Jolanda and Vera – Children’s Education

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jolanda and Vera talk about children’s education. Jolanda und Vera sprechen über Kindererziehung.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute ist wieder Jolanda bei mir.

JOLANDA: Guten Tag, Vera.

VERA: Wir hatten diesmal eine Anfrage im Forum für ein Thema und zwar hat uns James gebeten, ob wir einen Podcast über Kindererziehung machen können.

JOLANDA: Ein ganz interessantes Thema.

Du bist natürlich ganz nahe betroffen davon.

Du hast ja ‘ne Tochter, oder?

VERA: Ja, das stimmt.

Ich habe eine Tochter.

Sie ist mittlerweile 10 Jahre alt und ich habe sogar mit ihr mal einen Podcast für GermanLingQ gemacht.

Ich weiß jetzt gar nicht, welche Folge das war, aber das muss vor ungefähr zwei Jahren gewesen sein.

Da ging sie noch in die Grundschule.

JOLANDA: Schön.

VERA: Ja.

JOLANDA: Also ich habe selber keine Kinder.

Und darum ist es beim Thema Kindererziehung ganz lustig.

Also ich finde es lustig.

Wenn ich gleicher Meinung bin, wie die Mütter oder Väter oder Tanten oder Onkel, dann finden sie: “Ja, das verstehst du ganz gut.

Du verstehst sehr viel von Kindern und du hast Erfahrung und so.”

Und wenn ich anderer Meinung bin, dann heißt es einfach: “Ja, das verstehst du natürlich absolut überhaupt gar nicht, weil: du hast ja keine Kinder.

VERA: Das finde ich sehr lustig.

Ja, das wird immer passend ausgelegt.

Aber ich denke, man muss nicht Kinder haben, um etwas von Kindererziehung zu verstehen.

Ich denke, dazu muss man vor allem Kinder kennen und mit Kindern zu tun haben und ich glaube, das hast du ja schon sehr viel gehabt, dass du mit Kindern zu tun hattest, oder?

JOLANDA: Ja, ja.

Ich liebe Kinder und ich bin sehr gerne mit Kindern zusammen und nutze diese Zeit auch wirklich, wenn ich dann mit Kindern zusammen bin.

VERA: Hm.

Ja gut, ich habe, wie du schon gesagt hast, auch meine persönlichen Erfahrungen und man liest ja auch immer in den Zeitungen Artikel über Kindererziehung.

Ich habe das zumindest gemacht als Vanessa noch kleiner war.

Und das gibt einem schon viele Anregungen, aber ich finde immer, man sollte nichts als ein Dogma sehen.

Man muss auch selber darüber nachdenken, seinen eigenen Verstand gebrauchen, sein Gefühl auch einsetzen, denke ich, und dann ist Kindererziehung nicht so schwer, finde ich.

Ich habe es zumindest nie als schwer empfunden und ich habe auch eigentlich mit meiner Tochter keine großen Probleme gehabt.

Das liegt aber auch vielleicht auch daran, dass ich eine sehr genaue Vorstellung davon hatte, was ich mit ihr erreichen will und wie ich dazu handeln muss, ja.

Zum Beispiel war mir immer wichtig, dass ich eine Linie habe in der Erziehung, das Vanessa immer genau weiß, woran sie ist bei mir.

Also nicht heute hü und morgen hott, sondern es gibt klare Regeln und an die muss man sich halten und dann funktioniert das auch ganz gut.

JOLANDA: Ja.

Ich finde, dann haben die Kinder wirklich auch einen Anhaltspunkt, wie es läuft oder wie es gewünscht wird.

Ob man dann mal drüber diskutieren kann, warum das so ist oder warum man das so möchte, das ist dann die andere Seite.

Aber ich glaube, es ist ganz wichtig für die Kinder zu sehen, auch wie die Erwachsenen das machen und dann kopieren sie uns ja und dann können sie auch gewisse Verhaltensweisen übernehmen.

Da brauchen man gar nicht viel zu erklären.

VERA: Genau.

Zum Beispiel, dass man zuverlässig ist.

Wenn ich etwas zusage, dann muss ich es auch halten.

Und wenn ich nicht weiß, ob ich es halten kann, darf ich es gar nicht erst zusagen.

Zum Beispiel wenn meine Tochter fragt: “Können wir am Samstag ins Kino gehen?”

Dann sage ich “ja”, “nein” oder “Ich weiß es noch nicht.”

Aber wenn ich einmal “ja” sage, dann muss ich auch alles daran setzen, dass ich das dann auch mache.

JOLANDA: Genau.

Und das weiß sie natürlich von dir und kann sich darauf verlassen.

Aber umgekehrt, wenn du etwas abmachst mit ihr, dann weiß sie natürlich auch, dass diese Abmachung gilt.

VERA: Genau.

Das ich dann erwarte, dass sie sich daran hält.

Also das ist zum Beispiel für mich eine ganz wichtige Sache, dass man als Elternteil auch eine Zuverlässigkeit an den Tag legt, dass die Kinder wissen, woran sie sind: was wird von mir erwartet.

Und dass sie auch wissen, wenn meine Eltern mir etwas versprechen oder mir etwas sagen, kann ich mich auch darauf verlassen.

Nur dann kann sich das Kind ja auch “sicher” fühlen …

JOLANDA: Ja.

VERA: … in seinem Handeln, ja.

Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Sache, dass Kinder wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie von den Erwachsenen erwarten können, damit sie sich überhaupt wohlfühlen können.

JOLANDA: Ja.

Ein ganz wichtiger Punkt, finde ich auch: Zeit haben.

Und zwar, finde ich ganz wichtig, dass man sich für gewisse Zeit wirklich Zeit nimmt für das Kind.

Und dann wirklich nur mit diesem Kind oder wenn mehrere, wenn Geschwister sind, mit mehreren Kindern etwas macht.

Und daneben weder telefoniert, noch Fernsehen schaut, noch irgendwie mit sonst jemandem noch Kaffee trinkt, sondern dass man wirklich Zeit hat und nur mit den Kindern etwas macht, was die Kinder machen möchten.

Das kann ein Spiel sein, kann eine Geschichte erzählen oder im Wald etwas machen.

Egal was.

Aber einfach, dass sie in dieser Zeit der Mittelpunkt sind.

Und nachher, also ich habe die Erfahrung gemacht, dass nachher Kinder auch akzeptieren, wenn man sagt: “Jetzt habe ich keine Zeit.

Jetzt muss ich das und das machen.”

Und das geht viel störungsfreier.

Wenn die Kinder dann wissen, ja, dann und dann hat sie wieder Zeit oder jetzt hat sie für mich Zeit, aber jetzt hat sie für Frau Müller oder Frau Meier Zeit.

VERA: Ja, ich glaube, das ist ein ganz guter und ganz wichtiger Rat.

Das nennt sich Qualitätszeit, die man mit den Kindern verbringt.

Also nicht Zeit, wo man sowieso zusammen ist, weil man zusammen isst, sondern Zeit, die man auch dann den Kindern regelrecht widmet, ja.

Ich habe zum Beispiel mit Vanessa immer viel gebastelt, weil sie das gerne macht, obwohl ich das überhaupt nicht gerne mache, aber ich habe das dann eingeplant, weil sie es gerne gemacht hat und dann haben wir halt gebastelt zusammen.

Oder was du angesprochen hast, das Vorlesen.

Ich hab ihr bis vor kurzem immer jeden Abend vorgelesen.

Jetzt nicht mehr jeden Abend, weil sie es nicht mehr immer möchte, aber manchmal will sie es noch und dann mache ich es auch noch und jetzt liest sie halt mehr selber.

Aber das haben wir ganz, ganz lange gemacht und das war ein regelrechtes Ritual für uns, abends zusammen 10 Minuten, 15 Minuten ein Buch zu lesen.

JOLANDA: Ja, ah, das finde ich so schön.

Das mache ich mit meinen Nachbarskindern auch öfters, wenn ich dort bin und sie abends hüte.

Dieses Geschichten-Erzählen-Ritual, das kennen sie von ganz klein auf.

Also das machen sie auch mit den Eltern und auch bei mir und letzten Samstag hat mir die Kleine, die jetzt gerade Lesen gelernt hat, hat sie mir ‘ne Geschichte vorgelesen.

Und ich fand das so köstlich.

VERA: Ja, das ist schön.

Ja, Lesen ist, glaube ich, sowieso etwas ganz, ganz Wichtiges.

Es ist ja eine der Grundfertigkeiten und alles basiert auf dem Lesen.

Wenn man nicht Lesen kann, kann man auch die meisten anderen Sachen nicht lernen.

Also das ist ja eine Grundfähigkeit, die man erwerben muss, das Lesen.

Und ich finde das Vorlesen ist sozusagen die Vorstufe.

Das Vorlesen hilft ja auch, dass das Kind ein besseres Sprachgefühl bekommt, dass es sich später besser artikulieren kann, dass es weiß, wie man sich ausdrücken kann.

Und ich glaube, das wird noch von vielen Eltern unterschätzt, wie wichtig das Vorlesen ist um dem Kind später zu ermöglichen, dass es richtig gut in Deutsch ist, nachher auch in der Schule zum Beispiel.

JOLANDA: Ja, ja.

Ich dachte lange Zeit, das wäre einfach wirklich bei allen Kindern so, also bei vielen Kindern so, dass abends Geschichten vorgelesen werden.

Zuerst erzählt und dann vorgelesen, aber ich hab da jetzt auch über meine Nachbarskinder erfahren, als die mal im Kindergarten fragten, was hast du denn gestern für eine Geschichte gehört oder welches Bilderbuch hast du zuhause, ja, da gibt’s Kinder, die haben zuhause keine Bilderbücher, keine Geschichtsbücher, ja.

Gehört nicht zum Abendritual.

VERA: Das ist doch sehr traurig, oder?

JOLANDA: Ja, ja.

Und für mich unverständlich.

Also … ich … ja …

VERA: Ich kann es auch nicht verstehen.

Und bei uns in der Schule haben sie auch sogenannte “Lesepaten” gesucht, also Menschen, die in die Klassen gehen und in den Klassen zum Beispiel vorlesen.

Vor allem in der Grundschule oder jetzt in der Förderstufe, in der Vanessa jetzt gerade ist, werden Leute gesucht, die mit Kinder lesen, die dort eben noch Defizite haben in der 5.

Klasse, ja.

Also das ist für mich unglaublich, ja.

Das es dort so viele Kinder gibt, die noch Probleme mit dem Lesen haben.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ich denke, über das Thema könnten wir noch sehr lange sprechen, aber wir …

JOLANDA: Ja.

VERA: … wir wollen die Podcasts nicht zu lange werden lassen und ich denke an dieser Stelle verabschieden wir uns dann hier.

Oder hast du noch einen wichtigen Punkt, den du anbringen musst unbedingt.

JOLANDA: Das verschiebe ich auf nächstes Mal.

Hab schon noch was.

VERA: Ja, das ist schön.

JOLANDA: Und zwar zum Thema Bibliothek und Kinderbibliothek.

VERA: Ja, da sprechen dann das nächste Mal drüber oder über Kinderbücher.

Das ist auch ein schönes Thema glaube ich.

Dann sage ich an dieser Stelle “Tschüss” und verweise noch mal darauf, dass natürlich der Text und das Audio wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ zu finden ist, also auf http://www.LingQ.com.

Tschüss Jolanda.

JOLANDA: Tschau, Vera.

Jolanda and Vera – Proverbs

Want to study this episode as a lesson on LingQ? Give it a try!

Jolanda and Vera talk about proverbs and how they can be applied in the context of language learning. Jolanda und Vera sprechen über Sprichwörter und deren Anwendbarkeit auf das Sprachen lernen.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und Jolanda ist heute wieder bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Über was wollen wir heute eigentlich sprechen?

JOLANDA: Ja, wie wär’s denn so mit einem Sprichwort, zum Beispiel “Aller Anfang ist schwer”.

VERA: Das wollen wir nicht hoffen, dass unser Anfang hier jetzt schwer wird, aber das Thema …

JOLANDA: Ich wollte dich doch so richtig provozieren.

VERA: Aber ich glaube, das Thema ist ganz gut.

Die Anregung haben wir uns ja geklaut.

JOLANDA: Genau.

Also ich habe es schon zuerst mal im Spanischen gehört von Oscar und Berta, die haben über Sprichwörter gesprochen.

Und jetzt ist es auch im Englischen aktuell.

VERA: Genau.

Ich habe mir auch den Podcast von Steve und Alex zu dem Thema angehört – Sprichwörter.

Ich glaube, ein japanisches Mitglied hatte danach gefragt.

JOLANDA: Ja, genau.

VERA: Und genauer gesagt wollte er Sprichworte hören und dann einen Bezug zum Sprachenlernen herstellen, welche Sprichwörter man auf das Sprachenlernen anwenden kann, nicht wahr?

JOLANDA: Ja.

Also eines, was ich manchmal anwende ist: “Übung macht den Meister.

VERA: Ja, ich glaube, das gilt in jedem Falle.

Das gilt nicht nur fürs Sprachenlernen, das gilt eigentlich für alles.

JOLANDA: Ja, ich glaube im Sprachen lernen ganz besonders.

Also wenn ich mir wirklich vor Augen führe, dass wirklich nur Übung den Meister macht, dann bin ich wieder mal getröstet und es gibt mir wieder Schwung für den nächsten Schritt.

VERA: Ja genau.

Das passt ja auch zu der Empfehlung, die Steve gibt, oder was auch in den Hilfeanweisungen für LingQ steht, nämlich dass man sich bestimmte Lektionen sehr, sehr oft anhören muss, vor allem am Anfang.

Wo jetzt auch wieder dann passt: “Aller Anfang ist schwer”, das Sprichwort, das du eben angeführt hast.

JOLANDA: Genau, ja.

VERA: Ja.

Und das der Anfang schwer ist, habe ich gerade wieder bei Französisch gemerkt.

Ich hatte eine sehr lange Pause gemacht mit meinem Französisch und habe jetzt wieder angefangen und das war unglaublich schwer, nach so einer langen Pause wieder reinzukommen, vor allem wenn man weiß, man hat es schon mal besser gekonnt.

JOLANDA: Ja.

Aber du weißt ja, “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”.

VERA: Ja, das ist auch ein gutes Sprichwort.

Und wo kein Wille ist, funktioniert es auch oft nicht.

Ja.

Also man muss etwas richtig wollen, nur dann strengt man sich auch an.

JOLANDA: Ja.

Und mit dem Wollen, ich glaube damit verbunden ist auch die Zielsetzung.

Wenn man Ziele hat, dann findet man auch einen Weg, diese Ziele zu erreichen.

VERA: Ja.

Da fällt mir dann auch ein: “Der Weg ist das Ziel.”

Manche finden dann den Weg um zu dem Ziel hinzukommen, zum Beispiel eine Sprache zu beherrschen, so schön oder so erquickend, dass sie diesen Prozess des Lernens dann richtig genießen.

JOLANDA: Ja, also ich finde, das sollte auch so sein.

Das man wirklich auch während dem Lernen wirklich Spaß hat und an den kleinen Schritten Freude hat, an den kleinen Fortschritten, an den kleinen Verbesserungen.

VERA: Ja, ohne Freude glaube ich, macht das ganze Lernen auch keinen Spaß.

Und deswegen ist es, glaube ich, auch sehr wichtig, dass man den richtigen Weg für sich selber wählt.

Zum Beispiel, in dem man Inhalte wählt, die einen persönlich auch ansprechen.

Der Eine mag zum Beispiel gerne Literatur und möchte gerne mit Büchern lernen und der Andere sieht gerne Filme und möchte dann lieber lernen indem er Filme oder Fernsehserien mit Untertiteln sich anschaut oder sogar ohne Untertitel um eine Sprache zu lernen.

Also der Weg selber, finde ich, der kann auch total unterschiedlich und total wichtig sein und vor allem, dass man den richtigen Weg für sich selber findet.

JOLANDA: Ja.

Das finde ich die Hauptsache.

Und das beinhaltet auch eine Gefahr, nämlich, dass man sich mit anderen vergleicht.

Ich weiß nicht, ist dir das auch schon passiert?

Also in Bezug auf Sprachenlernen?

VERA: Dass man so eine Art Wettbewerb schon daraus macht, meinst du?

JOLANDA: Ja, oder irgendwie … Ach, die sind erst so kurz am Lernen und können schon so viel und ich sollte doch das auch können.

Das ist mir kürzlich in einer Gruppenkonversation passiert.

Dass ich mich so … Wow, ich war einfach so erstaunt.

Und ich habe es dann umgedreht für mich.

Zuerst war ich enttäuscht, dass ich es nicht besser kann und dann habe ich dann gefragt: “Ja wie machst du das?”

Und bekam da eigentlich so ganz gute Tipps.

VERA: Ich kann mir das gut vorstellen, aber mir selber ist es so bisher noch nicht ergangen.

Also ich habe aber auch am Anfang Gruppengespräche gemieden, muss ich sagen.

Vielleicht auch, weil ich mir da noch sehr unsicher war, wie mein Niveau ist und ich bin eigentlich ein sehr unabhängiger Lernender.

Also ich schaue da relativ wenig nach rechts und links, sondern ich teste aus, was für mich selber gut funktioniert.

Also was für mich dann, sage ich mal, der richtige Weg ist.

JOLANDA: Ja.

VERA: Da kommt ja dann auch rein “Ohne Fleiß kein Preis”.

Das heißt, ich muss etwas dafür tun.

Es kommt nicht von alleine und die Anderen haben es auch nicht von alleine gelernt.

JOLANDA: Genau.

Aber wie sie es gemacht haben, also das ist dann eben der springende Punkt, oder?

VERA: Ja, genau.

Ich finde das toll, welche Möglichkeiten man hat, sich Anregungen von Anderen zu holen durch diese neuen Medien.

JOLANDA: Ja.

VERA: Nicht nur im Gespräch.

Bei YouTube findest du 1.000 Videos über das Thema oder auf Blogs kannst du nachlesen, wie Leute das machen.

Das Internet ist schon ein tolles Kommunikationsmedium und Informationsmedium, wo man sich ja wirklich alle Informationen, alle Tipps holen, die man braucht.

JOLANDA: Genau, ja.

Dazu kommt mir noch ein Sprichwort in den Sinn: “Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

VERA: Hattest du denn schon Einsichten?

JOLANDA: Ja.

Ich schreibe zu wenig.

Ich spreche lieber in der Fremdsprache, als dass ich schreibe.

VERA: Ja aber da denke ich dann auch, was ist denn dein Ziel?

Wenn dein Ziel Schreiben oder die Fähigkeit zu schreiben nicht beinhaltet, dann ist es auch nicht wichtig, oder?

JOLANDA: Ja, das mache ich nur, wenn ich wirklich muss.

Ich rufe lieber schnell an.

VERA: Ja.

Und ich finde das ist dann auch okay.

Das ist halt das Schöne am unabhängigen Sprachen lernen, dass man seine Ziele selber bestimmen kann.

JOLANDA: Genau.

VERA: Ich denke, wir haben genug Sprichwörter hier in diese paar Minuten reingebracht um ein paar Anregungen zu geben oder ein paar Tipps.

Ich denke, wir könnten noch Stunden über Sprichwörter reden, weil, ich weiß nicht, es gibt bestimmt Tausende.

Ich denke, wir machen jetzt an dieser Stelle Schluss.

JOLANDA: Hm.

VERA: Und sagen: “Vielen Dank fürs Zuhören.

Text und Audio gibt’s natürlich dann wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com und dort kann man dann auch die Kommentarfunktion nutzen und uns sagen, wie es angekommen ist, oder was man sich so wünscht.

Dann bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal!

Jolanda and Vera – Books in Foreign Languages

This and all episodes of this podcast are available to study as a lesson on LingQ. Try it here.

Jolanda and Vera talk about reading books in foreign languages. Jolanda und Vera sprechen über das Lesen von Büchern in einer Fremdsprache.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute habe ich wieder Jolanda bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wir zeichnen das Gespräch mit Skype auf und ich hoffe, dass wir keine technischen Probleme bekommen.

Schauen wir mal.

Jolanda, ich wollte dich fragen, ob du schon mal ein Buch in einer Fremdsprache gelesen hast?

Ich weiß ja, du lernst Spanisch und du kannst Italienisch und du lernst Englisch.

Ich weiß gar nicht, lernst du noch eine Sprache?

JOLANDA: Ja, also im Moment lerne ich noch Arabisch, aber das ist ja noch nicht bei LingQ.

VERA: Wow, ja.

Und hast du dich schon mal an einem Buch versucht?

JOLANDA: Ja, aber da war ich dann so ziemlich frustriert.

Also beim Spanisch, obwohl ich relativ gut Spanisch spreche und auch verstehe, aber so ein ganzes Buch zu lesen, das ist nicht mein Ding.

Und ich war dann ganz enttäuscht, das mir das nicht so einfach gelungen ist, und darum habe ich mir jetzt einfach vorgenommen, ich lese soviel wie möglich im Internet, vor allem in LingQ, also höre mir auch Lektionen an oder importiere Texte aus Zeitschriften und lese die.

Also das es eigentlich kurze Texte sind.

VERA: Also es war ein spanisches Buch, was du lesen wolltest?

JOLANDA: Ja.

VERA: Und wie hast du das Buch ausgesucht?

JOLANDA: Ja, es war mal im Forum von diesem Carlos Ruiz Zafón die Rede.

Alle haben da von “La Sombra del Viento” oder “El juego del angél” gesprochen und das sie das lesen und das wäre interessant und so und da dachte ich, ja, okay, dann kaufst du dir das und beginnst mal zu lesen.

VERA: Ich hab auch ungefähr vor einem Dreivierteljahr oder vor einem Jahr, mir ein englisches Buch gekauft, aber ich bin in die Buchhandlung gegangen und hab dort mehrere Bücher aufgeschlagen und hab dann immer die erste Seite gelesen und dann habe ich eines gefunden, was nicht so schwierig war, für meine Begriffe, und da bin ich eigentlich einer Empfehlung von Helen gefolgt, die hat nämlich gesagt, ich soll mir so Frauenliteratur besorgen, also so Bücher, die ich vielleicht im Deutschen nicht unbedingt lesen würde, aber die sind oft in so ‘ner Alltagssprache geschrieben, so wie man auch spricht.

Und ich glaube, ich habe da wirklich einen Glücksgriff gemacht, weil das Buch, was ich mir ausgesucht habe ist erstens mal sehr lustig, und ich hab das Gefühl, das ist so geschrieben, wie man auch wirklich spricht.

Also wie Amerikaner untereinander reden würden.

Und es macht mir dann auch viel Spaß.

Ich verstehe nicht alles, aber so 90, 95 Prozent, so dass ich überhaupt keine Probleme hab, der Handlung zu folgen und das hat mir dann Spaß gemacht.

Aber ich habe auch in andere Bücher reingeschaut und gedacht “Nein, das geht gar nicht.

JOLANDA: Ja, also ich war dann wirklich so frustriert und hab gedacht, “Äh?

Mein Wortschatz ist doch relativ groß und trotzdem macht es mir keinen Spaß, das zu lesen?”

Also meine Tutoren haben mich dann getröstet und haben gesagt, ja, dann versuch’s doch einfach mit einfacheren Texten oder eben – ja – mit kürzeren Texten.

Ja.

VERA: Ich glaube, es liegt auch am Thema.

Ob man vielleicht auch das spezielle Vokabular kennt, was zu diesem Thema gehört, und auch am Niveau.

Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, wenn jemand Deutsch lernt und er liest ein Buch von Thomas Mann, findet er das vielleicht auch komplizierter als wenn er…

JOLANDA: Genau.

VERA: … wenn er ein Buch liest, sage ich mal, von Konsalik oder so was.

JOLANDA: Genau.

Ja.

Ja, das denke ich auch.

Wo ich gute Erfahrungen hab, ist mit Blogs lesen.

VERA: Hm.

JOLANDA: Das finde ich total spannend und gut.

Und das sind immer wieder kurze Texte über aktuelle Themen und – ja – die verstehe ich dann eigentlich auch problemlos.

VERA: Ja da suchst du dir aber vielleicht auch Themen raus, die du magst, mit denen du vertraut bist und das hilft dir dann.

JOLANDA: Genau.

Oder auch Leute, die mir irgendwie vertraut sind und die, ja vielleicht auch ähnlich denken wie ich.

Ja.

VERA: Und in welcher Sprache sind diese Blogs dann überwiegend?

JOLANDA: Spanisch und Englisch.

VERA: Hm.

JOLANDA: Zurzeit.

Ja.

VERA: Und du importierst diese Beiträge dann auch in LingQ und liest sie dann dort?

JOLANDA: Ja, also wenn es einfache Texte sind, dann nicht, aber wenn ich so über einige Worte stolpere, dann importiere ich das kurzerhand.

Und lösche es dann wieder.

VERA: Das mache ich gelegentlich auch, wenn ich jetzt einen Zeitschriftenartikel finde, der ein bisschen länger ist, dann importiere ich den auch gerne mal, weil es sich einfach besser liest und man kann gleich die LingQs anlegen für die Wörter.

Das finde ich sehr praktisch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Bei LingQ hast du auch den Vorteil, du siehst halt gleich, welche Worte sind neu.

Du siehst gleich die Übersetzung, wenn du schon mal LingQs angelegt hast oder wenn jemand anders einen hinterlegt hat.

Also das ist schon sehr praktisch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Ich kann mich erinnern, als ich bei LingQ angefangen habe, habe ich mir gleich am Anfang “Anne of Green Gables” rausgesucht.

JOLANDA: Hm.

VERA: Und das hat mich auch so frustriert, dass ich fast aufgehört hätte wieder, weil das eigentlich auch viel zu schwer dann war, zu diesem Zeitpunkt.

Ich glaube, heute könnte ich es viel besser lesen.

JOLANDA: Genau.

Ja, ja.

VERA: Aber vor drei Jahren war mein Englisch doch noch sehr rudimentär und da hat mir das einfach keinen Spaß.

Also ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres, als zu schwere Sachen zu lesen.

JOLANDA: Genau.

Das mache ich schon mal bei einem kurzen Artikel, wenn mich das Thema wirklich brennend interessiert, dann suche ich mir hunderte von Worten nach [in Deutschland würden wir sagen: Ich suche mir hunderte von Wörtern heraus ], aber … ja, also bei einem Buch, da muss es fließen.

Und wenn es nicht fließt, dann ist es nichts.

Dann stimmt es für mich noch nicht.

VERA: An dieser Stelle ist meine Hoffnung, keine technischen Probleme zu bekommen, leider nicht in Erfüllung gegangen.

Es gab ein Problem mit der Aufzeichnung und ich musste den Podcast etwas schneiden, aber ich glaube, er ist trotzdem ganz gut geworden.

Text und Audio zu diesem Podcast findet Ihr wie immer in der Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com.

Über Kommentare, Meinungen und Themenvorschläge für weitere Podcasts freuen wir uns.

Tschüss bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal.

Jolanda and Vera – Food

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

Jolanda and Vera talk about Cooking and Food. Jolanda und Vera sprechen über Kochen und Essen.

Hallo und herzlich willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist Vera und gleich hört Ihr mich eine Unterhaltung mit Jolanda führen.

Dieser Podcast ist auf eine ganz besondere Art entstanden.

Jolanda und ich haben nämlich nach der Aufzeichnung unseres letzten Podcasts noch ein wenig miteinander geplaudert und im Laufe des Gesprächs kamen wir auf die Idee, dass dieses Gespräch auch für einen Podcast geeignet wäre.

Die Aufnahmesoftware lief während unseres Gesprächs weiter und deshalb könnt Ihr unsere Unterhaltung nun hören.

Jolanda und ich wünschen Euch viel Spaß dabei.

VERA: So, da bin ich wieder.

JOLANDA: Ja, ich auch.

VERA: Ich muss mal gucken, ob ich das ein bisschen kürze, weil das ist jetzt relativ lang gewesen und ich weiß jetzt nicht, wie viel wir da doppelt hatten.

Das sehe ich dann mal.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber wenn nicht, lassen wir es halt so lange.

Also ich denke, es war auch ganz lustig.

War ganz in Ordnung.

Du kannst aber ruhig auch mal überlegen, ob dir irgendein Thema einfällt, über das du gern mal reden willst.

Ich meine, die Themen hatte ich jetzt mir alle so überlegt.

JOLANDA: Ja, ja.

Ich habe mir mal was aufgeschrieben, aber jetzt habe ich es nicht.

VERA: Brauchen wir nicht jetzt.

Also ich denke mal, das reicht jetzt erstmal für heute, oder?

JOLANDA: Ja.

Ja, ich glaube schon, ja.

VERA: Ich will jetzt noch ein bisschen Wäsche machen und ein bisschen Koffer packen und was man halt so alles machen muss, gell.

Und du hast geschrieben, dass du jetzt fastest?

JOLANDA: Ja, das habe ich wieder abgebrochen, ja, weil ich ja eingeladen war.

Ja, aber das ist so seltsam.

Wenn ich nichts esse, dann bekomme ich plötzlich Energie.

VERA: Deswegen wollte ich jetzt gerade sagen, vielleicht hast du auch eine Unverträglichkeit auf irgendwelche Lebensmittel.

JOLANDA: Verschiedene Dinge haben sie schon überprüft und finden nichts.

Ja.

VERA: Wenn nicht, musst du das so machen, wie die das machen, wenn die ‘nen richtigen Test machen, dass man auch wie du jetzt erstmal fastest und dann fängt man an mit einer Gruppe Nahrungsmitteln und isst nur Lebensmittel aus dieser Gruppe und sieht, wie es dann geht, eine Woche lang.

Dann kommt das nächste Nahrungsmittel dazu.

Dass man meinetwegen mit Getreide anfängt, dann kommen (kommt ist falsch) vielleicht Milchprodukte dazu, dann kommen irgendwie vielleicht Eier dazu, dann kommt Fleisch dazu.

Dann musst du mal gucken.

Da gibt’s bestimmt so Pläne, wie man das genau macht.

Und das machen die bei Leuten, wo die sonst nichts herausfinden und manchmal klappt es damit.

Oder – gut ‘ne Bekannte von mir – die hat dann rausgefunden, dass sie Laktose-Intoleranz hat.

Aber sie hat’s halt anders gemerkt, aber das wusste sie auch nicht, und seitdem sie dann auf Laktose verzichtet ist es besser geworden.

Oder vielleicht hast du ein Mineralwasser, was du nicht verträgst, ja.

JOLANDA: Eben.

Irgendetwas muss es doch sein.

VERA: Das denke ich auch.

Wenn du sagst, dass es dir mit Fasten aber besser geht, dann denke ich, dass es schon in der Richtung wahrscheinlich etwas ist.

JOLANDA: Kann schon sein.

Gut, klar, also für mich ist Fasten auch immer eine Meditationszeit.

Also ich faste nicht nur wegen den körperlichen Dingen, sondern es ist für mich auch eine spirituelle Angelegenheit.

VERA: Ja, aber deswegen alleine würde es dir ja nicht besser gehen.

Also ich denke, das hat dann schon auch was mit der Ernährung zu tun.

JOLANDA: Ja, ja, ja.

Aber ich esse ja so gern.

Und ich habe so gerne ein Glas Wein und … Aber darum kann ich nicht einfach, oder will ich auch gar nicht, ohne Nahrung sein.

VERA: Stimmt.

JOLANDA: Es gibt ja Leute, die wirklich über Jahre ohne Nahrung leben.

VERA: Na, das kann ich mir nicht vorstellen.

JOLANDA: Hast du diesen Film gesehen?

Ähm – Am Anfang war das Licht.

VERA: Nein, habe ich nicht gesehen.

Geht es da um dieses Thema?

JOLANDA: Ja, ja, also das ist ein Dokumentarfilm, wo wirklich Leute über Jahre ohne Nahrung leben.

VERA: Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, aber … okay.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also irgendwo muss ja normal Energie herkommen.

JOLANDA: Ja, aber die nehmen das aus der Luft.

Oder aus dem Universum.

Also das ist …

VERA: Also ich kann’s eigentlich nicht glauben, aber okay.

Was wollte ich denn jetzt sagen?

Jetzt ist es weg.

Irgendetwas wollte ich noch sagen.

Ach so, wenn du gerne isst, dann musst du mal den Film Julie & Julia angucken, oder Julia & Julia, ich weiß jetzt gar nicht so genau, wie er heißt, mit Meryl Streep.

Da geht’s um Kochen und Essen.

JOLANDA: Oh!

VERA: Den haben wir am Wochenende geguckt.

JOLANDA: Ist das jetzt ein Kinofilm, oder?

VERA: Oh, der war vor einem oder anderthalb Jahren im Kino und ich habe ihn auf DVD neulich günstig bekommen.

Und es ist jetzt nicht so ein extrem aufregender Film, aber er erzählt die Lebensgeschichte von zwei Frauen, die gerne kochen.

Die eine so nach dem zweiten Weltkrieg – hat die gekocht -; die muss ‘ne ganz bekannte Köchin oder Kochbuchautorin gewesen sein in den USA, und das andere spielt praktisch heute und handelt von einer jungen Frau, die die ganzen Rezepte aus diesem Kochbuch nachkocht und sich auch dieser Köchin dann nahe fühlt.

Und es wird dann die Lebensgeschichte dieser zwei Frauen erzählt.

JOLANDA: Hei, ja.

Und das heißt Julia …?

Kannst du’s mir schreiben, wie der Film heißt?

VERA: Warte mal ‘ne Sekunde.

Ich hole gerade mal die Hülle, damit ich’s auch richtig schreibe.

… Also, er heißt Julie & Julia.

Er ist mit der Meryl Streep.

Die sehe ich halt sehr gerne, die mag ich sehr gerne, und was mir auch gefallen hat ist dann dieses Extra, wo sie darüber berichten, wie der Film gedreht worden ist.

Das hat mir auch gefallen.

Das fand ich auch ganz schön und da hat dann der eine Schauspieler erzählt, dass sie bei der einen Szene, da essen sie Bruschetta.

Das sieht schon sehr lecker aus, also am liebsten möchte man wirklich reinbeißen, wenn man’s sieht, und als sie diese Szene gedreht haben, da musste er 32 Stück aber davon essen.

JOLANDA: 32!

VERA: Also ich sage mal, normal würde man vielleicht vier, fünf Stück davon essen mit Appetit und dann wäre man satt, ja, und der musste 32 Stück davon essen und der hat es dann so gemacht, dass er vorher nichts gegessen hat, den ganzen Tag schon immer, und sie hatten ihm auch extra einen Eimer hingestellt, falls er sich übergeben muss.

Und … also das fand ich dann schon beeindruckend, also was Schauspieler so auf sich nehmen.

JOLANDA: Ja, also da läuft schon einiges.

Auch hinter den Kulissen, also, ist nicht immer … Kennst du übrigens die Videos von Oliver, wie heißt er jetzt, Oliver, der Engländer.

VERA: Ich habe ihn mal gesehen, aber ich gucke mir normal nicht so Kochshows oder Kochsendungen oder so was an, aber ich habe ihn mal in irgendeiner Show gesehen, da haben sie mal ein kleines Stück gezeigt von ihm und meine Arbeitskollegin, die war glaube ich mal in London und hat ihn besucht da.

JOLANDA: Ja, also ich schaue mir das manchmal an um mein Englisch, also meinen Englischwortschatz – apropos Lebensmittel – etwas – ja – anzueignen und ich finde diesen Typ total cool, also der hat ja so einfach begonnen.

Der hat bei sich Zuhause für Freunde gekocht und dann irgendwann wurde das mal aufgenommen und so hat sich das von sage mal Null zu einer Prominenz entwickelt.

Also jetzt geht er in Schulen und berät dort die Leute, ja, wie sie sich besser ernähren können oder sollen und macht da wirklich Aufklärungsarbeit.

Also es gibt Kinder, die kennen nicht mal die einfachsten Früchte oder Gemüse, weil die immer nur Fertiggerichte essen.

VERA: Hm.

Ja, so was gibt es hier bei uns auch.

Ja so was gibt es hier bei uns auch.

Der Alfons Schubeck (Anmerkung: Falsch, Johann Lafer ist richtig), der macht das auch und zwar mit der Uni Fulda zusammen.

Darüber habe ich nämlich mal einen Artikel geschrieben für meine Reihe “A bis Z: Geschichten aus der Zeitung”, darum weiß ich das so genau.

JOLANDA: Aha.

Ja, ja, also das finde ich natürlich schon …also wenn man so mit einer Leichtigkeit den Leuten auch wirklich gutes Wissen vermitteln kann, also das … ja, ja eben.

Und Kochen ist ja so wichtig und Essen sowieso.

Ach, ach ich esse doch so gern.

VERA: Ja, ich esse auch gerne.

Und ich koche auch gerne.

Meistens jedenfalls.

Siehst du, jetzt hätten wir doch darüber auch schon wieder einen Podcast aufnehmen …

JOLANDA: Ja, aber vielleicht kannst du das ja verwenden.

VERA: Also ich hab’s jetzt aufgenommen, weil das läuft jetzt automatisch mit sobald ich Skype anmache, weil ich das so habe …

JOLANDA: Also ich habe das während dem Sprechen, habe ich da letztlich daran gedacht, wow, also das wird ja wieder so interessant.

VERA: Genau.

Aber weißt du, was ich dann in jedem Fall jetzt noch anmerken möchte, das wir nämlich gestern afrikanisch Essen waren.

Hast du das schon mal gemacht?

JOLANDA: Nein, afrikanisch war ich noch … nein, nein.

VERA: Das war auch unser erstes Mal und zwar haben wir so einen Schlemmerblock.

Ich weiß nicht, ob es bei Euch auch so was gibt.

Also das ist so ein Gutscheinheft und mit diesen Gutscheinen bekommt man dann das zweite Gericht umsonst, wenn man zwei Hauptgerichte bestellt.

Das heißt man isst dann mit zwei Personen zum Preis von einer Person, wenn man gleich teure Sachen bestellt, und das ist ideal, wenn man mal Sachen ausprobieren will, finde ich.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und dann war da ein Gutschein drin von diesem afrikanischen Restaurant und dann habe ich gestern gesagt, das probieren wir jetzt mal aus.

Der Jürgen wollte zwar gerne griechisch Essen gehen, aber mir war nach einem Experiment zumute und dann sind wir dahin gegangen und das war ganz faszinierend.

Das Essen kam dann in vielen Schüsseln und sie hat dann eine große Platte in die Mitte gestellt, die Bedienung.

Dort lag dann Fladenbrot drauf, ganz frisch gebackenes, und da drauf hat sie dann immer so esslöffelweise kleine Portionen gegeben von den verschiedenen Gerichten und wir haben dann ein Fladenbrot bekommen, das hat man dann in kleine Stücke sich passend gerissen und hat damit dann das Essen aufgenommen.

Also es gab kein Besteck.

Wir haben mit den Fingern gegessen.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Und das war ganz interessant gewürzt und hat alles sehr, sehr gut geschmeckt.

Also das war dann ein Püree aus Kichererbsen dabei, es war ein Linsengericht dabei, Spinat, dann eine Mischung aus Kartoffeln, Bohnen und Möhren und als Fleisch gab es jeweils eine Art Eintopf mit Fleisch würde ich sagen – oder wie so ein Gulasch fast – mit Rindfleisch, das war relativ scharf, mit Hühnchenfleisch, das war sehr angenehm gewürzt, und mit Tartar, also so Rinderhack.

JOLANDA: Hm.

VERA: Und das hat alles ganz super lecker.

Also ich kannte das vorher auch nicht und wir waren alle begeistert und angenehm angetan und Vanessa hat es besonders gut gefallen.

Kannst du dir vorstellen warum?

JOLANDA: Ja.

Weil sie mit den Fingern essen durfte.

VERA: Genau.

Ich sehe schon, du kennst dich mit Kindern aus.

Ja, also da gehen wir bestimmt noch mal hin.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und dann sieht man, dass dieser Schlemmerblock auch ‘ne tolle Erfindung ist, weil ohne den, wären wir da vielleicht gar nicht hingegangen und hätten das nie ausprobiert.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Gute Idee.

VERA: Hm.

Ich habe dann die Kellnerin noch gefragt, aus welcher Region von Afrika die Gerichte stammen – weil Afrika ist ja groß – und sie sagte mir aus Äthiopien und Eritrea.

Und wenn man dort reingekommen ist, dann hat es schon so toll nach Gewürzen gerochen und ich liebe ja Gewürze und Kräuter und so etwas.

Also ich kann das nur empfehlen, das mal auszuprobieren.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Gut, also das war jetzt ein ungeplanter Podcast.

JOLANDA: Aber ich glaube, das Thema ist ganz interessant und vielleicht können wir da ja so “Küche aus aller Welt” wieder mal, ja, uns etwas überlegen und unsere Erfahrungen weitergeben.

VERA: Das sollten wir auf jeden Fall noch mal vertiefen.

Und ich werde einen kleinen Vorspann dann sprechen für diesen Podcast noch.

JOLANDA: Hm.

VERA: Aber nur einen ganz kurzen und ja, jetzt bin ich mal gespannt, wie das angekommen ist bei unseren Zuhörern.

JOLANDA: Ja.

Wir warten gespannt auf Eure Rückmeldungen!

VERA: Genau.

Also ich werde mich jetzt dann hinsetzen und wieder ein Transkript anfertigen und dann werdet Ihr das in der deutschen Bibliothek von LingQ lesen können und das Audio dazu anhören können, also geht auf http://www.LingQ.com in die deutsche Bibliothek und da findet Ihr dann den Podcast.

Dann sage ich jetzt mal Tschüss Jolanda, bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Tschüss Vera.

Jolanda and Vera – eBooks

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

VERA: Hallo und herzlich willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist Vera und ich grüße Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Hallo, wie geht es dir, Jolanda?

JOLANDA: Danke, gut.

Es ist so richtig Herbstwetter bei uns.

Es ist schon recht kühl.

Wir haben so fünf Grad Celsius und der Schnee ist schon recht nahe.

Also der Säntis hat schon 12 Zentimeter Schnee.

VERA: Wirklich?

Oh!

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist ja ganz schön viel.

Bei uns ist es auch sehr herbstlich.

Letzte Woche hatten wir richtig tolles Wetter, so diesen Goldenen Oktober, aber diese Woche ist es mehr so trüb.

Also wahrscheinlich ganz ähnlich wie bei dir.

JOLANDA: Und regnerisch.

VERA: Hm, ja, ein bisschen feucht ist es auch.

Also gestern war es relativ trocken, aber am Samstag, da hat es die ganze Zeit geregnet.

Das war nicht so schön.

JOLANDA: Ja.Aber wir sitzen ja jetzt im Trockenen und können miteinander sprechen.

VERA: Ja Gott sei dank im Trockenen.

Ja, bei dem Wetter ist es nicht so schön draußen.

Obwohl, wenn man sich richtig anzieht kann man auch gut rausgehen.

JOLANDA: Ja man sagt ja, es gibt nicht schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleider.

VERA: Genau.Das sagen wir auch: schlechte Kleidung.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Ihr sagt “unpassend”?

JOLANDA: Hm, nein.

Das habe ich jetzt so gesagt, weil ich es in Hochdeutsch gesagt habe.

Solche Dinge sage ich natürlich sonst im Dialekt.

VERA: Ja, gut.

Das ist wahrscheinlich recht ungewöhnlich, so lange und so viel Hochdeutsch zu sprechen, oder?

JOLANDA: Ja also im Großen und Ganzen ist es kein Problem, aber für so Redewendungen.

Klar, die verwende ich natürlich im Dialekt.

Und dann muss ich die Übersetzen.

VERA: Genau.Das ist ja jetzt auch nicht so schlimm.

Also wer uns schon öfter gehört hat, dem ist vielleicht auch aufgefallen, dass die Redewendungen in der Schweiz teilweise ein bisschen anders sind oder dass ihr auch Worte habt, die anders sind als bei uns oder die Grammatik manchmal ein bisschen anders ist, aber ich glaube, das ist alles kein großes Problem.

Wir verstehen uns sehr gut.

JOLANDA: Ja.Zum Beispiel beim Schreiben ist es ja auch so, ihr habt dieses Doppel-S, das haben wir nicht, also ich habe das auch nie gelernt.

Bitte?

VERA: Das ß (Eszett), nennen wir das.

JOLANDA: Ja, genau, genau, ja.

VERA: Ja, ich habe das auch gelesen, das ihr das nicht kennt.

Aber …

JOLANDA: Ja.

VERA: … ich denke, wenn man das einmal gehört hat, dass es das gibt, und dann gibt es auch keine Verständnisschwierigkeiten.

JOLANDA: Ja, ich fand es nur so lustig, als mich mal jemand darauf hingewiesen hat, dass ich da Rechtschreibfehler hätte, das würde man so schreiben und ich war ganz entsetzt im ersten Moment, weil … ja wirklich, wir verwenden das einfach nicht.

Wir lesen es zwar, klar, wenn wir in Büchern lesen, wir können es lesen, aber aktiv verwenden wir das nicht.

VERA: Ja, und demjenigen war wahrscheinlich auch nicht bewusst, dass es diesen Unterschied gibt.

Ich weiß es halt, aber ich weiß es vor allem deshalb, weil ich bei LingQ als Tutor auch aktiv bin und mich deshalb mit diesen Dingen etwas befasst habe.

JOLANDA: Genau, ja.

VERA: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das vorher auch wusste.

Das kann ich jetzt gar nicht mehr genau sagen.

Ich glaube, ich habe es eigentlich auch erst dadurch gelernt oder erfahren, dass es so ist.

JOLANDA: Man muss ja zum Glück nicht alles wissen.

VERA: Da bin ich weit von entfernt!

Ja, wir wollen heute über elektronische Bücher, also eBooks sprechen, haben wir uns ausgemacht.

Hast du denn ein eBook oder einen eBook-Reader, Jolanda?

JOLANDA: Nein, habe ich nicht und im Moment ist es für mich auch noch nicht so aktuell, weil – ich liebe Bücher, also ich liebe Bücher, die ich anfassen kann und … ja, das hat für mich auch eine ganz besondere Wertung, also ein Buch zu haben.

Aber ich verfolge das und ich denke, es kommt vielleicht mal der Moment, wo ich wirklich froh bin um ein eBook, wenn ich unterwegs bin, nicht zuviel Kilos schleppen muss oder wenn ich mit dem Flugzeug in die Ferien reise, da nicht so viele Kilos im Gepäck habe, wenn ich da einfach mein eBook einpacken kann.

Also im Hinterkopf spielt da schon der Gedanke, früher oder später.

Aber vielleicht ist später auch die Technik noch etwas besser und das Angebot etwas besser.

VERA: Also ich sehe, heute gibt es keine Kontroverse.

Ich bin da eigentlich weitestgehend deiner Meinung.

Also ich mag persönlich auch Bücher unheimlich gerne und ich mag dieses Gefühl auch, Bücher anzufassen und zu riechen und ich weiß auch nicht.

Ein Buch hat für mich eine gewisse emotionale Bedeutung auch – ein Buch in der Hand zu halten.

Bücher sind für mich etwas wertvolles, etwas wichtiges in meinem Leben und die begleiten mich auch schon sehr, sehr lange.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dasselbe Gefühl hat, wenn man ein gedrucktes Buch in der Hand hält und wenn man ein Buch auf einem eBook-Reader liest.

Aber andererseits bin ich natürlich auch technikbegeistert.

JOLANDA: Ja.Das ist natürlich faszinierend und natürlich einfach, wenn ich da mir ein Buch einfach runterladen kann.

Da muss ich nicht noch extra in die Bibliothek gehen und das auslehnen (ausleihen) und, und, und … Also ich kann mir vorstellen unter gewissen Umständen ist das sicher ganz praktisch.

VERA: Ja genau so stelle ich mir das auch vor.

Ich denke auch, dass es bestimmte Bereiche gibt, wo so ein eBook wirklich praktisch ist, zum Beispiel wenn man verreist und möchte nicht 10 Bücher mit sich mitschleppen …

JOLANDA: Genau.

VERA: …, sondern hat dann nur diesen handlichen eBook-Reader.

Also das finde ich eine faszinierende Vorstellung.

Was mich im Moment noch ein bisschen abhält davon ist einmal das, was du auch schon gesagt hast, dass die Technik sich ja noch im Moment rasant ändert und dass es vielleicht da noch viele Verbesserungen gibt, da hoffe ich noch drauf, aber auch dass die Bücher in Deutschland noch wahnsinnig teuer sind, die elektronischen Bücher, und dass die alle ein DRM drauf haben, also einen Kopierschutz …

JOLANDA: Ja.

VERA: … und das finde ich wirklich schade, weil ein normales Buch, wenn ich das nicht mag, kann ich es verkaufen oder verschenken oder wenn ich es mag, kann ich es verleihen und das fällt ja alles weg bei einem eBook.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und dann kann das nach meinem Gefühl oder darf das nach meinem Gefühl nicht dasselbe kosten oder fast dasselbe kosten, wie ein gedrucktes Buch.

Und das ist ja leider in Deutschland so.

JOLANDA: Ja, eben.

Das stört mich auch im Moment.

Aber ich denke, da müssen sie sich was einfallen lassen.

Also das … das wird nicht so bleiben.

VERA: Wie ist das in der Schweiz?

Sind die dort auch so teuer wie in Deutschland oder …?

JOLANDA: Also ich muss dir jetzt ehrlich sagen, weil es für mich im Moment noch nicht aktuell ist, bin ich nicht ganz sicher, aber ich glaube schon, dass das gleich ist, weil wir haben ja … ich glaube schon.

Und es gibt dann einzelne Bibliotheken, wo du eBooks runterladen kannst, aber dann ist das wieder an ein gewisses Gerät gebunden.

Für diese Bibliothek kannst du es mit diesem und für diese mit dem anderen und das finde ich nicht so praktisch.

VERA: Ja genau.

Das ist mir auch noch aufgefallen, dass da praktisch jeder Anbieter von elektronischen Büchern sein eigenes Gerät hat und dass die nicht kompatibel untereinander sind, d.h.

wenn ich mir von Amazon den Kindle kaufe, dann kann ich nachher auch nur Bücher bei Amazon dort kaufen.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und wenn ich mir, ich weiß nicht, wo es (diese) noch jetzt gibt, ich Thalia weiß ich, dort gibt es auch einen eBook-Reader, dann bin ich an Thalia gebunden und das finde ich nicht zeitgemäß.

JOLANDA: Genau.

VERA: So wie beim MP3 – da kann ich ja jeden MP3-Spieler nehmen und es funktioniert.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und das würde ich mir für eBooks ja auch wünschen, dass das voll kompatibel untereinander wäre.

JOLANDA: Ja, aber ich denke, da müssen wir eine kurze Zeit warten und dann wird sich das ändern.

VERA: Ja, ich hoffe das.

Weil zum Beispiel in Spanien, ist der Umsatz mit elektronischen Büchern um 500 Prozent gestiegen, also die verkaufen jetzt die fünffache Menge schon.

Oder in den USA, da werden mittlerweile mehr elektronische Bücher als normale Bücher, als Hardcover-Bücher, verkauft.

Das ist doch unglaublich.

JOLANDA: Ist unglaublich, ja.

VERA: Und bei uns sind es gerade mal fünf Prozent oder maximal fünf Prozent des Umsatzes, der mit elektronischen Büchern gemacht wird.

Aber doch nur, weil die so teuer sind!

JOLANDA: Ja, ja klar.

Ja, die sind einfach … im Moment sind sie zu teuer.

VERA: Ja.

Also ich verstehe das auch nicht, dass die Verlage das nicht begreifen, sage ich jetzt mal einfach so.

Denn wenn ich das günstiger mache, interessieren sich doch viel, viel mehr Leute dafür.

Also für mich hat deshalb ein gedrucktes Buch im Moment immer noch einen wesentlich höheren Wert.

Und zumal die Geräte ja auch nicht gerade so günstig sind.

Sie werden jetzt günstiger, aber sie kosten immer noch weit über 100 Euro oder 200 Euro, je nachdem, welches Gerät man kauft und das muss man ja auch erstmal nachher sparen im Vergleich zu einem gedruckten Buch.

Und wenn ich nur zwei oder drei Euro pro Buch spare, dann dauert das schon eine Weile, bis sich das gerechnet hat.

JOLANDA: Ja, ja.

Und eben.

Ich kann es nicht auslehnen (ausleihen), ich kann es nicht … ja, es ist ja nachher auch blockiert.

Also ein gekauftes Buch, das habe ich dann und kann damit machen, was ich will.

Also die Vorteile sind für mich im Moment schon noch beim gedruckten Buch.

VERA: Ja, also ich sehe das genauso.

Ich kaufe mir im Moment auch gedruckte Bücher.

Ich gebe auch zu, ich kaufe manchmal gebrauchte Bücher.

JOLANDA: Ja, ich auch.

Ja, oh!

Bücherflohmarkt, das ist für mich ein Paradies!

Oder die Bücherbrocki.

Ah, da …

VERA: Die was?

JOLANDA: … da werde ich immer schwach.

VERA: Was ist Bücherbrocki?

JOLANDA: Die Bücherbrocki?

Da bringen Leute ihre Bücher hin, die sie nicht mehr verwenden.

Häufig auch wenn ein Haushalt aufgelöst wird und da gibt es Sammlungen, Fundgruben, das ist das Paradies.

Und da kannst du für zwischen zwei und fünf Franken – es kommt darauf an – also Fachbücher sind teurer als Taschenbücher zum Beispiel, aber zwischen zwei und fünf Franken kannst du dir ein Buch kaufen.

VERA: Hm.

Kommt wahrscheinlich auch immer darauf an, wie aktuell das Buch ist.

JOLANDA: Nein.

Also Taschenbücher sind billiger und gebundene Bücher sind teuer und Sachbücher sind teuer als Romane.

VERA: Ja, ich nutze da meistens Amazon.

Die verkaufen ja auch gebrauchte Bücher oder bieten eine Plattform um gebrauchte Bücher zu verkaufen oder ich nutze auch manchmal eBay und ersteigere mir dort ein Buch.

Vor allem mache ich das halt bei relativ neuen Titeln, die meinetwegen noch 25 oder 30 Euro oder mehr kosten und wenn die dann die Hälfte kosten, dann kaufe ich mir die dort, dann manchmal, wenn ich dann nicht mehr warten will, bis es ein Taschenbuch gibt oder warum auch immer.

Oder ich nehme auch gerne die Kiste mit Remittenden, wo man ja dann die Bücher praktisch neuwertig erhält und sie kosten aber nur einen Bruchteil und die Bücher sind dann nur mit einem kleinen Stempel entwertet.

Das macht mir dann auch nichts aus.

Aber …

JOLANDA: Was heißt das, Remittenden?

Dieses Wort kenne ich nicht.

VERA: Das sind von den Verlagen Bücher, die die dann zu reduzierten Preisen herausgeben, weil die angeblich irgendwelche Fehler haben.

Aber meistens haben die gar keine.

Also es kommt auch mal vor, dass die Schrammen haben oder am Umschlag ‘ne kleine Beschädigung ist oder so etwas, aber eigentlich dient es der Lagerräumung.

Und das sind oft ganz neuwertige Bücher und die kriegen dann nur irgendwo ‘nen Stempel, unten an der Schnittkante oft, damit die nicht zum vollen Preis verkauft werden können von den Buchhandlungen.

Und ganz normale Buchhandlungen führen die oft.

Und dort kriegt man dann ein Buch, was vielleicht vorher 25 Euro gekostet hat für 7 oder 8 Euro.

JOLANDA: Ah!

VERA: Die sind halt meistens dann nicht so ganz neu, also keine Bücher, die jetzt gerade herausgegeben worden sind, aber da kann man richtige Schnäppchen machen.

Ich war gerade vor zwei Wochen in der Stadt und habe mir dann eine ganze Tüte voll Bücher mitgenommen.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Das mag ich immer.

Ja, also ich werde noch ein bisschen warten, bevor ich ernsthaft über einen eBook-Reader nachdenke, aber ich will es auch nicht ganz von mir weisen, ob ich mir irgendwann einen kaufe, aber das DRM ist auch ein Punkt, der mich im Moment stark davon abhält und ich hoffe, dass die Buchverlage denselben Weg gehen werden, wie die Musikindustrie und das wieder abschaffen werden.

JOLANDA: Hm.

Ja.

VERA: Bei den MP3s war es ja auch so.

Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, dass die eine Zeitlang diesen Kopierschutz hatten und das wurde aber dann auch wieder abgeschafft.

Weil ich denke mir, das ist ja auch kompliziert, wenn das Gerät kaputt geht.

JOLANDA: Ja.Ja, dann ist ja alles verloren.

VERA: Dann ist alles verloren.

Was mache ich denn dann?

Muss ich die dann alle noch mal kaufen?

Muss ich ehrlich sagen, ich habe keine Ahnung.

JOLANDA: Lassen wir es auf uns zukommen, liebe Vera.

VERA: Ja, genau.

JOLANDA: Wir werden dann wieder informieren, wenn wir dann unser eBook haben.

VERA: Genau, wenn wir uns eines angeschafft haben, sprechen wir auf jeden Fall noch mal darüber und über unsere persönlichen Erfahrungen.

JOLANDA: Genau.Aber das ist sicher dann ein späteres Thema.

VERA: Genau.Ja, dann danke für das Gespräch, Jolanda.

JOLANDA: Hat mich gefreut, mit dir die Gedanken auszutauschen und ich hoffe, wir hören uns bald wieder.

Tschüss, Vera.

VERA: Tschüss Jolanda.

Mit Sicherheit hören wir uns bald wieder.

Text und Audio wird wie immer in der Bibliothek von LingQ zu finden sein, also auf http://www.LingQ.com und wir würden uns auch sehr freuen, wenn Ihr uns einen Kommentar hinterlasst, wie Euch dieser Podcast gefallen hat, nicht wahr Jolanda?

JOLANDA: Ja, klar!

VERA: Macht das!

Wir freuen uns.

Bis dann.

Tschüss.

Jolanda and Vera – Time Change

Want to study this episode as a lesson on LingQ? Give it a try!

VERA: Hallo und willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist Vera und Jolanda ist heute wieder bei mir.

Wir sind mittlerweile schon ein richtig gutes Team.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Ich hoffe, dir machen die Gespräche, die wir führen, auch so viel Spaß wie mir?

JOLANDA: Ja, klar!

Ja, ja.

VERA: Ja, wir haben uns gut gefunden.

Für alle, die uns vielleicht noch nicht gehört haben, die hören es vielleicht an unseren Akzenten.

Ich komme aus Deutschland …

JOLANDA: … und ich aus der Schweiz …

VERA: … und wir verstehen uns aber ziemlich gut.

Wir kennen uns eigentlich überhaupt nicht persönlich, sondern haben uns nur über LingQ kennengelernt, für alle, die das vielleicht interessiert oder noch nicht wissen.

JOLANDA: Ja.

Und wir haben eine große Leidenschaft.

Das ist nämlich Sprachenlernen.

VERA: Genau.

Und wir haben uns dann dazu durchgerungen oder dazu entschlossen – wie man es sagen will – diesen Podcast hier für LingQ für alle die aufzunehmen, die Deutsch lernen möchten und einfach mal ein paar Gespräche hören wollen.

JOLANDA: Genau.

VERA: So was findet man nämlich im Internet sonst nicht so häufig.

Das meiste sind entweder wissenschaftlich aufbereitete Podcasts oder Interviews mit Prominenten oder Politikern oder so etwas, und wir versuchen halt ganz normal uns zu unterhalten.

JOLANDA: Genau.Oder dann sind es Bücher, Geschichten.

Und da ist es auch immer wieder die passive Form.

Also nicht das direkte Gespräch und ich glaube, in einer Fremdsprache ist es wichtig, dass man auch hört, wie die Leute ganz normal miteinander sprechen.

VERA: Ja, genau.

Ich meine, wenn man so ein Buch hat, dann ist der Text natürlich auch vorgeschrieben und dann liest das halt jemand ab.

Das ist natürlich auch was ganz anderes.

JOLANDA: Ja.

VERA: Wir reden ja jetzt hier ganz frei und ohne irgendeine Vorlage und dann ist auch die Sprache oft eine andere, als wenn man einen geschriebenen Text vor sich hat.

JOLANDA: Genau.Also unsere Podcasts, die sind immer ohne Skript.

Also das Skript wird erst nachher gemacht.

Darum, ja, gibt’s halt Wiederholungen vielleicht, oder wir müssen mal was überlegen oder … – es ist einfach, wie es im Leben ist.

VERA: Genau.Das ist vielleicht auch nicht immer so logisch aufgebaut.

Das geht ein bisschen hin und her.

Wir fallen uns auch manchmal leider ins Wort, weil wir uns auch nicht sehen können, wenn wir das aufnehmen.

Wir machen das nämlich über Skype.

Aber ich denke, das gibt ein ganz gutes Beispiel, wie man die Sprache im Alltag spricht.

JOLANDA: Ja.

VERA: Heute haben wir uns gedacht, dass wir mal über die Zeitumstellung sprechen, weil die ja jetzt stattfindet im Herbst.

Und zwar stellen wir jetzt um von Sommerzeit auf Winterzeit.

JOLANDA: Vera, wie erlebst du die Umstellung von der Zeit?

Macht dir das Mühe oder bereitet dir das Freude oder wie ist das für dich?

VERA: Also ich sage mal so: Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit finde ich sehr angenehm, weil ich dann eine Stunde länger schlafen kann, aber die Umstellung im Frühjahr von der Winterzeit auf die Sommerzeit, die macht mir extrem zu schaffen.

Wie ist das bei dir so?

JOLANDA: Bei mir läuft das eigentlich ganz normal weiter.

Ich stelle dann einfach den Wecker um eine Stunde um und kann mir irgendwie einprogrammieren, ja, es ist halt anders und dann … das hat bis jetzt immer funktioniert.

Also ich habe nie Probleme gehabt mit der Umstellung.

Weil ich die Vorteile so groß finde, vielleicht auch.

Im Sommer, da ist’s dann länger hell und die Tage sind einfach länger und … ja, und dann der Morgen ist dann nicht so schlimm.

VERA: Da bist du aber wirklich zu beneiden, also ich habe da ganz lange dran zu knapsen.

Das macht mir wirklich sehr viel Mühe.

Ich muss natürlich auch sowieso schon ziemlich früh aufstehen.

Und wenn ich dann noch eine Stunde früher aufstehen muss, dann habe ich Mühe aus dem Bett zu kommen und ich bin auch wirklich lange Zeit müde dann noch und habe dann Schwierigkeiten andererseits, abends einzuschlafen.

Weil mein Körper einfach noch auf die Winterzeit eingestellt ist.

Und ich brauche wirklich lang, bis der Körper sich daran gewöhnt hat.

Also meine innere Uhr, die ist bei mir sehr stabil, will ich jetzt mal sagen.

Und meine innere Uhr sagt mir dann einfach, jetzt ist sechs Uhr.

Und wenn ich dann um fünf Uhr aufstehen muss, nach der Zeitumstellung, dann ist es ja eigentlich für meinen Körper fünf Uhr, dann fehlt dem ja eine Stunde.

JOLANDA: Bei mir ist die innere Uhr auch sehr – wie soll ich sagen – fix.

Und zwar, ich brauche einfach sieben bis acht Stunden Schlaf.

Und je nachdem um welche Zeit ich ins Bett gehe, verwache (deutsch: erwache) ich am nächsten Morgen um die entsprechende Zeit.

VERA: Also wenn du später ins Bett gehst, schläfst du auch dann entsprechend länger?

JOLANDA: Ja, also wenn ich ohne Wecker aufstehen kann.

Also nach sieben bis acht Stunden.

Und ich bin nicht der Typ, der mal dann bis am Mittag im Bett liegen liegt (deutsch: bleibt).

Also das habe ich noch nie gekonnt.

Also ich stehe dann auf und ja, wenn ich Zeit und Lust habe, dann kuschele ich mich mal nochmals rein, aber ich muss am Morgen schon auf.

VERA: Ja also das hat sich bei mir im Laufe der Jahre geändert.

Also früher konnte ich das ja auch.

Da konnte ich auch sehr, sehr lange schlafen, vor allem als Teenager.

Da bin ich dann manchmal morgens erst um fünf oder sechs Uhr ins Bett gegangen am Wochenende und habe dann bis Mittags wirklich schlafen können.

Aber heute ist es so, dass ich, wenn ich am Wochenende mal ein, zwei Stunden später ins Bett gehe, ich oft trotzdem sehr, sehr früh aufwache und dann entsprechend weniger geschlafen habe.

Und Jürgen lacht mich deswegen schon immer aus, weil ich da so sensibel geworden bin – muss man sagen.

JOLANDA: Ich konnte auch als Teenager nicht lange schlafen.

Also ich musste … gut vielleicht hat das auch damit zutun, bei mir zuhause, also als ich noch bei meinen Eltern lebte als Teenager, auch am Sonntag, da gab es spätestens … morgens um acht Uhr war das Frühstück.

Auch am Sonntag.

Und …

VERA: Und deine Eltern haben dich dann gnadenlos geweckt?

JOLANDA: Nein, ich hörte das, wenn sie auf sind.

VERA: Ah ja.

JOLANDA: Und ich wusste, das einfach dann ist Frühstückszeit und … ja, aber es war einfach so.

Aber umgekehrt am Morgen, da hatte ich Mühe zum Aufstehen.

Bei uns war zweimal in der Woche Frühmesse.

Da mussten wir schon um sieben Uhr – also für mich war das damals extrem früh – da mussten wir schon um sieben Uhr in der Kirche sein und da war ich … mein Blutdruck war unten, ich war bleich, ich bin fast ohnmächtig geworden.

Also das war wirklich eine Qual.

Und da hat mich dann meine Mutter manchmal schlafen lassen, dass ich dann erst in die Schule gehen und nicht in diese Frühmesse, aber da gab’s dann Reklamationen vom Pfarrer und, ja, das gab heiße Diskussionen.

VERA: Also das war richtig ernst für euch oder wichtig, dass man auch in diese Frühmesse gegangen ist?

JOLANDA: Ja, in einem Dorf!

Weißt du, da … ja, ja, das war so.

Und meine Mutter hat sich da dann manchmal durchgesetzt und hat das auch dem Pfarrer gesagt, dass sie es nicht verantworten könne, mich so früh zu wecken und da hat, … Ich weiß noch mal, einmal musste ich zur Strafe aufstehen in der Schule, weil ich eben nicht in der Frühmesse war und dann hat meine Mutter (mit) ihm telefoniert und gesagt eigentlich müsste er sie als Mutter strafen und nicht mich als Kind, weil sie hätte mich nicht geweckt.

Das fand ich so toll, dass sie sich für mich eingesetzt hat.

VERA: Ja, das finde ich auch sehr nett, muss ich wirklich sagen, und ich finde das auch vom Lehrer pädagogisch wirklich daneben.

Ich glaube, heute würde das auch nicht mehr so gemacht werden, oder?

JOLANDA: Nein, nein, nein, dass … dass … aber damals.

VERA: Ja, ja.

JOLANDA: Das waren noch andere Zeiten.

VERA: Ich habe hier einen Podcast gehört, da hat ein Chronobiologe über dieses ganze Thema gesprochen und da ging es aber nicht nur um die Zeitumstellung, sondern generell um die innere Uhr, die die Menschen haben und er meinte dann auch, dass manche Menschen einen sozialen Jetlag haben.

Hast du das auch schon gehört?

JOLANDA: Ähm, ich habe jetzt gerade einen Blackout.

Erkläre es doch mal.

VERA: Der hat also gemeint, dass es Menschen gibt, die einen inneren Rhythmus haben, der eben nicht zu dem – sage ich mal – Standard-Tagesablauf passt.

Zum Beispiel wenn man arbeiten geht oder zur Schule geht, muss man oft um acht Uhr da sein.

Und die sind aber vielleicht Nachteulen und für die wäre zehn Uhr morgens die beste Zeit um zu lernen oder zu arbeiten und die haben dann einen sozialen Jetlag.

Denen ihre innere Uhr passt nicht zum Tagesablauf, wie er ist.

Und das hat er als sozialen Jetlag bezeichnet.

Jetlags kennt man ja sonst vom Reisen her …

JOLANDA: Genau.

VERA: … wenn man eine Zeitverschiebung erlebt hat.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Habe ich auch gerade hinter mir im Sommer.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und da habe ich auch lange gebraucht, bis ich wieder normal schlafen konnte.

Also mein Schlafrhythmus ist, glaube ich, sehr anfällig für Zeitverschiebungen, leider Gottes.

Also es wäre schöner oder einfacher für mich, wenn es nicht so wäre.

JOLANDA: Ja, also eben als Kind hatte ich das, wie ich jetzt so höre, ja, hatte ich das wirklich.

Also das war ganz schlimm.

Morgens früh war ich Null und nix.

Da war ich extrem abends, ein Abendmensch.

VERA: Hm.

JOLANDA: Ja.Aber jetzt ist es eben … vor allem jetzt, wo ich mit Leuten spreche über Skype, da im Zusammenhang mit Sprachenlernen, die da in Amerika leben und wohnen, da telefoniere ich manchmal wirklich zu Unzeiten, also … Und, klar, wenn ich es mir einteilen kann und dann nachher meine acht, sieben oder acht Stunden schlafen kann, ist das ja okay, aber wenn ich natürlich am Morgen pünktlich aufstehen muss, ja, dann liegt das nur am Wochenende drin.

VERA: Dieser Chronobiologe, der hat auch noch erklärt, dass die Kinder oft Frühtypen sind, also das erlebt man ja bei Babys oder bei Kleinkindern, dass die einen sehr zeitig wecken, dass man in der Pubertät dann immer später wird und regelrecht zur Nachteule wird, und dass es dann, wenn man älter wird aber wieder kippt und wir wieder zu Menschen werden, die immer früher aufstehen.

Und dann meinte er dann noch, dass für Teenager die Schule wirklich ‘ne Katastrophe ist, wenn die um acht Uhr beginnt, weil für die wäre das eigentlich Mitternacht, weil sie solche Nachteulen sind.

Das wäre so, als würden wir um Mitternacht zur Schule gehen müssen für uns.

JOLANDA: Ja, also das habe ich wirklich erlebt.

Also ich hatte, als ich unterrichtete, hatte ich manchmal um 7:20 Uhr die erste Lektion und …

VERA: Um 7:20 Uhr?

JOLANDA: Hat die begonnen, ja.

VERA: Boah!

JOLANDA: Ja!

Und du kannst dir ja vorstellen, da hatte (Deutschland: gab) es zum Teil Kinder, die hatten einen halbstündigen Schulweg.

Und das war manchmal wirklich hart.

Für mich als Lehrerin und für die Kinder, die dann schon aufmerksam sein sollten.

Also … ja …

VERA: Ja, das finde ich unglaublich früh.

Ich verstehe auch nicht, wofür das gut sein soll, so früh zu beginnen, also der Tag hat 24 Stunden.

Es spielt keine Rolle, ob ich nun früher oder später anfange.

JOLANDA: Finde ich auch, ja.

Aber so Stundenplaner, die haben da manchmal ganz andere Vorstellungen.

Und einmal, da war es ganz extrem.

Da hatte ich am Montag nur eine Stunde Schule und die hat morgens um 7.20 Uhr begonnen und nachher hatte ich den ganzen Montag frei.

Stelle dir das mal vor.

Mein Wochenende war unterbrochen, wegen einer Stunde!

VERA: Das ist ja grausam!

Ja, das ist wirklich unglaublich.

Und vor allem, wenn man dann mal wach ist, kann man ja nachher auch schlecht wieder einschlafen oder sich wieder hinlegen.

Also ich würde das nicht machen.

Ich schlafe tagsüber eigentlich nie und ich habe halt festgestellt, dass ich dann abends meistens sehr gut einschlafen kann.

JOLANDA: Also ich kann eigentlich immer sehr gut einschlafen.

Und wenn ich tagsüber extrem müde bin, da kann ich mich hinlegen und schlaf kurz ein, also das … ob es hell ist oder dunkel.

Wenn mein Körper müde ist, dann schläft er einfach.

Und wenn er nicht müde ist, dann … dann eben nicht!

VERA: Du bist zu beneiden.

Also ich schlafe normalerweise auch gut.

Aber tagsüber kann ich eigentlich gar nicht schlafen.

Das ist mir also nur gelungen nachdem wir aus Amerika zurückkamen und ich diesen Jetlag noch hatte, aber da habe ich es nach Möglichkeit vermieden, um wieder in den normalen Rhythmus zu kommen und ansonsten lege ich mich eigentlich nur hin, wenn ich einmal sehr starke Kopfschmerzen habe.

Und ich habe auch gar keine Zeit.

JOLANDA: Ja eben!

Apropos Zeit!

Ich glaube, wir sollten dringendst unterbrechen.

Das Thema wäre zwar noch …Da könnten wir noch lange darüber sprechen, aber ich glaube, die Zeit läuft und mehr als 10 Minuten ist glaube ich, zu lange für unseren Podcast.

VERA: Oh danke, Jolanda!

Da hast du jetzt gut aufgepasst.

Ich hätte jetzt, glaube ich, noch stundenlang darüber geredet.

Ja, also Text und Audio werden wir dann wieder in der deutschen Bibliothek von LingQ einstellen, also auf http://www.LingQ.com und dort könnt Ihr es dann also nachlesen.

Ich werde mich jetzt gleich dransetzen und das Transkript anfertigen und dann könnt Ihr das bei LingQ studieren.

Ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Ich sage Tschüss, bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Eine gute Zeit, wünscht Euch auch Jolanda.

Jolanda and Vera – The Gotthard-Basistunnel

This and all episodes of this podcast are available to study as a lesson on LingQ. Try it here.

Jolanda and Vera talk about the new tunnel that will connect Northern and Southern Europe. Jolanda und Vera sprechen über den neuen Tunnel, der Nord- und Südeuropa verbinden wird.

VERA: Hallo und willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist wieder Vera und Jolanda ist heute wieder bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Ich weiß nicht, hast du es in den Nachrichten oder den Zeitungen verfolgt?

Am Gotthard ist der Durchbruch des neuen Basistunnels erfolgt.

JOLANDA: Ja, das ist natürlich bei uns Tagesthema.

Du kannst dir vorstellen, die ganze Schweiz ist da in einer Euphorie.

VERA: Ja, ich finde das ja auch total faszinierend.

Ich habe mir da vorher gar keine Gedanken gemacht und habe das jetzt bei uns in den Nachrichten gesehen und ich finde das ja wirklich unglaublich.

JOLANDA: Ja, es ist ja wirklich ‘ne Pionierleistung, was da diese Bergleute vollbracht haben.

Es ist wirklich beeindruckend und man hörte vorher … klar man hat immer mal was davon gehört, aber jetzt hat man auch noch so Hintergrundinformationen und sehr viel Emotionen wurden da verbreitet und auch gezeigt im Fernsehen.

Es ist schon beeindruckend.

VERA: Ja, vielleicht mal ganz kurz, was das ist.

Das ist ein neuer Tunnel, der dort erstellt wird und der ist …

JOLANDA: … der längste, der längste der Welt!

VERA: … der längste der Welt!

57 …

JOLANDA: Ja, ja.

Der ist nämlich 57 Kilometer lang.

VERA: Das ist unglaublich, oder?

Das muss man sich vorstellen, wie lange man dann auch nachher braucht, um durch diesen Tunnel hindurch zu fahren.

JOLANDA: Ja.

Ist nicht so geeignet für Leute, die Platzangst haben.

VERA: Ja, das kann ich mir auch vorstellen.

Also das wird ja ein Eisenbahntunnel.

JOLANDA: Ja.

Aber das geht noch ein paar Jahre.

Im Moment ist erstmal der Durchbruch und das war natürlich mit vielen Schwierigkeiten verbunden.

Auch die Arbeitsverhältnisse.

Das sind – wie tief?

– ich glaube 2.400 Meter unter der Erde, ist dieser Tunnel, und da ist es natürlich unheimlich heiß, also bis zu 50 Grad und, ja, man kann auch nicht so gut vorausberechnen – klar man kann’s berechnen, aber es ist immer wieder eine gewisse Unsicherheit, ob die berechneten Fakten dann auch wirklich so vorgefunden werden.

VERA: Ja, ich habe gelesen, dass sie die Temperatur dann etwas heruntergekühlt haben auf 28 Grad, aber selbst das ist ja noch sehr heiß in Anbetracht der schweren körperlichen Arbeit, die die Arbeiter dort machen müssen.

JOLANDA: Ja, und immer ohne Tageslicht.

Also ich stelle mir das wirklich als Schwerstarbeit vor.

VERA: Hm.

Und was ich auch interessant fand ist, dass das Bergleute aus allen möglichen Ländern waren.

Also es waren natürlich auch Schweizer da, aber auch Österreicher, viele Deutsche, Italiener und Portugiesen.

Und die haben dann alle zusammen dort unter der Erde gearbeitet und diesen Tunnel erstellt.

JOLANDA: Ja, das sind natürlich Fachleute aus aller Welt.

Also von dem einen, der da eine ganz wichtige Person ist oder – ja, eigentlich immer noch ist, man kann nicht sagen ‘war’ – der wird natürlich jetzt mit seiner großen Maschine zum nächsten Tunnel fahren, wo er eingesetzt wird und wenn dieser Tunnel halt bei Gibraltar ist, dann fährt er dorthin und wenn das irgendwo in weiß-ich-nicht-wo ist.

Der muss sich ja die Arbeit nach dem Berg aussuchen.

VERA: Ja, ich habe gelesen, diese Tunnelbohrmaschine, die ist 400 Meter lang.

Das muss man sich mal vorstellen.

Eine Maschine, die fast einen halben Kilometer lang ist.

Das kann man sich gar nicht vorstellen.

JOLANDA: Nein.

VERA: Also ich kann’s mir gar nicht vorstellen.

JOLANDA: Ich auch nicht.

VERA: Und ich find’s ganz lustig, die haben sie ja Sissi genannt.

JOLANDA: Ja!

VERA: So einen niedlichen Namen, sage ich jetzt mal, für so eine große Maschine.

Und was ich auch überhaupt nicht verstehen kann ist, dass die das geschafft haben, genau an der richtigen Stelle zu bohren und das praktisch diese zwei Tunnelteile aufeinander getroffen sind.

Dass die wirklich diesen Durchbruch so genau hinbekommen haben.

Das sind ja 57 Kilometer Länge und dann wirklich von zwei Seiten an einem Punkt zusammenzutreffen, das finde ich also eine ganz tolle Leistung.

JOLANDA: Ja.

Aber ich denke, da hat man heute einfach wirklich auch die Messgeräte und mit Laser und da ist die Technik schon so fortgeschritten, die können das wirklich sehr genau berechnen.

VERA: Aber das fasziniert mich trotzdem immer wieder, …

JOLANDA: Na klar.

VERA: … wenn ich so etwas höre.

Das ist unglaublich.

Und was mich auch fasziniert hat ist (richtig: sind) die Mengen, die die bewegt haben und zwar waren das 13 Millionen Kubikmeter Gestein oder 24 Millionen Tonnen und ich kann mir das ja gar nicht vorstellen und dann habe ich irgendwo gelesen, das wäre fünfmal die Cheopspyramide.

JOLANDA: Wow!

Ja, das sind wirklich Mengen.

VERA: Ja.

Das finde ich unglaublich.

Und die bauen da dran seit 15 Jahren und rechnen damit, dass sie noch 7 Jahre brauchen.

JOLANDA: Ja.

VERA: Was für ein Projekt!

JOLANDA: Es ist ein Riesenprojekt, ja.

Also was mich …

VERA: Und warum hat die Schweiz dieses Projekt so vorangetrieben?

JOLANDA: Wirtschaftliche Gründe.

Dass wir wirklich eine Verbindung zwischen Nord-Süd haben, die dann wirklich auch genutzt werden kann, um große Mengen zu transportieren.

Möglichst schnell.

Um am Ball zu bleiben, sage ich mal.

VERA: Ja, bis jetzt musste das ja alles über die Alpen transportiert werden.

Ich meine, es gab schon einen oder es gibt schon einen Gotthard-Tunnel, aber der ist natürlich wesentlich kürzer und man muss trotzdem noch viel durch die Berge fahren.

JOLANDA: Ja und der jetzige Gotthard-Tunnel ist natürlich bekannt für die vielen Staus, die es dort gibt.

VERA: Also wahrscheinlich dient es dann auch dazu, den Verkehr dort zu reduzieren.

JOLANDA: Ja, ja.

Nochmals zurück zu diesem Tunnelbau.

Etwas, das nichts mit Zahlen, sondern mit Emotionen und Glauben zu tun hat, hat mich sehr beeindruckt und zwar haben die bei jedem Eingang eine Statue der heiligen Barbara.

Also so musste jeder Bergmann oder jede Bergfrau wirklich auch an dieser Statue vorbei und da ist ein unglaublicher …also es ist unglaublich, dieser Glaube, dieser Leute.

Und in diesen Reportagen da beim Durchbruch wurde das auch wirklich gezeigt.

Also da ist wirklich ein Vertrauen da und ich glaube auch eine Hoffnung und das gab den Leuten eine unbeschreibliche Stärke.

VERA: Ja, ich glaube, man braucht vielleicht auch so einen Halt, wenn man so eine gefährliche Arbeit macht.

Weil das erfordert ja jeden Tag wieder neuen Mut in diesen Berg so tief hineinzugehen.

JOLANDA: Ja, man ist ja völlig ausgeliefert.

Man kann nicht nur schnell einfach davonrennen.

Man ist drinnen!

Also, ja.

VERA: Es gab wohl auch einmal eine Art Erdrutsch oder dass dort Gesteinsmassen heruntergekommen sind während des Baus …

JOLANDA: Ja.

VERA: … und da ist ja zum Glück gar niemand dabei verletzt worden.

Es sind zwar, glaube ich, acht Arbeiter insgesamt in dieser Zeit ums Leben gekommen, aber das waren eigentlich ganz alltägliche Unfälle, wie sie beim Rangieren mit Maschinen oder LKWs halt passieren und also nicht ungewöhnlich viel, also man hatte wirklich dann den Schutz dieser Schutzpatronin, hat man das Gefühl.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Und was mich so beeindruckt hat, das sind ja Männer und auch die stehen zu ihren Gefühlen und man hat auch Tränen gesehen und … ja, einfach so die Verbindung von steinhart und die Weichheit der Gefühle.

Also das war bei diesen Bildern so nah beieinander.

VERA: Ja, man muss sich ja auch vorstellen, man arbeitet so viele Jahre an diesem Projekt und das ist ja ein richtiger Meilenstein jetzt, dass man das geschafft hat, diesen Durchbruch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also ich kann mir schon vorstellen, wenn man so lange an einem Projekt arbeitet, dass einem das auch wirklich am Herzen dann auch liegt, dass es fertig wird und dass es voran geht.

Ja, das kann ich gut verstehen.

JOLANDA: Ja.

Dann war auch noch die Köchin.

Also die Bergleute, die wohnen dann ja auch dort in der Umgebung und gehen in die Kantine und diese Frau – also klar mit Hilfen, aber sie ist die Hauptverantwortliche – die kocht täglich für 300 Leute.

Und jetzt an diesem Fest hat die für – ich glaube – Neunhundert oder Tausend, musste die ein Mittagessen zubereiten.

Und ich glaube diese Frau ist so ein Angelpunkt oder so die “Mutter” für – Anführungszeichen – oder Ansprechpartnerin für Viele, die da gearbeitet haben.

VERA: Es ist für mich unvorstellbar, für so viele Leute zu kochen.

Ich habe, glaube ich, mal für 50 Leute gekocht und das war schon ein Wahnsinns-Unterfangen, also da muss man auch, glaube ich, sehr viel von Logistik verstehen, um dass dann hinzubekommen.

JOLANDA: Ja.

VERA: Das muss ja auch alles rechtzeitig fertig sein.

JOLANDA: Ja.

Und was mich so beeindruckt hat, ihr Mann, der arbeitet auch im Berg und dann … also wenn das ja dann fertig ist, dann haben ja die dort keine Arbeit mehr, oder, und da hat sie einfach so gesagt: “Ja, dann gehe ich einfach mit meinem Mann mit, egal wohin er … wohin es ihn verschlägt.”

Und das, das finde ich so schön.

Eine Frau, die wirklich sagt, ja, ich gehe mit meinem Mann hin, wo halt seine Arbeitsstelle ist.

Wo wieder der nächste Berg ist, den man aushöhlen muss.

VERA: Ja, wenn man das kann von seinem Beruf her, dann ist das natürlich eine tolle Sache.

Das ist ja nicht immer so einfach.

Man möchte ja selber vielleicht auch weiterarbeiten.

Aber …

JOLANDA: Ja, gut.

Da ist natürlich das Team.

Also er arbeitet unten im Berg und sie kocht für die Leute.

Also das geht.

VERA: Das passt.

JOLANDA: Das passt!

Ja!

VERA: Ja, schön.

Jolanda, ich denke, an dieser Stelle haben wir soviel Information gegeben, das reicht.

Oder hast du noch einen Punkt, den du unbedingt noch anbringen wolltest?

JOLANDA: Nee, ich glaube … ich glaube, das ist für den Moment genug und wenn uns mal was wieder einfällt, können wir es ja später nochmals besprechen.

VERA: Genau.

Die 10 Minuten gehen immer so schnell rum.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und es soll nicht immer so extrem lange werden, denke ich.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Also es war wieder ein interessantes Thema, denke ich und hoffe ich.

Also wir freuen uns auch, wenn unsere Zuhörer uns sagen, ob’s ihnen gefallen hat oder wenn sie uns vielleicht sagen, was sie mal interessieren würde und …ja, dann danke Jolanda für das Gespräch.

JOLANDA: Ja, ich danke dir!

Bis zum nächsten Mal!

VERA: Bis zum nächsten Mal.

Also Text und Audio gibt’s natürlich dann wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com und dort kann man dann auch die Kommentarfunktion nutzen und uns sagen, wie es angekommen ist, oder was man sich so wünscht.

Dann bis zum nächsten Mal.

Jolanda & Vera – Switzerland, a Multilingual Country

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

Jolanda and Vera talk about Switzerland and its languages.(Jolanda und Vera sprechen über die Schweiz und deren Sprachen.)

VERA: Hallo und herzlich willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute habe ich wieder Jolanda bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wir zeichnen das Gespräch mit Skype auf und ich hoffe, dass alles gut geht und dass es keine technischen Probleme gibt.

JOLANDA: Ja, das hoffe ich auch.

Aber meistens klappt es ja.

Wir haben ja eine gute Verbindung zwischen Deutschland und der Schweiz.

VERA: Ja, da bin ich auch sehr froh drum.

Ich hab’ auch manchmal Gespräche gehabt und da war die Verbindung sehr schlecht.

Ich glaube vor allem in den Osten, in die östlichen Länder von Europa.

Da gibt es oft Probleme und vielleicht haben die nicht so hohe Bandbreiten.

JOLANDA: Das kann sein.

Oder eben wenn man noch verschiedene Fenster offen hat kann das auch zusätzliche Probleme geben.

VERA: Genau.

Ich hab’ erstmal bei mir hier alle Programme geschlossen, die ich jetzt nicht brauche und ich hab’ jetzt auch meinen Status bei Skype auf beschäftigt gesetzt, denn eben kamen dauernd Nachrichten noch zwischendurch rein von anderen Personen, die ich kenne, die mit mir chatten wollten und das hat dann doch ein bisschen abgelenkt.

JOLANDA: Ja siehst du, du bist halt ‘ne begehrte Person, Vera.

Viele wollen mit dir Deutsch sprechen und üben.

Da bist du ja wirklich eine gute Ansprechpartnerin.

VERA: Ja, wenn ich Zeit habe, mache ich das auch sehr gerne, aber in der letzten Zeit war ich sehr beschäftigt durch den Urlaub.

Da ist dann doch Vieles liegengeblieben, was ich jetzt versucht habe nachzuarbeiten, aber ab dieser Woche biete ich dann auch wieder Gespräche auf Deutsch und dann denke ich, entspannt sich das alles wieder ein wenig.

Wir wollten uns noch bedanken für die vielen Rückmeldungen zu unseren ersten Podcasts.

Das haben wir, glaube ich, noch nicht gemacht, weil wir hatten die ersten vier in einem Rutsch aufgezeichnet und konnten das deshalb natürlich auch noch nicht.

JOLANDA: Genau.

Also ich hab’ mich sehr gefreut über die Rückmeldungen und darum sind wir jetzt natürlich auch wieder dran um wieder neue Dinge aufzunehmen.

VERA: Ja.

Und die ersten Podcasts haben sich ja um das Sprachenlernen gedreht, die wir gemacht haben, und der Michael hat uns gefragt, ob wir mal über die Unterschiede von der Schweiz und von Deutschland sprechen können.

JOLANDA: Ja, und ich habe mir so überlegt, also ich weiß eigentlich gar nicht soviel über mein Nachbarland.

Und darum weiß ich eigentlich auch die Unterschiede kaum.

VERA: Da geht es mir nicht anders.

Ich war zwar schon in der Schweiz, aber ein längerer Besuch in der Schweiz, der liegt bei mir, glaube ich, schon 20 Jahre zurück und da kann ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern.

Ansonsten war ich immer nur mal ganz kurz in der Schweiz für einen Tagesausflug und da bekommt man ja gar nicht soviel mit.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und deswegen dachte ich, ich frag’ einfach die Jolanda mal ein paar Sachen über die Schweiz und sie kann mich dann vielleicht ja ein paar Sachen über Deutschland fragen.

Jolanda, was mich schon immer sehr interessiert hat ist, wie ist das denn mit diesen unterschiedlichen Sprachen in der Schweiz im Alltag.

Begegnet dir das irgendwo?

Die Schweiz hat ja offiziell Deutsch, Italienisch und Französisch als Sprachen.

JOLANDA: Und Rätoromanisch.

VERA: Und Rätoromanisch auch noch?

Und noch euer Schweizerdeutsch!

JOLANDA: Genau.

Und das Schweizerdeutsch ist ja sehr unterschiedlich von einem Kanton zum anderen.

Also die Waliser, die verstehe ich kaum.

Also ich verstehe es zwar, aber da muss ich mich schon anstrengen.

Oder wenn ein Appenzeller so richtig in seinem Appenzeller Deutsch spricht, da gibt’s Worte, die sind mir völlig fremd.

VERA: Und wie ist das so bei Behörden?

Welche Sprache wird dort verwendet?

JOLANDA: Schon Dialekt.

Doch.

Wir sprechen eigentlich schon im Schweizerdeutsch.

Aber wenn natürlich Ausländer kommen – logisch – da spricht man Hochdeutsch.

VERA: Und wenn jetzt einer kommt, der nur Italienisch spricht zuhause, weil er aus der italienischsprachigen Schweiz kommt, findet der dann auch einen Ansprechpartner oder wie ist das geregelt?

JOLANDA: Also auf Ämtern schon.

Also ich denke, da sind die meisten mehrsprachig.

Ja.

VERA: Und ansonsten wachsen Schweizer mehrsprachig auf oder spricht man eigentlich nur die Sprache, die im Vaterhaus gesprochen wird, im Elternhaus gesprochen wird?

JOLANDA: Also meine Erfahrung ist, dass viele Schweizer mehrere Sprachen sprechen.

Also Französisch hat man schon früh in der Schule und … Ja, ich glaube, das Interesse ist grundsätzlich da, zum mehrere Sprachen zu lernen und auch zu sprechen.

VERA: Aber bei dir zuhause wurde nur Deutsch gesprochen.

JOLANDA: Ja, ja.

Leider!

VERA: Und hast du in der Schule dann eine Fremdsprache gelernt?

Französisch dann?

JOLANDA: Ja, da habe ich Französisch gelernt, aber das war … ach, mit sehr vielen negativen Erfahrungen verbunden.

Also das war noch die alte Sprachlernmethode.

Und da habe ich ganz schlechte Erinnerungen dran.

Also heute so mit MP3 und mit Videos und so, das ist schon ein anderes Sprachenlernen.

VERA: Aber du brauchst es praktisch auch im Alltag dann überhaupt nicht.

Es ist nicht erforderlich, dass man neben Deutsch eine andere Sprache sprechen kann?

JOLANDA: Nein, nein.

VERA: Und ist die Kultur in diesen unterschiedlichen Sprachzonen – sage ich jetzt mal – der Schweiz auch unterschiedlich.

Fühlt sich italienischsprachiger Schweizer anders als einer, der Deutsch zuhause spricht?

JOLANDA: Ja, ich denke, das sind Welten.

Also die Italienischsprechenden, also das ist vor allem im Tessin, die sind eher mit der italienischen Kultur verbunden.

Oder dann die Welschen, französischsprachiger Teil, die sind, ja die sind anders, als wir Ostschweizer.

Das ist schon eine andere Mentalität.

Man sagt … Man spricht bei uns vom Röstigraben.

Das ist so eben die Sprachgrenze zwischen …. zwischen französisch sprechender Schweiz und deutsch sprechender Schweiz und da gibt es schon Leute, die sich rivalisieren und ja …

VERA: Erklär’ doch mal, was Röstis sind.

Ich meine, ich weiß das, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht jeder kennt.

JOLANDA: Also Rösti, das ist ein Kartoffelgericht.

Also Kartoffeln werden gekocht und nachher werden sie mit der Röstiraffel geraffelt, aber wie erkläre ich das.

Das ist eine grobe Raffel.

Raffel ist … verstehst du, oder?

VERA: Ja, wir würden sagen, es ist eine grobe Reibe.

Wir würden sagen, die werden gerieben.

JOLANDA: Ah, ja, genau.

Ja.

Und dann wird das mit Butter gebraten, bis es so eine Kruste gibt.

VERA: Hm.

Und das ist super lecker.

Das kann ich sagen.

Also das esse ich auch wirklich gerne.

Kann ich nur empfehlen.

Das ist etwas, das ist mir jetzt aufgefallen in den USA, das wir in den deutschsprachigen Ländern sehr viele Kartoffelgerichte machen und sehr gerne Kartoffeln essen und auch eine unheimliche Vielfalt an Kartoffelgerichten haben.

Esst ihr in der Schweiz auch gerne und viel Kartoffeln?

Ja, oder?

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Genau.

JOLANDA: Doch.

VERA: Ich … Oder vielleicht ist es auch eine europäische Sache, ich weiß es nicht.

Mir ist es nur aufgefallen, dass wir sehr, sehr viele Arten kennen, wie wir Kartoffeln zubereiten.

JOLANDA: Ja, da gibt’s wirklich eine Fülle.

Ja.

VERA: Gut, es war natürlich auch hier ein Gericht … oder Kartoffeln waren eigentlich die Rettung von Europa mal vor hunderten Jahren, weil das hier .. .weil die Kartoffeln hier so gut gedeihen und weil die auch einen unheimlichen Nährwert haben und deswegen sind Kartoffeln vielleicht so beliebt, ich weiß es gar nicht genau.

VERA: So, an dieser Stelle hatten wir dann leider ein Problem mit der Aufzeichnung und Jolanda hat momentan ein technisches Problem.

Deshalb spreche ich diesen Abspann kurz alleine ein.

Danke fürs Zuhören.

Wir hoffen, es hat Euch soviel Spaß gemacht, wie uns die Aufzeichnung.

Text und Audio findet Ihr wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com.

Dort kann man die Kommentarfunktion benutzen, um uns eine Nachricht zukommen zu lassen und da würden wir uns sehr darüber freuen.

Ebenso, wenn Ihr wieder bei uns reinhört.

Ich sage dann Tschüss, auch im Namen von Jolanda.

Bis zum nächsten Mal.

Jolanda & Vera – Learning Methods, Part 2

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jolanda and Vera talk about the learning methods they are using for learning languages. (Jolanda und Vera sprechen über die Methoden, die sie zum Sprachenlernen verwenden.)

Hallo und herzlich willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und das ist der zweite Teil des Gesprächs von Jolanda und mir über Lernmethoden.

Falls Ihr den ersten Teil noch nicht gehört habt, solltet Ihr das unbedingt nachholen.

Und hier kommt nun die Fortsetzung:

VERA: Speicherst du nur Wörter ab oder speicherst du dir auch ganze Ausdrücke ab?

JOLANDA: Nur Wörter.

VERA: Nur Wörter.

Ich versuche mich jetzt – also gerade im Englischen – auch viel auf Phrasen zu konzentrieren, weil das ist etwas, was ich in der Schule schon gemerkt und gelernt habe.

Von einer speziellen Lehrerin habe ich das gelernt, dass es einfacher ist, sich ganze Ausdrücke zu merken als einzelne Worte und so habe ich Französisch gelernt.

Die einzelnen Worte haben sich mir am Anfang nicht erschlossen und haben keinen Sinn ergeben, aber wenn ich so einen kompletten Ausdruck gelernt habe, dann konnte ich mir den merken und das hat auch einen Sinn für mich ergeben.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und das hat sich irgendwie bei mir eingebrannt, dass ich mit dieser Methode dann letztlich auch in der Schule in Französisch auf einen grünen Zweig gekommen bin.

Und deswegen bin ich auch ein total großer Fan vom Lernen von Phrasen auch im Englischen, also von Ausdrücken.

JOLANDA: Ja.

Also bei mir vielleicht fällt das nicht so ins Gewicht, weil ich ja die Vokabeln nicht so oft mir anschaue.

Also ich gehe wieder zurück zum Text, wo ich dieses Wort herhabe.

Und dann höre ich mir ja den ganzen Text an.

Und für mich ist dann eigentlich, die LingQs erstellen, da geht’s mir eigentlich darum, was heißt denn eigentlich dieses Wort, also nur so als Übersetzungshilfe und dann lasse ich das wieder liegen und versuche dann in der Fremdsprache den Text zu verstehen.

Ich übersetze mir den Text nicht ins Deutsche.

Also auch gedanklich nicht.

Ich versuche in der Fremdsprache zu bleiben, aber um manchmal einen Zusammenhang wirklich zu verstehen, brauche ich doch halt die Übersetzung ins Deutsche.

Ich habe ja nicht immer einen Tutor da, der mir das in der entsprechenden Sprache erklärt.

VERA: Ja, ich glaube, da hängt es auch davon ab, auf welcher Stufe man ist in der Sprache, wie vertraut einem die Sprache schon ist oder nicht, ob man das kann oder nicht.

Also im Englischen übersetze ich normalerweise auch eigentlich gar nichts für mich im Kopf, aber wenn ich einen Text mit LingQ bearbeitet, analysiere ich den praktisch auch ein bisschen und versuche dann solche Dinge zu erkennen, ja.

JOLANDA: Ja.

VERA: Gerade zum Beispiel was für mich im Englischen schwierig ist, ist immer die richtige Präposition zu erwischen.

Und dann, wenn ich einen Text dann durchlese, konzentriere ich mich manchmal dann auf die Präpositionen, wie ich die anwende.

Und das ist dann aber schon ein sehr bewusstes Studieren von einem Text.

Das mache ich auch nicht immer.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also ich benutze es nicht nur als Übersetzungshilfe dann, sondern auch schon um einfach mein Bewusstsein zu schärfen, sage ich jetzt mal, für bestimmte Dinge in der Sprache und das hat aber auch dann nichts mit Grammatiklernen zu tun, sondern einfach mit einem Bewusstsein für die Sprache schaffen, finde ich.

JOLANDA: Ja.

Also wie wird es angewendet.

VERA: Genau.

Wie benutzen die das denn letztlich?

JOLANDA: Genau.

VERA: Ja, das ist also auch so eine gewisse Neugier, die ich dann habe und …, ja.

Wie oft wiederholst du so einen Text?

Wie oft hörst du dir den an?

Oder wie oft liest du dir den durch?

JOLANDA: Das ist ganz unterschiedlich.

Also es gibt Texte, die höre ich mir wirklich nur einmal an.

Aber andere, die höre ich mir so am Anfang vielleicht dreimal an, dann bearbeite ich ihn, dann lasse ich ihn vielleicht zwei, drei Tage liegen und dann schaue ich ihn mir wieder einmal an.

Oder manche Texte, die mich einfach vom Thema her interessieren, da gehe ich manchmal auch einen Monat später nochmals zurück und dann ist es immer ein, ach, eine Freude, wenn ich’s einfach lesen kann oder einfach … ich höre mir es an und es ist einfach vertraut.

VERA: Hörst du dir den dann dreimal hintereinander an?

Wenn du jetzt gesagt hast, am Anfang hörst den manchmal dreimal an?

JOLANDA: Ja, das ist so in der Zeit, wenn ich in der Badewanne liege.

VERA: Also dreimal hintereinander denselben Text?

JOLANDA: Ja, manchmal schon, ja, ja.

Oder eben wenn ich die Küche mache oder einfach so, ja.

VERA: Das mache ich eher selten, gebe ich zu.

Da müsste ein Text schon sehr schwer sein, dass ich das mache, aber ich habe ja beim letzten Mal schon erklärt, dass ich mir gerne leichte Beiträge heraussuche und dann ist das nicht erforderlich und …

JOLANDA: Klar

VERA: … gerade im Englischen, da gibt es so eine Fülle von Podcasts und interessanten Beiträgen, dass es mir dann Schade um die Zeit ist, wenn ich dasselbe mir noch mal anhöre.

JOLANDA: Klar.

Ja.

VERA: Also ich bin immer so neugierig, dann was Neues zu hören, dass ich selten Beiträge wiederhole.

Die einzigen Beiträge, die ich mir mehrmals anhöre sind die, die ich dann auch direkt intensiv studiere.

Die höre ich mir meistens auch zwei-, drei- oder viermal an, also…

JOLANDA: Ja.

Also konkret war es bei mir jetzt zum Beispiel also dieser Text über die Sprichworte im Spanischen.

Und das ist klar, also, für mich, ich möchte ja diese Sprichworte ja auch anwenden können und als ich jetzt kürzlich in Spanien war, da verstand ich dann, wenn die plötzlich so eine Redewendung hatten.

Erstens waren die Leute zum Teil erstaunt, dass ich so Redewendungen überhaupt kenne und noch verblüffter waren sie natürlich, wenn ich so mit irgend so einem Sprichwort kam.

Und dazu braucht man … also ich brauche da schon den Text mehrmals zu hören, bis das wirklich intus ist.

Das ist nicht einfach so “Guten Morgen”, “Guten Abend”, sondern..

VERA: Ja.

JOLANDA: Ja, ich denke Sprichwörter sind auch in der Muttersprache … die müssen sitzen, wenn man sie anwendet.

VERA: Ja, es gibt ja so viele davon.

Ich bereite gerade eine Podcastserie für Deutsch vor und die geht auch über Sprichwörter und da habe ich mir Listen angeguckt mit Sprichwörtern.

Da gibt es ja Unzählige, also Hunderte, ja!

Und manche habe ich auch noch nie gehört.

Also, da werde ich mir jetzt auch die gebräuchlichen rauspicken oder die, die mir auch vertraut sind, die ich auch selber benutze und werde versuchen, darüber kleine Beiträge zu machen.

Weil ich glaube, das ist dann auch der Sprung von der Mittelstufe zu den Fortgeschrittenen, wenn man Sprichwörter erkennt und versteht.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also, ich glaube, jemand der Fortgeschritten ist, der muss auch einfach ein paar Sprichwörter kennen und benutzen können, ja.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Und das ist schon interessant.

Und ich finde es auch interessant, wie viele Sprichworte es gibt, die wir dann im Deutschen auch haben.

JOLANDA: Ja, und andere sind wieder ganz anders.

Also zum Beispiel im Spanischen sagt man “Langsam wie eine Schildkröte” und wir sagen doch “Langsam wie eine Schnecke”.

VERA: Ja, genau.

JOLANDA: Und dann habe ich mal nachgefragt, “Ja, sagt ihr nicht langsam wie eine Schnecke?”

Dann haben die mich angeschaut und “Nee, das kennen wir nicht! “

VERA: Aber sie würden es wahrscheinlich schon verstehen.

JOLANDA: Ja.

VERA: Wenn mir einer sagen würde, “Langsam wie ein Schildkröte” würde ich doch sofort die Bedeutung erkennen oder erkennen, was einem das sagen will.

JOLANDA: Klar.

VERA: Ja.

Auch ein interessantes Thema.

Vielleicht können wir uns darüber auch noch mal in einem Podcast unterhalten.

Ich würde sagen, für heute haben wir uns lange genug unterhalten.

Eigentlich länger als geplant wieder mal.

JOLANDA: Ja.

VERA: Wir verquatschen uns immer ein bisschen.

JOLANDA: Genau.

VERA: Und ich danke dir für das Gespräch, Jolanda.

JOLANDA: Gern geschehen.

Hat mich auch sehr gefreut, dich zu hören.

Und, ja, ich glaube, der Gesprächsstoff geht uns noch nicht so schnell aus.

VERA: Ja, ich habe auch das Gefühl, dass wir gut miteinander kommunizieren können.

Und ich danke unseren Zuhörern, dass sie wieder reingehört haben bei uns und ich hoffe, es hat Euch auch Spaß gemacht.

Und wir würden uns freuen, wenn Ihr wieder reinhört beim Podcast von LingQ.

JOLANDA: … und vielleicht eine Rückmeldung gebt.

VERA: Genau, das wäre super!

Text und Audio wird nämlich wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ eingestellt werden, also auf http://www.LingQ.com und dort kann man die Kommentarfunktion benutzen, um uns eine Nachricht zukommen zu lassen und da würden wir uns sehr darüber freuen.

Ich sage dann Tschüss und bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal.

Jolanda & Vera – Learning Methods, Part 1

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jolanda and Vera talk about the learning methods they are using for learning languages. (Jolanda und Vera sprechen über die Methoden, die sie zum Sprachenlernen verwenden.)

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wie geht es dir?

JOLANDA: Danke.

Es geht gut.

VERA: Ja, mir geht es auch gut.

Ich bin munter und es ist ja so früh jetzt auch nicht mehr, okay.

Da kann man auch schon munter sein.

JOLANDA: Aber es ist ja heute dein freier Tag.

Also da dürftest du ja eigentlich etwas länger schlafen, oder?

VERA: Das habe ich auch gemacht.

Heute ist ein Feiertag und normalerweise stehe ich kurz vor sechs auf und heute war es schon acht Uhr.

Aber das lag auch daran, dass ich gestern Nacht bis zwei Uhr gelesen habe.

Ich gestehe das mal hier.

Das mache ich normalerweise nicht und inzwischen bin ich aber munter.

Ich habe geduscht und gefrühstückt und freue mich, dass ich jetzt hier mit dir ein bisschen plaudern kann.

JOLANDA: Schön.

Ich freue mich auch.

VERA: Ich habe mir gedacht, wir sprechen mal darüber, wie wir genau beim Lernen vorgehen.

Wie wir uns Sachen aussuchen und die dann letztlich bearbeiten und auf uns wirken lassen, sage ich jetzt mal so.

Wie machst du das denn?

JOLANDA: Das ist unterschiedlich.

Also manchmal höre ich mir Texte einfach mal an ohne dass ich da den Anspruch habe, dass ich alles verstehe.

Klar, da gibt es solche, da verstehe ich fast alles.

Und andere, da weiß ich mal, über was gesprochen wird, aber nicht viel mehr.

Und manchmal höre ich mir das dann zwei-, drei-, viermal an.

VERA: Und wo bekommst du diese Sachen her?

Sind das Podcasts oder Radiosendungen oder was verwendest du da?

JOLANDA: Meistens Podcasts.

Related: 6 German Podcasts to Help You Study

VERA: Und die lädst du dir dann runter auf deinen MP3-Spieler und hörst dir das dann an?

JOLANDA: Genau, ja.

VERA: Machst du das bewusst oder machst du das eher nebenbei?

JOLANDA: Ja, da bin ich, glaube ich, anders als viele andere.

Also ich lege mich dann manchmal aufs Sofa oder bin in der Badewanne und höre mir da so eine halbe Stunde Podcasts an.

Also ich bin dann wirklich am Zuhören.

Manchmal höre ich mir das auch nebenbei an, also wenn ich die Küche aufräume oder wenn ich irgendwie meinen Schreibtisch wieder mal ordne, aber da merke ich, da bin ich nicht so ganz bei der Sache.

Ich kann zum Beispiel auch nicht mir Podcasts anhören, wenn ich unterwegs bin, also wenn ich über die Straße muss, wenn ich den richtigen Zug nehmen muss.

Das stresst mich.

Aber da bin ich anders, als andere, also es gibt ja viele, die haben immer den Stöpsel im Ohr.

VERA: Ja also immer habe ich ihn auch nicht im Ohr, aber ich höre sehr, sehr viel beim Autofahren, vor allem, wenn ich hier in der Gegend herumfahre, weil, ich kenne die Straßen hier und hier ist auch nicht übermäßig Verkehr, wo ich mich extrem konzentrieren müsste.

Wenn ich jetzt durch eine Großstadt fahre, meinetwegen Frankfurt, da würde ich vielleicht auch nicht unbedingt Podcasts hören, aber wenn ich jetzt zur Arbeit fahre, einen Weg, den ich jeden Tag fahre und wo wenig Verkehr ist, da höre ich mir eigentlich sehr viel an und da höre ich auch nicht nur nebenbei, da höre ich schon sehr bewusst auch zu, glaube ich.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber so beim Bügeln geht es auch ganz gut oder wenn ich das Bad putze.

Da kann ich mir auch schon mal was anhören.

Also mich einfach irgendwo hinzusetzen und in Ruhe einen Podcast zu hören, da fehlt mir eigentlich die Zeit dazu.

Und ich bin auch immer sehr aktiv.

Ich habe immer sehr viel zu tun.

Da habe ich dann auch manchmal auch das Gefühl, ich habe die Ruhe nicht dazu.

Also ich mache es gerne, wenn ich parallel dazu andere Dinge tun kann.

JOLANDA: Ja.

VERA: Bearbeitest du denn alle Beiträge auch mit LingQ?

Das heißt, dass du den Text dann dort genau studierst und dir dazu die Vokabeln abspeicherst?

Wie machst du das?

JOLANDA: Das mache ich bei Texten, wo mich der Inhalt wirklich interessiert.

Also da setze ich mich dann hin und schaue mir die Worte an, die ich nicht kenne.

Ja, das mache ich.

Das mache ich bei Texten, die mich sehr interessieren.

VERA: Ja ich kann das auch nicht mit allen Texten machen.

Ganz einfach deshalb, weil ich mir unheimlich viel anhöre und das würde ich zeitlich gar nicht schaffen.

Also ich höre viel mehr als ich mir nachher durchlese oder mit LingQ bearbeite.

Und bei LingQ finde ich halt besonders toll, dass man sofort auf einen Blick sieht, welche Wörter neu für einen sind, weil sie blau hervorgehoben sind und das macht es wirklich einfach nachher die Vokabeln abzuspeichern.

Das gefällt mir also sehr, sehr gut an der Version, die wir seit August letzten Jahres haben, das man das dort machen kann.

JOLANDA: Ja.

VERA: Speicherst du viele LingQs?

JOLANDA: Ja.

Ja und nein.

Also ich arbeite dann eigentlich selten wirklich dann mit diesen LingQs.

Also für mich ist es klar, dass ich es übersetze, aber ich schaue mir die dann kaum an.

Da beginnt für mich dann irgendwo die Stressgrenze.

Das erinnert mich an die alte Schule, wo wir da unsere Wörtli (Schweizerdeutsch = Wörter) gelernt haben, ach und ich höre mir lieber dann den Text nochmals an und nochmals an und dann weiß ich ja oder kann nochmals nachschauen – ah, das ist ja dieses Wort.

VERA: Also du hast auch diese Aversion gegen alles, was an Schule erinnert.

JOLANDA: Ja, eigentlich schon, ja.

VERA: Ja, das kann ich gut nachvollziehen.

Ich habe in der Schule auch überhaupt nicht gerne Sprachen gelernt.

Ich lege trotzdem ziemlich viele LingQs an und ich benutze dann auch die E-Mail, die “LingQs of the day” E-Mail, um die Vokabeln durchzugehen.

Was ich aber mache ist, dass ich das sehr, sehr schnell mache.

Ich klicke an und “zack”, klicke ich schon weiter.

Und wirklich nur ganz kurz, um es mir ins Gedächtnis zu rufen.

Und wenn ich ein Wort weiß, weiß ich es, und wenn ich es nicht weiß, dann klicke ich halt auf “Ups!

“, was eben bedeutet, dass ich es nicht gewusst habe und gut ist es.

Ich versuche dann aber nicht, mir dieses Wort einzuprägen, weil da bin ich also vollkommen bei Steve, der sagt, wenn ein Wort wichtig ist, wird es mir wieder begegnen in einem anderen Text und dann wenn es mir wieder begegnet und wenn es mir vielleicht zwei-, drei- oder viermal wieder begegnet, dann werde ich es automatisch lernen.

Und das ist etwas, was ich am Anfang überhaupt nicht glauben konnte, was ich aber inzwischen, nachdem ich fast zwei Jahre bei LingQ bin, vollkommen bestätigen kann.

Genauso funktioniert es bei mir auch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also ich habe Wörter, die kann ich mir anfangs überhaupt nicht merken und ich habe keine Ahnung, wie ich sie mir merken soll, aber dann, irgendwann, manchmal ein halbes Jahr später, begegnet mir das Wort wieder in einem anderen Podcast und dann weiß ich es auf einmal.

JOLANDA: Genau.

Und das ist für mich jedes Mal so ein Erfolgserlebnis.

Also ohne dass ich da mühsam stundenweise Wörter lerne und mir einpauke – dann begegnet mir das Wort wieder, und “Ups!

“, ja, das kenne ich, ja, dann habe ich ein Erfolgserlebnis.

Und wenn ich ein Wort – ah, das habe ich doch schon einmal gehört – dann weiß ich, ah, das habe ich doch mal nachgeschaut und ja, dann habe ich die Verknüpfung.

Und dann ist das nicht dieses mühsame Lernen, sondern es begegnet mir wieder und es kommt mir bekannt vor und dann das nächste Mal schon wieder noch bekannter.

Und irgendwann kann ich es sogar selber in einem Gespräch anwenden.

VERA: Ich versuche dann immer diese Wörter, bei denen ich dieses Aha-Erlebnis dann hatte beim Hören, dann in einem Gespräch mit einem Betreuer wieder anzubringen und dann habe ich das schon das erste Mal selber wieder benutzt, wenn ich das mit anbringen kann – irgendwie -, und das hilft dann auch noch mal, dass dieses Wort sich dann in meinem Gedächtnis verfestigt.

Wie gesagt, ich benutze zwar auch die LingQs, aber ich mache das ziemlich schnell und ich nutze da vor allem den Wiederholungseffekt.

Diese LingQs kommen ja, oder diese E-Mail mit den LingQs, die kommt ja in einem bestimmten Turnus.

Das heißt das erste Mal bekommt man das Wort am nächsten Tag präsentiert und dann, glaube ich, vier Tage später und elf Tage später und durch diese Abstände, hat man einen gewissen Wiederholungseffekt und ohne dass man jetzt konzentriert lernt, wirkt es aber auch und es hilft.

JOLANDA: Ja, genau.

Das war der erste Teil unseres Gesprächs über Lernmethoden.

In der deutschen Bibliothek von LingQ findet Ihr wieder Text und Audio dieses Podcasts.

Danke fürs Zuhören und hört Euch unbedingt noch den zweiten Teil dieses Podcasts von LingQ an, der in Kürze erscheinen wird.