Carla: Ich kann mich erinnern an mindestens, ich weiß nicht mehr wie viele Lehrer ich insgesamt hatte, aber ich würde mal sagen, mindestens 50 bis 60 Prozent davon waren eine reine Katastrophe.

Menschlich und dann aber auch fachlich.

Da waren ein paar alte dabei, ich kann mich noch entsinnen, nach dem Krieg hat es Lehrkräfte gebraucht.

Da hat es gereicht, wenn Du nicht Nazi warst.

Britta: Echt?

Carla: Ja, da hat es gereicht, wenn du irgend so einen Kurs gemacht hast.

Und solche Leute hatte ich dann da, die haben versucht, mir Chemie beizubringen.

Die waren alle im Pensionierungsalter.

Das war furchtbar.

Und das war auf einem Gymnasium.

Das war katastrophal.

Britta: Ich habe es erst Jahre später gemerkt, wie gut meine Lehrkräfte waren.

Ich denke, über die Jahre entwickelt man auch so eine Sensibilität, was muss eine Lehrerin oder ein Lehrer können, und wo kann man dann einmal nachsehen.

Carla: So im Nachhinein, ich meine, ich hatte auch ein paar ausgezeichnete, Muss ich auch sagen: Wenn ich sehe, was Lara so für Lehrer hat.

Da kann man neidisch werden.

Britta: Das sind die, die dann von den öffentlichen Schulen durch die Privatschulen weggekauft werden.

Carla: Die kriegen nicht mehr Geld.

Manche sogar weniger.

Britta: Echt?

Bessere Sozialleistungen (benefits)

Carla: Das weiß ich nicht, wie die Verträge im einzelnen sind.

Aber im allgemeinen, wenn du hier Neuanfänger bist und jung im öffentlichen Schulsystem, kriegst du nicht so arg viel.

Aber hier, du bist ein Kindergartenlehrer und bist was weiß ich 45 oder 50 Jahre alt, dann kriegst du ein sehr ordentliches Gehalt mit allen möglichen Sozialleistungen (benefits).

Da liegst du locker bei 70.000 oder 80.000 Dollar.

Das ist nicht schlecht.

Ich glaube nicht, dass das einer bei uns einer kriegt.

Ich meine schon, wahrscheinlich…auch schon abgestuft.

Aber so gerade der Jüngere… Ich habe jetzt gerade das erste Mal in meinem Leben einem Lehrer einen Brief geschrieben und mich bedankt für zwei Jahre, die hervorragend waren.

Der verläßt leider die Schule.

Aber, das ist egal, Lara hätte ihn eh nicht mehr gehabt.

Der war so unglaublich gut.

Britta: Was hat der unterrichtet?

Carla: Geschichte und Geographie.

Das war richtig toll.

Also erstens habe ich mitgekriegt, was sie lernt, da gibt es natürlich den Lehrplan.

Aber auch, wie der die Stunden gestaltet hat.

Also, dass sie nach Hause kommt und ganz begeistert erzählt, wie sie unterm Tisch lagen und mit dem Pinsel von unten den Tisch angemalt haben um nachzuempfinden, wie Michelangelo sich gefühlt hat in der Sixtinischen Kapelle, und solche Sachen.

Unheimlich interessant.

Auch wie er mit den Eltern kommuniziert hat.

Man wusste immer genau Bescheid, was verlangt wird, was er will.

Der war richtig gut.

Noch ein ganz junger Kerl.

Der hört jetzt aber auf.

Der hat gesagt, er hat jetzt 10 Jahre gelehrt, jetzt will er mal was anderes machen.

Also, der geht dann nicht an eine andere Schule.

Ich weiß nicht, was er macht.

Ich habe nur kurz mit ihm noch gesprochen bei der Graduation (beim Schulabschluss).

Da hat er sich für den Brief bedankt, er hat ihm sehr gut getan.

Britta.

Ich denke, dass die zu wenig gelobt werden.

Das man einfach, das wollte der Schulelternratsvorsitzende auch machen, so ein Zertifikat oder eine Gratifikation ausstellen.

Karla: Loben.

Britta: Eben.

Dann sehen das die anderen und das ist dann vielleicht wieder ein Anlass zu gucken, was mache ich denn falsch.

Karla: Ja.

Britta und Carla kommen auf das Thema: Beschäftigung von Kleinkinder zu sprechen.

Carlas Tochter besuchte nicht den Kindergarten.

Brittas Sohn ist noch sehr kein und geht nur zweitweise in den Kindergarten.

Britta: Man kann die Kinder auch gar nicht so beschäftigen.

Ich weiß gar nicht, wie du das geschafft hast.

Mir fehlt dann auch die Fantasie.

Ich habe öfters versucht mit ihm zu malen, aber der interessiert sich einfach nicht dafür.

Der ist glücklich, wenn er seine Autos hat, aber der kann ja auch nicht den ganzen Tag mit den Autos spielen

Karla: Ja, das ist schwierig.

Ich denke mal, ich hatte es insofern einfacher, ich hatte Glücke, dass Lara, als sie noch klein war, all das gern gemacht hat, was ich auch gemacht habe.

Es war kein Opfer für mich.

Wenn die zum Beispiel dauernd mit Autos hätte spielen wollen, dann wäre das ein Opfer gewesen.

Aber sie hat gern gemalt, sie hat gern gebastelt.

Sie war gern draußen in der Natur, ist gern spazieren gegangen, hat sich dafür interessiert, wenn ich ihr Schmetterlinge gezeigt habe.

Insofern war es einfach für mich.

Britta: Das macht er eigentlich auch.

Alles was draußen ist, macht er gerne.

Wir gehen auch im Regen raus, denn da ist so viel Energie, die da raus muss.

Aber so handwerklich… Wir haben öfter mal geknetet.

Carla: Das ist nicht sein Ding?

Britta: Das ist nicht seins.

Das ist denen in der Kita (Kindergarten) auch schon aufgefallen, dass er noch nicht seine künstlerische Ader entdeckt hat.

Aber er fängt jetzt das Singen an…

Carla: Das ist doch auch schön.

Vielleicht hat er auch keine künstlerische Ader, nicht jeder hat die.

Britta.

Aber so als Elternteil wünscht man sich das natürlich.

Carla: Ich weiss auch noch, dass es Tage gab, wo mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, und ich nicht schon wieder dasitzen wollte.

Die hat immer so Spiele gehabt, die man ständig spielen mußte.

Ich weiß noch, sie hatte die Schleich-Plastiktiere.

Richtig gute, so zum weitervererben.

Britta: ja, die sind doch jetzt total angesagt.

Carla: Da haben wir eine Riesensammlung.

Und Lara hat eine Zeitlang jeden Tag mit denen gespielt und zwar Tierarzt.

Und zwar musste ich immer der Tierarzt sein.

Dann musste ich auch immer die gleichen Sachen sagen.

Das wurde so langweilig.

Ich habe sie dann gepackt und bin mir ihr in den Zoo gegangen.

Der ist Gott sei Dank umsonst hier.

Das konnten wir ja dauernd machen.

Doch, doch das kenne ich schon auch.

Diese Frustration.

Britta.

Das hatte die Georgina mit Einkaufen.

Ich musste immer einkaufen und immer ganz viel einkaufen.

Und, wenn ich dann mal nicht einkaufen wollte oder mich beschweren wollte, dass die Qualität von etwas nicht so toll war, das war schwierig…

Carla: Da hast du das Spiel zerstört.

Britta: Ja, Beschäftigung ist nicht so einfach.

Was macht ihr jetzt dann im Sommer?

Carla: Im Sommer, wenn Laura hier ist, meinst du?

Britta: Ja, weil die Sommerferien ja immer noch so lang sind.

Carla: Ja, also wenn wir weg sind, in Deutschland, ist sie immer beschäftigt, weil da ist immer etwas los mit Familie und irgendwelche Ausflüge und da ist das wunderschöne, große öffentliche Schwimmbad, wenn das Wetter danach ist.

Wir spielen Volleyball.

Die einzigen Tage, die manchmal schwierig werden können sind die, wo sie wirklich hier ist mit mir, was dann im August passiert.

Wo ich versuche, eine Balance zu finden und auch an ihr merke, ob es ihr langweilig wird, oder ob sie nur noch Facebook und so weiter macht.

Dann gehe ich manchmal einen Tag mit ihr auf die Mall.

Da beschwert sie sich immer erst furchtbar.

Um Gotteswillen, Museen, und bilden, das ist ja grauenvoll.

Aber am Ende gefällt es ihr dann doch.

Wir gehen irgendwo schön Lunch essen.

So bringt man dann die Zeit auch rum.

Wir haben letztes Jahr haben wir eine Spiele-Olympiade gemacht zu zweit, weil wir beide gerne spielen.

Das heißt wir haben alle Spiele, die wir haben, und wir haben sehr viele, haben wir durchgespielt.

Jeweils einmal und am Ende eben den Gesamtsieger festgestellt.

Da war es draußen so heiß, dass man sonst nichts machen konnte.

Das war auch nett.

Britta: Und wer hat gewonnen.

Carla: Ich weiss es nicht mehr.

Ich hab’s vergessen.

Britta.

Das ist aber eine gute Idee.

Carla: Wenn man gern spielt….. und ich spiele für mein Leben gern, dann ist es ein angenehmer Zeitvertreib.

Britta & Carla – Favourite Room (Intermediate)

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Britta and Carla talk about their favourite room in the house. (Britta und Carla suchen ihren Lieblingsraum im Haus.)

Britta: Ich habe mir einmal andere Podcasts angeschaut, angehört.

Und ein italienisches Podcasts.

Du musst auch mal auf die Seite gehen, das ist vielleicht interessant für deine Italienisch-Kenntnisse.

Da haben sich die Frauen über die Häuser unterhalten und welchen Raum sie am liebsten im Haus mögen.

Das fand ich eigentlich eine ganz nette Idee.

Wenn du so überlegt, was würdest du sagen ist dein Lieblingsraum?

Carla: Die Küche.

Da brauch ich gar nicht überlegen.

Auf alle Fälle die Küche, die ist mir auch der wichtigste Raum.

Britta: Über das Kochen hinaus

Carla: Das Kochen natürlich, das Essen.

Aber darüber hinaus ist es der Lebensmittelpunkt in unserer Familie.

Essenszeiten sind wichtige Zeiten.

Wir haben jeden Abend ein gemeinsames Abendessen.

Da wird viel geredet, da wird lange gesessen, auch wenn das Essen schon lang beendet ist.

Dann, als Lara noch jünger war, jetzt nicht mehr so häufig, spielen wir irgendwelche Brettspiele.

Musik läuft.

Das ist auch komisch.

Jedes Mal, wenn wir Gäste haben, und ich versuch mal die anderen Räume schön herzurichten, stelle Stühle hin, alle stehen in der Küche.

Mir geht es genauso bei anderen Leuten.

Wenn es nicht irgendeine förmliche Einladung ist, stehe ich in der Küche und schau der Hausfrau beim Kochen zu.

Küche ist alles für mich.

Wärme, Gemütlichkeit.

Und du?

Britta: Das hat die Dame auch gesagt.

Also, wenn man eine Küche hat zum Sitzen, dann kann eine Küche gar nicht groß genug sein.

Bei Euch ist es noch sehr hell und einladend.

Wir haben hier keine Küche, in der man sitzen kann.

Das heißt, wir halten uns dann auch gar nicht gerne im unteren Bereich auf.

Küche ist, alles ist erreichbar, wenn man schnell etwas möchte.

Die ganze Infrastruktur ist da, die Informationen am Kühlschrank, das Telefon, Essen, Trinken sowieso.

In Russland hat das auch eine große Tradition.

Die Küchengespräche, wo dann die Dissidenten zusammengesessen waren, eben in der Küche.

Da gibt es so einige geflügelte Worte.

Die Küchengespräche, gilt als Gespräche der politischen Opposition.

Carla: Ah, das ist interessant.

Britta: Obwohl die Küchen nicht so besonders groß sind.

Aber alle haben sich dort versammelt, miteinander gesprochen, viel Tee getrunken.

Das ist wirklich interessant, wenn du in anderen Ländern lebst, welche Bedeutung die Küche hat.

Und in Deutschland, wenn ich mir das anschaue.

Oft, weil wir ja schon passiv auf Wohnungssuche sind, wenn du dir die Küchen anschaust, sind die nicht zum Sitzen.

Carla: Ich bin auch überrascht, wenn ich darüber nachdenke.

Und zwar auch in neuen Häusern, die ich in letzter Zeit gesehen habe, die sich Verwandte gebaut haben.

Die Küchen sind unheimlich technologisch auf dem höchsten Stand, materialmäßig, typisch deutsch.

Das Beste vom Besten: Aber die wirken nicht, wie der Herd, um den sich alle versammeln.

Superfunktional.

Aber dann ist es doch das Esszimmer oder das Wohnzimmer wo die Leute sitzen.

Das ist anders.

In Italien, glaub ich, ist es schon noch die Küche.

Das kann ich mir vorstellen.

Britta: Die Küche mit einem Balkon oder wo es rausgeht auf die Terrasse.

Carla: Auch anders eingerichtet.

Die sind wohnlicher eingerichtet.

Da wohnt man drin, man kocht nicht nur.

Das glaub’ ich schon, dass da noch ein riesen Unterschied ist zwischen den Kulturen.

Britta: Also, ich könnte absolut auf ein Esszimmer verzichten.

Ich würde eher eine Küche bevorzugen, in der du einen schönen großen Tisch hast, ein Holztisch, den du ausziehen kannst.

Carla: Landhausküche, ist mein Traum, gar nicht verspielt, sondern einfach wie früher auf dem Bauernhof, so ein riesen Gemeinschaftstisch – ja, das gefällt mir.

Britta: Am einen Ende spielen die Kinder, am anderen Ende wird noch gegessen oder geredet.

Das hat die Frau auch betont.

Das fand ich auch interessant, dass es in Europa unterschiedlich ist.

In Deutschland eher technologisch: Miele, alles, toller Herd vom Feinsten, großer Kühlschrank, aber eben dann nicht um drin zu essen.

Ich bin dann auch einfach zu faul, ins Esszimmer zu gehen.

Oder in der ehemaligen DDR gab es noch Durchreichen.

Carla: So eine hatten wir auch noch in den 60er Jahren, da hatten wir ein in der Wohnung.

Das weiß ich noch: aus der Küche ins Esszimmer.

Die haben wir zugemauert.

Britta: Das ist wahrscheinlich das Einzige, was man machen kann.

Als wir in Halle an der Saale gewohnt haben, im 16.

Stock eines Neubaus, eines Plattenbaus.

Kleine Küchenzeile und dann die Durchreiche mit Glasschiebefenstern, wo du dann das Essen durchreichen solltest.

Carla: Furchtbar.

Britta: Ganz furchtbar!

Carla: Aber, glaubst du, dass in Deutschland die Küche schon immer als Raum eine weniger große Rolle gespielt hat?

Oder ist das eine neue Entwicklung des neuen Reichtums?

Britta: Also diese hoch technisierten Küchen kommen alle aus Deutschland.

Bulhaupt, Poggenpol.

Also die richtig teuren Küchen.

Mein Bruder ist Architekt und der hat aber auch in seinem Haus, was er sich da hingestellt hat, eine Küche, in der man essen kann.

Das ist wahrscheinlich geschmacksabhängig.

In der Werbung für Küchen sehe ich nie, dass Leute in der Küche essen.

Da ist immer ein Küchenblock in der Mitte, dass man da drumherum gehen kann.

Dann stehen da auch junge, attraktive Menschen mit irgendwelchen tollen Sektgläsern.

Aber dass da jemand sitzt und isst, kann man sich kaum vorstellen.

Carla: Man kann es sich kaum vorstellen.

Britta: Eher im Ikea-Katalog.

Eher für die Kleineren… Obwohl… Ich weiß es nicht, keine Ahnung, ob es ein Trend in Deutschland ist.

Vielleicht durch die Landhausgeschichten, dass man in der Küche sitzt, weil es da auch am wärmsten ist.

Was mir gefällt sind die russischen auf dem Land, wo du einen riesigen Herd oder Ofen hast, der einerseits zum Wäschetrocknen benutzt wird, zum Heizen vom ganzen Haus, wo noch eine Bank ist, wo du dann…

Carla: Ja, die Ofenbank…

Britta: …wo du dann einen warmen Hintern hast, das ist toll.

Oben kannst du noch schlafen.

Die werden auch noch gebaut.

Auf der anderen Seite hast du noch Warmwasseraufbereitung, da kannst du noch eine Dusche anschließen.

Alles gruppiert sich um diesen Herd.

Carla: Sinvoll, sinnvoll.

Britta: Ja, man muss es wahrscheinlich mögen.

Carla: Ja, ich mag es!

Britta & Carla – Kaffeeklatsch (Intermediate)

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Britta and Carla sit down for a traditional German ‘Kaffeeklatsch’ or coffee in the afternoon. (Britta und Carla sitzen beim Kaffeeklatsch.)

Britta: Warum ich das Podcast auch gerne „German Kaffeeklatsch” nennen möchte.

Wenn wir vielleicht auch den anderen Menschen kurz erklären, was Kaffeeklatsch ist.

Carla: Naja.

Kaffee kommt erst einmal aus der Zeit, aus der Nachmittagszeit, wo früher zumindest immer Kaffee gereicht wurde in Deutschland.

Britta: Kaffee trinken.

Carla: Kaffee trinken, Kuchen essen.

Die Uhrzeit nicht direkt nach dem Mittagessen, wie das in manchen Ländern ist, sondern eher so um 3 bis 4 Uhr, denke ich einmal.

Aus der Zeit kommt das.

Und das waren natürlich Frauen, die nicht gearbeitet haben, weil früher haben ja die meisten Frauen nicht gearbeitet.

Die da eben ihre sozialen Kontakte aufrecht gehalten haben und alles durchgesprochen haben, was es so Wichtiges gibt.

Neuigkeiten.

Britta: Ich weiß noch bei uns gab es dann noch den Bohnenkaffee, der noch richtig aufgebrüht wurde.

Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

Carla: Bei uns auch.

Britta: Die Kinder haben einen Karokaffee getrunken.

Der Getreidekaffee, der sich dann aufgelöst hat, aber zumindest uns den Eindruck vermittelt hat, was es ist aus diesen guten Kaffeetassen, die es dann auch gab, die mit dem Goldrand, die auch nur sonntags zum Kaffeetrinken herausgeholt wurden und dann wurde eben Kaffee getrunken und dann Blechkuchen, Torte war schon eher die Ausnahme.

Torte, war Feiertag.

Carla: Ein Festtagsessen.

Blechkuchen.

Britta: Blechkuchen, Zwetschgenkuchen, also Pflaumenkuchen, Kirschkuchen.

Was haben wir jetzt für eine Zeit.

Kirschkuchenzeit?

Carla: Apfelkuchen?

Nein, Apfelkuchen noch nicht, vielleicht Frühäpfel.

Aber Kirschen.

Erdbeeren.

Britta: Streuselkuchen.

Carla: Oh ja, da komme ich noch auf Ideen.

Zwetschgenkuchen liebe ich.

Das dauert noch ein bisschen

Britta: Wenn die dann noch nicht so süß sind.

Carla: Ja, auf einem Hefeteig.

Aber ich habe auch immer den Karokaffee gemocht.

Den mag ich auch heute noch.

Britta: Gibt es den noch?

Carla: Den kann man noch kaufen.

Mit diesem roten Dreieck, Karo, und dann ist da, glaube ich auf der Dose so ein rotes Dreieck drauf.

Britta: Eine Raute.

Rot.

Karla: Ich weiß es nicht mehr genau.

Doch, den gibt es noch.

Den habe ich sehr geliebt als Kind.

Malzkaffee ist es glaube ich.

Ist es nicht Malzkaffee?

Britta: Uns hat man den als Getreidekaffee verkauft.

Carla: Uns hat man den als Malzkaffee verkauft.

Britta: Ich weiß noch das Kaffeegeschirr, was dann auch speziell war.

Und wo ich immer wieder, wenn ich meine Sachen angucke, sagen muss: Das haben wir gar nicht.

Carla: Nein, ich habe nur Alltagsgeschirr.

Britta: Aber an sich so zum Tratschen, Kaffeeklatsch ist zum Tratschen, zum Klatschen.

Über andere Leute herziehen, aber freundlich herziehen.

Nicht unbedingt gemein.

Carla: Nein, aber Gerüchte.

Die neuesten Gerüchte.

Britta: Hast du schon gehört, dass…, und die hat… Verfolgst du jetzt auch die Fußball EM (Europameisterschaft).

Carla: Ja, die verfolge ich.

Interessiert mich nicht ganz so stark wie die Weltmeisterschaft, aber ich verfolge es.

Bisher schaue ich allerdings nur die Spiele der Deutschen Mannschaft an.

Aber wenn es dann zum Halbfinale und Finale geht, das schau ich dann auch ohne deutsche Beteiligung.

Britta: Ich muss sagen, dass mich noch nicht so das Fieber gepackt hat.

Die Weltmeisterschaft fand ich auch interessant.

Ich freue mich jetzt auf die Olympischen Spiele.

Carla: Ja, ich mich auch.

Britta: Ich hoffe, dass die hier anständig übertragen werden.

Das letzte Mal fand ich es ganz furchtbar.

Das letzte Mal, war ich überhaupt hier?

Die Winterolympiade.

Carla: Wann war die?

Vor zwei Jahren.

Britta: Das war ganz furchtbar.

Da habe ich richtig die deutschen Übertragungen vermisst.

Da gibt es einfach gute Analysen, viele, unterschiedliche Länder und Sportlerinnen und Sportler werden mitbegleitet.

Die Interviews sind gut.

Carla: Hier ist es eine einzige Katastrophe.

Ich habe hier ja jetzt mehrere Olympiaden erlebt und es war immer die gleiche Katastrophe.

Also, ich habe nicht viel Hoffnung.

Was ich so frustrierend finde, abgesehen von den ständigen Werbeunterbrechungen und all den Sachen, dass die sich nur auf die Sachen konzentrieren, bei denen sie vorher über Meinungsumfragen herausgefunden haben, das interessiert die Masse.

Britta: Die machen Meinungsumfragen?

Carla: Zum Beispiel bei der Winterolympiade siehst du ja nichts anderes.

Eiskunstlaufen ist ganz groß.

Vor allem bei Frauen um bestimmte Uhrzeiten, wenn am Fernseher sitzen.

Da siehst du dann auch was für Reklame da kommt.

Die Frauen sind die Zielgruppe.

Dann kriegst du immer diese furchtbaren „menschelnde“ Geschichten.

Jeder von den Sportlern hat eine schlimme Krankheit gehabt oder sich mal den Fußzeh gebrochen, und wie er das überwunden hat.

Das ist eine Katastrophe.

Du kriegst von vielen Sportarten überhaupt nichts mit.

Vor allem von denen, wo Amerikaner nicht gut sind.

Britta: Das ist mir beim Biathlon aufgefallen.

Carla: Schlimm!

Und das ist eine meiner Lieblingssportarten zum Zugucken.

Ich finde das so spannend.

Wenn sie etwas bringen, bringen sie es in Ausschnitten.

Das kann man bei einem Rennen nicht machen.

Das ist furchtbar und sehr frustrierend.

Dressurreiten, Fechten.

Das existiert überhaupt nicht.

Britta: Da sind die auch nicht gut drin.

Carla: Nein, überhaupt nicht, und deswegen interessiert sie das auch nicht, das ist das Schlimme.

Britta: Über das Internet geht es leider auch nicht, wegen der Rechte.

Carla: Nein, man darf es nicht.

Man darf es nicht über das Internet übertragen.

Was tragisch ist

Britta: Absolut, bei so Sport-Großereignissen.

Alle Auslandsdeutschen wären froh.

Carla: Also, Olympia ist etwas wo ich sagen muss, da habe ich schon Tage vor dem Fernseher verbracht.

Das schaffe ich durchaus, 24 Stunden.

Britta: Nein, ich muss auch sagen.

Ich finde das interessant.

Mir macht das Spaß.

Ich war auch schon einmal bei Großereignissen im Stadion.

Ich muss sagen, das hat mir nicht so gut gefallen, wie vor dem Fernseher.

Bei Leichtathletik, du siehst es nicht, auch wenn es die Großbildschirme im Stadion gibt.

Da muss das Stadion schon richtig knackevoll sein, damit die Stimmung toll ist.

Beim 100 Meter Lauf, da sind die sind so schnell und so klein.

Carla: Und es laufen bei Leichtathletik immer mehrere Wettbewerbe gleichzeitig.

Da ist gleichzeitig ein Lauf, da hinten ist das Hammerwerfen, das siehst du nur mit Fernglas.

Die Atmosphäre ist natürlich schön.

Einmal waren wir in Stuttgart bei der Leichtatlethik-Weltmeisterschaft im Stadion.

Das war schon schön.

Die LaOla-Welle mal mitmachen.

Britta: Das war auch glaube ich eine der besten Weltmeisterschaften, weil die Stimmung so toll war.

Carla: Die war auch toll.

Ich erinnere mich besonders – was auch im Fernsehen schön anzuschauen ist – aber eben live noch besser ist – an die Marathonläufer, ja, ich glaube, es waren die Marathonläufer.

Als die einliefen, gab es Riesen-Applaus.

Und dann kam lange nichts.

Es waren praktisch schon alle da.

Es liefen mittlerweile andere Sportarten im Stadion ab.

Und da kam der letzte Läufer rein, der Letzte, Stunden nach dem ersten.

Da ist das ganze Stadion aufgestanden und hat ihm eine „Standing Ovation“ gegeben.

Das sind schon Momente, die schön sind live mitzuerleben.

Aber ansonsten.

Ich möchte auch nicht in einem Fußballstadion sein.

Das gucke ich auch lieber am Fernseher.

Britta: Ich war früher öfter, oft im Stadion in Nürnberg.

Wenn du so einen Fanblock hast, wenn du jedes Mal ganz unterschiedliche Menschen triffst, für 90 Minuten, bist du im Stadion, verstehst dich gut und dann gehst du wieder.

In zwei Wochen, wenn wieder ein Heimspiel ist, dann triffst du die wieder.

Das ist schon nett.

Britta and Carla on ups and downs of Bilingual Education

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Carla and Britta talk about the advantages and disadvantages of bilingual education. (Carla und Britta sprechen über die Vor- und Nachteile bilingualer Erziehung).

Britta: Wie ist das mit Laura und ihrem Deutsch?

Carla: Ihr Deutsch ist wesentlich schlechter natürlich als ihr Englisch.

Sie würde in einer deutschen Schule auf Grund ihrer Sprache im Moment nicht bestehen.

Sie bräuchte wahrscheinlich massiv Nachhilfe oder müsste ein Jahr zurückgestellt werden.

Aber ihr Deutsch ist so gut, dass sie jede Unterhaltung führen kann, dass sie deutsche Bücher lesen kann, allerdings eher ungern, weil natürlich auch jetzt in dem Alter in dem sie ist, die Bücher, die sie jetzt liest, die werden komplizierter.

Das heißt die Sprache ist nicht mehr nur die Alltagssprache, die sie bei uns kennt zu Hause oder in der Familie im Urlaub, sondern da kommen viele Worte, die sie einfach nicht versteht, und dann wird es sehr schwierig für sie.

Wenn sie schreibt, macht sie schon sehr witzige Fehler.

Aber ansonsten kommt sie sehr gut zurecht.

Aber es ist eben nicht so wie Englisch.

Britta: Aber das Bilinguale ist dann eher Französisch-Englisch?

Carla: Ihr Französisch ist noch nicht auf dem Stand wie ihr Deutsch.

Auf keinen Fall.

Aber es kommt.

Sie hat es sehr intensiv einmal am Tag.

Aber sie benutzt es natürlich nicht.

Das ist das Problem.

Wohingegen sie mit Deutsch den ganzen Tag mit uns zu tun hat.

Ist konfrontiert damit.

Britta: Am Spielplatz war gestern irgendeine Frau, die hat Schwedisch und Englisch mit ihrem Kind geredet.

Ich habe gesehen, dass das Kind sich im Schwedischen sehr wohl gefühlt hat, wenn der Junge etwas gegen seine Mutter gesagt hat, wenn er so geschimpft hat.

Das ging sofort Schwedisch, und dann wo er sich wieder beruhigt hatte, ist er wieder ins Englische gefallen.

Das war irgendwie sehr witzig.

Carla: Bei uns war es zumindest…Ich weiß gar nicht, ob das noch so ist.

Früher, wenn´s ernst wurde habe ich immer mit ihr auf Deutsch mit ihr gesprochen, auch wenn Freunde dann dabei waren, die Englischsprachig sind.

Dann wusste sie, dann meint die Mama es ernst.

Dann wurde Tacheles geredet.

Jetzt wird’s ernst.

Ich überlege gerade, ob ich das noch heute mache.

Es gibt auch Dinge, wo ich dann mit ihr in Englisch spreche, wenn´s um Schule geht oder um ihr Leben, um ihr Umfeld.

Somit Beziehungsproblemen oder Streit mit Freundinnen und solchen Sachen.

Dann sprechen wir auch Englisch miteinander.

Britta: Weil es für sie einfacher ist, sich auszudrücken.

Carla: Ja, und für mich mittlerweile auch.

Mein Wortschatz im Deutschen wird schlechter.

Eindeutig.

Der kommt wahrscheinlich sehr schnell wieder.

Britta: Da ist das hier ja eine gute Übung.

Ich merke das auch, also mein Sprachenzentrum ist eher verwirrt.

Carla: Es kommt immer was aus der falschen Ecke.

Britta: Das ist wirklich sehr merkwürdig.

Ich habe der Deutschlehrerin gesagt, oder sie hat es auch selbst angeboten, eine List zusammenzustellen, mit Büchern, die in dem Alter gut sind zu lesen, und welche Gedanken man sich darüber machen könnte.

Und dann wird sie auch eine Tutorin kriegen – für Deutsch, um auf diesen Stand zumindest zu bleiben.

Carla: Für Deutschland, wenn sie dort in der Schule ist.

Britta: Die hat auch gesagt, die Deutschkurse an der Deutschen Schule sind nicht dem Niveau entsprechend.

Carla: Der Unterricht?

Britta: Sie gibt ja selber Unterricht.

Es gibt ja noch die Schule für Leute, die Deutsch lernen wollen.

Da hat sie gesagt, da ist das Unterrichtsniveau einfach nicht so, weil es oft Ersatzkräfte oder keine Fachkräfte sind.

Und von der Seite her, sagt sie, eine Eins-zu-Eins mit Tutorin ist besser – gemeinsam ein Buch lesen, ein paar Klassiker, dass sie dann keine Probleme hat.

Was machen die dann – Inhaltsanalyse, Textbearbeitung oder so etwas.

Carla: Findet das an der Deutschen Schule im regulären Unterricht zur Zeit zu wenig statt, oder was ist da los.

Britta: Nein, wenn sie die Schule wechselt.

Im kommenden Jahr.

Carla: Wenn sie in der amerikanischen Schule ist.

Britta: Teilweise ist ihre Englischlehrerin und Spanischlehrerin, wenn sie deutsche Übersetzungen gibt, das Deutsch der Lehrerin so schlecht, dass die Texte unverständlich sind.

Und da habe ich mir auch schon überlegt, ob ich mich da mal nicht beschwere, weil das nicht geht.

Es ist klar, wenn sie keine Deutsche ist, dass sich da Fehler einschleichen können, da muss sie das aber zur Korrektur geben und erst dann an die Kinder weiterleiten.

Die lernen ja dann auf einmal falsches Deutsch.

Oder wenn es verwirrend ist, oder sie treffen den Kontext nicht.

Ich finde, das geht nicht.

Ich weiß noch nicht genau, wie ich es formuliere, aber ich denke, so etwas sollte man schon thematisieren, weil das nicht geht.

Carla: Ja, Sprachunterricht

Britta: Da ist eine andere Lehrerin, die Geographie unterrichtet, die jetzt auf Englisch unterrichten soll.

Und ihr Englisch ist echt nicht gut.

Wegen dieses Pseudo-Bilingualen…

Carla: Das haben sie jetzt in Deutschland auch.

Britta: Dafür gibt es Menschen aus anderen Ländern, die das sehr gerne, denke ich, übernehmen würden.

Auf welcher Basis auch immer.

Aber man kann nicht so gebrochenes Deutsch vermitteln, weil man dann auch kein Sprachgefühl bekommt, oder man wundert sich dann, wenn bestimmte Sachen angewandt werden, die völlig daneben sind in der Situation.

Das hat ja auch mit Sprachkultur zu tun.

Carla: Das wäre ja einfach, wenn du alles einfach übersetzen könntest.

Eins zu Eins über das Wörterbuch.

Britta: Würdest Du jetzt sagen, auch von deinem Bekannten- und Freundeskreis dass dann, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen, dass das nur Vorteile hat oder siehst du auch Nachteile?

Carla: Sprachlich gesehen, kann ich mir vorstellen… Ich weiß nicht, ob sie wirklich perfekt sind in einer Sprache.

Da bin ich mir nicht sicher, weil ich das sehr extrem merke vor allem in einer Familie, die wachsen Englisch-Deutsch-Italienisch-Spanisch, viersprachig auf.

Die sprechen die auch alle.

Die haben aber alle auch eine Hauptsprache.

Die sprechen Italienisch, weil das die Sprache der Mutter ist.

Die zweite Hauptsprache, nehme ich an, ist dann eher Englisch.

Dadurch, dass sie hier leben.

Ihr Vater ist Deutscher.

Er spricht auch nur Deutsch mit Ihnen.

Man merkt, dass Deutsch zum Beispiel, da hapert es sehr.

Das ist keineswegs perfekt, die können sich nicht gut ausdrücken.

Wenn es kompliziert wird, fallen sie entweder ins Italienische oder Englische zurück.

Ich weiß nicht, wie gut oder wie die Muttersprache Schaden nimmt.

Das mag sein.

Aber, ich glaube, dass die Vorteile überwiegen.

Frühjahrsputz (Spring Cleaning)

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Carla and Britta talk about spring cleaning. Britta does not mind to clean, but more as a therapy. She is not so enthusiastic about cleaning the whole house as nobody appreciates the work. (Carla und Britta sprechen über den großen Frühjahrsputz. Britta hat nichts gegen das Putzen, sie sieht es aber eher als Entspannung. Das ganze Haus möchte sie nicht sauber machen, weil ohnehin niemand die Arbeit zu würdigen wüsste.)

Britta: Was ich eben noch ansprechen wollte, weil du das auch gesagt hast mit deinem Frühjahrsputz.

Es ist ja wohl kompliziert, sein Haus irgendwie klar zu kriegen.

Ich muss sagen, ich putze jetzt nicht so viel.

Auch nicht so perspektivisch, dass man zwei Monate Zeit braucht, wenn die Tochter ihre Abschlussfeier von der Schule hat.

Wo man sich zwei Monate vorbereiten muss, nur damit die Kids sehen, die Fenster sind sauber, die Teppiche sind sauber.

Carla: Die interessiert das gar nicht.

Nur die Eltern, wenn die dabei sind, unbedingt.

Das ist das erste, was ich mache, wenn ich in ein Haus komme, schau ich, ob die Fenster geputzt sind.

Nein…

Britta: So eine bist du also.

Carla: Lad mich nicht mehr ein.

Das ist lächerlich.

Hab ich noch nie so etwas gehört.

Also, zwei Monate putzen für irgendwas.

Bist du fertig bist mit Putzen ist es schon wieder dreckig.

Allein schon deshalb macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn.

Ich putze erst immer kurz davor, damit es dann auch hält.

Britta: Da stand auch.

Sie wollen nicht, dass Ihre Gäste in die Küche kommen.

Sie können es aber kaum verhindern, weil sich meistens da die Gäste versammeln, weil es einfach meist ein netter Platz ist.

Machen Sie doch Ihren Boden sauber.

Zwei Tage vorher.

Dann sage ich, dann ist der Boden schon wieder dreckig.

Carla: Dann darfst du die Küche zwei Tage vorher eben nicht benutzen.

Es wird alles hermetisch abgeriegelt.

Zu der Zeit gehst du in die Garage und wartest, bis die Gäste kommen.

Britta: Vielleicht müssen sie auch nur Platz füllen.

Das ist einfach absurd.

Carla: Das ist lächerlich …Und ich mein, dass man mit Essig und was war es noch…

Britta: Baking Soda…Backpulver

Carla: Das sind alles alte Hüte.

Also, was der ganze Artikel gesollt hat, ist mir ein Rätsel.

Britta: Ich muss gestehe, ich habe Backpulver auch schon vorher gekauft, und ich habe versucht damit sauber zu machen.

Und das Ergebnis war, dass unsere Dusche ganz weiß war, weil ich nicht… das Backpulver verreibst du ja – dann schäumt es – dann meinst du, du duschest es wieder ab.

Aber ich habe nicht alle Ecken erwischt.

Deswegen waren überall weiße Schlieren von dem Backpulver.

Und da war auch so eine komische Schicht.

Und deshalb bin ich etwas skeptisch, ob das überhaupt was bringt.

Carla: Also, zum Reinigen von Flächen habe ich es noch nicht benutzt.

Ich benutze es meisten um unsere Zahnputzgeräte, diese Mundduschen und solche Sachen oder Teile von Kaffeemaschinen oder so was mit Essig plus Waschpulver – äh – Backpulver sauber zu machen.

Dieser schäumende Effekt wirkt und der Essig natürlich.

Britta: Und damit machst du die Kaffeemaschine sauber?

Carla: Oder auch den Ausguss, ich gieße das ab und zu in den Ausguss.

Das reinigt, Gerüche gehen weg.

Ich weiß nicht, wie es chemisch wirkt.

Man soll ja damit auch seine Zähne putzen.

Britta: Ja, ich kauf eigentlich auch immer so eine Zahnpasta.

Das ist ja an sich ein angenehmer Geschmack.

Und was stand da noch.

Dass man sich für die richtig harten Arbeiten die Professionals, die Profis ins Haus holt.

Carla: Du sollst deine Möbel Dampfreinigen, nur weil ein paar Leute zu Besuch kommen.

Britta: Die machen es dann wieder dreckig.

Carla: Die dürfen gar nicht drauf sitzen.

Britta.

Eigentlich müssten die Professionals dann kommen, wenn die Gäste weg sind.

Die müssten eigentlich aufräumen.

Carla: Natürlich, weil danach hat man den Dreck.

Britta: Hast Du schon einmal so eine Firma benutzt?

Carla: Einmal beim Einzug.

Eine professionelle Reinigungsfirma nicht.

Nur bei unserem Einzug in unser neues Haus habe ich den Teppichboden auf dem Speicher reinigen lassen.

Da habe ich überhaupt nichts davon gemerkt, dass der dann sauberer war als vorher.

Der ist auch hell beige.

Sehr ungeschickt.

Aber, da habe ich nichts gemerkt, vielleicht hat er besser gerochen.

Britta: Wie machst du das mit den Fenstern?

Weil hier sind ja oft so diese Kastenfenster…

Carla: Die man nicht von außen reinigen kann, zumindest in den oberen Stockwerken.

Hab ich noch nie reinigen lassen, deshalb kann man durch oberen auch nicht mehr durchgucken.

Britta: Wie machen das Bekannte oder Freunde?

Carla: Viele lassen ein, zweimal im Jahr jemanden kommen.

Aber, da denke ich, nun mein Gott, läßt du die einmal kommen, vier Wochen später sieht das Fenster wieder genauso aus, mit dem Blütenstaub, Regen, was auch immer.

Nein, mach ich nicht.

Jetzt habe ich Gott sei Dank die neuen Fenster dicht, die kann ich jetzt öffnen.

Nach innen.

Britta: Dann kannt du die zumindest sauber machen?

Carla: nicht wie in Deutschland so wie ne Tür, die kann man so reinklappen.

Da kann ich jetzt die Außenfläche auch sauber machen.

Britta: Wie machst du das mit den Oberlichtern in der Küche?

Carla: Da muss Bernhard gelegentlich aufs Dach klettern.

Aber auch nur ab und zu.

Britta: Mit dem Schlauch?

Carla: Ne, einfach so.

Britta: Hast du jemand für den Garten?

Carla: Nein, nein, niemals.

Ich habe noch keinen Gärtner getroffen, den ich in meinen Garten lassen würde.

Nein, nein, das mache ich alles selbst.

Britta: Hier summen ja im Herbst, diese Blattbläser, Laubbläser.

Die hatte ich auch vorher noch nie gesehen.

Da hatten wir uns jetzt auch einmal erkundigt.

Mit Benzin oder mit Strom und dann die Kantenschneider mit Benzin, mit Strom… Da kann man, weiß ich gar nicht, da hat man eine Batterie von Gartengeräten, die man anscheinend haben muß, weil ich lass jetzt hier alles wachsen.

Die Wiese ist eigentlich schon ziemlich voller Unkraut.

Carla: Dann wird sie auch schön.

Die Bienen freuen sich.

Rasen ist eine Monokultur, eine ungesunde.

Britta: Ist es deswegen, weil viele Rasen hier gar keine Farbe haben.

Carla: Wie meinst du das keine Farbe?

Britta: Also, die nicht mehr grün sind, sondern dieses grau flächenweise.

Carla.

Aber nur je nach Saison im Winter.

Das ist unterschiedlich.

Es gibt Gras, das stirbt und du musst neu einsäen und es gibt Gras, das kommt von alleine wieder.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Sorten.

Es gibt Gras, das wird im Winter welk, braun, anderes bleibt grün übern Winter.

Das kommt auf die Grassorte an.

Britta: Echt, ich fand das sehr erschreckend.

Irgend jemand hat mir dann gesagt, dass es hier auch mal den Trend gab, die Wiese grün anzusprühen.

Carla: Das passt – Las Vegas.

Britta: Wie man da drauf kommt.

Unkraut kann ich ja verstehen, und hier gibt es einiges an Kräutern oder Wiesenkräutern, die ich jetzt nicht so attraktiv finde.

Carla: Ja, jede Menge.

Britta.

Aber eine Wiese grün sprühen, das ist ja eher ungewöhnlich.

Carla: Nein, im Garten… hm… ein Unkraut…, da gibt es so einen Spruch: Ein Unkraut ist alles, was da wächst, wo man es nicht haben will, das ist das Einzige, was ein Unkraut auszeichnet.

Ansonsten ist es einfach eine Pflanze.

Bloß, weil die irgend jemand nicht im Laden verkauft und die nichts kostet und von alleine kommt, ist die nicht schlechter oder schlimmer als eine andere Pflanze.

So sehe ich es.

Und deshalb wächst bei mir auch alles Mögliche im Gras – wenig Gras – sehr viel “Unkraut” – in Anführungszeichen.

Meinem Mann ist es egal, meiner Tochter ist es egal, warum, soll ich’s tun.

Carla und Britta sprechen über ihre Osterferien (Springbreak)

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Carla and Britta talk about spring break. Britta visited the colder Olympic Peninsula in Washington State struck by a hurricane in December. Carla went downhill skiing in Colorado with her family. (Carla und Britta sprechen über ihre Osterferien. Britta verbrachte sie auf der Olympic Halbinsel im Bundesstaat Washington. Dort tobte im Dezember ein schwerer Hurricane, der großen Schaden im Nationalpark anrichtete. Carla war mit ihrer Familie Skifahren in Colorado).

….

Britta: Dann haben wir die größte Fichte der Welt gesehen.

Aber es ist vom Regenwald her wirklich so, dieses Moos, was herunterhängt…Toll.

Aber du kannst kaum reingehen, weil wirklich…das ist alles so nass…

Carla: Ja, du musst Dich wirklich anziehen, wie wenn du durch einen Wasserfall gehen würdest.

Es ist faszinierend.

Britta: Es ist wirklich ganz faszinierend.

Es ist Regenwald.

Es ist nichts anderes, es ist Regenwald.

Das siehst du dann auch, wenn du ein bisschen weiterfährst, wo er dann aufhört und wo wieder ganz normaler Bergwald ist.

Aber dieser Hurricane, ich hab’ davon gar nichts gehört gehabt.

Die Leute haben gesagt, da sind wohl auch einige gestorben, weil die Bäume auf sie gefallen sind.

Ich habe auch gefragt, was hat FEMA gemacht (US-Behörde für Katastrophenschutz).

Ja, die haben eigentlich ganz gut geholfen, das hat eigentlich ganz gut geklappt mit der Versorgung von den Leuten, aber mitten im Wald da bauen die wohl auch Häuser rein, die wurden dann auch zerstört.

Solche Riesenbäume.

Und dann aauch auf den Wurzeln wächst dann ein neuer Baum.

Carla: Ja, wie heißen die….

Nursing Log.

Weiß ich nicht mehr.

Britta: Wir haben nur drauf gewartet, dass die Dinosaurier rauskommen.

Carla: Ja, das ist echt irre.

Britta: Eine völlige Urlandschaft.

Da war es eigentlich ganz gut, dass die Sonne gar nicht da war, sondern wirklich so dieses ganz Feuchte, Diesige.

Überall tropfte es.

Carla: Hat gepasst…

Britta: Ich mein, wir sind alle immer ganz nass gewesen.

Carla: Natürlich.

Britta: Aber das gehört dazu.

Dann waren wir da im Hotel am See, und da kam der Osterhase vorbei.

Seitdem sagt der Anton, er glaubt an den Osterhasen.

Der hatte auch so ein rosa Kostüm an.

Aber die Küche da war auch furchtbar.

Alles zermatscht.

Carla: Was für ein Hotel war das?

Britta: Das war eines, was Theodor Roosevelt irgendwie mit auf den Weg gebracht oder vor einem Feuer gerettet hat.

Carla: War das im Park?

Britta: Ja, das war auch okay.

Ein Riesenzimmer und nicht so teuer.

Das war ganz gut besucht, aber auch nicht voll.

Carla: Weil die Lodges sind oft sehr teuer in den Parks.

Britta: Das waren so 130 Dollar für ein großes Zimmer.

Carla: Das geht eigentlich.

Britta: Du hast dann da auch frühstücken können.

Dann hat Frank den Bean-Zähl-Contest gewonnen.

Da hatten sie ein Glas voller Jellybeans.

Und tatsächlich hat er richtig geschätzt.

Carla: Wie hat er denn das geschafft?

Britta: Er hat einfach, wie der Bernhard das wahrscheinlich auch gemacht hätte.

Er hat die Beans rundherum gezählt, die entsprechenden Zeilen hoch und dann noch die Luft ein bisschen abgezogen vom Volumen her…

Carla: und das hat tatsächlich gepasst.

Was hat er denn gewonnen?

Jellybeans?

Britta: Was hat er …einen 20 Dollar Gutschein.

Carla: Oh, doch!

Wo kann er den einlösen?

Britta: den hat er gegen ein Sweatshirt eingelöst.

Carla: Immerhin.

Britta: Und wie es bei euch beim Skifahren?

Carla: Traumhaft.

Traumhaft.

Wir hatten herrliches Wetter.

Wir hatten sowohl Frühlingsskifahren mit T-Shirt.

Richtig toll.

Ganz warm.

Und dann kam, am vierten Tag kam Schnee.

Der Nachteil war von der Wärme war, dass unten im Tal nicht mehr viel Schnee ist und der sehr schmutzig ist.

Das sieht nicht so romantisch aus.

Es war herrlich.

Britta: Hattet ihr auch Schlittenhunde?

Carla: Das habe ich natürlich alles nicht gemacht, weil wir natürlich nur Ski gefahren sind.

Irgendwie hat es nicht reingepasst.

Ich weiß auch nicht.

Lara war ganz happy mit Skifahren.

Am letzten Tag wollten wir noch reiten gehen, aber das war alles ausgebucht.

Britta: Also, war es dann doch voll.

Carla: Ja, es war voll.

Es war Springbreak.

Aber das ist doch so groß und so gut organisiert, das verläuft sich.

Das spielt keine Rolle.

Britta: Von Springbreak haben wir gar nichts gemerkt.

Carla: Da geht auch keiner hin, weil es da auch nur regnet.

Da musst du auf die Bahamas, wenn du die Leute sehen willst.

Britta: Bekannte waren auf den Virgin Islands und die meinten, es war auch nicht zu voll.

Carla: Echt.

Naja, kommt drauf an wo.

Die Virgin Islands sind viel weiter weg, oder.

Britta: Vier Stunden.

Carla: Oh, ja?

Britta: So was ja, mit dem Flugzeug vier Stunden.

Carla: Ich weiss gar nicht, wie lange wir geflogen sind.

Naja, ist auch viel näher.

Nach Miami fliegst du zwei Stunden, anderthalb Stunden?

Dann noch mal eine halbe Stunde und dann bist du da.

Das ist auch viel billiger als die Virgin Islands oder wie heißen die anderen, die sind noch teurer.

Britta: Die britischen…oder?

Carla: Ja, Saint Croix und die ganzen…die sind noch viel teurer.

Britta.

Für mich wäre das nichts.

Ich würde dann einmal um die Insel versuchen zu laufen.

Carla: Und dann?

Britta: Und dann würde ich gerne wieder gehen.

Carla: Langeweile?

Es soll ein paar schöne geben, wo auch mehr Berge und Wald…, wo die Natur interessanter ist.

Die Bahamas selbst finde ich…die Strände sind traumhaft, der Rest eher langweilig.

Britta: Ja, was macht man da den ganzen Tag.

Also, du bist am Strand und…

Carla: Das Schöne war bei uns, wir hatten unseren Privatstrand praktisch.

Und das ist einfach herrlich.

Wir haben einfach uns nur ausgeruht, gelesen, geschwommen, im Sand und wir sind hin und hergelaufen und weil wir noch nie so irgendwo waren, war das so aufregend, dass du nur herumgeschaut hast, wie schön alles ist.

Die Blumen und das Wasser und das ist wirklich das Türkise.

Also, unglaublich.

Und dann Schnorcheln…

Britta: Warum habt ihr euren eigenen Strand gehabt?

Carla: Weil ich einfach sehr clever war bei der Suche nach einem Haus.

Da waren alle möglichen tollen Villen, viel zu teuer.

Wollt ich alles nicht.

Und dann war ein Bild drin, das hat ausgesehen wie eine Fischerhütte im Grunde.

Und so war es auch.

Ziemlich einfach, und das war Privatvermietung und die Frau hat gesagt, sie hat das mit ihrer Familie selbst gebaut.

Und das war, wie war es, ein Achteck – so ein Vieleck das ganze Gebäude und alles ein Raum.

Das Einzige, was ein bisschen abgeschlossen war, war natürlich Dusche und Toilette.

Und dann ging in der Mitte, wie so in einer Kajüte, ging eine steile Leiter hoch zu einer Plattform, da hat die Lara geschlafen.

Wir hatten unten ein Bett, eine Kochnische – das war sehr einfach, aber rundum offen –also mit Fenstern – also unglaublich schön.

Da geht keiner hin.

Da ist nichts.

Da gibt es keine Lokale, keine – was weiss ich – keine großen Spielcasinos oder sonst was.

Deshalb hatten wir unseren eigenen Strand.

Kein Mensch.

Britta: Und wie habt ihr euch versorgt?

Carla: Du hast eingekauft in einem Supermarkt.

Wenn du Glück hattest, da kam so zweimal die Woche ein Boot und hat Zeug gebracht, und dann hatten sie wieder was.

Also, toll gegessen haben wir nicht.

Britta: Muss man ja auch nicht.

Was waren da für Fische im Wasser.

Carla: Keine Ahnung.

Da musst du Bernhard fragen, der war Schnorcheln.

Britta: Du warst gar nicht Schnorcheln?

Carla: Nein, ich habe Angst.

Haie.

Da ist nichts, aber ich hab da immer gleich so Panik-Attaken, wenn ich nichts mehr sehe, wenn das Wasser zu tief wird, dann habe ich solche Wahnvorstellungen.

Britta: Wir waren auf Mauritius…

Carla: Das ist es ja ähnlich…

Britta: Ja, da ist es wunderschön.

Dann hieß es Delphine gucken.

Dann hatte ich meine Schnorchelsachen aufgesetzt und bin vom Boot reingehüpft und da war noch das tiefe Blau.

Und da kann dir ein Delphin entgegenkommen.

Da kann dir irgend etwas anderes entgegenkommen.

Ich bin relativ schnell wieder raus.

Der hat gesagt, das sind so 50 Meter gewesen, aber Du siehst es nicht.

Und du weisst genau, du gehörst da eigentlich überhaupt nicht hin.

Das ist nicht dein Element.

Also, geh besser raus.

Carla: Da kommen die Urängste hoch.

Britta: Absolut.

Carla: Bei mir auch.

Bernhard und Lara überhaupt nicht.

Die waren manchmal so weit draußen.

Da habe ich dann Angst um die gehabt.

Da habe ich mir so vorgestellt.

Was ist, wenn ich jetzt eine Flosse plötzlich sehe.

Die schaffen es nie mehr da raus.

Also furchtbar.

Aber ich habe es halt so genossen.

Ich bin immer so bis hier hin (zur Hüfte), da konnte ich trotzdem was sehen – schnorcheln.

Ich bin halt nicht raus an die Riffe.

Ich bin auch kein so ein geübter Schwimmer.

Ich fühl mich da einfach nicht so wohl.

Britta: Ich hab mal getaucht und das fand ich dann schon interessant, so bis 5 Meter oder 10 Meter, wo das Tageslicht auch noch hinkommt.

Da siehst du dann einfach die wunderschönen Fische und die großen sind halt weiter unten.

Aber da muss ich auch nicht hin.

Carla: Hast du einen Tauchschein?

Britta: Ja, ich habe so einen Open Water.

Aber ich habe einen fast Tauchunfall gehabt.

Das war wahrscheinlich Hyperventilieren, weil das Equipment, die haben es dann nachgeguckt, da war in Ordnung… oder sie wollten es mir nicht sagen.

Das war auch ein diesiger Tag.

Starker, relativ starker Wellengang im Roten Meer.

Und bei 7 Metern habe ich gemeint, keine Luft mehr zu kriegen.

Das Wasser war auch relativ kalt.

Ich hatte gerade relativ große Fische gesehen.

Ich weiß nicht mehr welche es waren.

Und mein Buddy dreht sich um, und ich mach nur diese Bewegung, Hand an den Hals – ich krieg keine Luft mehr.

Und er hatte sich nur zufällig umgedreht, und wir haben dann zusammen einen Aufstieg gemacht, und wo er mir sein Gerät auch immer gegeben hat und ich habe gesagt, ich krieg keine Luft.

Da hat er versucht, mich zu beruhigen, derweil ist ein anderer verschwunden, weil das Wasser eben so diesig war.

Da musste er sich, weil er gleichzeitig auch Tauchlehrer war, darum kümmern.

Ich war dann mit so einer roten Boje zwischen den Wellen und habe versucht, die Ruhe zu bewahren.

Dann hat der derweil geguckt, wo der andere Taucher ist.

Ich habe es dann noch einmal versucht, ich habe wieder keine Luft gekriegt, und das ist ein absolut beschissenes Gefühl.

Und dann sind 5 Meter tief, obwohl es objektiv nicht tief ist.

Carla: Doch.

Panik

Britta: Dann haben wir aber gesagt, dass wir zu seiner und meiner Beruhigung noch einmal einen Tauchgang zusammen machen.

Das haben wir dann auch.

Dann war es wieder traumhaft.

Ein Korallengarten mit Schildkröten, mit sämtlichen bunten Fischen, mit Langusten.

Das war wirklich sehr nett.

Aber, es ist nicht mein Element.

Und die Fische gucken mich manchmal so an, und wissen genau: Hey du musst wieder auftauchen.

Carla und Britta – die soziale Lage (socially concerned…)

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Carla and Britta talk about living in the USA as Germans reflecting the social situation of Americans. (Carla und Britta reden über das Leben in Amerika als Deutsche und diskutieren die soziale Lage in den USA).

Carla: Meine Putzfrau mit der ich sehr gut befreundet bin auch, die hat drei oder vier Jobs, die arbeitet sehr hart, ihr Mann arbeitet sehr hart, es ist trotzdem kein Geld da.

Sie geht einmal die Woche zu Target oder so irgendwo hin und dann auch nur, wenn die Sachen auf Sale sind oder Walmart.

Anders geht´s nicht.

Die hat eine Mutter in Bolivien zu unterstützen, die kriegt keine Rente, die hat ein Kind, das ist zwar hier im Instate College, University.

Die sind in Maryland, das ist zwar günstiger.

Sie muss aber natürlich trotzdem bezahlen.

Der nächste kommt jetzt ins College, und sie weiss nicht wie sie sich das leisten kann.

Das sind Probleme.

Die denkt nicht drüber nach…

Britta: Zum Beispiel in anderen Ländern würde sehr viel Neid aufkommen.

Ist sie dann neidisch?

Carla: Überhaupt nicht.

Sie ist das überhaupt nicht.

Ich hatte mal eine Putzhilfe, die war sehr unangenehm.

Sie hat offensichtlich ihren Arbeitgebern nicht gegönnt, dass es ihnen besser geht.

Aber, nein, die Silva ist völlig anders.

Die ist sehr zufrieden eigentlich, klagt nicht.

Nein, hab ich noch nie gespürt, dass sie neidisch ist.

Oder so, ne gar nicht.

Britta: Na, ich denk auch, dass das ein Punkt ist, der in Amerika vielleicht auch sehr, sehr positiv ist, dass dann die Leute, viele Leute die Meinung haben, sie können es schaffen, sie können sich den amerikanischen Traum verwirklichen, man muss hart arbeiten.

Aber vielleicht dann hat man die Möglichkeit, sich diesen Traum zu verwirklichen.

In Deutschland würde man eher drüber reden und dann trotzdem nichts ändern.

Also so Karrierewechsel, mal 5 Jahre hier arbeiten, mal 5 Jahre dort arbeiten.

Das ist eigentlich eher nicht die Regel, eigentlich überhaupt nicht die Regel den Arbeitsplatz zu wechseln.

Ähnlich wie ein Haus, das hast du die ganze Zeit, für dein Leben lang und den Job hast du eigentlich auch dein Leben lang.

Carla: Das macht eher einen schlechten Eindruck, wenn du öfters mal wechselst.

Hier ist es umgekehrt.

Britta: Das finde ich eigentlich ganz angenehm.

Auch wenn es hart ist, du hast zumindest die Möglichkeit oder du findest eher neugierige Leute, die dann der Meinung sind: „Oh, das ist aber eine gute Idee, die…“

Carla: …probieren wir mal.

Britta: Probieren wir mal oder wenn man scheitert, dass man richtig scheitern kann aber dann trotzdem noch wieder Ermutigung findet, nicht sofort vielleicht, aber Möglichkeiten findet, wieder von neuem anzufangen.

Das finde ich schon – eigentlich die positive Einstellung gegenüber dem was Leben oder Arbeit ist, das finde ich schon sehr gut.

Carla: Die Gesellschaft ist wesentlich mobiler, durchlässiger, nach oben und unten wahrscheinlich, in beide Richtungen, und sehr aufgeschlossen allem Neuen, fast schon ein bisschen in kindlicher Weise manchmal.

Science Fiction, nicht umsonst ist das Wort Englisch, ja, gibt es da einen deutschen Ausdruck dafür?

Nein, Zukunfts…

Britta: Zukunftsroman.

Das klingt schon wieder schwer.

Carla: Also jeder benutzt Science Fiction.

Ja, also diese Offenheit allem Neuen gegenüber, optimistisch manchmal ein bisschen naiv, kindlicher Optimismus.

Häufig wir schaffen das.

Und das ist auch bei den Einzelnen vorhanden.

Britta: Das sollte man eigentlich ein bisschen nach Deutschland bringen.

Carla: Ja, das ist etwas, was in Deutschland garantiert fehlt.

Dieses Gefühl, man kann es auch anders machen.

Wir probieren es einfach mal.

Das fehlt in Deutschland häufig.

Britta: Das verhindert dann auch viel.

Wichtige Erfindungen, zumindest im Computerbereich, eher dann hier gemacht werden von ganz jungen Leuten.

Erst heute habe ich gelesen, dass der 26jährige Erfinder von Facebook Milliardär ist, oder 23.

Das ist schon… Das ist in Deutschland glaub ich nicht der Fall.

Die reichsten Deutschen, das sind die Gebrüder Aldi immer noch, und die sind eben reich geworden durch ihre Supermarktkette mit dem eigenwilligen Konzept, alle zu unterbieten.

Das ist so ein bisschen wie Walmart, aber die seit Jahren diese Liste anführen.

Aber da ist kaum ein junger Mensch mit einer Erfindung dabei, der jetzt in diese oberen Regionen der Einkommensmilliardäre gekommen wäre.

Carla: Auch wenn man sich vorstellt, dass Bill Gates, ich weiß nicht in welchem Alter, er das College abgebrochen hat.

Der hat, glaube ich, keinen wirklichen Abschluß gemacht.

Wohingegen in Deutschland es doch noch sehr wichtig ist.

Deine Lehre, deine Ausbildung, dein Studium und dann hast du am Ende irgendeinen Titel.

Diplom-Sowieso, Doktor Sowieso.

Was irgendwie meistens, glaube ich, doch noch Vorraussetzung ist, um bestimmte Jobs zu bekommen oder auch wie du gesehen wirst in der Gesellschaft.

Was hier eigentlich überhaupt keine Rolle spielt.

Britta: Wahrscheinlich hätte Bill Gates überhaupt keinen Bankkredit in Deutschland bekommen.

Carla: Um Gotteswillen, ein Aussteiger…

Britta: Oder einfach das Spenden.

Warren Beatty hat sein Vermögen irgendwie verschenkt und ist trotzdem der reichste Mann der Welt.

Carla: Ja, du meinst Bill Gates?

Britta: Ne, der ist jetzt Dritter.

Carla: Der ist Dritter ?

Britta: Aber Warren Beatty ist der reichste Mann der Welt und die reichste Frau der Welt ist von Loreal.

Carla: Ja, wirklich?

Britta: Die hat glaube ich 12 Milliarden.

Aber, dass überhaupt so was vorkommt, dass Ted Turner, ich glaube der hat der Uno, ich glaube, 1 Milliarde geschenkt, um die Schulden der USA zu bezahlen.

Jetzt Drew Barrymore hat eine Million der Hungerhilfe gespendet letzte Woche.

Das ist natürlich alles publicityträchtig, aber…

Carla: Trotzdem….

Britta: Das würde bei uns nicht so ohne weiteres vorkommen.

Carla: Ja, ist Philanthropie ein deutsches Wort?

Philanthropie wird hier wesentlich größer geschrieben.

Vielleicht, weil man sich hier weniger auf den Staat verlässt oder auch verlassen kann, dass vielmehr in Eigeninitiative hier passieren muss.

Die Menschen sind hier schon in der Schule gewohnt, den Community Service, dass man selber was tun muss.

Dass hier zum Beispiel hier im LaFayette Park die Leute, ohne die Stadt zu fragen, die gehen hin und pflanzen Tulpen oder sonstwas, damit der Park verschönt wird.

Das kenne ich in Deutschland nicht.

Da kommt die Stadtgärtnerei natürlich.

Und wenn es nicht schön ist, ruf ich da an und beschwer mich, weil es unordentlich ist.

Eigeninitiative hat hier einen ganz anderen Stellenwert als bei uns.

Also bei uns hat man sich schon… Man verlässt sich sehr darauf, dass immer jemand anders zuständig ist, wo ich dann anrufen und mich beschweren kann und das einfordern kann.

Auch dieses Anspruchsdenken in Deutschland mittlerweile, was der Staat oder wer immer das ist, alles machen muss.

Das gibt es hier wesentlich weniger.

Hier sind ja die Leute dankbar, wenn der Staat sich möglichst raushält.

Wohingegen in Deutschland wird immer nach dem Staat gerufen, bei jedem kleinen Problem.

Ob das die Stadtverwaltung ist oder Berlin, egal.

Carla und Britta sprechen über Bioprodukte

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Carla and Britta talk about living in the USA as Germans and bio products. Carla has been living in the US for many years. Britta just recently moved to Washington DC. She is still wondering about the differences in the two life-styles. (Carla und Britta reden über das Leben in Amerika als Deutsche und über den Anbau von Bio Produkten).

Britta: Eine andere Sache ist, einerseits die erneuerbaren Energien.

Das andere die Lebensmittel, die jetzt auch mehr in den Organic-Sektor gehen, mehr in den Biosektor wie man in Deutschland sagt, oder in den Naturkostsektor.

Es ist nicht sehr erschwinglich für viele Leute.

Es sind sehr exklusive Obstsorten, die es mit dem Biostandard gibt, der den Biostandard noch nicht einmal erfüllt, der in Deutschland üblich ist, weil er sehr streng ist und hier ist es dann eher gutes Gemüse, aber nicht eigentlich im klassischen Sinn Naturkost, oder?

Carla: Nicht?

Britta: Also, in Deutschland gibt es Demeter-Standards oder Bioland und die sind so streng, dass ein Bauer muss irgendwie über Jahre hinweg, bestimmte Flächen, die er besitzt, erst einmal mit Gras anbauen, also richtig eine Wiese, dann werden die Böden immer wieder untersucht – und erst dann, wenn diese Standards erfüllt sind, darf er seine Produkte, die er dann da anbaut, Demeter zum Beispiel nennen.

Demeter ist ein Verband von Bauern und Interessengruppen, die biologisch nachhaltig angebaute Ware fördern wollen und wo die Kundschaft dann auch erwarten kann, dass es sich um ganz sauberes Gemüse auch Fleisch und Obst handelt.

Carla: Ja, die Standards hier, kennst du die?

Britta: Es gibt diese Food – wie heißt die – FDA – Food and Drug Administration, die wohl Standards hat, aber nicht so streng, hier hatte ich mich einmal auf einem Farmers Markt mit einem unterhalten, der sagte, das sie liebend gern den Demeter-Status erfüllen, aber das Problem ist, ein Feld weiter wird genmanipuliertes Soja angebaut…

Carla: Das denke ich auch.

Britta: Und das ist zum Beispiel auch mit den verschiedenen ökologischen Standards in Deutschland nicht vereinbar.

Erstens ist genmanipuliertes Getreide sowieso EU weit verboten, aber sie dürften überhaupt nicht in der Nähe eines solchen Feldes sein, wo auch der Pollenflug dazu beitragen würde, dieses organisch angebaute Gemüse oder Obst zu verunreinigen.

Carla: Und wie schafft man das in Deutschland, in dem kleinen Land.

Isoliert.

Britta: Es ist erst einmal verboten.

Und deswegen kriegen sie hier keinen Ökostandard.

Carla: Ja, das genmanipulierte Getreide.

Aber, wenn ich einen Bauern habe, der die ganzen Kriterien erfüllt und zwei Felder weiter ist eben noch ein Bauer, der auf die normale Art anbaut.

Da ist doch genauso Verunreinigung im Boden gegeben.

Das gibt es doch gar nicht.

Das kann man doch nicht isolieren.

Kann ich mir nicht vorstellen.

Britta: Ich denke, dass sie diese Standards regelmäßig wieder abfragen, ob sie diese Bedingungen erfüllen und je nach dem wird das Gütesiegel wieder vergeben oder eben aberkannt.

Es gab auch einige Fälle letztes Jahr, wo es aberkannt worden ist.

Im Bereich der Fleischherstellung.

Carla: Warum da?

Britta: Da war Verunreinigung im Tierfutter.

Ökofleisch darf sich nur so nennen, wenn das Tier eine Grasfütterung zum Beispiel hatte, also nur Gras gefüttert, oder auch draußen auf der Weide war.

Und die Frau, die wohl jahrelang, 20 Jahre lang, einen hohen ökologischen Standard erfüllt hatte, die hat einfach nicht so viel Gras herschaffen können und hat das dann gemischt mit anderen Futtermitteln, die eben nicht dem Standard entsprechen.

Jetzt kann man sagen, dass ist sehr kleinlich, und das Zeug ist auch wahnsinnig teuer in den Läden – einerseits, andererseits, denke ich, dass gerade so diese Ökofleisch oder Ökolebensmittelbewegung in Deutschland bewirkt hat, dass sich die Leute auch anders ernähren.

Carla: Ja, dass man sich bewusster ist, was man eigentlich isst, erstens einmal gesundheitsmäßig zweitens auch mengenmäßig.

Ich frage mich auch, ist es Sinn der Sache, dass alles in großen Mengen so unglaublich billig ist, dass ich wirklich konsumieren kann, nicht nur essen sondern alles andere eben auch, bis zum Geht-nicht-mehr, anstatt sich bewusst zu werden, okay das Fleisch ist sehr teuer, das Ökofleisch, vielleicht reicht es, wenn ich alle drei Wochen mal ein Steak habe.

Ich brauche nicht jeden Tag Fleisch oder vielleicht brauche ich nicht immer das tollste exotischste Gemüse auf dem Tisch, wenn es eigentlich nicht die Saison ist.

Einschränken alles ein bisschen ist, das ist, glaube ich, auf lange Sicht das Einzige was geht.

Britta: Meinst du, die Leute sind dazu bereit?

Carla: Nein, manche ja, aber dann geht es über den Geldbeutel.

Das Problem ist natürlich, dass die Alternative ist Billigschrott (also Massen), der katastrophal produziert wird irgendwo.

Egal, ob es Essen ist oder andere Güter, und dass noch mehr konsumiert wird; deshalb glaube ich, es wäre besser, wenn vieles noch teurer wäre.

Auch Kleidung.

Auch Kleidung.

Ich brauche keine 30 T-Shirts im Schrank, habe ich, leider, aber fünf täten es auch.

Teuerer, wie früher, teurer, haltbarer , weniger oft gewechselt, das ist das Einzige, finde ich, glaube ich, auf die lange Sicht, wir sind ja ein bisschen elitär in der Beziehung.

Wir können es uns leisten, so einkaufen zu gehen und machen uns da nicht viel Gedanken darüber, aber die große Masse dieser Welt hat diese Möglichkeit nicht.

Britta: Also, ich habe mich jetzt eigentlich entschlossen viel mehr Made in the USA zu kaufen von den Klamotten her.

Dafür eben einfach weniger oder ein, zwei Dollar mehr auszugeben.

Einfach, weil es Waren hier gibt.

Wie kann man Produzenten, die hier herstellen, unterstützen, indem man sagt, finde ich gut.

Also, American Apparel, als Kooperative aus Los Angeles, finde ich ein ganz tolles Projekt und unterstützenswert und auch hier gibt es in Pennsylvania kleinere Hersteller von Kinderklamotten.

Die sind durchaus teuer, aber dann kriegt eben der Sohn zwei Nummern größer und dann hat er das etwas länger.

Carla: Aber ich glaube, es gibt nur sehr wenige Menschen, die das wirklich so durchziehen.

Britta: Ja, das ist so die Frage, wie man es verkauft.

Carla: Ja, ich kenn mich da nicht aus, ich bin kein Fachmann, aber ich habe hier das Gefühl, dass das hier von der Regierung, der Konsum, so gewollt ist, denn die wollen ja nicht, dass man spart.

Amerika lebt, die ganze Marktwirtschaft lebt vom Konsum.

Und wenn ich mir zum Beispiel diese riesigen Kaufhallen angucke, Cosco oder Target, die Zielgruppen sind ja im Grunde Leute ohne Geld, mit wenig Geld, sagen wir mal so, wird gekauft, gekauft, gekauft.

Aber von denen kannst du nicht erwarten, dass die irgendwo hingehen und ein Made in USA-T-Shirt kaufen, das 60 Dollar kostet, statt 4 Dollar Made in China von Target.

Das funktioniert nicht, die Leute haben das Geld nicht.

Carla und Britta sprechen über das Wohnen, Umwelt und Recycling

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Carla and Britta talk about living in the USA as Germans. Carla has been living in the US for many years. Britta has just recently moved to Washington DC. She is still wondering about the differences in the two life-styles. (Carla und Britta reden über Deutsche, die in Amerika wohnen. Carla lebt seit vielen Jahren in den Staaten. Britta ist erst kürzlich nach Washington DC gezogen. Sie wundert sich immer noch über die Unterschiede beider Kulturen.)

Britta: Was hier, also mir auch noch auffällt, was ja auch gerade ein aktuelles Thema ist, ist so ein Haus zu besitzen, Eigentümer, Eigentümerin eines Hauses zu sein, was in Europa, noch nicht einmal in Europa, vielleicht gerade Deutschland nicht der Fall ist, das sich jeder hier ein Haus erwerben kann, oder auch den Ehrgeiz hat, ein Haus zu erwerben.

Da ist es eher, du mietest ein Haus oder du mietest eine Wohnung und da bleibst du dann, und je nachdem wie deine Familie dann wächst, oder mit wem du zusammen wohnst, dann gehst du halt in eine größere Wohnung.

Aber das Familienhaus ist, denke ich, für viele einfach unerschwinglich.

Carla: Unerschwinglich, ja

Britta: Im Vergleich hier, dass die Leute doch sehr mobil sind und gar nicht erwarten können, dass sie in ein neues Haus gehen.

Carla: Ja, man kann, man kann, wenn man von den großen Städten sich entfernt, ein schönes großes Haus für 250.000 Dollar bekommen.

Das ist undenkbar in Deutschland.

Die Größe sowie so nicht.

In Deutschland wird alles gebaut für die Ewigkeit gebaut.

Sehr hohe Qualität bei allem.

Hier ist man bereit auch einmal mit Pappwänden zufrieden zu sein.

Man wohnt ja auch nicht ewig in dem Haus.

Es ist eine andere Einstellung, glaube ich.

Dadurch ist hier das Wohnen, das Häuser bauen, wesentlich billiger, und deshalb können sich das so viel mehr Menschen das leisten.

Und es ist mehr Platz.

Noch dazu.

Britta: Das sicherlich.

Aber auch von der Bauqualität.

Und dann auch so das Heizen mit der Lüftungsanlage, fand ich auch erst einmal gewöhnungsbedürftig.

Zu sagen, man hat Heizkörper, Gasheizung, wie es in Deutschland eher üblich ist, oder dass man vielleicht die Fenster komplett isoliert hat, um Energie zu sparen.

Solche Konzepte sind hier, glaube ich, noch am Anfang.

Carla: Ganz am Anfang.

Ganz am Anfang.

Aber es bessert sich deutlich in den letzten zwei, drei Jahren, glaube ich, ist es immer mehr ein Thema.

Es taucht immer mehr auf in den Medien, immer mehr in den Zeitungen.

Und auch, selbst wenn es wirklich, wenn du dir die Beilage Home (Washington Post), die Hausbeilage anschaust, wo es plötzlich darum geht, wie man Energie sparen kann.

Sei es der Umwelt zu liebe oder dem Geldbeutel zu liebe.

Also, es wird immer mehr thematisiert jetzt.

Das war jahrelang vorher kein Thema, überhaupt nicht.

Britta: Ich denke auch, dass es ein absoluter Wirtschaftszweig sein müsste hier, in Amerika.

Carla: Ja, ich glaube, der kommt auch.

Britta: Innvoation, weil hier 300 Sonnentage sind, oder in den großen Wüsten oder trockeneren Landstrichen, einfach ganz andere Möglichkeiten sind als in Deutschland, wo man mit Sonnenergie denke ich jetzt nicht so attraktive Anreize setzen kann, dass die Leute sich das massenhaft auf die Dächer setzen, sondern da eher Windenergie oder auch Isolierung.

Aber hier müssten eigentlich alle Dächer voller Sonnenpanele sein.

Carla: Ja, das würde sich anbieten.

Britta: Aber, vielleicht ist es in Kalifornien anders, dass es da vermehrt ist.

Carla: Dass die Menschen vielleicht selbst mehr Interesse daran haben, aber solange das nicht unterstützt wird, so massiv wie in Deutschland zum Beispiel.

In Deutschland wird ja, wie heißt der Ausdruck, subventioniert.

Wenn dies nicht der Fall ist, da ist kein Geld zu machen.

Dann sind nicht genügend Leute da, die von sich aus ein Interesse haben.

Wie sagt man, das ist mein Deutsch, an Energiesparmaßnahmen.

Ganz genau, ja.

Britta: Ja, aber, wir haben den Wasserhaushalt wirklich, ich weiß nicht, ich glaube von 300 Dollar auf 50 Dollar gesenkt, und…

Carla: Wie?

Britta: Was mit Gewohnheit zu tun hat, wie oft man duscht, wieviel Wasser tatsächlich dann auch im Klo heruntergespült werden muss.

Dass es eben so ganz simple Sachen sind, die man ändern kann in seinem eigenen Verhalten, die sofort auf den Geldbeutel auch positive Auswirkungen haben.

Carla: Aber … aber, ich glaube, wenn ich so zurückdenke, wir sind so aufgewachsen im Grund auch.

Auch durch die Generation unserer Eltern, die es noch gewohnt waren, dass man spart.

Und dann bestimmte Dinge: seit 20 Jahren muss man im deutschen Supermarkt bezahlen für eine Plastiktüte.

Da kommen die Leute irgendwann von alleine auf die Idee, dass sie ihre eigene Tasche oder einen Korb mitbringen sollen.

Das wird jetzt hier so langsam diskutiert und nur in den ganz grünen Supermärkten, wie Wholefoods zum Beispiel, die wollen das jetzt zum Beispiel ausfasen, abschaffen.

Im Mai oder so, letzte Plastiktüte.

20 Jahre danach.

Britta: Das ist schon erstaunlich.

Carla: Die hinken schwer hinterher.

In diesen Dingen, ja

Britta: Das sind unsere Mülltüten, die wir nicht mehr haben.

Dann müssen wir dann die Mülltüten wieder kaufen.

Ganz habe ich das noch nicht so verstanden.

Aber was ich faszinierend finde, dass diese wieder verwendbaren Tüten ein richtiger Boom ist.

Carla: Ja.

Britta: Dass es Firmen gibt, die spezielle Designs anfertigen für diese wieder verwendbaren Einkaufstüten.

Das ist dann wieder das Schöne, dass so etwas gleich als Idee aufgenommen wird, umgesetzt wird.

In Deutschland hat man oft diese bedruckten Stoffbeutel, die jetzt aber nicht unbedingt ein Accessoires sind.

Carla: Ja.

Hässlich.

Britta: Wo man sagt, die nehme ich doch gerne mit, oder früher aus Kunststoff noch, die Nylontaschen.

Carla: Rein funktional

Britta: Rein funktional.

Überhaupt nicht attraktiv.

Aber, hm, ja

Carla: Hier habe ich schon schöne Taschen gesehen.

Die machen richtige Statements, manchmal sind sogar Aufdrucke politisch irgendwas drauf, manchmal sind es schöne Stoffe, schöne Farben

Britta: Oder auch die Reistaschen, die dann bunt und psychedelisch aussehen, die gab es mal bei Trader Joes.

Carla: Ah, die habe ich nicht gesehen.

Das sagt mir jetzt nichts.

Britta: Runde, bauchige, was sehr sinnvoll ist, das gab es auch letztes Jahr Kühltaschen, wieder verwendbare Kühltaschen.

Sehr sinnvoll.

Eine Superidee.

Da können die Europäer denke ich auch noch viel lernen.

Eben zu sagen, es muss funktional sein, aber es muss auch schick aussehen.

Es muss ein Statement geben.

Carla: Man muss es den Leuten erleichtern, ihr Leben zu ändern.

Das ist, glaube ich auch leichter, wenn du attraktive Möglichkeiten schaffst.

Also ich meine, nicht allein die Einkaufstüte, das ist auch bei anderen Sachen der Fall.

Dass es attraktiv wird, Energie zu sparen.

Das es attraktiv wird, Dinge wieder zu verwerten – vor allem bei den Amerikanern, die wollen es bequem und schön.

Britta: Wird hier überhaupt richtig recycled.

Also, Recyclingpapier habe ich hier noch nicht so gesehen…

Carla: Papier, Glas und Plastik.

Aber, wie das dann verwertet wird tatsächlich.

Da habe ich keine Ahnung.

Ob es wirklich oder wieviel Prozent davon wirklich wieder in den Kreislauf reinkommen, keine Ahnung.

Das weiß ich nicht.

Britta: In Deutschland sagen Behörden, wir verwenden nur recyceltes Papier.

Wir versuchen erst einmal auch das Papier zu reduzieren, in dem wir viel elektronisch auf den Weg geben.

Formulare können direkt am Computer ausgefüllt werden, solche Sachen, die dann ins E-Government gehen.

Das ist absolut sinnvoll.

Oder auch das Pfandflaschensystem, was jetzt wieder eingeführt worden ist oder Pfanddosen.

In manchen Bundesstaaten gibt es das ja.

Ich versthe aber nicht, dass die Regelungen so unterschiedlich sind.

In DC gibt es gar keine Regelung.

Ich glaube in Delaware gibt es wieder eine Regelung, dass man Pfandflaschen dort abgeben kann, oder Dosen abgeben kann, dass die Dosen gewogen werden, und dafür kriegt man dann für das Weißblech ein paar Cents.

Das ist so unterschiedlich.

Was vielleicht möglich wäre, das doch für ganz Amerika zu regeln.

Carla: Aber bei den Pfandflaschen zum Beispiel bin ich mir nicht so sicher.

Da habe ich auch in Deutschland schon gehört, dass die Wiederverwertung der Pfandflasche Energieaufwand-mäßig nicht besser ist, nicht besser ist als das Wegwerfen, als das Recycling, sagen wir, als das Einschmelzen.

Die müssen ja gereinigt werden, dann transportiert werden, und die müssen auch vom Material her wahrscheinlich wesentlich besser produziert sein, weil sie ja mehrmals benutzt werden müssen.

Carla und Britta sprechen über das amerikanische Leben

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Carla and Britta talk about living in the USA as Germans about food and dining-out. Carla has been living in the US for many years. Britta just recently moved to Washington DC. She is still wondering about the differences in the two life-styles. (Sie sprechen über amerikanisches und deutsches Essen und Essenskultur. Carla lebt seit vielen Jahren in den Staaten. Britta ist erst kürzlich nach Washington DC gezogen. Sie wundert sich immer noch über die Unterschiede beider Kulturen.)

Carla: Das Leben, die Einstellung, das Leben auf der Straße.

Britta: Was macht das Leben auf der Straße aus?

Carla: Du meinst, was es bei mir ausmacht?

Oder, was es bedeutet in Europa.

Britta: Wie muss man sich das vorstellen?

Carla: Dass es natürlich ist, dass es natürlich gewachsen ist, dass Menschen auf der Strasse sind, dass es nicht nur zum Ausgehen ist.

Wie hier zum Beispiel in Adam´s Morgan oder in Georgetown, da ziehen sich die Leute schön an und gehen aus.

Junge Leute in die Disco oder sonst was.

Wie in Italien zum Beispiel oder in Deutschland beim Straßenfest sind kleine Kinder, da sind die Omas.

Das ist natürlich, find ich, gewachsen.

Britta: Warum glaubst du, ist das in Amerika nicht?

Carla: Hm, gute Frage.

Britta: Was fehlt da so an Lebenseinstellung, damit man mehr Zeit auf der Straße verbringt.

Das ist auch etwas, was mir am Anfang gleich aufgefallen ist, dass die Straßen sehr leer sind, dass man in der Stadt selber eher Obdachlose sieht, die sich auf der Straße befinden, aber keine Leute, die miteinander reden.

Carla: Nein, wär eigentlich viel besser als bei uns.

Carla: Das ist gewachsen bei uns.

Da kommt diverses zusammen.

Ich mein, die Geschichte hier, dass erst einmal alles aufs Auto ausgelegt war, dass die Neighborhoods, die Nachbarschaften, nicht zum Herumlaufen gedacht waren, sondern dass alles mit dem Auto gemacht wird, nehme ich mal an.

Britta: Meinst Du das ändert sich jetzt, wenn der Benzinpreis so hoch ist, dass die Leute laufen?

Carla: Nein, das glaube ich überhaupt nicht.

Da müsste der Preis schon so hoch gehen, dass man es sich einfach nicht mehr leisten kann.

Aber ansonsten, vielleicht in 20 Jahren.

Ich glaub es nicht.

Britta: Wenn du so ans Essen denkst, wie würdest du ein typisch deutsches Mahl beschreiben.

Carla: Für mich?

Britta: Ja.

Carla: Spätzle.

Spätzle.

Britta:Was sind Spätzle?

Carla: Eine süddeutsche Nudelart.

Ja, kann man das so sagen?

Und Knödel, Semmelknödel, irgendwas mit Rahm mit Pilzen, Sauerbraten.

Das ist so ein typisch deutsches Mahl, zumindest in Süddeutschland.

Denk ich, Oder.

Zumindest aus Süddeutschland.

Das Sonntagsessen.

Aber auch andere Sachen: Fisch, Kartoffel, Senfsoße, solche Sachen.

Das Einfache.

Das einfache Essen.

Dann natürlich das Vesper.

Was man hier überhaupt nicht kennt.

Britta: Was ist Vesper?

Carla: Ein Brot.

Ein gutes Bauernbrot und dazu hast du verschiedenen Arten von Wurst, Schinken und Käse, und Gürkchen, Radieschen und Salat – das typisch deutsche Abendessen.

Würde ich sagen.

Typisch, oder ist das Klischee

Britta: Nein, das Brot sowieso, richtig Brot mit Kruste, man kaut – vielleicht eine Brezel, ein Brötchen mit den unterschiedlichsten Körnern drin.

Carla: Die Backwaren.

Britta: Die Backwaren, genau.

Einfach so die Tradition, das Brot, das Brot zum täglichen Essen

Carla: Zum täglichen Essen gehört…

Britta: Dazugehört…

Carla: Das ist hier nicht der Fall.

Als Sandwich vielleicht zum Lunch oder Baguette zum Abendessen dazu.

Aber es ist nicht wirklich ein Essen wie bei uns.

Auch nicht zum Frühstück.

Also, ich bin aufgewachsen mit Brot oder Brötchen mit Butter oder Marmelade.

Das kennt hier niemand.

Hier ist Frühstück entweder ein Cereal oder Eier und Speck, so das richtig Deftige, aber ansonsten kennt man das hier nicht.

Britta: In Deutschland hat man das nicht, dass man im Restaurant gleich ein Glas Wasser zum Essen kostenlos dazu bekommt, sondern man muss eher ein Glas Wasser bestellen entweder, und dann noch sprudelndes Wasser oder stilles Wasser, aber das kostet dann auch alles extra.

Und hier ist es ja, dass…

Carla: Ja, meistens Leitungswasser.

Für das andere muß man auch gut bezahlen

Britta: Wenn du jetzt so das Essengehen vergleichst, mit dem, wenn du in Deutschland essen gehst und in Amerika, wo siehst du da die Hauptunterschiede?

Carla: Hmm, das ist schwierig, das kommt darauf an, wenn man eine Hauptstadt nimmt wie Washington, vermisse ich glaube ich nichts.

Da vermisse ich eher etwas in Deutschland, weil man unheimlich viel verschiedene Küchen kennenlernt.

Aber auf dem Lande ist es eine Katastrophe hier Essen zu gehen.

Das ist glaube ich, gute englische Tradition.

Das Essen ist einfach lausig.

Selbst an der Küste frischer Fisch – die machen alles kaputt, alles.

Das wird in Teig eingebacken.

Du bekommst keine Shrimps ohne, dass außen herum – wie nennt man das – Panade ist, aber ekelhaft.

Alles trieft und ist voll mit Mayonnaise.

Das ist richtig widerlich.

Aber in den Städten isst man ausgezeichnet.

Hier.

Britta: Ich denke auch, dass man hier auch öfters Essen geht als in Deutschland.

Carla: Ja.

Komischerweise, obwohl es so viel Geld kostet

Britta: Aber, weil es schnell ist.

Man muss nichts machen.

Carla: Alle sind busy, busy.

Britta: Beschäftigt.

Carla: Entweder man geht Essen oder man hat das Carry-Out.

Das ist ja in Deutschland auch nicht üblich, oder.

Britta: Wir waren letzten Freitag Essen, und ich muss sagen, es war eine große Enttäuschung.

Was hier aber überhaupt kein Problem ist.

Du formulierst es im Restaurant, dass Dir die Sachen nicht schmecken und die werden sofort von der Rechnung genommen.

Du musst es nicht weiter begründen.

Das ist in Deutschland vielleicht nicht unbedingt der Fall.

Carla: Der Kunde ist König hier

Britta: Oder, dass dann das Trinkgeld entsprechend ausfallen muss, was in Deutschland, bei uns nicht unbedingt der Fall ist, weil das Trinkgeld in den Rechnungen meistens enthalten mit 15% ist.

Dass man dann höchstens die Summe aufrundet, aber nicht wie hier, noch einmal 15 bis 20 Prozent noch zusätzlich auf die Rechnung bringt.

Und wenn man dann mit dem Service nicht einverstanden war, ich denk, dann muss man trotzdem Trinkgeld geben.

Carla: Muss man trotzdem, weil das ist das Gehalt.

Die haben kein Gehalt, kein wirkliches.

Britta Also überhaupt keins.

Carla: Ich glaube in vielen Lokalen haben sie gar kein Gehalt.

Die leben wirklich von diesen Tips.

Britta: Es ist dann tatsächlich wirklich schwierig, die richtige Wahl zu treffen.

Carla: Das Richtige zu finden ist schwierig.

Es wird in Washington DC selbst schwieriger, weil in Washington die Klientel ist so, dass die Lokale sich nicht mehr allzu sehr anstrengen müssen, und unglaublich viel Geld verlangen können, und trotzdem ihre Kundschaft haben und von Leuten, die gerne und sehr viel Essen gehen habe ich gehört, dass man jetzt in die Suburbs gehen muss für richtig gutes Essen, fvr allem für ethnisches Essen.

Silverspring, Rockville.

Das sind so… da wohnen ja auch die ethnischen Minderheiten.

Nicht mehr Downtown

Britta: Ja wobei Downtown ist dann eher Politiker, Lobbyisten

Carla: Ja, die nicht gucken, was das Zeug kostet

Britta: Oder die es dann absetzen können von irgendwelchen Steuern.