Friedemann – Go East

Want to study this episode as a lesson on LingQ? Give it a try!

In this podcast my parents talk about why they decided to move to Eastern Germany after the German reunification. (In diesem Beitrag diskutieren meine Eltern ihre Beziehung zum östlichen Teil Deutschlands.)

So, hallo.

Das Band rollt wieder.

Und wir haben ja in den letzten Beiträgen uns viel über die deutsche Wiedervereinigung unterhalten und heute denk ich mal können wir vielleicht mit einer ganz persönlichen Geschichte dazu wieder einsteigen.

Wir sind ja alle groß geworden im westlichen Teil von Deutschland im Ruhrgebiet.

Und ihr seid ja denn vor einigen Jahren in den Osten gezogen.

Wenn ich Leute heute aus meinem Freundeskreis das erzähl, gehen die immer davon aus, dass wir aus dem Osten kommen.

Weil denk ich da die Vorstellung vorerst in den Osten zieht ja keiner freiwillig.

Was war denn da eure Motivation?

Ja, ich bin ein Kind des Ostens.

Und zwar aus fast des fernen Ostens.

Ich bin nämlich in Schlesien geboren und war 3 Jahre alt bei Kriegsende und bin dann in Thüringen gestrandet mit dem Zug der Flüchtlinge.

Und hab da lange gelebt.

Als Kind.

Als Kind, ja.

6 Jahre lang.

Für mich eine wahnsinnig lange und eigentlich sehr schöne Zeit und meine Mutter, die wusste aber ganz genau, also hier kommt man auf keinen grünen Zweig.

Hier geht’s nicht voran und sie hatte also ganz viele Westkontakte.

Leute die aus Schlesien dann schon in den Westen gegangen waren.

Und die schickten ihr dann immer Päckchen mit Schokolade und allen schönen Westsachen.

Und dann hat sie dann also gesagt, wir wollen jetzt hier weg und das machen wir in den Sommerferien wenn die…

In welchem Jahr war das denn?

Das war 1951.

Da warst du 9.

Da war ich 9 Jahre alt.

Ja, also dem ist noch vorhergegangen, dass meine Mutter unbedingt ihre beiden ältesten Kinder wegschicken wollte und die haben das dann, mein Bruder hat das dann auch versucht 1949 wahrscheinlich oder so.

Der hatte sich dann irgendwie dumm angestellt und wurde geschnappt und wieder zurück geschickt und musste 50 Mark Strafe bezahlen.

Das muss man sich vorstellen, da war so eine Grenze, wo eben Polizei herum lief, Russen oder Deutsche und wenn die Leute gesehen haben die da rüber laufen wollten mit Gepäck, wurden die festgenommen.

Ja, und es gab ja sowieso noch den kleinen Grenzverkehr.

Es gab immer noch Leute, die damals im Osten wohnten und im Westen arbeiteten und so.

Also die Grenze war noch einigermaßen durchlässig.

Im nächsten Jahr dann, hat meine Mutter meine beiden ältesten Geschwister wieder angestachelt.

Ihr müsst gehen.

Ihr sollt hier nicht bleiben.

Und da haben die das so gemacht, dass sie zu einem Bauern gegangen sind an der Grenze.

Der hatte also Felder direkt im Grenzgebiet und meine Geschwister haben also ihr Gepäck auf einen Heuwagen gepackt und unter irgendwelchen Decken versteckt und dann sind die mitgezogen an die, auf dieses Feld.

Haben da mitgearbeitet und haben dann immer geguckt, wie ist die Lage, ist die Luft rein und sind dann im geeigneten Moment losgelaufen mir ihrem Gepäck…

Aber da gab’s keinen Stacheldraht und keine Minen und das was später so die Welt so von der innerdeutschen Grenze kannte.

Das gab’s alles nicht.

Ja, ja.

Genau.

Wann ist die Mauer noch mal gebaut worden?

´61.

Ja, ja, Das war, also das war um die 1950.

Also 1951 dann war meine Mutter nur noch mit meiner Schwester und mir in Thüringen und da sagte sie dann, lasst es uns machen wenn die Sommerferien sind.

Dann merkt der Lehrer dass nicht gleich in der Schule das ihr fehlt und dann haben wir das wirklich in den Sommerferien gemacht und meine Mutter hat alles verschenkt, verkauft.

Was sie noch hatte, die paar Habseeligkeiten und ein bisschen hat sie dann auch zurück gelassen zum Nachschicken.

Was eine Nachbarin ihr dann nachschicken sollte und dann sind wir also, da war meine erste lange Zugfahrt, an die ich mich erinnere über Halle und dann ja, wie hieß der Ort Hötensleben?

Und da wohnten also Verwandte direkt an der Grenze und ein Nennonkel sagte dann zu mir, also ein Onkel der mit mir wohl nicht verwandt war, aber sich als Onkel bezeichnen ließ, der sagte zu mir: Karin, ich zeig dir jetzt mal England.

Höh, dachte ich.

Wie England?

Wie das?

Ist da das Wasser jetzt gleich zu sehen oder was?

England ist ja eine Insel.

Naja, jedenfalls, er ging mit mir auf den Boden nach ganz oben und ich guckte da aus dem Fenster und sagte: Guck, da drüben ist England.

Natürlich meinte er die Englisch besetzte Zone und ja.

Das haben die, unsere Kinder und Enkel kennen das gar nicht mehr, dass wir als Kinder noch gelernt haben, die Stadt liegt in der und der Zone und man sagte ja auch nicht DDR, man sagte sowjetische Zone, wie amerikanische Zone und so, ne?

Ja, ja.

Die 4 Zonen.

Naja.

Jedenfalls wir sind dann auch irgendwann in der Mittagszeit durch so ein Gelände geschickt worden, wo in der Ferne auch irgendwelche Wachsoldaten standen, die aber wohl ihren Job auch nicht so furchtbar ernst nahmen.

Jedenfalls, wir sind da gut durchgekommen und hatten ein bisschen Herzklopfen, aber dann war’s auch vorbei, ne.

Aber du hast dann etwas Schönes, dieses Dorf da in Thüringen, was du geliebt hast, also zurückgelassen.

Ja, ja.

Genau.

Und deswegen hatte ich immer irgendwie einen Zug dahin.

Ich wollte zurück und das war ja auch ein Grund warum wir dann, nach dem du in Ruhestand gegangen bist, dann in Osten wieder gegangen sind.

Das war, das war der Grund weshalb du gerne mitgegangen bist.

Ja.

Für mich war’s ein bisschen anders.

Ich habe ja keinen Lebensabschnitt in der früheren DDR gehabt, sondern ich komme ja auch aus Schlesien und bin ja nur 2 Jahre älter als du.

Aber für mich war’s so, dass die Erwachsenen mit mir geflohen sind gleich bis ganz in den Westen geflohen sind damals aus Schlesien durch die Tschechoslowakei hindurch nach Bayern.

Und das war meine erste Station als Kind in Westdeutschland und danach habe ich immer nur in Westdeutschland gelebt.

Es gibt da also keinen Ort in der DDR, wo ich jetzt irgendwie mit dem Herzen verwurzelt wäre.

Die einzige Adresse, die ich kannte in der DDR war Schwerin.

Da wohnte eine Nenntante, wie du einen Nennonkel hattest, die mir immer zu Weihnachten und zum Geburtstag Päckchen schickte.

Sonst hab ich mit der DDR nix gehabt und hab eigentlich auch ganz wenig gewusst.

Und später, als wir dann hier hin gezogen sind, hab ich das so gemerkt, dass ich eigentlich gar nichts gewusst hab.

Die Leute, die uns zuhören den sollte ich sagen, ich bin hier hin gezogen, weil ich hier im Zusammenhang meines Berufes in der Kirche einen besonderen Auftrag übernommen hab nach meiner Pensionierung in Westdeutschland, der es mit sich bringt, dass ich hier viel reisen muss.

Und mir ist das die ganzen Jahre so gegangen, also berühmte Städte, wo berühmte Leute Schiller, Goethe, Hendel, weiß ich was, lauter so Größen der Kulturgeschichte gewirkt haben.

Die Namen kannte man alle, aber man ist nie da gewesen.

Das erste Mal Weimar.

Das erste Mal Jena.

Das erste Mal Halle.

Das erste Mal Leipzig und so weiter und so weiter.

Und das war für mich seit 2002 richtig ein Nachholen.

Ich fand das immer komisch, dass ich dachte, zur Not kann ich eine Stadtführung machen in Madras in Indien, kenne ich inzwischen ein bisschen.

Aber Magdeburg, wo wir, jetzt habe ich Magdeburg gesagt, wissen die Zuhörer nicht.

Die Leute hier sagen Magdeburg und im normalen Deutschen sagt man Magdeburg.

Und wenn man Magdeburg sagt, verrät man damit, dass man hier aus der Gegend ist und für unsere Ohren oder für deine Ohren, klingt das ja immer noch ein bisschen komisch, ne?

Ist denn hier heute alles besser als damals in DDR?

Was ist das für eine Frage?

Also die Leute, wenn die alten Leute, die so alt sind wie wir, die hier ansässig sind, viele von denen schimpfen wie die Besenbinder.

Und sagen, was früher alles besser gewesen ist.

Meinetwegen dieses Gesundheitssystem mit den medizinischen Zentren oder das Wichtigste heute natürlich, dass jeder irgendeine Beschäftigung gehabt hat.

Also ganz viele Sachen.

Kinderbetreuung.

Ja.

Stimmt ja auch.

Hier in dem großen Dorf gibt es keine einzige Einrichtung, die speziell jetzt für Kinder von der öffentlichen Hand angeboten würde, aber würdest du eine Abstimmung machen und sagen, wir lassen uns jetzt mit, von Skotty irgendwie in die Vergangenheit biemen oder so.

Ich glaube, da würden die meisten vorher aussteigen.

Das ist einfach die Tendenz alter Leute über die Gegenwart zu meckern und die Vergangenheit schöner zu reden als sie ist.

Außerdem hat’s ja in jedem Ort und auch in diesem Dorf zur Zeiten der DDR die damals typischen Konfrontationen gegeben.

Zwischen den Leuten, die eben in kleinerem oder größerem Maße Funktionäre des Regimes waren und denen die anders leben wollten.

Und das schlägt ja durch bis heute.

Aber was mich jetzt, aber was ich mich immer frage ist, was für ein Unrechtsregime war das denn wirklich?

Ist das so zu sehen wie Nordkorea?

Wahrscheinlich nicht.

Aber ich mein, es gibt speziell auch in den USA, ich hab viele Freunde dort.

Dort ist glaub ich die Meinung vorher schon, dass wirklich ein fürchterliches Unrechtsregime war und ich muss sagen nach dem auch letzten, zuletzt gab’s ja auch eine Reihe Filme auch in deutschen Kinos, die das Thema wieder beleuchtet hatten und hab schon gedacht, dass ist hier schon ein Unrechtsland gewesen, oder?

Natürlich war’s das.

Bloß eine Unterscheidung müssen glaub ich wir Deutschen immer zuerst machen, bevor wir anfangen darüber zu reden.

Der Vergleich mit dem Naziterror ist völliger Blödsinn.

Also der ist, der ist historisch nicht haltbar.

Es hat in der DDR keine Tötungs- und Vernichtungsmaschinerie gegeben.

Es ist keine Bevölkerungsgruppe die dem Staat missliebig war zu vielen Tausenden umgebracht wurden.

Also das bleibt ein für alle Zeiten ein entscheidender Unterschied.

Auf der anderen Seite, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich, was die Leute ja damals mussten, bei jedem Menschen den ich treffe mir überlegen, ist der ein Spitzel oder ist der keiner.

Finde ich also ganz scheußlich.

Und zum Beispiel, ich bin ja nun evangelischer Pfarrer von Beruf zu wissen, dass die Kinder unserer Familien, also der Familien, der aktiv christlichen Familien in der DDR einen hohen Preis bezahlt haben für ihre Weltanschauung.

Also häufig trotz allerbester Leistungen in der Schule nicht studieren durften und so.

Das sind einfach Dinge, die kann man, da kann man so viel Klassenstandpunkt heißt das, hieß das glaub ich, kann man da einnehmen wie man will, dieses Ergebnis ist einfach nicht akzeptabel.

Ja, auch diese Beeinflussung der Kinder von klein auf brave Staatsbürger zu werden und immer ja die, die richtigen, naja, Verhaltensweisen an den Tag zu legen und so.

Das ist also eine Pädagogik vor der es einem ja heute graust, ne?

Naja, und dann siehst du halt Bilder aus der Vorschule noch Kindergarten oder den Schuleingangsklassen, Kinder die dann in Spielzeug, Tretautos in Tretpanzern gesteckt werden und dann, weiß ich was, Freundschaft mit der Sowjetunion spielen sollen oder so.

Ich find das, das ist also nun wirklich keine Erziehung zur Friedfertigkeit oder so.

Ja, nee.

Also auf der anderen Seiten muss man sagen, wir haben das…

Naja, ich find wir machen hier ordentlich Schluss.

Nicht so mitten im Satz.

Du darfst den Satz auch noch zu Ende sagen.

Nee, sag noch.

Wir sind noch auf Sendung.

Der Satz ist weg.

Gut, gut.

Dann verabschieden wir uns für heute mal wieder.

Gut.

Friedemann – German Reunification, Part 2

This and all episodes of this podcast are available to study as a lesson on LingQ. Try it here.

In this podcast my father and I discuss the historic events that led to the fall of the Berlin wall in 1989. (In diesem Beitrag diskutieren ich und mein Vater die Öffnung der Berliner Mauer im November 1989.)

Ok, das Band läuft wieder.

Wir haben uns heute entschlossen noch mal nachzulegen, was die deutsche Wiedervereinigung angeht.

Und ich denke, das ist auch ein Thema über das man stundenlang reden könnte.

Was mir so aufgefallen an sich an meiner Erinnerung, woran ich mich zurück erinnert hab, wie ich das damals erlebt hab, das ich es eigentlich nur im Fernsehen erlebt hab.

Also ich hab einen guten Freund, den Ludger.

Der hat ja in Lübeck studiert und die sind glaub ich in der Nacht als die Mauer fiel, sind die nach Berlin gefahren.

Haben regelrecht auf der Mauer gestanden.

Ja, die Mauer war ja in Teilen, das nannte man glaube ich Panzermauer und das war ein Bauwerk, was oben auf der Krone 2 oder 3 Meter breit war.

Also diese Bilder wo man sieht, ob das alles Balancierkünstler sind, die Tausende, die dort oben im Zentrum von Berlin auf der Mauer standen, die hatten da richtig viel Platz.

Das hatte richtig die Breite eines Weges, die Mauerkrone.

Nicht überall, aber im Zentrum von Berlin eben.

Ja, das hatte ich mich eben auch gefragt.

Weil man stellt sich eine Mauer vor als ein Gebilde auf dem man oben nicht stehen kann, ja.

Wo man vielleicht drauf balancieren kann, aber die schien ja relativ breit…

Nee, nee.

Das war ein Mordsding.

Wobei das, wobei auch die Bauzeit der Mauer wohl sich über Jahre erstreckt hat.

Ich weiß noch als sie gebaut wurde die Mauer, da war ich in Heidelberg, überleg mal, was war denn das für eine Situation?

Studiert habe ich da schon nicht mehr.

Nee, 3 3, nee Moment.

Ich weiß es nicht mehr.

Jedenfalls ich war nicht da.

Und die ersten Fernsehbilder, die man eben sah, dass waren diese, dass war diese bewaffnete Polizei und zusätzlich die so genannten Betriebskampfgruppen, das waren paramilitärische Verbände, die die DDR hatte.

Also Männer, militärisch ausgebildete Männer, die jetzt in den großen Kombinaten arbeiteten als Industriearbeiter und sozusagen Freizeitsoldaten waren.

Die waren da in großer Menge herangefahren und die standen da erstmal als, mit ihren Maschinenpistolen als bewaffnete Absperrung und dann wurden erst Rollen von Stacheldraht ausgerollt.

Und dann begann halt so ein Prozess, der wirklich über lange Zeit gelaufen ist.

Bis am Ende da dieses Bauwerk stand, was dann weltweit „The Wall“ hieß.

Das war dann am Ende eben dieses massive Ding, wo eben auch ein Panzer gegen fahren konnte, ohne dass das umgefallen wäre.

Und naja, und in der Nacht, ich weiß nicht wo ich war als in der Nacht, als die Mauer fiel.

Da bin ich in die Sonne gekommen, das war eine Kneipe in Herne, in Westdeutschland und da hat ein Freund zu mir gesagt: Die Mauer ist offen.

Und auch in den Wochen danach, habe ich das Wesentliche im Fernsehen verfolgt.

Und ich weiß also von meinem Freund Ludger zum Beispiel in Lübeck, da gab es ganz unglaubliche Szenen.

Die haben das ja alles viel hautnaher erlebt.

Da war das natürlich so, dass unheimlich viele Leute aus dem Osten da quasi einfielen ja, und da mussten die, da hatten die vor ihren Supermärkten, mussten so Wächter positionieren, die immer die Leute rein ließen, wenn Leute raus kamen.

Das die Supermärkte nicht überfüllt waren.

Genau wie du den Ludger zitiert hast, die ersten Reaktionen waren eben nicht, die Mauer ist weg, sondern die Mauer ist offen.

Das heißt, die Leute können durch und dann hat’s diese Völkerwanderung, ich hab mal gehört, am ersten vollen Tag der Maueröffnung oder am ersten Wochenende wären das 1,2 Millionen…

Von 17…

…Leute gewesen.

Ja, ja.

Die eben rüber in den Westen sind, aber eben auch alle wieder zurück.

Also einer der Rufe an der Grenze war: Wir kommen wieder!

Wir kommen wieder!

Also genau zu sagen, wir haben ja unsere Wohnung, wir haben ja unsere Arbeit, wir wollen eben nur das Recht zu gucken.

Was ich damals im Fernsehen, genau wie du, im Fernsehen gesehen hab, fand ich zum Teil aber auch ein bisschen, ja hat mich ein bisschen abartig berührt.

Da gab’s ein Begrüßungsgeld, so hieß das, weil die DDR-Bürger kriegten ja keine Westmark.

Weil der Staat ja praktisch pleite war, was die Devisen anging.

Und die kriegten dann ein Begrüßungsgeld von 100 Mark.

Und da müssen also die Bankangestellten unendliche Überstunden gemacht haben, um dieses Geld in die Pässe den Leuten reinzulegen und damit konnten sie dann in Westberlin shoppen gehen.

Und dann haben auch so clevere Supermarktketten dann von Lkws herunter Bananen verteilt.

Die Banane war das Symbol für, für Weltmarktprodukte, die es eben in der DDR nicht gab, weil die hatten keine Devisen.

Und dann weiß ich…

Meine erste Banane, ja.

Susis erste Banane.

Das hat auf mich ganz schnell peinlich gewirkt.

Das ist der Kapitalismus.

Man versucht natürlich aus der Situation Profit zu schlagen.

Naja, oder dann die ersten jungen Männer aus Ostberlin, die sich an Westberliner Pornokinos vorbei geschoben haben.

Und nicht wussten, ob sie hingucken durften.

Ja, aber was ich da zu dem Thema gehört hab, war das Interessante wohl das die, dass die DDR-Bürger wohl auch überhaupt keine falsche Scharm da irgendwie hatten, sondern die relativ klar sagten was sie wollten auch.

Die Geschäftsanbahnung relativ direkt ging.

Was ja vielleicht auch den Leuten, die dort gearbeitet haben auch entgegen kam, ja.

Naja, aber es war eine ganz, ganz heftige Emotion.

Das hab ich so nicht gewusst, nicht vorhergesehen, dass eben Leute ganz offensichtlich wenn Bilder nicht lügen, wenn das stimmt, dass Bilder nicht lügen, dass die Leute ganz, ganz furchtbar auf gewühlt gewesen sind.

Das sie auf einmal über die Brücke rüber konnten an der Bornholmerstrasse oder an der Glienekerbrücke oder wie diese Grenzübergänge, deren Namen wir ja alle kannten, darüber konnten.

Das musste eine heftige Sache gewesen sein.

Und davon hast du dann später, ich bin natürlich dann oft auch beruflich in Berlin gewesen und hatte dann immer ein Schlafquartier im ehemaligen Osten.

Und dann bin ich morgens, das war genau in der Nähe des Überganges Bornholmerstrasse an der berühmten Brücke, da diese Eisenbahnbrücke und bin da immer rüber und dann waren da schon die ersten Gedenkplatten angebracht, ne.

Aber da merkte, aber da spürtest du schon nichts mehr davon.

Aber in der Nacht muss das heftig gewesen sein.

Aber ein ganz schöner Aspekt des Mauerfalls ist ja dann dieser, dieser Bereich der Mauerkunst.

Den vielleicht Leute, die jetzt nicht in Deutschland leben, mit dem können damit erstmal nichts so anfangen.

Aber die Mauer war natürlich auch zugänglicher für Künstler oder Leute die da Bilder drauf malen wollten.

Auf der Westseite.

Ja, aber dahinter auf der Ostseite auch.

Aber solange diese lange, die Trennung da war, die Teilung, konnten die Mauermaler natürlich nur die Westseite der Mauer bemalen.

Obwohl staatsrechtlich gesehen auch die Westseite der Mauer ja schon auf Ostgebiet stand.

Aber sie war auf der Westseite natürlich unbewacht, weil die, die Beamten, die Polizisten oder die Soldaten hätten sich ja an der Mauer lang quetschen müssen, deshalb konnte die von Westen her bemalt werden.

So mit Popart und mit Karikaturen oder diese bunten Lackbilder.

Ich glaub, ein Teil der Mauer ist ja auch bewahrt worden oder steht nach wie vor mit dem Bären drauf.

Ich weiß nicht.

Da haben wahrscheinlich bestimmt eine Menge Leute auch eine Mark oder einen Euro verdient und tun das bis heute mit Teilen der Mauer.

Der Begriff damals hieß Mauerspechte, also Woodpacker.

Also Leute, die sich da hingesetzt haben und aus diesem Stahlbeton kleine Stücke raus gemeißelt haben und du konntest jahrelang, ich weiß nicht ob heute noch, an den Souvenirständen um das Brandenburgertor herum konntest du Mauerstücke kaufen.

Eine Sache, die man immer hört, wenn man in die USA ist, ist die, das eigentlich in Amerika hab ich das so gesehen, dass Reagan die Mauer eingerissen hat.

So, dass sehen die so.

Die sagen, dass seine Politik, sag ich mal, der Konfrontation hat dazu geführt, dass die Mauer gefallen ist.

Er hat ja auch die berühmte Rede damals gehalten.

Ne, wo er da gesagt hat: Mr. Gorbatschow, tear this wall down.

Oder irgendwie so was.

Und das, so sehen die Amerikaner das.

Also in der, die politischen Analysten sagen ein klein bisschen was anderes.

Die sagen, im Prozess der Wiedervereinigung hat nicht mehr der Reagan, der gar nicht mehr im Weißen Haus saß, sondern der Bush Senior wäre neben Gorbatschow von den 4, von den Führern der 4 Siegermächte derjenige gewesen, der eigentlich vom ersten Tag an die Wiedervereinigung im Blick gehabt hätte.

Und dem würde also das Verdienst gebühren, die Mrs. Thatcher mit den Mitterrand in Frankreich irgendwann auf diese Seite gezogen zu haben.

Während der Reagan natürlich steht für die Konfrontationspolitik gegenüber der Sowjetunion, die für die Sowjetunion volkswirtschaftlich sehr teuer gewesen ist.

Weil sie eben das Wettrüsten eingeschlossen hat.

Aber muss man dann vielleicht wirklich nicht ein Teil des Verdienstes am Mauerfall dem Reagan zuschieben?

Von Verdienst kann man wahrscheinlich gar nicht reden, weil es ja kein, weil es ja kein gesteuerter oder kein angestrebter politischer Prozess gewesen ist, sondern…

Du meinst das war nur vorgeschoben?

Wenn er gesagt hat, dass hier, Mr. Gorbatschow reißen sie die Mauer ein.

Nein, ich.

Also Reagan ist ein besonders wichtiger, aber auch nur einer von Hunderten von Spitzenpolitikern der 4 Siegermächte, der in Berlin, von den westlichen Siegermächten, der in Berlin das gesagt hat, was er sagen musste.

Aber er hat’s ja vor der Mauer gesagt.

Also ich glaub die anderen Präsidenten waren da vor irgendwelchen Rathäusern.

Nee.

Dieses Podest, von dem der Reagan da gesprochen hat in der Nähe der Mauer, da haben auch noch andere Spitzenpolitiker davor gestanden.

Da haben sie, das war der Ort, wo sie die Treuebekenntnisse abgelegt haben und das war ja in der Diskussion hinterher, ob man den Deutschen das wirklich zugestehen sollte, konzipieren sollte die Wiedervereinigung.

Da haben viele in England und in Frankreich und so auch in der Sowjetunion gesagt, was wir sozusagen pflichtgemäß an Statements abgegeben haben und welche Realpolitik wir wollten, dass, so dumm kann ja keiner sein, dass eins zu eins zu nehmen.

Nach dem Motto, jetzt setzt uns mit unserem Geschwätz von gestern, könnt ihr uns jetzt nicht unter Druck setzen.

Achso, ja.

Das ist ja interessant, ja.

Ja, aber das, ja.

Ich mein, das ist ja die Frage, wie weit deutsche Politiker.

Also wenn man heute deutsche Politiker, gerade in diesem Jahr, 20 Jahre danach hört, dann sagen sie eigentlich alle, gut, wir haben’s immer irgendwo auf der politischen Agenda gehabt, aber es war kein Ziel, dass wir gezielt im Jahr 1989 nun erreicht hätten, oder so.

Klar.

Ich habe gestern Abend, heute ist der, haben wir den 18.

April, ne?

Ich habe gestern Abend in einer kleinen Stadt in Thüringen mit DDR, also mit Leuten, die ihr ganzes Leben in der DDR verbracht haben, über ein anderes Thema geredet, aber wir kamen auch auf eben die Vereinigung und da haben sie noch mal gesagt, genau vor 20 Jahren, also im Frühjahr 1989, da war’s zwar unruhig, da gab’s viele Debatten innerhalb der DDR-Gesellschaft.

Da gab’s auch diesen berühmten Wahlbetrug bei Kommunalwahlen, aber das war völlig außerhalb jedes Denkens und Fühlens, da sich daraus noch im selben Jahr eine Situation entwickeln würde, die Richtung Wiedervereinigung geht am Ende.

Gut.

Ich denke da haben wir wieder eine ganze Reihe Gedanken ausgetauscht.

Ich denke, wir machen jetzt wieder mal eine Pause.

Tschüss.

Friedemann – German Reunification, Part 1

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

In this podcast my father and I discuss the historic events that led to the fall of the Berlin wall in 1989. (In diesem Beitrag diskutieren ich und mein Vater die Öffnung der Berliner Mauer im November 1989.) Image courtesy of gavinandrewstewart

So, das Band läuft.

Wir sind wieder dabei hier einen neuen Beitrag einzuspielen für die deutsche Sektion für LingQ.

Ich hatte ja vor einiger Zeit einen Monolog eingestellt.

Ich habe mir jetzt heute einen Gesprächspartner dazugeholt, das ist mein Vater.

Ich bin Friedemann.

Vielleicht kannst du dich ja mal kurz vorstellen.

Ja, ich bin Harald Rohr.

Und, ähm, ja.

Wir haben uns eine ganze Liste von Themen überlegt, womit wir anfangen wollen.

Das ist ein Thema das geeignet ist, um einfach beim Lernen der deutschen Sprache auch etwas über Deutschland zu lernen und zwar soll’s um die Wiedervereinigung gehen.

Also ich kann mich noch erinnern, in der Zeit als die Wiedervereinigung passierte, gereist bin, bin ich halt viel darauf angesprochen worden wie das Ereignis war.

Und ich glaub, die ganze Welt hat das damals am Fernsehen mitverfolgt.

Kannst du dich noch erinnern, wo du warst als die Mauer fiel damals im November `89?

Da bin ich Zuhause gewesen, in Herne, im Ruhrgebiet.

Und für mich war das zunächst eine sensationelle, aber nur eine Meldung im Fernsehen.

Und ich habe an dem, für mich war es an dem 9.

November 1989 auch nicht die Meldung Deutschland ist wiedervereinigt, sondern die DDR hat Reisefreiheit zugelassen.

Das war ja der Konflikt, um den es ging, dass die Deutschen in der DDR nur unter großen Schwierigkeiten ihr Land verlassen konnten und wollten das nicht länger akzeptieren.

Und haben ja das ganze Jahr 1989 lang mit verschiedenen Methoden versucht, diese Reisefreiheit für sich zu erstreiten und hat dann ja diesen vielleicht berühmtesten Versprecher der…

… von Schabowski

… der, ja genau, der Politikgeschichte gegeben, als der Herr Schabowski Mitglied im Politbüro, also im obersten Führungsgremium der SED in einer Pressekonferenz in Berlin gesagt hat: Die beabsichtigte Erlaubnis für die Bürger der DDR, wie das damals hieß, jetzt ohne Anlässe von Familienereignissen einfach ins Ausland reisen zu dürfen, das würde ab sofort gelten.

Genau, dann ist er aus dem Publikum gefragt worden, glaub ich war das so, ab wann und dann hat er so ein bisschen gestottert, gestammelt, man merkte, er war nicht informiert und sagte, ja so.

Er hat auch in dem Moment noch mal durch seine Papiere ist er durchgegangen und meinte so ja, ich meine unmittelbar, ab jetzt sofort.

War ein italienischer Journalist, der ihn das gefragt hat und der ist vor kurzem mal interviewt worden, als Mann von weit über 80 Jahren, und da hat er gesagt: Ja, das sei schon durch Zufall natürlich, aber die wichtigste Situation für ihn in seinem Reporterleben gewesen, dass er durch diese Frage diesen Versprecher ab sofort ausgelöst hat und das hatte dann dazu geführt, dass in der Nacht in Berlin, die Leute aus Ostberlin zu den Grenzübergängen gelaufen sind und dort hat lange Zeit die Grenzpolizei nicht gewusst, was sie machen sollte.

Und da haben sie zum Teil auch Leute erst einzeln durchgelassen und dann auch ihren Pass abgestempelt, so dass sie eigentlich auch nicht ohne weiteres auch hätten wieder zurückkommen können.

Die haben einen Stempel auf das Passbild gemacht und das sollte eigentlich bedeuten, dieser Mensch ist ausgebürgert.

Darf also in die DDR nicht zurück.

Das war der Versuch so, die Leute, die das am lautesten das gefordert haben, die los zu werden.

Naja und irgendwann haben dann wahrscheinlich einzelne verantwortliche Offiziere vor Ort gemerkt, dass sie in der Situation waren, entweder lassen sie die Leute gehen oder es entsteht dort eine ganz, ganz schreckliche Situation.

Und so ist das in der Nacht dann passiert, aber die sensationelle Meldung war eben nicht, Deutschland ist wiedervereinigt, sondern in Berlin ist die Mauer offen.

Also ich hab das schon so genommen, also wahr genommen damals, dass die DDR irgendwo aufgehört hat zu existieren.

Na, die DDR, wenn die Mauer ein, das Instrument war mit dem die DDR praktisch die Menschen, auf die sie besonders angewiesen war, also die Fachkräfte im Land gehalten hat, ja nicht nur die Mauer in Berlin, sondern das ganze Grenzregime.

Das war ja so, diese Grenze quer durch ganz Deutschland, die war ja ziemlich einmalig und ich hab beruflich ein bisschen zu tun gehabt mit politischen Kampagnen im Kampf gegen Landminen später und da haben wir immer wieder gesagt, der größte Minengürtel der Welt, der am effizientesten verlegte, der hat bei uns in Deutschland gelegen.

Nämlich an der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten und das war eine Arbeit vieler Jahre, diese, diesen Minengürtel an der innerdeutschen Grenze zu beseitigen.

Also das, nach ein paar Tagen kamen dann natürlich auch die Forderungen.

Es genügt uns nicht zu reisen, sondern wir sind nicht nur das Volk.

Das war ja der berühmte Ruf im Herbst 1989 bei der großen Demonstration in der DDR in Leipzig und in vielen anderen Orten.

Wir sind das Volk, dass heißt die Partei muss auf uns hören, sondern der Ruf änderte sich dann.

Da wurde ein einziges Wort geändert und der Ruf hieß dann: Wir sind ein Volk.

Also in den beiden deutschen Staaten die es bis dahin, seit Ende des 2.

Weltkrieges gegeben hatte, doch ein Volk und das war in der Tat das erste Zeichen dafür, dass viele Menschen die Vereinigung gewollt haben und das Zweite, der zweite Satz der vielleicht auch symbolisch war.

Das ganze hatte ja auch eine wirtschaftliche Seite, da geht es, da ging es damals um die D-Mark, die Deutsche Mark der Bundesrepublik und die Politiker, viele Politiker haben gesagt, wir müssen diesen Prozess der Vereinigung schnell betreiben, denn die Leute sagen, kommt nicht die D-Mark zu uns, dann gehen wir zur D-Mark.

Wie groß war eigentlich damals die reale Gefahr, dass da, dass es da zum Blutvergießen kommen würde vor der Maueröffnung?

War das real oder so?

Ich bin kein Analytiker, aber das war sehr real und die Menschen, die beteiligt waren als Organisatoren, z.B.

die in Leipzig, diese berühmte, diese eine berühmte Großdemonstration organisiert haben und da dann diesen Aufruf erlassen haben zur Gewaltfreiheit.

Die hatten immer vor Augen, dass ein paar Monate vorher auf dem Tiananmen-Platz in Peking in China eine, eine ähnliche Volksbewegung mit Waffengewalt niedergeschlagen worden ist.

Das nannte man die chinesische Lösung.

Und vor der chinesischen Lösung haben alle furchtbar Angst gehabt, die viel näher dran waren, wie wir normalen Bürger in Westdeutschland.

Hm, also ist das mit dem Militär damals schon aufgefahren an den verschiedenen Orten?

Natürlich.

Natürlich.

Und vor allen Dingen heute wissen wir, dass die, dass die politischen Meinungsbildungsprozesse im Politbüro der SED, das war das höchste politische Gremium und in den Komandostrukturen der Volksarmee der DDR und noch mal an dritter Stelle in der Botschaft, der, der Sowjetunion in Ostberlin und in Moskau, dass die eben durchaus nicht perfekt koordiniert waren.

Und aus dieser nicht vorhandenen Koordination konnten sich ganz leicht sehr gefährliche Situationen ergeben.

Ich hab vor ein paar Tagen noch in so einem Rückblick gesehen, dass wohl mindestens 48 Stunden lang auch noch nach Öffnung der Mauer die Situation sehr riskant gewesen ist.

Weil erst so nach, nach 2 Tagen die letzten Alarmbefehle im Blick auf den Einsatz von Militär aufgehoben worden sind.

Ich meine, früher war es in der Geschichte immer so, dass irgendwas mit Berlin passiert ist und von Bedeutung hatte und ich meine auch zum potenziellen Krieg der Großmächte führen können, dabei war das zu dem Zeitpunkt ausgeschlossen der realen Gefahr.

Oder gab’s da, weiß man im nachhinein, dass es möglicherweise so ein Ost-Westkonflikt wie zwischen den USA und den Russen halt auch…

Naja, sie sagen…

…möglich gewesen wäre.

Die sagen das selber heute.

Also, die damals mit verantwortlichen Politiker, also wenn damals heute so in Rückblicksendung zu Wort kommen, dann sagen die selber, dass war mordsgefährlich so bald geschossen worden wäre auf irgendwelche Menschenansammlungen in Berlin oder weiß ich wo, wäre ein irrationaler Prozess in Gang gekommen, dessen Ausgang niemand hätte vorhersagen können.

Und natürlich war die Situation gefährlich.

Das jetzt in Prozenten auszudrücken, also neulich habe ich mal einen, ein paar Äußerungen von dem Gorbatschow im Rückblick, also heute, gesprochen gesehen, wo der sagte, das war ganz wichtig, dass sich eben niemand irrational verhalten hat und eine Einzelheit die ja viel berichtet wird ist, dass der Kohl, der damalige deutsche Bundeskanzler, an dem Abend, wo er von Warschau nach Berlin kam, der hatte einen Staatsbesuch in Polen und sagte: Ich muss jetzt nach Berlin.

Und das war ganz schwierig.

Die Polen waren beleidigt und wollten ihn nicht fahren lassen.

Und dann kam er aber und ist dann furchtbar ausgepfiffen worden von den Berlinern vorm Schöneberger Rathaus als er reden wollte, aber unmittelbar vor dieser Rede auf’m Balkon hatte er noch eine Botschaft von Gorbatschow bekommen.

Heute kann man in alten Fernsehaufnahmen sehen, wie sein Referent ihm das zu flüstert.

Ohne zu wissen, was der ihm da zu flüstert.

Und was hat er gesagt?

Und dann hat er gesagt: Leute beruhigen, Leute beruhigen, Leute beruhigen.

Und das hat dann der Kohl auch spontan in seine Rede aufgenommen und hat an dem Tag also mehrfach in Mikrophone gesagt: Leute bleibt nüchtern.

Macht keine Unbesonnenheiten.

Stürmt nicht einfach nach Osten aus lauter Begeisterung über die Mauer weg und so.

Macht also nichts, was irgendeine bewaffnete Person dazu bringen kann jetzt den ersten Schuss abzugeben.

Naja.

Gut, ich denke wir haben jetzt knapp 12 Minuten jetzt hinter uns gebracht.

Ich denke, dass ist auch so ein Thema, wo man noch sicherlich eine Fortsetzung zu nachschieben kann.

Ich denke, wir verabschieden uns jetzt erst einmal mit dem ersten Beitrag.

Ja.

Tschüss.

Jürgen & Vera – Arrival in Potsdam

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Jürgen and Vera talk about their arrival in Potsdam and their first evening there. (Jürgen und Vera sprechen über die Anreise nach Potsdam und den ersten Abend in Potsdam.)

VERA: Hallo Jürgen.

JÜRGEN: Hallo Vera.

VERA: Unser Urlaub ist leider vorbei.

Schade, oder?

JÜRGEN: Ja, wirklich schade.

Ein, zwei Wochen länger wäre schön gewesen.

VERA: Ja, das stimmt.

Wir waren in Potsdam und hatten dort eine Ferienwohnung gemietet …

JÜRGEN: … die auch sehr schön gelegen, in einem schönen Viertel, war.

VERA: Ja, es war eine alte Villa und dementsprechend hatte die Wohnung auch sehr hohe Decken und hatte schon ein besonders Flair, finde ich.

Wir sind um acht Uhr morgens losgefahren und von uns zuhause bis nach Potsdam sind es ungefähr 500 Kilometer.

JÜRGEN: Wir sind mit sechs Personen gefahren.

Da fällt natürlich allerhand Gepäck an und so haben wir zusätzlich noch eine Skibox auf das Dach gemacht, um da noch Koffer und Tüten und Sonstiges hineinzulegen.

VERA: Ja, ich habe zwar einen Minivan mit sieben Sitzplätzen, aber wenn alle Sitzplätze oder wenn sechs Sitzplätze besetzt sind, dann ist der Kofferraum natürlich nicht mehr so groß, um für so viele Personen die ganzen Taschen und Koffer unterzubringen.

Da war das mit der Box eine ideale Lösung.

JÜRGEN: Ja, da passt doch schon einiges rein und man ist nicht ganz vom Kofferraum abhängig und beim fahren spielt es eigentlich auch keine große Rolle.

Man sollte nur nicht mehr wie* 75 Kilogramm hineinlegen und auch nicht schneller wie* 130 fahren.

Aber das reicht allemal.

VERA: Wir hatten unheimlich Glück an dem Tag, denn es war ziemlich wenig Verkehr.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass wir in einen richtigen Stau hineinkommen, weil es ja ein Samstag war und erfahrungsgemäß samstags ziemlich viele Leute in den Urlaub fahren.

Das lag aber wohl daran, dass der Tag zuvor ein Feiertag war und deshalb nicht so viele LKWs gefahren sind.

JÜRGEN: Ja, wir hatten wirklich Glück.

Es hat alles prima geklappt und so konnten wir uns auch noch ein ordentliches Frühstück leisten, zwischendurch.

VERA: Ja, die Sonne schien wunderbar an diesem Tag und deswegen haben wir gesagt, wir kehren nicht irgendwo ein, sondern wir haben uns Coffee-to-go geholt, wie es ja bei uns hier mittlerweile auch heißt, und haben uns dann einen schönen Rastplatz gesucht und dort unser mitgebrachtes Frühstück verzehrt.

JÜRGEN: Ja, nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, ging es dann weiter und wir waren so gegen 14:00 Uhr dann an unserem Ziel angekommen.

VERA: Ja, das war viel früher, als ich gerechnet hatte.

Ich habe gedacht, wir sind vielleicht um 16:00 Uhr erst dort und die Wohnung sollte uns ab 15:00 Uhr zur Verfügung stehen, aber auch da hatten wir Glück, denn wir konnten bereits zu früh in die Wohnung hinein.

JÜRGEN: Interessant war auch noch, wir hatten an der Wohnung einen Schlüsselsafe.

Da mussten wir eine bestimmte Nummer eintippen und der Schlüssel kam aus einem kleinen Fach.

VERA: Ja, wir haben unseren Vermieter gar nicht gesehen.

Es erfolgte eine ganz unpersönliche Schlüsselübergabe, aber es war eigentlich auch kein Problem.

Wir haben dann auch die Wohnung sofort in Augenschein genommen und waren ziemlich begeistert, muss ich sagen.

JÜRGEN: Ja, alle waren zufrieden.

Die Räume waren groß und freundlich, manchmal ein bisschen zu groß schon, aber es war trotzdem prima.

VERA: Lieber ein wenig größer, als dass es so beengt ist.

JÜRGEN: Ganz genau.

VERA: Deswegen nehmen wir ja auch gerne eine Ferienwohnung, weil jeder hat dann seinen eigenen Raum und kann sich auch mal zurückziehen.

Ich finde, das braucht man schon, wenn man mit sechs Leuten zusammen in den Urlaub fährt und man schon den ganzen Tag zusammen unterwegs ist.

Dann will man auch mal gerne alleine sein.

JÜRGEN: Ja, genau.

Und wir mussten jetzt natürlich auch uns um das Einkaufen noch kümmern.

VERA: Wir waren ja am Samstagnachmittag angereist und die Geschäfte haben in Deutschland zum Glück jetzt auch etwas länger auf.

Früher war es ja üblich, dass viele Geschäfte mittags am Samstag dann zu hatten und man nichts mehr besorgen konnte.

Und da wir uns, teilweise zumindest, auch selbst verpflegen in der Ferienwohnung, zum Beispiel haben wir das Frühstück immer selber gemacht, haben wir natürlich auch einiges an Sachen benötigt.

JÜRGEN: Wir mussten erstmal ein bissel* suchen, wo überhaupt eine Einkaufsgelegenheit war, ein Supermarkt oder Ähnliches und nach einer kleinen Rundreise haben wir dann auch einen kleinen Supermarkt gefunden – sogar mehrere nebeneinander.

VERA: Richtig.

Wir haben in einem reinen Wohngebiet gewohnt und dort gab es überhaupt keine Geschäfte und es ist ja immer erstmal ein wenig spannend, die Gegend zu erkunden, wenn man in einem neuen Ort Urlaub macht, den man noch nicht kennt.

Wir haben dann nach dem Einkaufen erstmal alles verstaut und dann wollten wir uns etwas Bewegung verschaffen.

JÜRGEN: Ja, wir haben dann noch einen kurzen Spaziergang gemacht zum Bassinplatz und zum Holländischem Viertel.

VERA: Ja, das Holländische Viertel ist ein ganz interessanter Bereich in Potsdam.

Da hat der Soldatenkönig, Friedrich Wilhelm I., Häuser errichten lassen im holländischen Stil.

Und er hatte gehofft, dass er damit holländische Siedler nach Potsdam locken kann.

Kannst du dich an die Geschichte noch erinnern, Jürgen?

JÜRGEN: Ja richtig.

Die Rechnung ist aber nicht ganz aufgegangen.

Es kamen gar keine Holländer oder ganz wenig Holländer.

VERA: Ich glaube, es waren nur 22 Familien und es waren 140 Häuser, glaube ich, und weißt du auch noch, warum sie nicht gekommen sind?

JÜRGEN: Nein.

VERA: Weil der König in dem Ruf stand, sehr geizig zu sein.

Und das wussten die Holländer wohl auch und deswegen sind sie nicht darauf eingegangen – auf das Angebot – und letztlich hat er dann die Wohnungen von seinen eigenen Leuten dann bewohnen lassen beziehungsweise die Häuser.

JÜRGEN: Ach ja richtig.

Das mit dem Geiz war das Thema.

Deswegen sind die nicht gekommen.

VERA:Genau.

Er war als unglaublich sparsam bekannt.

Und dann haben die sich halt ausgerechnet, sie können dort nichts verdienen.

Womit sie ja vielleicht auch Recht hatten.

JÜRGEN: Aber später hat sich das Holländische Viertel doch noch entwickelt.

VERA: Ja, vor allem jetzt ist es, glaube ich, eine richtige Touristenattraktion geworden.

Es ist aber auch wirklich wunderschön anzuschauen.

Es sind Häuser, die gehen, glaube ich, über drei Stockwerke.

Und die sind mit roten Backsteinen gebaut, alle.

Und nun findet man dort eine Menge an kleinen Geschäften und Cafés und Galerien.

Und man kann dort nett durchlaufen.

Es ist wenig Verkehr.

Es war wirklich schön, ja.

JÜRGEN: Und diese Häuser haben auch alle sehr schöne Hinterhöfe, wo man dann – auch interessant – mal reingehen kann und mal nachsehen und auch etliche Künstler haben sich dort angesiedelt, die ihre Bilder dort malen.

Also es ist wirklich sehr schön.

Man meint wirklich, man wäre mitten in Holland.

VERA: Ja.

Wir haben dann dort auch zu Abend gegessen in einem kleinen Café und konnten dort, während des Abendessens, die Bilder von einem ansässigen Künstler bewundern.

JÜRGEN: Die ausgestellten Bilder in dem Restaurant waren von dem Künstler, genau gegenüber von der Straße.

VERA: Ja, der hatte dort seine Werkstatt und Galerie und die Kellnerin erzählte uns, dass man ihn dort auch bei der Arbeit beobachten kann, an vielen Tagen, oder persönlich mit dem Künstler sprechen könnte.

JÜRGEN: Genau.

Aber wir haben jetzt erstmal ans Essen gedacht.

Wir hatten Hunger und haben erstmal das leckere Essen bestellt.

VERA: Ja, zurzeit ist ja Spargelzeit in Deutschland und das haben wir dann auch gleich dort in Anspruch genommen und haben ein leckeres Gericht mit Spargel zu uns genommen.

Und damit war auch unser erster Abend in Potsdam vorüber und wir sind dann wieder zurückgegangen in die Wohnung und haben uns auf unser Bett gefreut, denn so eine lange Fahrt ist dann doch ein wenig anstrengend.

Ja, ich würde sagen, an dieser Stelle machen wir für heute erst mal Schluss und beim nächsten Mal erzählen wir dann, was wir in Potsdam so erlebt haben.

JÜRGEN: Genau.

Sehr interessante Sachen.

VERA: Ich hoffe, Ihr seid schon gespannt darauf.

Bis zum nächsten Mal.

Tschüss.

JÜRGEN: Tschüss.

* wie: Dialekt.

An dieser Stelle wäre “als” richtig und nicht “wie”.

* bissel: Dialek.

bisschen

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Podcast findet man in der Sammlung “GermanLingQ Zusatzinformationen”: http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/#52613

Anke & Vera – Planning a Holiday in Potsdam

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Anke and Vera talk about their plans for a Holiday in Potsdam. (Anke und Vera sprechen darüber, was sie für ihren Urlaub in Potsdam geplant haben)

VERA: Hallo Anke.

Anke: Ja, hallo Vera.

VERA: Ja, unser Urlaub steht jetzt kurz bevor, Anke.

Wir wollen ja nach Potsdam fahren…

Anke: Ja.

VERA: … bei Berlin.

Hast du denn schon Urlaub genommen?

Anke: Ja, natürlich.

Ich hab’s meinem Chef gesagt, dass wir Ostern nach Potsdam fahren wollen und ich hab den Urlaub schon bekommen.

VERA: Super.

Sonst hätten wir ein kleines Problem.

ANKE: Ja.

VERA: Ja, Potsdam liegt westlich von Berlin.

Ungefähr 45 Minuten sind es mit der S-Bahn von Potsdam nach Berlin und deswegen habe ich mir gedacht, wir können den Urlaub so ein bisschen einteilen: zwei Tage Potsdam, zwei Tage Berlin und zwei Tage ins Grüne.

ANKE: Ja, das wollte ich gerade fragen, ob wir dann auch mal direkt nach Berlin fahren, weil das ist schon länger her, da war ich schon mal in Berlin und das ist ja eine tolle Stadt.

VERA: Ja, bei mir ist es nicht ganz so lange her.

Ich glaube, wir waren vor vier oder fünf Jahren in Berlin, aber ich finde die Stadt auch immer wieder faszinierend.

ANKE: Ja.

VERA: Wir waren damals vier Tage, aber in den vier Tagen haben wir noch nicht alles gesehen.

An was bist du denn besonders interessiert in Berlin?

ANKE: In Berlin?

Ich kann mich noch erinnern, da haben wir einen Funkturm gesehen, der sich dreht – oben -, da ist ein Restaurant drin.

Ich weiß gar nicht mehr genau, ob das der Funkturm ist, auf jeden Fall ein hoher Turm.

VERA: Das ist der Fernsehturm in…

ANKE: Ja genau!

VERA: … Ostberlin.

Der ist…

ANKE: Ah!

So war das.

VERA: Der ist am Alex.

Der Alex ist ja ein ganz großer Platz im Osten von Berlin und dort steht dieser Fernsehturm.

Auf dem war ich auch schon oben.

ANKE: Und ich weiß nämlich noch, dass man da schon eine ganz tolle Aussicht hat.

Das war einfach schön.

VERA: Richtig.

Und vor allem die Fahrt mit dem Fahrstuhl vergesse ich nicht, weil, es geht in einem ziemlich großen Tempo mit dem Fahrstuhl nach oben, also man kann da schon ein bisschen Druck auf den Ohren bekommen.

ANKE: Ja, ansonsten habe ich da jetzt keine speziellen Pläne, aber wir haben ja auch schon diese Theatertickets gekauft, das finde ich auch toll, das wir uns da eine Vorstellung ansehen wollen.

Im Theater des Westens.

VERA: Richtig.

Wir wollen uns ein Musical anschauen…

ANKE: Genau.

VERA: … von einer deutschen Produktion, was ja auch etwas Besonderes ist.

Es gibt ja nicht so viele deutsche Musical-Produktionen und zwar wurde der Film “Der Schuh des Manitu” in eine Musicalform gebracht.

Also ich bin sehr gespannt.

Das ist ja ein sehr lustiger Film, eine Parodie, und ich hoffe, wir werden Spaß haben.

ANKE: Ja das wird auf jeden Fall super.

Ja, ansonsten, was haben wir denn noch geplant, außer zwei Tage Berlin?

VERA: Vielleicht noch mal ganz kurz was zu Berlin.

Also unser Vater hat mir gesagt, wir sollen unbedingt eine Bootsfahrt durch Berlin machen und da sieht man halt Berlin mal aus einer ganz neuen Perspektive, also das würde mich auch sehr reizen, weil ich das noch nie gemacht habe.

ANKE: Ja das finde ich sowieso schön.

Immer was mit Wasser zu tun hat und auf dem Wasser fahren, das finde ich auch toll.

VERA: Ja.

Und sonst in Berlin würde ich gerne mit euch auch noch ins Pergamon-Museum gehen.

Das kennt ihr ja noch nicht.

Ich hatte dich schon…

ANKE: Nein, das kenne ich noch nicht.

VERA: Ich hatte dich gefragt.

Dort sind ganz tolle Sachen aus der Antike ausgestellt, aus Ägypten und Griechenland und…

ANKE: Oh ja.

Das können wir auf jeden Fall auch machen.

VERA: Also das hat mich sehr beeindruckt, wie ich das gesehen habe und das würde ich mir gerne noch mal anschauen.

Die Zeit in Berlin, glaube ich, werden wir gut füllen können.

Dort gibt es ja so viel zu sehen.

ANKE: Auf alle Fälle!

VERA: Das wird nicht langweilig werden.

In Potsdam habe ich auch zwei Tage vorgesehen.

Einen Tag wollen wir in die Filmstudios in den Filmpark Babelsberg gehen und uns dort ein bisschen amüsieren.

ANKE: Ja.

Das ist gut.

Und ich glaube, jetzt erinnere ich mich gerade an etwas, an die guten Spreewaldgurken.

Da waren wir seinerzeit auch mal.

Ich glaube, das steht doch auch auf dem Programm, oder?

VERA: Ja, genau.

Nachdem wir dann die Städte im Programm haben, braucht man ja auch einen Ausgleich, ein bisschen Natur, und deswegen habe ich mir zwei Ziele im Grünen ausgedacht und das eine ist der Spreewald.

Der ist ungefähr südöstlich von Berlin, würde ich sagen, und du warst schon mal da?

ANKE: Ja.

Und da haben wir so auch eine Fahrt gemacht mit solchen Booten.

Die werden so ähnlich geführt wie eine Gondel in Italien.

VERA: Genau.

Das sind die Stakenboote, die du meinst.

ANKE: Ja genau!

Nach diesem Wort habe ich gesucht.

Wie … wie heißen die?

VERA: Staken nennt man das.

Die nehmen praktisch eine Art langes Paddel und…

ANKE: Einen Stab!

VERA: … einen Stab und mit Hilfe des Stabes wird das Boot vorwärts bewegt.

ANKE: Genau.

Das ist der Unterschied, weil dieser Stab bohrt sich in den Boden und dann stößt man sich nach vorne.

VERA: Das Wasser ist dort wohl nicht sehr tief und deshalb…

ANKE: Genau.

Es ist also wirklich keine aufregende Fahrt, sondern gemütlich, aber hat auch einen gewissen Reiz.

VERA: Ja und der Spreewald soll ja auch sehr schön sein.

Ich habe ihn bisher nur im Film gesehen und fand ihn doch interessant und ich freu mich schon drauf.

ANKE: Ja genau, ich auch.

VERA: Und die zweite Fahrt in die Natur, die soll in eine Gegend nördlich von Berlin gehen, zur Schafheide Chorin.

ANKE: Oh, was ist das denn?

VERA: Genau!

Das hab ich mich anfangs auch gefragt.

Ich habe einen Podcast gehört vom NABU und dort ging es um ein Naturschutzzentrum, die Blumberger Mühle.

Dazu gibt es auch einen Podcast bei LingQ.

Den kann man sich auch noch mal anhören, wen das interessiert.

Ich fand das so faszinierend, dass ich gesagt habe, dieses Naturschutzzentrum möchte ich gerne einmal besuchen.

Es ist eine ganz spezielle Landschaft dort nördlich von Berlin und ich lass mich dann mal überraschen, ob es mir dort gefallen wird.

ANKE: Ja, wir sind ja für alles offen und dann lassen wir uns überraschen.

VERA: Genau.

Ein bisschen frische Luft nach der ganzen Stadtluft wird uns sicher auch gut tun.

ANKE: Und ich find’s auch gut, wenn man nicht alles ganz genau schon vorher weiß.

Das ist dann quasi unser kleines Abenteuer.

VERA: Richtig.

Ich hoffe dann nur, dass wir auch einigermaßen schönes Wetter haben, denn gerade in der Natur ist es schon angenehmer, wenn es nicht die ganze Zeit regnet.

Aber wenn nicht, sind wir auch flexibel und stellen dann unser Programm halt entsprechend um.

In Potsdam selber werden wir auch noch einen zweiten Tag verbringen und da machen wir dann das, was dir nicht ganz so gut gefällt.

Potsdam ist ja berühmt für seine Schlösser.

Die gehören ja, soweit ich weiß, auch zum Weltkulturerbe und…

ANKE: Ich lass mich gerne positiv überraschen.

VERA: Ich denke, du wirst es nicht bereuen.

Es wird bestimmt auch für dich interessant.

Ich kann mich nur erinnern, wie wir schon mal da waren, dass es dort auch einen riesigen Park gibt und wir unglaublich viel gelaufen sind.

Also diesmal werde ich dann besser planen, dass wir dort auch an der richtigen Stelle ankommen und uns nicht zu weit abseits von den Hauptwegen dann bewegen.

ANKE: Ansonsten nehme ich dann vielleicht lieber mein Fahrrad mit?

VERA: Das wäre natürlich eine Möglichkeit.

Vielleicht kann man sich in Potsdam auch Fahrräder ausleihen, wenn du das gerne machen würdest.

ANKE: Aber das war ja nicht ganz ernst gemeint.

Ich denke, wir schaffen das schon.

VERA: Ja, und dann ist der Urlaub eigentlich für uns auch schon wieder vorbei, denn wir fahren…

ANKE: Was?

So schnell?

VERA: … denn wir fahren nur eine Woche.

Also zwei Tage Berlin, zwei Tage Potsdam, zwei Tage Natur.

Und ich denke, es wird abwechslungsreich und aufregend für uns.

ANKE: Ja!

Da freue ich mich.

VERA: Ich freu mich auch.

Dann sagen wir jetzt mal Tschüss, bis zum nächsten Mal.

ANKE: Tschüss.

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Podcast findet man in der Sammlung “GermanLingQ Zusatzinformationen”: http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/#49990/

Anke & Vera – Vacation Plans

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Anke and Vera talk about their vacation plans. (Anke und Vera sprechen darüber, wie sie ihren Urlaub planen)

VERA: Hallo Anke!

ANKE: Hallo Vera!

VERA: Ja, heute wollen wir uns mal über unseren geplanten Urlaub unterhalten.

ANKE: Ja, genau.

Bald geht’s nach Berlin.

Ah, da freue ich mich schon drauf.

VERA: Ja, es ist ja nicht ganz Berlin.

Wir fahren ja eigentlich nach Potsdam, aber Potsdam ist ja nicht weit von Berlin entfernt.

ANKE: Genau, so ist es.

VERA: Ja.

Ursprünglich war Berlin geplant, aber da habe ich kein geeignetes Haus für uns gefunden.

ANKE: Ja.

Das hast du mir ja mal per E-Mail geschickt und ich hab die Wohnung schon gesehen, die wir jetzt in Potsdam haben.

Auf jeden Fall sieht die Wohnung auch sehr gut aus da.

VERA: Vielleicht sollten wir noch erklären, dass wir nicht im Hotel übernachten, sondern wir mieten uns immer Ferienhäuser oder Ferienwohnungen.

Das ist einfach schöner, weil man da nicht nur ein Schlafzimmer hat, sondern man hat auch ein Wohnzimmer und eine Küche und kann sich dann auch mal selbst verpflegen.

ANKE: Genau.

Und wenn wir dann am Tag einiges unternommen haben und dann zurück in diese Wohnung kommen, dann ist da auch ganz bequem.

Einer muss halt sich in die Küche stellen und was kochen, die anderen können ein bisschen helfen und dann kann man sich ein bisschen da ausruhen, vielleicht auch mal fernsehen oder sich einfach … oder ein bisschen sich mit Spielen unterhalten zum Beispiel.

VERA: Genau.

Wir spielen ja ziemlich oft im Urlaub.

ANKE: Und das macht dann Spaß, wenn man tagsüber schon genug gemacht hat, dass man sich dann ein bisschen da erholen kann.

VERA: Wir kochen ja auch nicht immer.

Das machen wir einfach nach Lust und Laune.

Wir gehen auch öfter mal essen, aber man hat ja auch nicht immer Lust, sich in ein Restaurant zu setzen und sich dort dann so lange aufzuhalten mit dem Essen, sondern man will auch einfach mal entspannen im Urlaub.

Und das geht in einer Wohnung oft besser.

ANKE: Ja, und so haben wir das ja auch bisher immer gemacht.

Ab und zu gehen wir in ein Restaurant.

Das ist dann auch bequem.

Man kann nachher einfach aufstehen, ohne dass man wieder aufwaschen muss.

Und für die anderen Tage, dann können wir, wie du jetzt schon gesagt hast, ein bisschen die Zeit sparen, und bleiben dann in der Wohnung.

VERA: Wir haben das jetzt eigentlich in den letzten Jahren immer so gehalten, dass wir uns Häuser oder Wohnungen gesucht haben.

Vielleicht erzähle ich mal kurz, wie ich das immer so mache.

Oder wir überlegen mal zusammen, wie wir unsere Urlaubsplanung so vor sich nehmen(richtig: wie wir unsere Urlaubsplanung so vornehmen).

Am Anfang steht natürlich immer die Auswahl des Ziels.

ANKE: Genau.

VERA: Da lass ich mich oft inspirieren von Zeitungsartikeln oder Sachen, die ich im Internet gelesen habe, oder von Fernsehberichten oder auch weil mir irgendjemand erzählt hat, dass es an einem bestimmten Platz schön ist.

Das ist eigentlich immer so der erste Schritt.

ANKE: Genau.

Als wir letztens an der Nordsee waren, da hab ich dir das ja erzählt, dass wir schon dort waren, das es da sehr schön ist, und dann hast du mal in die Karte geguckt und gesagt, dass können wir doch noch mal machen mit Allen zusammen.

VERA: Genau.

Der zweite Schritt ist dann immer, dass ich schaue, ob es dort interessante Sachen in der Umgebung gibt, ob es sich überhaupt lohnt, dorthin zu fahren.

ANKE: Ja.

VERA: Denn man will ja nicht nur in der Wohnung sitzen und nur spazieren gehen, sondern wir schauen uns auch gerne Sachen an.

Was magst du denn am liebsten so im Urlaub machen?

ANKE: Eigentlich genau dass, was wir immer so machen.

Das heißt, wir haben meistens einen Park dabei, das heißt, entweder einen Vergnügungspark mit Achterbahnen und solchen Attraktionen oder auch in einen Park mit Tieren und Pflanzen.

Das gefällt mir immer sehr gut.

Und auf der anderen Seite dann die Museen, die finde ich auch sehr schön.

VERA: Oder Schlösser, in denen wir hier waren!

ANKE: Ja, wobei ich dann jetzt an dieser Stelle mal zugeben möchte, die Schlösser, die sehe ich mir zwar auch mal ganz gerne an, ist aber nicht mein Highlight.

VERA: Also Museen sind dir lieber?

ANKE: Ja, eigentlich schon.

Auf jeden Fall.

VERA: Und welche Art von Museen?

ANKE: Das beste Beispiel ist für mich das Deutsche Museum in München.

Da waren wir ja dann auch schon.

Da ist ja alles gemischt.

Und ich selber interessiere mich dann schon auch für die technischen Sachen – ob das jetzt Flugzeuge sind oder überhaupt wie funktioniert was – und für die Tierwelt, das finde ich auch ganz gut.

VERA: Ja, das Deutsche Museum ist natürlich ein richtiges Highlight, wobei ich dabei immer an die Informatikführung denken muss, die wir dort gemacht haben.

Die bieten ja zu bestimmten Themen und Uhrzeiten dann Führungen an und der Führer, der hat diese Führung, diesen Vortrag, so lebhaft und interessant gestaltet – man hat sich gewünscht, dass der Vortrag gar nicht mehr aufhören sollte.

Das war wirklich total unterhaltsam, zumal Jürgen und ich uns auch sehr für Computer interessieren.

ANKE: Das finde ich auch gut.

Überhaupt, wenn spezielle Führungen sind, dass man sich mal Sachen ansehen und –hören kann, wo man vorher gar nicht weiß, dass einen das interessieren könnte.

VERA: Also so kleine Überraschungen und so …

ANKE: Genau.

VERA: … Highlights, wenn man gar nicht damit rechnet, dass es einem an einem bestimmten Ort gut gefällt und nachher stellt man dann fest, es ist ein ganz tolles Erlebnis.

Ja, das finde ich auch sehr schön.

ANKE: Ja.

Ich hoffe, du bist jetzt nicht enttäuscht, dass ich nicht der Schlösser-Freak bin.

VERA: Ich denke, da hat auch jeder seinen eigenen Geschmack und das ist ja auch kein Problem.

ANKE: Ja.

VERA: Was ich halt auch sehr gerne mag, ist einfach ein bisschen Natur erleben, das heißt einen schönen Weg gehen, wo man vielleicht noch ein bisschen was sehen kann, vielleicht schöne Aussichten hat, oder auch geologisch interessante Regionen.

Das finde ich auch nicht schlecht.

ANKE: Ja.

VERA: Zum Beispiel waren wir mal in der Sächsischen Schweiz, das ist ja ganz im Osten von Deutschland, und dort gibt es ein Mittelgebirge, also ein Gebirge, was eigentlich keine so hohe Höhenlage hat, aber man fühlt sich stellenweise trotzdem wie in den Alpen, weil einfach die Felsformationen dort so beeindruckend sind – das fand ich also ganz fantastisch!

ANKE: Ja, das hat man jetzt gehört, dass dich das begeistert.

VERA: Ja.

Das war wirklich interessant.

ANKE: Ja.

Gut, dann können wir ja noch mal überlegen.

Was haben wir denn in Berlin beziehungsweise Potsdam noch so vor?

VERA: Also das Schwierige ist dann, alle unsere verschiedenen Wünsche unter einen Hut zu bringen.

Obwohl, es war eigentlich bis jetzt noch nie schwierig.

ANKE: Genau.

Das hat doch immer sehr gut geklappt.

Du hast uns meistens Vorschläge vorgelegt und dann haben wir gesagt, ja genau, das und das und das nehmen wir und dann war meistens sogar schon die Zeit zu knapp um alles zu erledigen.

VERA: Es war auch immer sehr abwechslungsreich im Urlaub, fand ich.

ANKE: Genau.

Ja, doch.

VERA: Wir fahren natürlich auch meistens nur eine Woche oder 10 Tage, weil Jürgen nicht so lange Urlaub machen kann.

Dafür fahren wir halt öfter im Jahr.

ANKE: Ja.

VERA: Ja.

Nachdem wir dann das Ziel festgelegt haben, wird es noch mal richtig interessant, denn dann müssen wir natürlich eine passende Unterkunft finden.

ANKE: Genau.

Und dann am liebsten für meinen Mann und mich noch so eine kleine separate Zone, wo wir auch noch ein Bad haben.

Das ist immer eine schöne Geschichte, damit wir morgens nicht mit fünf Mann da vor einem Waschbecken stehen.

VERA: Richtig.

Deswegen suchen wir eigentlich immer entweder eine sehr große Wohnung mit drei Schlafzimmern und zwei Bädern oder zwei nebeneinander liegende Wohnungen, damit jeder auch genug Rückzugsraum hat und wir uns im Urlaub nicht beengt fühlen müssen.

ANKE: Genau.

Und das erfordert zwar immer ein bisschen Zeit und Mühe, aber das hat sich bis jetzt auch immer gelohnt.

VERA: Ich suche die Wohnungen meistens im Internet.

Dort gibt es ja inzwischen ein unglaubliches Angebot.

Ich schaue dann auf die Landkarte und suche mir dann ein paar Orte raus, die in der entsprechenden Region liegen und dann beginnt halt die große Suche.

Meistens finde ich dann acht bis zehn Objekte, die von der Größe her passen, und dann schauen wir uns die zusammen noch mal an und wählen dann aus.

Worauf legst du besonderen Wert bei einem Objekt?

ANKE: Das war eigentlich schon das, dass es von der Größe her passt mit den Zimmern und Bädern.

Ansonsten passt das eigentlich schon.

VERA: Ja.

Und wenn wir dann uns geeignet haben auf ein Objekt, dann buche ich es einfach und wir freuen uns auf unseren Urlaub.

ANKE: Genau.

VERA: Bevor wir dann losfahren in den Urlaub, mache ich dann noch mal einen konkreten Plan, das heißt ich schreibe dann noch mal mir genau auf, was wir besuchen wollen, und die entsprechenden Öffnungszeiten.

Nicht dass man dann eine unliebsame Überraschung erlebt und steht vor verschlossenen Türen.

Und das drucke ich dann immer noch für uns aus und nehme das so als kleine Gedächtnisstütze mit und damit fahren wir eigentlich immer gut.

Ja, das soll dann auch schon mal das Thema für heute gewesen sein.

Ich denke, da haben wir das Thema Urlaubsplanung jetzt einigermaßen gut behandelt oder fällt dir noch etwas Wichtiges ein, Anke?

ANKE: Nein, ich denke, das war’s so im Groben.

VERA: Dann sagen wir an dieser Stelle Auf Wiedersehen.

ANKE: Tschüss.

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Jürgen & Vera – Grocery Shopping

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Jürgen and Vera talk about grocery shopping. (Jürgen und Vera sprechen über den Einkauf von Lebensmitteln).

VERA: Hallo Jürgen.

JÜRGEN: Hallo Vera.

VERA: Wir wollen uns heute mal über das Einkaufen von Lebensmitteln unterhalten, haben wir eben besprochen.

JÜRGEN: Ja, das Einkaufen ist ja eher nicht so die Männersache, aber okay, muss auch sein.

VERA: Ja, aber du begleitest mich doch ab und zu, wenn es dir von der Zeit her passt.

JÜRGEN: Ja, wenn man da ist, macht es schon Spaß.

VERA: Wir kaufen in den letzten Jahren ja eigentlich meistens bei den Nahversorgern ein, das heißt das sind die Geschäfte, die im näheren Umkreis liegen, so cirka 2 bis 5 Kilometer, würde ich sagen.

JÜRGEN: Ja.

Und die mittlerweile auch schon so groß, dass man da auch sehr viele Sachen bekommen kann, die man für den täglichen Bedarf auch benötigt.

VERA: Genau.

Die Fahrten zu den größeren Supermärkten lohnen sich eigentlich kaum noch, nach meinem Gefühl, weil die mittlerweile fast genauso teuer sind, wie die Nahversorger, die wir hier am Ort haben.

JÜRGEN: Ja, es sei denn, man muss wirklich einen Großeinkauf machen, für einen Geburtstag zum Beispiel oder für sonst irgendwelche Sachen, wo man sehr viel Sachen muss, dann macht es schon Sinn, ein bisschen weiter zu fahren und dadurch natürlich auch ein bisschen günstiger noch einzukaufen.

VERA: Und die Auswahl ist natürlich in den großen Supermärkten eine andere, als jetzt hier beim Nahversorger, aber seit unser Supermarkt hier vor zwei Jahren neu gebaut hat, ist er ja auch sehr groß und hat eine tolle Auswahl, finde ich.

JÜRGEN: Ja, die Auswahl ist schon enorm, auch bei den relativ Kleinen vor Ort.

Auch das Gemüse und das Obst sieht immer sehr gut aus und es ist auch sehr frisch.

VERA: Das stimmt.

Also hier gerade bei uns in dem Geschäft, da kaufe ich das Obst wirklich gerne, weil es eine gute Qualität hat.

Zum Beispiel kaufen wir oft Äpfel und Bananen …

JÜRGEN: Ja, vor allem die Äpfel sind sehr gut und es ist auch immer verschieden.

Manchmal sind Äpfel aus Italien dabei, manchmal Äpfel aus anderen Ländern, aber sie schmecken immer sehr gut.

VERA: Je nach Saison kaufen wir dann auch noch Weintrauben, Apfelsinen, Mandarinen, was fällt dir noch ein, was wir an Obst so kaufen?

Mango, habe ich letzte Woche gekauft, eine …

JÜRGEN: Ja.

Und ab und zu mal auch eine …

VERA: Eine Ananas …

JÜRGEN: … eine Ananas …

VERA: … oder Kiwi.

Also es gibt ein riesiges Angebot, auch an Obstsorten, die wir teilweise gar nicht kennen.

Melonen kaufen wir im Sommer auch noch sehr oft, weil die sehr erfrischend sind.

JÜRGEN: Ja.

Gerade die großen Wassermelonen essen auch die Kinder sehr gerne.

VERA: Genau.

Ich muss dann immer nur die Kerne rauspulen, weil meine Tochter die nicht so gerne essen mag und ihr das zu lästig ist, die selber rauszuholen.

JÜRGEN: Ja, wer ist auch schon gerne Kerne.

Ich mag sie auch nicht.

VERA: Ja gut.

Ich esse die auch nicht.

Aber ich mach’ sie mir halt selber raus.

Aber auch das Gemüse ist sehr gut.

Also ich kaufe dort sehr viel Salat oder je nach Saison Blumenkohl und Broccoli oder frische Champignons.

JÜRGEN: Nur der Spinat, der muss nicht sein.

VERA: Den esse ich auch gern, aber den Spinat kaufe ich dann meistens tiefgefroren, weil ich mir dann immer kleine Portionen rausnehmen kann, die dann für meine Tochter und mich ausreichend sind und damit du keinen essen musst.

JÜRGEN: Ganz genau.

Ich mag überhaupt keinen Spinat, ob mit Sahne oder ohne Sahne oder mit sonst irgendwas – ich mag einfach keinen Spinat.

VERA: Und Vanessa und ich essen auch gerne Tomaten und Möhren und Gurken.

Die kaufe ich eigentlich auch regelmäßig und mache Salate daraus oder wir essen die einfach so – roh – als Rohkost.

JÜRGEN: Und Vanessa nimmt auch die Möhren mit in die Schule und isst sie da sehr gerne und deshalb brauchen wir da vielleicht ein bisschen mehr.

VERA: Im Supermarkt kaufe ich meistens Vorrat für eine Woche ein.

Oft vergesse ich dann etwas, so dass ich dann doch noch ein zweites Mal in den Supermarkt muss.

Zum Beispiel kaufe ich sehr viel, was eingefroren wird oder was sich im Kühlschrank entsprechend lange hält.

JÜRGEN: Also ich mag eher die Abteilung, wo es so viel Süßes gibt, so Schokolade und so Pralinen und so was.

Also da ist eher so mein Schwerpunkt.

VERA: Ja, das kann natürlich auch sehr lecker sein, so eine kleine Nascherei zwischendurch schadet ja auch nicht, oder die Gummibärchen für die Vanessa.

Die müssen wir dann auch regelmäßig besorgen.

Wir kaufen dort auch die Milchprodukte ein, das heißt natürlich Milch, dann verschiedene Joghurts oder auch Quark, Käse – nicht zu vergessen.

JÜRGEN: Ja, Milch kaufen wir immer zweierlei Sachen.

Also ich mag eigentlich lieber eher die Vollmilch und Vera mag eher die fettarme Milch, aber das kann jeder so halten, wie er möchte.

VERA: Genau.

Wir kaufen dort auch unsere Frühstücks-Cerialien, also Müsli oder Corn Flakes.

Dann holen wir dort auch oft unsere Wurst.

Und nicht zu vergessen natürlich auch die Getränke, die wir dich Woche über so verbrauchen.

JÜRGEN: Genau.

Getränke gibt’s ja auch eine Riesenauswahl von kleinen Flaschen zu großen Flaschen, von Cola bis zu Mineralwasser, mit und ohne Bizzl …

VERA: … mit und ohne Kohlensäure, genau.

Aber ich glaube am meisten verbrauchen wir Waser und dazu hole ich ab und zu ein paar Säfte.

JÜRGEN: Genau.

Wasser geht bei uns immer.

Vor allem beim Essen gehört bei uns eigentlich immer eine Flasche Wasser dabei, wo sich jeder von bedienen kann.

VERA: Ansonsten gehe ich vielleicht einmal im Monat in einen ganz großen Supermarkt um dann dort Sachen zu kaufen, die es bei unserem Nahversorger nicht gibt.

Und außerdem gehe ich regelmäßig zum Bäcker und hole dort frisches Brot und was wir sonst noch an Backwaren so benötigen.

JÜRGEN: Bei den großen Supermärkten kriegt man auch meistens nur große Verpackungen, also wenn man zum Beispiel Corn Flakes kaufen will, kriegt man nur die Riesen-Familienpackungen und nicht diese kleinen Packungen, das muss man dann auch bedenken.

VERA: Ja, oder gerade umgedreht.

Wenn ich eine große Packung möchte, die ich meistens nicht beim Nahversorger.

Die bekomme ich dann wieder nur im Supermarkt.

JÜRGEN: So hat alles seine Vor- und Nachteile, ob nah oder fern, ob groß oder klein, aber schade halt, dass diese kleinen Läden verschwunden sind.

VERA: Du meinst jetzt die Tante-Emma-Läden.

JÜRGEN: Genau.

Die gab’s früher an jeder Ecke.

Man hatte irgendwie ein ganz anderes Verhältnis zu dem Ladenbesitzer gehabt, zu der Verkäuferin.

Das war halt irgendwie so ein ganz kleiner Kreis und war eigentlich auch, meine ich, viel netter.

VERA: Ja, es war eine sehr persönliche Angelegenheit.

Aber du darfst nicht vergessen, dass damit schon auch Einschränkungen verbunden waren.

Die Sachen waren relativ teuer und auch die Auswahl war sehr beschränkt.

JÜRGEN: Ja sicher.

Der Verbraucher hat das ja im Grunde bestimmt, wie alles so geworden ist.

Also wir haben’s im Grunde selber in der Hand gehabt und deswegen sind auch diese kleinen Tante-Emma-Läden, ja, praktisch verschwunden.

VERA: Ja.

Obwohl im letzten Jahr im Nachbarort ein kleiner Laden wieder aufgemacht hat.

Der hat sich aber dann auch darauf spezialisiert, besonders frische Sachen anzubieten und auch Biolebensmittel anzubieten.

JÜRGEN: Ja.

Da besinnen sich die Leute auch gerne wieder auf die alten, traditionellen Tante-Emma-Läden zurück, dass das ja doch keine schlechte Sache war und dann gehen die Leute doch gerne wieder da einkaufen.

VERA: Ja, wobei das für die Leute dort auch nicht immer einfach ist mit den Öffnungszeiten der Supermärkte zu konkurrieren, denn die haben ja mittlerweile meistens von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet, während das vor ein paar Jahren in Deutschland aufgrund des Ladenschlussgesetzes nicht möglich war.

JÜRGEN: Ja und ein Laden bei uns in dem Nachbarort hat abends bis 9 Uhr auf und man muss auch bedenken, schön für uns, aber auch nicht schön für die Verkäufer, die dann solange in dem Laden arbeiten müssen.

VERA: Genau.

Und ich weiß sogar von einem anderen Laden in einer Nachbargemeinde, die haben bis 10 Uhr abends sogar auf.

Und ab und zu gibt es ja auch Sonderöffnungszeiten, wo die Läden noch länger aufhaben.

JÜRGEN: Ja, man sagt ja auch “Der Kunde ist König”.

VERA: Ja.

Aber ob sich das nachher nicht im Preis von den Waren niederschlägt, ist natürlich dann noch eine ganz andere Frage.

JÜRGEN: Ja, das kann schon sein.

VERA: Wenn man nun wirklich komplett die Ladenschlusszeit verpasst hat und braucht noch ganz dringend etwas, gibt es ja zum Glück auch noch ein paar Alternativen.

JÜRGEN: Ja, die eine Alternative ist zum Beispiel die gute, alte Tankstelle.

VERA: Stimmt!

Die haben in den letzten Jahren ihr Sortiment enorm vergrößert und um Lebensmittel erweitert.

JÜRGEN: Ja, es ist schon erstaunlich, was man an der Tankstelle alles kriegt.

Nicht nur Zigaretten, wie es früher vielleicht war, sogar Milch, Joghurt, frische Brötchen, Wurst, also an der Tankstelle heute kriegt man eigentlich schon recht viel.

VERA: Genau.

Die haben sogar Tiefkühlkost, habe ich gesehen in …, … an der einen Tankstelle, also nicht jede Tankstelle bietet das, aber einige bieten das, und da kann man sich sogar eine Tiefkühlpizza holen, wenn einem mitten in der Nacht danach ist.

JÜRGEN: Ja, oder man ist an einer Feier (richtig: man ist bei einer Feier) und es ist einem das Bier ausgegangen, was auch sehr wichtig ist, dass das dann auch irgendwo zu bekommen ist, und das geht natürlich auch ganz prima an der Tanke.

VERA: Man bezahlt diesen Service dann eben mit einem etwas höheren Preis.

Außerdem gibt es auch noch verschiedentlich Kioske.

Früher gab es da noch viel mehr.

Inzwischen sind die doch ein wenig von der Bildfläche verschwunden, aber auch die haben oft sehr lange Öffnungszeiten und man bekommt dann dort auch zu späteren Zeiten noch Dinge des täglichen Bedarfes.

JÜRGEN: Genau.

Und man kann auch dabei auch gleich Lotto spielen und deswegen ist dieser Kiosk auch sehr beliebt.

VERA: Das stimmt.

Dort gibt es ja meistens, so als klassisches Programm, Lotto, Zeitschriften, Süßigkeiten, Getränke und Tabakwaren.

JÜRGEN: Genau.

Das gibt es alles dort zu finden und da es im Internet ja auch nicht mehr sein darf, mit dem Lotto spielen, werden jetzt die Kioske, die noch ein Lottogeschäft mit dabei haben, auch wieder mehr Geschäft machen.

VERA: Jetzt sind wir von unseren Lebensmitteln ganz schön weit weg gekommen beziehungsweise wir haben jetzt noch ein paar Alternativen aufgezeigt, wo man Lebensmittel bekommen kann und ich denke, dass unsere Zuhörer jetzt ein bisschen was darüber erfahren haben oder fällt dir noch was ein, was wir vergessen haben, wo wir Lebensmittel kaufen können?

JÜRGEN: Nein, ich glaube, jetzt haben wir alles besprochen.

Das ist kleine und große Geschäfte gibt, sogar teilweise wieder kleine Tante-Emma-Läden, also der Trend ist trotzdem bei den Großen geblieben.

Leider.

VERA: Ja.

Dann verabschieden wir uns an dieser Stelle und wir hoffen, es hat Spaß gemacht, uns zuzuhören.

Auf Wiederhören.

JÜRGEN: Bye-bye.

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Beitrag findet man unter http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/46811/buy/

Vanessa & Vera – Elementary School

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

Vera talks with her daughter Vanessa about elementary school. (Vera spricht mit ihrer Tochter Vanessa über die Grundschule)

VERA: Guten Tag.

Ich sitze hier mit meiner Tochter Vanessa und wir wollen uns ein bisschen über die Schule unterhalten.

Hallo Vanessa.

VANESSA: Hallo Mama.

VERA: Sag mal Vanessa, in welche Klasse gehst du jetzt?

VANESSA: Ich geh jetzt in die 3c.

VERA: Also in die 3.

Klasse.

VANESSA: Ja.

VERA: Und gehst du denn gerne in die Schule?

VANESSA: Ja, das macht einfach viel Spaß in der Schule.

VERA: Weil du mit deinen Freundinnen zusammen bist?

VANESSA: Ja.

VERA: Und warum ist das schön, wenn du mit deinen Freundinnen zusammen bist?

VANESSA: Weil dann können wir viele verschiedene Sachen spielen und nicht so, wenn ich immer nur zu Hause wär’.

Dann müssten wir uns ja noch verabreden.

Das wär’ dann alles viel zu umständlich.

VERA: Aber ihr habt doch Unterricht.

Da könnt ihr doch gar nicht spielen.

VANESSA: Ja, aber in den Pausen.

VERA: Ach, in den Pausen spielt ihr.

Und wo spielt ihr da?

VANESSA: Hm, wir gehen meistens auf den unteren Schulhof von unseren drei Schulhöfen.

VERA: Ihr habt drei Schulhöfe?

VANESSA: Ja, oben einer, dann in der Mitte, da können auch die von der anderen Schule halt hin, und dann gibt’s noch den Unteren, da dürfen nur wir hin.

VERA: Da erklär ich vielleicht noch mal, dass die Schule an einem Hang liegt und deswegen sind die Schulhöfe in verschiedenen Höhenlagen angeordnet und direkt neben eurer Schule ist noch eine andere Schule, die diesen Schulhof dann auch teilweise mitbenutzt.

Ist das richtig?

VANESSA: Ja.

Nur den Obersten und den Untersten dürfen die aus der anderen Schule nicht benutzen.

VERA: Die dürfen also den Mittleren benutzen und die anderen Beiden nicht.

VANESSA: Ja.

VERA: Wie lange ist so eine Pause?

Weißt du das?

VANESSA: Ich glaube, die große Pause geht ungefähr 15 Minuten und die anderen gehen so ungefähr um die 10 Minuten rum.

VERA: Um die 10 Minuten.

Das ist natürlich nicht sehr lange, die Pause, dann.

Da kann man gar nicht so viel spielen.

Was spielt ihr denn da?

VANESSA: Ich spiel meistens mit der Laura und der Hannah.

Und in der Schule, da haben wir so ein besonderes Spielzeug, wie so ein … wie so was, was ein Pferd hat, ein Pferdegeschirr und das kann man um den Kopf legen.

Dann spielen wir damit immer Pferd.

VERA: Dann ist ein Kind das Pferd …

VANESSA: … und der andere ist ein Mensch, der das reitet.

Dann spielen wir meistens zu dritt.

Der eine ist noch das Reitkind, der andere pflegt das Pferd und so und erklärt dem Reitkind das, und der andere ist das Pferd.

VERA: Ah ja.

Das ist interessant.

Aber ihr habt ja nicht nur Pause.

Du hast ja auch Unterricht.

VANESSA: Ja.

VERA: Was für Fächer hast du denn?

VANESSA: Also, am häufigsten habe ich eigentlich Mathe, Deutsch und Sachkunde.

VERA: Sind das dann die wichtigsten Fächer?

VANESSA: Ja.

VERA: Die Hauptfächer sozusagen.

VANESSA: Und sonst hab ich noch Kunst, Sport, Musik, Religion und Englisch.

VERA: Und welches Fach magst du denn am liebsten.

VANESSA: Hm.

Das kann ich eigentlich ziemlich schlecht sagen.

Eigentlich mag ich ziemlich viele so.

Ich mag eigentlich Mathe, Sport, Kunst, dann mag ich auch noch Musik und Englisch, aber Deutsch mag ich auch, aber Sachkunde irgendwie auch.

Also mir gefallen eigentlich alle Fächer.

VERA: Du hast eben gesagt, dass du auch Englisch lernst.

VANESSA: Ja.

VERA: Wie lange lernst du denn schon Englisch?

Seit welchem Schuljahr lernst du denn Englisch?

VANESSA: Seit dem Dritten haben wir angefangen.

VERA: Also jetzt in diesem Schuljahr erst.

VANESSA: Ja.

VERA: Und wie gefällt dir das, eine andere Sprache zu lernen?

VANESSA: Ich find das eigentlich richtig toll.

Das macht nämlich richtig Spaß, erstmal wenn man schon ein paar Wörter kann und dann kann man auch Sätze schon richtig reden.

VERA: Also ihr könnt jetzt auch schon kleine Sätze sagen in Englisch.

VANESSA: Ja.

Wir können uns unterhalten auf Englisch, ein paar Wörter und … und das macht einfach Spaß.

VERA: Das ist ja schön.

Und könnt ihr auch schon schreiben?

VANESSA: Ja, na klar!

Das haben wir schon lange gelernt, mit schreiben.

VERA: Ich meine jetzt Englisch schreiben.

VANESSA: Englisch schreiben können wir eigentlich noch nicht so richtig aus dem Kopf.

VERA: Ihr lernt im Moment vor allem erst mal sprechen und verstehen, ist das richtig?

VANESSA: Ja.

VERA: Und wie lernt ihr das?

Sagt euch das die Lehrerin oder seht ihr euch Filme an oder hört ihr euch Sachen an?

VANESSA: Also, die Lehrerin, die redet ein bisschen auf Englisch was und wir können dann meistens schon so ein bisschen ahnen, was sie uns sagt und dabei lernen wir das und mit lustigen Englisch-Spielen auch.

VERA: Ach, ihr macht Spiele.

VANESSA: Ja.

VERA: Sprachspiele?

VANESSA: Hm, hm.

VERA: Das können auch alle gut oder gibt es auch Kinder, die da Probleme haben?

VANESSA: Eigentlich können alle Englisch so ziemlich gut.

VERA: Ja?

Und das macht auch allen Spaß?

VANESSA: Hm, hm.

Das macht richtig dolle Spaß.

Zum Beispiel bei dem Spiel Englisch-Schlange.

Da werden zwei Mannschaften aus den Kindern aus der Klasse ausgesucht.

Dann stellen die zwei Mannschaften sich in Reihen auf, jede Mannschaft in einer Reihe, so dass die Reihen sich gegenüber stehen, und dass dann immer zwei Kinder vorne sind.

Und die Frau Major hat Schilder gehabt, wo ein paar Gegenstände abgebildet sind, und dann zeigt sie immer ein Bild uns und wer von den zwei Kindern vorne, die vorne in der Schlange sind, den Gegenstand als erstes auf Englisch sagt, der darf dann den Anderen mit in seine Schlange nehmen.

Und gewonnen hat die Mannschaft, die zum Schluss am meisten Kinder aus der Klasse hat.

VERA: Die also dann die längste Schlange bildet.

VANESSA: Ja.

VERA: Ja das hört sich doch interessant und spannend an.

VANESSA: Ja.

Das macht auch richtig Spaß, wenn man erstmal die Wörter so richtig kennt.

VERA: Ja.

Und dann ist man auch motiviert, sich anzustrengen, weil man es eben mit einem Spiel verbindet und man ja auch gerne gewinnen will, oder?

VANESSA: Ja.

VERA: Und wie sieht das in Deutsch aus?

Da hast du ja schon in den ersten beiden Klassen Lesen und Schreiben gelernt.

Was macht ihr da jetzt?

VANESSA: Also wir lernen gerade so die Rechtschreibung und die Wörterarten.

VERA: Die Wortarten?

VANESSA: Ja.

VERA: Welche Wortarten lernt ihr?

VANESSA: Also einmal lernen wir die Nomen, dann noch Verb und dann noch die Adjektive.

VERA: Dann sag mal ein paar Nomen.

VANESSA: Also Nomen sind zum Beispiel Baum, Haus, Fenster, Mensch oder solche Wörter halt, die man malen kann oder anfassen.

Aber es gibt auch so besondere Nomen, die man nicht malen kann zum Beispiel Liebe, Frieden oder so etwas.

VERA: Ah ja.

Und was sind Verben?

VANESSA: Verben, das tut man, zum Beispiel laufen, springen, kaufen oder solche anderen Wörter, die so ähnlich sind.

VERA: Ah ja.

Und dann hattest du noch gesagt, Adjektive.

VANESSA: Adjektive, die haben was Besonderes.

Die kann man nämlich steigern.

Zum Beispiel bei hoch.

Da kann man machen hoch, höher, am höchsten.

Und bei Nomen und Verb geht das nicht.

VERA: Ja, bei Nomen kann man nur Mehrzahl bilden, zum Beispiel ein Kind und …

VANESSA: … viele Kinder.

VERA: … viele Kinder.

Genau.

Da kann man in gewisser Weise dann eine Mehrzahl bilden, aber nicht steigern, genau.

Hast du noch ein Beispiel für ein Adjektiv?

VANESSA: Ja.

Ich hab noch eins.

Schön: Schön, schöner, am schönsten.

VERA: Das Wetter ist schön.

Was ist jetzt da das Nomen?

VANESSA: Das Nomen ist “das Wetter”.

VERA: Und was ist das Verb?

VANESSA: Wie war noch mal der Satz?

VERA: Das Wetter ist schön.

VANESSA: Das Verb war “ist”.

VERA: Und das Adjektiv?

VANESSA: Das Adjektiv war “schön”.

VERA: So.

Und morgen ist das Wetter …

VANESSA: … schön.

VERA: Oder es ist …

VANESSA: … schlecht.

VERA: Ja.

Oder wenn es noch schöner ist als heute … dann wär’ das ja die Steigerung.

VANESSA: Schöner!

VERA: Das Wetter ist schöner.

Genau.

VANESSA: Oder am schönsten!

VERA: Oder am schönsten!

Genau.

Vanessa, ich glaube das war ganz schön, was wir jetzt hier gesprochen haben oder möchtest du noch was zu deinen anderen Schulfächern sagen?

VANESSA: Hm.

Eigentlich nicht.

VERA: Okay.

Dann sagen wir jetzt mal Tschüss.

VANESSA: Ja.

Tschüss.

VERA: Und ich hoffe es hat ein bisschen Spaß gemacht.

VANESSA: Ja.

Wir hoffen, es hat euch Spaß gemacht, hier bei uns zuzuhören bei dem kleinen Interview.

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Podcast findet man in der Sammlung “GermanLingQ Zusatzinformationen”: http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/#45635

Jürgen & Vera – Computers

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jürgen and Vera talk about computers and their components.(Jürgen und Vera sprechen über Computer und deren Bestandteile.)

VERA: Hallo Jürgen.

JÜRGEN: Hallo Vera.

VERA: Ja, wir haben uns heute ein Thema überlegt und zwar hast du doch neulich deinen Rechner neu gemacht?

JÜRGEN: Ja, ganz genau.

Und Computer ist eh’ mein Lieblingsthema.

VERA: Genau.

Aber ich mache ja auch gerne etwas mit dem Computer.

Deswegen interessiert mich das Thema natürlich auch.

Warum hast du denn letztens so viel an deinem Computer gebastelt?

JÜRGEN: Ja, mein Computer war schon relativ alt.

Das Betriebssystem war schon zu alt, die Festplatte zu klein und dann wurd’s Zeit, dass man einen neuen Computer sich aufsetzt.

VERA: Also liefen dann einige Programme nicht mehr so, wie du es dir gewünscht hast?

JÜRGEN: Ja, er war schon ziemlich langsam geworden und neue Programme ließen sich gar nicht installieren, weil er halt nur Windows 98 drauf hatte.

VERA: Oh, das ist natürlich schon wirklich ziemlich alt.

Und hast du dir dann einfach einen kompletten, neuen Rechner gekauft oder wie bist du vorgegangen?

JÜRGEN: Ja, ich habe im Grunde nur das Gehäuse genommen, das Alte, und hab innen drin die ganzen Innereien neu gemacht, wie zum Beispiel das Mainboard.

VERA: Das Mainboard alleine war’s aber nicht, wenn ich gesehen habe, was du da alles für Sachen angeschleppt hast.

JÜRGEN: Ja, das Mainboard ist im Grunde die Hauptsache in dem Computer.

Dazu kommt natürlich noch ein neues Netzteil, weil das Alte auch nicht mehr gut war, die Festplatte, musste ‘ne neue rein, die hat dann zu dem Mainboard nicht mehr gepasst, ein neuer Prozessor und, na ja, da kam doch allerhand zusammen.

VERA: Hast du dir diese Sachen dann alle selber herausgesucht oder bist du da in ein Geschäft gegangen und hast gesagt, ich brauch jetzt mal neue Teile für meinen Computer?

JÜRGEN: Ja, ich hab mir vorher schon Gedanken gemacht, was brauchst du und was nimmst du am besten, und dann habe ich schon so eine Art Einkaufszettel gehabt und damit bin ich dann in das Geschäft und hab mir die passenden Teile herausgesucht.

VERA: Also erst mal ein Mainboard und dann zu dem Mainboard den passenden Prozessor dazu.

JÜRGEN: Genau.

Das Mainboard ist im Grunde das Grundgerüst.

Und dazu müssen dann passend die anderen Teile dazu gekauft werden, damit auch alles miteinander harmoniert.

VERA: Ah ja.

Und das Netzteil muss ja auch eine bestimmte Leistungsfähigkeit haben, wenn ich mich da richtig erinnere.

JÜRGEN: Genau.

Das Netzteil darf nicht zu schwach sein, darf aber auch nicht so laut sein, dass es einen nicht stört und die Mindestvoraussetzungen müssen schon stimmen.

VERA: Und was für eine Festplatte hast du jetzt eingebaut?

Wie viel Speicherplatz bietet die?

JÜRGEN: Ja, die Festplatte hat 500 GB (Gigabyte).

VERA: 500 GB, da kannst du aber schon ein paar Daten drauf speichern.

JÜRGEN: Ja, da passt schon ordentlich was drauf.

VERA: Warum brauchst du so viel Speicherplatz?

JÜRGEN: Ja, da kommt schon einiges zusammen; dies Programm und da Bilder, da ein Video und da ist ruckzuck die Festplatte voll.

VERA: Das stimmt.

Mit Bildern und Videos bekommt man die Festplatte wirklich schnell voll.

Das kenne ich auch.

Und du hast gesagt, du hattest noch Windows 98 drauf.

Was hast du denn jetzt für ein Betriebssystem gewählt?

JÜRGEN: Ja, ich habe jetzt Windows XP genommen, weil das ein, ja denk ich mal, ein ausgereiftes Betriebssystem ist, und Windows Vista wollte ich mir nicht antun.

Da denke ich, da bleibst du lieber bei dem guten alten XP.

VERA: Ja, ich hab auch von einigen Leuten gehört, dass manche Programme darauf nicht laufen und sie sich dann viele neue Programme kaufen mussten und die sind ja nicht so ganz billig.

JÜRGEN: Genau.

Die Programme sind das eine und dann muss das Ganze ja auch funktionieren miteinander und Windows Vista ist halt noch sehr neu und ja, es läuft noch nicht so rund, habe ich das Gefühl.

VERA: Was hast du noch gebraucht?

Brauchtest du auch eine neue Grafikkarte oder ist Grafik für dich nicht so wichtig?

JÜRGEN: Ja, die Grafikkarte ist auf dem Mainboard mit drauf und es ist keine super Grafikkarte, aber für meine Bedürfnisse reicht sie alle mal.

VERA: Also du willst keine tollen Spiele damit machen?

JÜRGEN: Genau.

Der Computer ist eher für Bürosachen geeignet, außer für Spiele.

So was, das brauch ich eigentlich, auf diesem Computer zumindest, nicht.

VERA: Ja, dann sind die Anforderungen an die Grafik natürlich nicht so hoch.

Und Soundkarte, wie sieht es damit aus?

JÜRGEN: Ja, auch die Soundkarte ist eine einfache Soundkarte, die ja auf dem Mainboard ist und das reicht auch.

VERA: Und für einen Computer, da braucht man ja auch noch eine Tastatur und eine Maus.

Aber die hattest du wahrscheinlich noch, oder?

JÜRGEN: Genau.

Die Maus und die Tastatur konnte ich von dem alten Computer übernehmen und die funktionieren auch prima, und, ja warum soll ich sie dann nicht übernehmen.

VERA: Genau.

Und Bildschirm hattest du dir ja auch erst vor einiger Zeit einen neuen zugelegt, wenn ich mich richtig erinnere.

JÜRGEN: Genau, ein Bildschirm war auch schon ein Neuer da.

Ein Flachbildschirm, und der ist auch vom neuesten Stand, und so war im Grunde alles zusammen.

VERA: Und wie lange hast du dann gebraucht, um den PC dann letztlich erst einmal auseinander zu bauen und dann wieder zusammen zu bauen?

JÜRGEN: Also der Zusammenbau mit Mainboard und so weiter hat etwa ‘ne halbe Stunde gedauert.

VERA: So schnell?

JÜRGEN: Ja, das ging recht flott.

Und die meiste Zeit war eigentlich das Betriebssystem einzurichten und das hat, ich glaube, fast zwei Stunden gedauert.

VERA: Das ist natürlich schon ganz schön lange.

Aber das liegt auch an den Updates oder waren die Updates danach noch zu machen?

JÜRGEN: Ja, das Betriebssystem überhaupt braucht sehr viele Einstellungen und bis die ganzen CDs geladen werden, das dauert halt schon ‘ne ganze Weile.

VERA: Und was war dann das Nächste, was du aufgespielt hast?

JÜRGEN: Ja, nach dem Betriebssystem kam dann das Virenprogramm.

Das hat auch noch mal eine ganze Zeitlang gedauert, bis das konfiguriert war.

Dann musste ein Update gemacht werden, damit wieder die aktuellen Virenschutzprogramme drauf waren und als (‘wenn’ ist regional) das alles soweit fertig war, dann kamen dann die Programme dran.

VERA: Das kann einen wirklich ganz schön aufhalten.

Da konntest du aber auch Programme verwenden, die du schon hattest oder musstest du die auch neu besorgen?

JÜRGEN: Ja, die meisten konnte ich nehmen, von den alten Programmen.

Ich musste aber auch teilweise neue nehmen und deswegen hat das auch etwas länger gedauert.

VERA: Und hat dann alles gleich funktioniert oder gab es noch ein paar Probleme?

JÜRGEN: Na ja, so alles funktioniert nicht immer sofort.

Da ist mal ein kleiner Fehler und da muss man noch was ändern, aber im Großen und Ganzen hat es dann nachher doch geklappt.

VERA: Wie viele PCs hast du denn schon so eingerichtet, wenn du mal so zurückdenkst?

JÜRGEN: Och, insgesamt kommen bestimmt so 20 Stück zusammen.

VERA: Da hast du ja schon richtig Routine.

JÜRGEN: Na ja, Routine nicht, aber ein bisschen kenne ich mich schon aus.

VERA: Ja ich hab ja auch schon ein paar PCs eingerichtet, aber irgendwie ist es komisch, man hat immer wieder andere Probleme, das ist so mein Gefühl.

Bis man alle Einstellungen so hinbekommen hat, da kann man manchmal ganz schön viel Zeit mit verbringen und kämpft ganz schön rum, bis alles so läuft.

JÜRGEN: Genau.

Es ist immer irgendwas Neues.

Da hat man den Einen schön zusammenbebaut, dann kommt der Nächste, da ist wieder ein anderes Problem, also es kommt immer irgendwas Neues dazu.

Es ist niemals das Gleiche.

VERA: Genau.

Zumal man ja das Problem hat, dass jeder Rechner, oder dass meistens der nächste Rechner, ein anderes Mainboard hat und schon ist wieder irgendetwas anders.

JÜRGEN: Genau.

Aber heute ist das alles Modulsystem – das ist heute einfacher, als (‘wie’ ist regional) es früher war – wird einfach zusammen gesteckt und eigentlich sollte es dann passen.

VERA: Also ich bin immer froh, wenn mein Rechner läuft und wenn ich nichts dran einstellen muss und ich hoffe, er tut es auch noch lange, aber mein Rechner ist ja auch erst zwei Jahre alt.

Obwohl – zwei Jahre in dem Bereich natürlich doch dann schon wieder sehr lange ist.

JÜRGEN: Ja, in zwei Jahren kann sich sehr viel verändern.

Gerade in Sachen Computer sind (‘ist’ ist falsch) zwei Jahre schon eine relativ lange Zeit.

VERA: Gut.

Aber meine Ansprüche sind ja auch nicht so extrem und für die Sachen, die ich mache bin ich mit meinem Rechner ganz zufrieden.

Na Jürgen.

Dann danke für das Gespräch.

JÜRGEN: Ja, ich danke dir.

VERA: Und ich hoffe, dass wir bald wieder hier sitzen und ein Gespräch aufzeichnen.

Tschüss.

JÜRGEN: Bye-bye.

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Podcast findet man in der Sammlung “GermanLingQ Zusatzinformationen”: http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/#44768

Jürgen & Vera – At The Zoo

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Jürgen and Vera talk about a recent trip to the zoo, in particular, they discuss the transportation they used. (Jürgen und Vera sprechen über die Fahrt zum Zoo insbesondere über die Verkehrsmittel.) Image courtesy of Paraflyer.

VERA: Hallo Jürgen.

JÜRGEN: Hallo Vera.

VERA: Ich hab mir überlegt, dass wir heute vielleicht noch mal den Tag rekapitulieren.

Wir waren im Zoo.

Wie hat dir denn der Tag so gefallen?

JÜRGEN: Ja, ich fand den ganz prima.

Vor allem die Fahrt mit der Bahn.

VERA: Wir sind nämlich nicht mit dem Auto gefahren.

Das ist immer ein wenig problematisch.

JÜRGEN: Die Fahrt zum Zoo mit dem Auto ist auch nicht sehr spannend.

VERA: Und dann vor allem das Problem mit den Parkplätzen rund um den Zoo.

Da gibt es ja nicht so viele Möglichkeiten, wo man sein Auto abstellen kann.

Und ich kann mich erinnern, dass wir manchmal zwei oder drei Runden um den Zoo drehen mussten, bis wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten.

JÜRGEN: So können wir uns eher auf den Zoo konzentrieren.

VERA: Das stimmt.

Und außerdem ist so eine Anreise mit der Bahn ja auch immer ein kleines Erlebnis.

JÜRGEN: Genau.

Die U-Bahn ist sehr spannend.

Die Leute, die da alle mitfahren.

Es ist eine tolle Sache einfach mal mit der U-Bahn zu fahren.

VERA: Genau.

Das Ganze geht ja erstmal los, dass ich im Internet nachschauen musste, wann geht denn überhaupt ein Zug.

JÜRGEN: Genau.

Die Uhrzeit festlegen, wann geht’s los, wann geht’s ab und so weiter.

VERA: Man muss sich dann überlegen, wann fahren wir hin und wann wollen wir ungefähr zurückfahren, wann gehen so die Züge und wann muss ich umsteigen, an welchen Orten muss ich umsteigen.

Das ist für jemanden, der nicht jeden Tag mit der Bahn fährt, ja nicht so einfach.

JÜRGEN: Ja.

Da wir nur zweimal umsteigen brauchten, war das alles kein Problem.

VERA: Und am Bahnhof bei uns gibt es auch ein großes Parkhaus und da konnten wir unser Auto abstellen und hatten von da dann nicht weit bis zum Gleis.

JÜRGEN: Und die Parkgebühren waren auch sehr günstig, weil die Bahnfahrer haben einen extra Tarif.

VERA: Genau.

Das hat nur drei Euro gekostet und wenn man jetzt nicht mit der Bahn fährt, kostet es acht Euro für den Tag und das ist dann eigentlich eine sehr praktische Sache.

JÜRGEN: Das Geld können wir für andere Sachen besser gebrauchen.

VERA: Genau.

Hinzus war der Zug auch nicht so voll.

Wir haben auch einen schönen Sitzplatz gefunden und waren dann in 35 oder 40 Minuten in der Stadt, in der der Zoo ist, und sind dann dort umgestiegen in die S-Bahn zunächst.

JÜRGEN: Ja.

Nach der S-Bahn kam dann die U-Bahn und die U-Bahn endete praktisch direkt beim Zoo, direkt beim Eingang.

VERA: Das waren vielleicht 100 Meter zu laufen bis zum Zoo.

JÜRGEN: Wir brauchten nur noch den Eintritt zu bezahlen und waren schon im Zoo.

VERA: Wir haben uns dann vor allem auf das neue Affenhaus gefreut.

Das ist kürzlich erst eröffnet worden, aber ich fand, es ist noch eine ziemlich Baustelle dort.

JÜRGEN: Ja, vor allem außen ist alles noch im Bau und das wird auch wohl noch eine ganze Zeit lang dauern, bis es fertig ist.

VERA: Innen war es schon recht ordentlich.

Die Tiere hatten sich wohl auch schon eingelebt, hatte ich das Gefühl, und fühlten sich dort wohl.

Es ist auch ganz toll geworden, finde ich.

JÜRGEN: Ja, die Affen machten auch schon ganz schönes Spektakel.

VERA: Das stimmt.

Das war ziemlich laut – stellenweise.

Und sehr warm im Affenhaus, fand ich.

JÜRGEN: Ja, die Affen wollen’s natürlich auch warm haben, wie in ihrer Heimat.

VERA: Das stimmt.

Und bei uns ist ja jetzt schon November und da war es sonst draußen schon recht frisch.

Wenn man dann in die Halle rein kam, dann war es schon richtig warm.

Ich musste meine Jacke ausziehen, damit ich nicht schwitze.

JÜRGEN: Ja im Zoo gibt’s natürlich noch andere Tiere zu sehen, wie die Affen.

Es waren auch noch Tiger zu sehen und Bären und ja, an was mer (dialekt: wir) so vorbei gekommen sind.

VERA: Ja, vor allem den Bartgeier fanden wir sehr interessant und wir hatten dann das Glück, dass dort noch eine Mitarbeiterin vom Zoo uns was zu dem Bartgeier erzählen konnte.

JÜRGEN: Ja, es ist ein sehr schönes Tier, sehr groß und wirklich imposant.

VERA: Und die Frau erzählte uns dann, dass der Bartgeier praktisch ausgestorben war, hier in den Alpen, weil er so gejagt worden war und das es jetzt Zuchtprogramme gibt, damit der Bartgeier erhalten bleibt.

Vor allem ein wunderschönes Tier für einen Geier.

JÜRGEN: Und da er sich fast ausschließlich nur von Knochen ernährt, ist es auch nicht das Problem, dieser Geier.

VERA: Die Leute hatten wohl früher Angst oder haben erzählt, dass der auch Lämmer und Kinder anfällt und solche Horrorgeschichten kursierten da, erzählte uns die Dame.

JÜRGEN: Aber das ist völliger Quatsch.

VERA: Nachdem wir uns dann einige Tiere angeschaut hatten, haben wir auch Hunger bekamen und dann haben wir überlegt, wo essen wir was im Zoo …

JÜRGEN: … und da war der Mexikaner nicht weit.

VERA: Genau.

Im Zoo gibt es nämlich einen Mexikaner, der superleckere Sachen macht und da gehen wir immer wieder gerne hin.

JÜRGEN: Auch diesmal haben wir wieder zugeschlagen mit mexikanischem und sonstigem Allerlei.

VERA: Wir lieben dieses Fingerfood, also die Sachen, die man einfach aus den Händen isst.

Das hab ich mir dann mit meiner Schwester und meiner Tochter geteilt und das war wieder superlecker.

Vor allem die tollen Saucen dazu.

JÜRGEN: Und ein super Salat Marke Acapulco war natürlich auch dabei.

VERA: Genau, das isst du immer gerne.

JÜRGEN: Richtig.

VERA: Stimmt.

Danach hatten wir gar nicht mehr so viel Zeit, denn im November wird es doch leider ziemlich früh dunkel und dann haben wir uns auch relativ schnell auf den Heimweg wieder machen müssen und dann ging das Ganze noch mal rückwärts.

JÜRGEN: Genau: Wieder rein in die U-Bahn, rein in die S-Bahn und ab mit der Bahn nach Hause.

VERA: Das ist für uns, wie gesagt, immer wieder spannend, weil wir das nicht so oft erleben und bei der Rückfahrt war es so, dass der Zug schon lange vor der Abfahrt im Bahnhof bereitstand und so konnten wir unseren Platz in Ruhe suchen und früh einnehmen.

Und das ist immer ganz spannend, wenn man dann die anderen Bahnreisenden mal beobachtet oder so zuhört, was da passiert, finde ich.

JÜRGEN: Genau.

Bei uns gegenüber saß auch ein blinder Mitfahrer und der kam trotz seiner Sehbehinderung sehr gut zurecht.

VERA: Man hatte das Gefühl, dass es für ihn nichts Neues war mit der Bahn zu fahren.

Er war es anscheinend gewöhnt.

JÜRGEN: Es war für ihn irgendwie selbstverständlich.

VERA: Was ich dann nur merkte auf der Rückfahrt, durch das gleichmäßige Geräusch der Bahn und das sanfte schütteln und rütteln der Wagen, wurde man total schläfrig.

JÜRGEN: Genau, ich musste auch schon anfangen zu gähnen.

VERA: Bist du jetzt immer noch müde, Jürgen?

JÜRGEN: Nein, jetzt geht’s schon wieder.

VERA: … geht’s schon wieder!

Jedenfalls war’s eine gute Fahrt.

Und was mir auch aufgefallen ist, die Bahnbediensteten waren alle sehr höflich und sehr nett und werden ihrem schlechtem Ruf überhaupt nicht gerecht.

JÜRGEN: Nein, hat alles wunderbar geklappt.

Sie haben alles wunderbar erklärt.

Die Durchsagen waren klar und deutlich.

Also es hat gut geklappt mit der Bahn.

VERA: Zwischendurch kam dann auch der Mann mit dem Service durch.

Das heißt dort konnte man dann Kaffee oder kleine Snacks bekommen.

Auch ganz höflich und supernett.

Also, wir lieben Bahn fahren.

JÜRGEN: Wo wir ausgestiegen sind, sind sehr viele Leute ausgestiegen und wir hatten unsere Last, die Treppen hoch zu laufen, weil, ja, alle waren auf einmal irgendwie da.

VERA: Genau.

Es war ein Mordsgedränge, ich glaube, das hing aber auch damit zusammen, dass gleichzeitig mit unseren Zug ein Zug aus der Gegenrichtung am gegenüberliegenden Bahngleis angekommen ist.

JÜRGEN: So wird es gewesen sein und da waren wir froh, wo wir aus diesem ganzen Gewusel draußen waren und nach Hause fahren konnten.

VERA: Ja.

Aber es war doch wirklich ein schöner Tag im Zoo?

JÜRGEN: Sehr schön!

VERA: Dann sagen wir an dieser Stelle Tschüss und wir hoffen, Euch hat es Spaß gemacht, uns zuzuhören.

JÜRGEN: Tschüss.

Anmerkung: Zusatzinformationen und Erläuterungen zu diesem Podcast findet man in der Sammlung “GermanLingQ Zusatzinformationen”: http://www.lingq.com/learn/de/store/33230/#43808