Jolanda and Vera – Pets

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VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier ist Vera und Jolanda ist wieder meine Gesprächspartnerin.

Guten Morgen, Jolanda.

JOLANDA: Guten Morgen, Vera.

VERA: Wie geht es dir?

JOLANDA: Danke, gut.

Heute scheint die Sonne.

Da geht’s immer besonders gut.

VERA: Das stimmt.

Bei uns scheint auch die Sonne und das tut richtig gut.

In den letzten Wochen hatten wir doch einiges an Regen und da hat man gleich viel bessere Laune, wenn jetzt die Sonne scheint.

JOLANDA: Klar.

Ja.

Bei uns waren auch noch einige Tage wieder sehr kalt, also unter Null, aber gestern waren es 25 Grad, also wir haben Temperaturschwankungen, die kaum zu glauben sind.

VERA: Ja, wir hatten auch vor ungefähr 10 Tagen noch mal Frost und am Samstag hatten wir sogar 30 Grad.

JOLANDA: Wow!

VERA: Kannst du dir das vorstellen, das …?

JOLANDA: Hochsommer!

VERA: Ja, aber die Schwankungen finde ich auch sehr heftig und dann bekomme ich auch manchmal Kopfschmerzen, wenn das so schnell hin und her geht.

Also es könnte ein etwas sanfterer Übergang immer sein.

Das wäre angenehmer.

JOLANDA: Ja, würde ich mir auch wünschen.

VERA: Für heute haben wir uns das Thema Haustiere vorgenommen.

Hast du denn ein Haustier, Jolanda?

JOLANDA: Nein, ich habe kein Haustier und zwar eigentlich ganz bewusst.

Weil ich liebe die Unabhängigkeit.

Ich möchte gern kommen und gehen wie es mir passt und das ist natürlich mit einem Haustier unmöglich.

VERA: Das stimmt.

JOLANDA: Weil ich finde, wenn man ein Haustier hat, dann soll man auch Zeit haben für das Tier.

Und es soll seine Zuwendung kriegen, es soll seine Nahrung kriegen, es soll seinen Lebensraum haben, der ihm entspricht, und das kann ich einem Haustier nicht bieten.

VERA: Da hast du natürlich vollkommen recht.

Man ist dann schon gebunden und muss sich danach richten.

Man kann nicht sagen, ich fahre jetzt mal schnell für drei Tage weg, sondern man muss dann organisieren, wer kümmert sich um das Tier.

Das kann ich sehr gut verstehen, weil das ist für uns auch ein wichtiger Grund, warum wir im Moment kein Haustier haben.

Ich bin berufstätig und ich müsste dann das Tier ja sehr lange alleine lassen.

Und das würde ich dann doch als unpraktisch oder sogar grausam dem Tier gegenüber empfinden.

Zum Beispiel ein Hund, der will ja nicht so lange alleine sein.

JOLANDA: Ja.

Ich wohnte mal in einem Mehrfamilienhaus und da war ein Hund, der war mehrere Stunden am Tag allein und in dieser Zeit hat er immer geheult.

Also das war wirklich eine Zumutung für die Mitbewohner.

VERA: Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Wie gesagt, ich finde das dem Hund gegenüber grausam.

Ich hatte mal einen Hund, aber zu dieser Zeit habe ich glücklicherweise im selben Haus gearbeitet, in dem ich auch gelebt habe, und ich konnte dann zwischendurch mich um den Hund kümmern.

In den Pausen konnte ich dann immer zu ihm gehen und das hat dann auch gut funktioniert.

Aber wenn man normal berufstätig ist und zur Arbeit fährt, dann finde ich, lässt sich das überhaupt nicht vereinbaren.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und hattest du schon mal ein Haustier?

JOLANDA: Hm, als Kind hatte ich mal einen Hamster.

VERA: Ist ein Hamster nicht ein wenig unpraktisch?

Die sind doch nachtaktiv.

JOLANDA: Ja.

Und vor allem: die leben nur ein Jahr!

Und dann war die Trauer enorm groß.

Also bei anderen Tieren, ja, die hast du irgendwie länger, kannst auch eine Beziehung aufbauen zum Tier, aber das war hier dann wirklich ganz schlimm als der gestorben ist.

VERA: Ja, ich glaube, Hamster sind wirklich keine idealen Haustiere und wenn man das weiß und sich vorher erkundigt, dann ist einem das auch klar.

Erstens sind sie nachtaktiv und wie du sagt, die leben nur ein Jahr.

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist ja vielleicht für die Eltern praktisch, weil die dann denken, nach einem Jahr hat sich das bei dem Kind erledigt und dann haben wir uns nicht auf Jahre gebunden an ein Tier, aber ich kann mir schon vorstellen, dass du da sehr traurig warst.

JOLANDA: Ja.

Zu dieser Zeit hatten verschiedene Mitschülerinnen gleichzeitig auch einen Hamster.

Das war so eine Mode.

VERA: Ah ja.

Meine Tochter hätte ja auch sehr gerne ein Haustier.

Auf der einen Seite würde ich ihr den Wunsch ja auch gerne erfüllen, aber auf der anderen Seite sehe ich das halt auch wie du, dass man sich damit so stark bindet und bei mir kommt noch dazu, dass ich eine Katzenallergie habe und deshalb auch sehr vorsichtig sein muss, was Tiere anbetrifft, weil man hat dann oft auch Allergien oder zumindest Probleme bei anderen Tieren, die Fell haben, und deswegen schwanke ich da sowieso auch noch und wir haben jetzt aber eine Alternativlösung.

JOLANDA: Ah ja!

Da bin ich gespannt.

VERA: Ja, wir haben ein paar Katzen, die draußen leben, die bei uns ab und zu zum Fressen vorbeikommen.

Und davon sind jetzt auch zwei relativ zutraulich.

Die lassen sich dann auch mal anfassen und mal streicheln und mit der Lösung ist Vanessa dann eigentlich auch ganz glücklich.

Es ist nicht die perfekte Lösung für sie, aber sie hat dann zumindest so eine Art Haustier.

Und weißt du, welches Tier sie am allerliebsten hätte?

JOLANDA: Vielleicht ein Pferd?

VERA: Gut geraten.

Genau!

JOLANDA: Sicher?

VERA: Sie hätte sehr gerne ein Pferd, aber da muss ich ganz ehrlich sagen, das kann ich mir nicht leisten und das würde ich mir auch nicht leisten wollen, weil so ein Pferd lebt ja doch sehr lange und dann hat man ja wirklich viel Verantwortung und es ist ja auch nicht günstig.

JOLANDA: Ja.

Das ist wirklich sehr teuer.

Aber es gibt ja auch die Möglichkeiten, dass man nicht ein eigenes Pferd hat, sondern nur hingeht und das Pferd pflegt und ausreiten kann.

VERA: Ja, sie hat jetzt eine Freundin.

Dort kann sie ab und zu mal hingehen und reiten und ich denke auch, das muss ihr jetzt mal genügen.

Aber es ist ja nicht nur die Anschaffung.

Du musst dich dann ja auch um den Tierarzt kümmern, den Hufschmied, das kostet Geld.

Du brauchst einen Stall, in dem das Pferd steht und gar nicht zu reden davon, dass das Pferd ja auch was essen muss, ja.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also das sind ja auch enorme Folgekosten, die man dann regelmäßig hat.

JOLANDA: Ja, das muss man schon sich ganz gut überlegen.

VERA: Ja, ich kann mir das schlichtweg nicht leisten.

Das muss ich ganz klar sagen, ja.

Soviel verdiene ich jetzt nicht, dass ich davon ein Pferd unterhalten könnte oder wollte, ja.

Das Geld gebe ich dann doch lieber für einen schönen Urlaub aus.

JOLANDA: Ja, das mache ich auch so.

VERA: Ja, weil ich gern verreise.

Hm, als Kind hatte ich auch mal ein Haustier und zwar ich hatte ich einen kleinen Hasen, so einen Weißen mit roten Augen, so einen Hermelinhasen.

Ich weiß nicht, ob du die kennst.

Die waren auch mal richtig Mode bei uns, so wie bei euch die Hamster.

JOLANDA: Ja.

Und der war dann in der Wohnung?

VERA: Nein.

Der hatte einen Stall.

JOLANDA: Ah.

VERA: Ja, also ich finde, Hasen sollte man nicht wirklich in der Wohnung halten.

Ich weiß nicht, ob du da Erfahrung hast, aber das riecht dann doch schon sehr streng, wenn du den Hasen länger in der Wohnung hast.

JOLANDA: Ja, da habe ich keine Erfahrung, nein.

Ich weiß nur, z. B. ich habe Nachbarn, die haben eine Hauskatze, also die darf gar nicht raus.

Im Gegensatz zu anderen, die dann Katzen haben, die rein und raus gehen.

Also …

VERA: Freigänger nennt man das dann, wenn die rausgehen dürfen.

Da habe ich mal gelesen, dass bei Katzen das eine Frage der Gewohnheit ist.

Wenn die Katze das von Anfang an nicht anders kennt, als dass sie nur drinnen gehalten wird, dann ist es kein großes Problem für die Katze.

Nur wenn sie das einmal kennengelernt hat, dass sie rausgehen darf, dann will sie das auch immer wieder.

Also das wäre wohl relativ unkompliziert, die Katzen auch nur drinnen zu halten.

Man muss sich dann halt um die Katzentoilette immer kümmern.

Jolanda: Ja, ja.

Und auch … die zerstören ja häufig wirklich Teppiche oder Telefonkabel usw.

Vera: Ja, wenn denen langweilig ist und die haben nicht genug Beschäftigung, dann suchen die sich eine Beschäftigung.

Also man braucht dann schon einen Kratzbaum und genug Spielzeug und ich denke man muss dann vielleicht auch schon immer mit denen mal spielen und sich mit denen beschäftigen, damit die dann nicht so eine Zerstörungswut an den Tag legen, ja.

Jolanda: Ja.

Vera: Das ist dann bei einem Hund oft weniger problematisch.

Also unser Hund hat da eigentlich nichts gemacht.

Man hat halt auch das Problem, wenn man ein Tier in der Wohnung hat, mit den Haaren, und das kann natürlich auch sehr lästig sein.

Wenn man dann überall die Katzenhaare oder Hundehaare hat – das ist nicht wirklich schön.

Jolanda: Ja, es ist wirklich ein Pflegeaufwand – von A bis Z. Also da muss man sich wirklich bewusst sein, was man sich da ins Haus nimmt.

Vera: Ja.

Auf der anderen Seite haben Tiere natürlich auch einen sehr positiven Effekt.

Ich denke da z. B. auch an ältere Menschen, die sonst vielleicht niemand mehr haben.

Dann haben sie eine Aufgabe, dann haben sie etwas, worum sie sich kümmern können.

Sie haben jemand, dem sie Zuwendung geben können und bekommen ja auch etwas zurück.

Und ich denke gerade für ältere Menschen, die sonst nicht so sehr viele soziale Kontakte haben, kann ein Tier sehr wertvoll sein.

Jolanda: Jein.

Also ja und nein.

Auf der einen Seite ja, das kann ich sehen.

Auf der anderen Seite, es gibt so viele Menschen, die sich alleine fühlen, es gibt so viele Menschen, die eigentlich Zuwendung nötig hätten, und dann gibt es auf der anderen Seite Menschen, die ihre Zuwendung Tieren geben und übersehen den Nachbarn, der vielleicht eher Zuwendung nötig hätte.

Vera: Ja ideal ist natürlich, wenn dann beides zusammentrifft.

Jolanda: Ja, ja, das schon.

Vera: Es gibt aber auch Studien z. B., dass Tiere einen sehr positiven Effekt haben auf Menschen in Altenheimen.

Wenn die regelmäßig Kontakt zu Tieren haben, geht es denen oft besser.

Jolanda: Ja.

Vera: Ja, da gibt es wirklich Untersuchungen und da wurde ein positiver Effekt nachgewiesen.

Das die da auch Freude daran haben und Spaß damit haben.

Jolanda: Ja.

Mir kommt gerade etwas in den Sinn.

Als ich vor einiger Zeit mal in England war, da war mein Schulweg durch einen großen Park und jeweils am Morgen traf ich dort verschiedene Leute an, mit mehreren Hunden, oft nicht nur einen, sondern mehrere, aber jeder war allein mit seinen Hunden.

Niemand hat mit dem anderen gesprochen.

Und das hat mich irgendwie so schockiert.

Da ist jeder einsam mit seinen Hunden und da dachte ich, nein, das ist nichts für mich.

Vera: Da habe ich eigentlich ganz andere Erfahrungen gemacht.

Wenn ich mit unserem Hund unterwegs war, haben mich sogar öfter Leute angesprochen und auch gerade andere Hunde kommen ja dann mal um zu schnuppern und dadurch habe ich auch manchmal Gespräche gehabt – mit dem Hund.

Also das ist dann vielleicht auch eine Frage der Kultur oder der Gegend in der man lebt.

Jolanda: Ja.

Vera: Ja, da habe ich genau gegenteilige Erfahrungen gemacht.

Wenn man mit einem Hund geht, geht man nie lange allein, sondern dann hat man doch schnell jemanden, der mit einem spricht.

Jolanda: Sollen wir hier mal unterbrechen, dass wir nicht einen zu langen Teil haben?

Was meinst du?

Vera: Ja, wir haben jetzt auch schon deutlich über 10 Minuten und dann können wir es auch dabei belassen.

Wenn unsere Hörer vielleicht gerne noch etwas zu diesem Thema hören wollen, können Sie uns ja gerne schreiben.

Den Podcast stellen wir wieder bei LingQ ein, also auf http://www.LingQ.com und dort steht dann auch das Transkript und im Forum dort kann man gerne Nachrichten für uns hinterlassen.

Wir freuen uns sehr, wenn wir Nachrichten bekommen, nicht wahr?

Jolanda: Klar!

Vera: Ja.

Gut.

Dann sage ich Tschüss, bis zum nächsten Mal.

Jolanda: Bis zum nächsten Mal Vera.

Jolanda and Vera – Conversations with tutors

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute ist Jolanda wieder bei mir.

Guten Morgen, Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wir haben uns für heute ein Thema überlegt und zwar wollen wir mal wieder über das Tutoring bei LingQ sprechen, also über die Betreuer bei LingQ.

Man kann ja mit denen sprechen oder man kann Schreibarbeiten einreichen und heute wollen wir mal darüber reden, wie so Gespräche verlaufen können, wenn man mit einem Tutor spricht.

Hast du da Erfahrungen gemacht, Jolanda, von denen du berichten kannst?

JOLANDA: Ja, also ich habe für Spanisch mit verschiedenen Tutoren gesprochen und neuerdings auch für Französisch.

Für Englisch ganz wenig, weil ich da … ja, mein Englisch ist noch nicht so gut.

VERA: Du bist da ja ganz untypisch.

Die meisten Europäer lernen ja als Fremdsprache zunächst Englisch und dann kommen andere Sprachen dazu, aber du hast nicht Englisch gelernt, sondern du hast Französisch und Spanisch zuerst gelernt, richtig?

JOLANDA: Ja.

Also in meiner Schulzeit war es obligatorisch, dass ich drei Jahre Französisch hatte, und zu dieser Zeit war ich davon überzeugt, dass ich sprachlich überhaupt nicht begabt bin.

Es war so meine fixe Überzeugung.

Ich habe dem damaligen Lehrer einfach geglaubt und habe darum Englisch einfach so von mir weg geschoben.

Dann irgendwann bekam ich Freude am Spanisch und je länger ich hier bei LingQ bin, hat mich das Forum interessiert und so vieles war auf Englisch, und da musste ich einfach mein Englisch irgendwie nachholen.

Und, ja, darum spreche ich nun … also nicht … ich spreche besser, als dass ich schreibe.

Darum schreibe ich so selten im Forum.

Ich schreibe nicht gern.

VERA: Das ist ein guter Grund.

Und sprichst du immer mit dem selbem Tutor dann in einer Sprache, mit demselben Betreuer, oder wechselst du das?

JOLANDA: Ich wechsele.

VERA: Ja.

Und wie oft sprichst du?

JOLANDA: Das ist bei mir ganz unregelmäßig.

Also das kommt auch immer wieder darauf an, wie viel Punkte ich gerade habe.

Da gibt’s Zeiten, die dann sehr intensiv sind.

Da kann’s schon mal vorkommen, dass ich zweimal pro Woche spreche.

VERA: Ja vielleicht erklären wir das mit den Punkten ganz kurz.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also bei LingQ kann man Punkte erwerben, entweder indem man sie kauft oder indem man verschiedene Aktivitäten durchführt, für die es Punkte gibt, z. B. indem man selber auch Gespräche hält, für Leute, die die eigene Sprache dann lernen wollen, oder indem man Schreibarbeiten korrigiert und diese Punkte, die kann man dann einsetzen um dafür wiederum Gespräche in den Sprachen zu führen, die man lernt.

Und ein Gespräch kostet z. B.

15 Minuten 500 Punkte und das entspricht 5 Dollar oder man kann wie gesagt diese Punkte sich verdienen und kann dadurch seine eigenen Studien quasi finanzieren.

Und wenn du also Punkte hast, dann sprichst du mehr?

JOLANDA: Ja, weil die Punkte ja innerhalb von 3 Monaten verfallen und, ja, da nutze ich natürlich diese Zeit, dass ich in dieser gegebenen Zeit dann auch wirklich diese Punkte wieder aufbrauche, die ich habe.

VERA: Ja, das mit dem Verfallen, das hat man ja auch bewusst gemacht, um die Leute zu motivieren, die Punkte auch zu nutzen, das ein bestimmter Druck dahinter ist, dass man sie nicht hortet, sondern letztlich sind die Punkte ja auch dazu da, dass man sie gebraucht und nicht zu lange aufhebt.

Also für mich ist das auch immer ein Grund, dann schon regelmäßig zu sprechen.

JOLANDA: Ja, also das ist ein Punkt, da bin ich nicht so ganz gleicher Meinung wie LingQ, weil bei mir gibt es manchmal Zeiten, da möchte ich wirklich fast täglich in dieser Sprache sprechen und dann gibt es wieder eine Ruhephase, wo ich eigentlich mehr Input brauche.

Und durch diese Punkte wird mir mein persönlicher Rhythmus gestört.

Aber es ist so und da lässt sich nichts ändern und ja, darum habe ich jetzt natürlich auch noch die zusätzliche Sprache jetzt mit Französisch.

Wenn z. B. meine Spanisch-Tutoren keine Zeit haben oder keine Gespräche anbieten, dann weiche ich aus auf Französisch oder natürlich Arabisch.

Das ist ja jetzt auch noch aktuell geworden.

VERA: Und hast du gute oder schlechte Erfahrungen mit den Tutoren gemacht?

Lohnen sich die Gespräche oder lohnen sie sich nicht?

Ich nehme an, sie lohnen sich, sonst würdest du es nicht machen.

JOLANDA: Genau, genau.

Was ich persönlich ganz wichtig finde ist, dass man sich selber im Klaren ist, was man möchte.

Also z. B. für mich ist in Spanisch und Französisch vor allem ganz wichtig, dass ich spreche, dass ich ein Gespräch halten kann, dass wir uns verständigen und mir ist dann in diesem Moment die Grammatik nicht so wichtig.

Klar bin ich froh, wenn ich nachher zwei, drei Hinweise bekomme, aber ich merke, die Freude, dass mich der Tutor versteht, und dass wir miteinander ein Gespräch über ein Thema, manchmal über einen Podcast oder über einen Text oder übers Wetter oder einfach über verschiedene Dinge, einfach dass das Gespräch läuft, das ist für mich schon so ein freudiges Ereignis, dass mir dann eigentlich, ja, der grammatische Hintergrund nicht mehr so wichtig ist.

VERA: Ja, aber die Erfahrung habe ich generell bei LingQ gemacht, dass eigentlich die Gespräche richtige Gespräche sind, und im Gespräch ja auch nicht korrigiert wird, so dass der Gesprächsfluss nicht gestört ist und die Hinweise, die erhalte ich ja in der Regel erst hinterher in dem Gesprächsbericht.

Also ich habe bis jetzt immer das Gefühl gehabt, dass der Tutor mich nicht während des Gespräches unterbricht und mir dann die Hinweise gibt, sondern erst hinterher.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und das finde ich schon sehr gut, dass ich hinterher schon erfahre, was vielleicht nicht so gut war und wo ich noch meine Schwächen habe.

JOLANDA: Ja.

Also zum Beispiel im Englisch, da war mein erstes Gespräch mit Steve, da war ich noch ganz scheu und wirklich Beginner und er hat mir so das Gefühl gegeben, ich verstehe dich und für mich war das so … also ich war völlig happy nachher.

Dann hatte ich aber ein anderes Gespräch mit einem anderen Tutor, wo ich mich dann völlig gestresst gefühlt habe.

Weil ich merkte, mein Wortschatz ist zu klein und die, sagen wir mal die Hausaufgabe, die ich bekommen habe, ist ja freiwillig das zu machen oder nicht, aber einfach die Hausaufgaben waren einfach drei Stufen zu hoch für mich.

Und das hat mich dann gestoppt dort weitere Gespräche zu buchen und ich habe mir gesagt, ich muss zuerst meinen Wortschatz vergrößern, ich muss mehr Erfahrung haben um wirklich in diesem Tempo und so strukturiert vorwärts zu gehen.

Ich habe dann in der Zwischenzeit aber mit Freunden auf Englisch gesprochen.

Da war natürlich wieder kein Stress, kein Schulmeistern, sondern man war einfach froh, wenn man sich verstehen konnte und manchmal wurden die Wörter auch umschrieben, ja, dass man sich verstehen konnte.

VERA: Diese Erfahrung habe ich jetzt noch gar nicht gemacht.

Ich habe auch noch nie Hausaufgaben aufbekommen, muss ich sagen.

Das ist für mich jetzt ganz neu, also ich versuche auch in der Regel das Thema vorzugeben, wenn ich als Schüler quasi mit einem Betreuer spreche und dann habe ich auch die Chance über ein Thema zu sprechen, wo ich die Vokabeln dann wenigstens so ungefähr weiß.

Ich suche ja das Thema selber aus.

Ich denke gerade in diesem Beginnerstadium oder wenn man noch nicht so einen großen Wortschatz hat, ist es wichtig, dass man erstmal Themen wählt, mit denen man vertraut ist.

Wo man schon mal was darüber gelesen hat und ein paar Wörter kennt.

Und da war vielleicht dieser Betreuer ein bisschen unsensibel oder hatte nicht so viel Erfahrung mit Leuten, die noch nicht so häufig gesprochen haben.

Aber die Erfahrung habe ich jetzt eher selten gemacht, aber das liegt auch daran, dass ich auch eine sehr gute Tutorin am Anfang bei LingQ hatte, die mir auch die Angst genommen hatte mit Englisch, weil ich hatte auch nicht so einen großen Wortschatz, als ich die ersten Gespräche geführt hatte, und sie hat das auch ganz toll und sehr sensibel gemacht.

Und so habe ich dann auch mehr Selbstvertrauen mit der Zeit auch aufgebaut und dann auch Selbstvertrauen mit anderen Tutoren zu sprechen.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber am Anfang habe ich mich immer total vorbereitet, habe mir das Thema überlegt, so dass ich dann immer das Gefühl hatte, wir sprechen über etwas, zu dem ich auch was sagen kann, weil ich die Wörter kenne.

JOLANDA: Ja.

Ich glaube, man muss auch wirklich wissen, nicht jeder Mensch, nicht jede Person braucht den gleichen Tutor.

VERA: Genau.

JOLANDA: Für den einen ist die Person super, und für die andere Person, da stimmt’s einfach nicht, da irgendwie die Chemie geht nicht auf.

VERA: Genau.

Man sollte unbedingt den Mut haben auch mal mehrere Tutoren auszuprobieren und dann sich zu entscheiden, mit wem möchte ich jetzt öfter sprechen.

Wer gefällt mir, wessen Stil mag ich und welche Art liegt mir?

Mit wem habe ich vielleicht etwas gemeinsam?

Also ich habe glaube ich im Englischen mit mindestens 10 oder vielleicht sogar 20 verschiedenen Tutoren schon Gespräche geführt und habe mir dann die ausgesucht, die mir angenehm waren.

Einige Tutoren habe ich leider verloren, weil sie keine Stunden mehr geben, mit denen ich auch sehr zufrieden war, so dass ich dann wieder jemand Neues mir suchen musste und mich an jemand Neuen gewöhnen musste, aber ich mache es auch jetzt noch so, dass ich in der Regel drei Gespräche pro Woche führe und die mit verschiedenen Tutoren.

JOLANDA: Aha.

Und sind das jeweils Einzelgespräche oder Gruppengespräche oder wechselst du da ab?

VERA: Ich habe mindestens ein Einzelgespräch pro Woche und ein Gruppengespräch pro Woche und das dritte Gespräch, das ist unterschiedlich.

Mal spreche ich alleine oder mal mit einem anderen langjährigen LingQ-Mitglied zusammen habe ich so eine Mini-Gruppe.

Wir sprechen also immer zu zweit dann mit einem Tutor und das machen wir schon seit, ich glaube, zwei oder zweieinhalb Jahren so.

JOLANDA: Wow, schön!

VERA: Ja.

JOLANDA: Ja, apropos Mini-Gruppe.

Das finde ich wirklich etwas tolles.

Weil wenn manchmal dann wirklich vier Schüler sind und ein Tutor, also fünf Personen, je nach Zusammensetzung kann das echt mühsam sein.

VERA: Das finde ich auch.

JOLANDA: Findest du auch?

VERA: Ja.

JOLANDA: Und da glaube ich, da muss man einfach den Mut haben und dem Tutor das mitteilen, dass man vielleicht eine Kleingruppe bevorzugen würde.

VERA: Also es hängt halt unheimlich von den Gruppenmitgliedern ab.

Ich finde es ist sehr wichtig, dass man ungefähr auf einem Sprachniveau ist.

Denn sonst ist es für die einen zu langweilig, die die Sprache vielleicht schon besser beherrschen und die anderen fühlen sich überfordert, die vielleicht noch nicht so viel können.

Also wenn jetzt mehrere Anfänger zusammen sind, das ist okay, oder mehrere Fortgeschrittene, aber wenn man in einer Fortgeschrittenengruppe einen Anfänger dabei hat, dann ist das für alle stressig.

Sowohl für denjenigen, der die Sprache noch nicht so gut kann, als auch für diejenigen, die schon fortgeschrittenere Konversationen führen können.

Also ich finde eine Gruppe muss schon homogen sein.

Sonst wird es schwierig.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Und dann ist noch ein Zeitproblem.

Das ist manchmal gar nicht so einfach zu lösen: mit den Zeitverschiebungen.

Also mit Leuten aus Amerika, ja, Süd- oder Nordamerika, die bieten dann manchmal Zeiten an, die für uns einfach Schlafzeiten sind.

VERA: Ja, das ist wirklich schwierig.

Ich meine, ich gehe ja auch arbeiten und biete ja von Zeit zu Zeit auch Gespräche auf Deutsch an und es war für mich zum Beispiel unmöglich Zeiten anzubieten, zu denen Mitglieder aus Japan mit mir sprechen können, weil einfach unsere Schlafenszeiten und meine Arbeits- und Schlafenszeiten nicht zusammengepasst haben.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also entweder habe ich gearbeitet, wenn die Zeit hatten oder ich habe geschlafen, wenn die Zeit hatten oder umgedreht.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also es war wirklich problematisch da Zeiten zu finden und es ging eigentlich nur Samstag- oder Sonntagvormittag, nur da ist für mich Familienzeit und da biete ich normal auch keine Gespräche an, weil ich sonst Probleme mit meinem Lebensgefährten und meiner Tochter bekomme.

Am Wochenende habe ich für die da zu sein und das möchte ich auch mit ihnen dann verbringen, das Wochenende.

JOLANDA: Klar, das soll ja auch Priorität haben.

VERA: Ja, das kann schon echt schwierig sein.

Oder mit den Amerikanern ist es ja so, je nachdem wo sie leben, können es ja bis zu 9 Stunden Zeitdifferenz sein.

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist auch nicht so einfach.

Ja.

JOLANDA: Du, ich glaube, wir sind schon wieder am Zeitlimit.

Wir haben wieder länger gesprochen, als wir sollten.

VERA: Das glaube ich ja gar nicht.

Ja, das stimmt.

Ich will vielleicht noch mal darauf hinweisen, dass ich bei YouTube einen Kanal habe.

Einen Link dazu findet man auf meinem Profil bei LingQ.

Und dort habe ich auch über Gespräche mit Betreuern etwas erzählt, was vielleicht bei einem Gespräch wichtig sein kann, wie man sich vorbereiten kann und was vielleicht zu beachten ist, was man bedenken sollte, wenn man ein Gespräch führt.

Vielleicht ist das auch für den einen oder anderen interessant.

Ich weiß nicht Jolanda, hast du die schon gesehen?

JOLANDA: Ja, als du das gerade veröffentlicht hast, aber das ist jetzt schon ‘ne Weile her, glaube ich.

VERA: Ja, das stimmt.

JOLANDA: So ein Jahr?

VERA: Mindestens.

Ich glaube länger.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Aber ich glaube, das hat nichts von seiner Aktualität verloren und auch für Leute, die vielleicht überlegen, mal Gespräche anzubieten, bietet das ein paar Ideen, wie man das organisieren kann und wie man das machen kann, ja.

Aber da freue ich mich auch über Rückmeldungen.

Dann sage ich an dieser Stelle erstmal Tschüss.

Und bedanke mich bei dir Jolanda für das Gespräch.

JOLANDA: Gern geschehen.

Bis zum nächsten Mal.

VERA: Ja, bis zum nächsten Mal.

Audio und Transkript findet man wie immer auf http://www.LingQ.com.

Tschüss.

JOLANDA: Tschüss.

Jolanda and Vera – Cataracts

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jolanda and Vera talk about cataracts, an eye disease. Jolanda speaks about her surgery. Jolanda und Vera sprechen über den Grauen Star, eine Augenerkrankung. Wie ist Jolandas Operation verlaufen?

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und ich begrüße Jolanda.

Hallo Jolanda, guten Morgen.

JOLANDA: Guten Morgen, Vera.

VERA: Ja, ich hoffe, du bist schon munter und wach für unser Gespräch heute.

JOLANDA: Jawohl, bin ich.

Habe meinen Kaffee getrunken und bin bereit.

VERA: Ich auch schon.

Ich habe auch schon ein bisschen was gefrühstückt, dass ich was im Magen habe.

Und du hast einen Themenvorschlag für heute.

JOLANDA: Ja und zwar so am Ende des Jahres, der Rückblick, was das größte oder beste Ereignis für mich war, und das war meine Augenoperation.

Darüber möchte ich gerne etwas erzählen.

VERA: Ja, erzähl mal.

Das interessiert mich auch.

JOLANDA: Also ich trage ja schon lange eine Brille, ich glaube so seit ich 12 Jahre alt bin.

Ich bin kurzsichtig und das war eigentlich ganz okay bis vor etwa 3 Jahren.

Da bekam ich dann die Nachricht, dass ich den Grauen Star hätte und zwar den frühen Grauen Star und der geht am Anfang ganz langsam und dann plötzlich ganz schnell.

VERA: Wie wurde das festgestellt?

JOLANDA: Bei einer Untersuchung.

* Also ich ging zum Optiker, weil ich nicht mehr so gut sah und dachte, ja, wieder mal eine neue Brille und dann hat der gesagt: “Ich verkaufe Ihnen im Moment keine neue Brille, gehen Sie erstmal zum Augenarzt.”

Und dann sagte ich noch so: “Ja, das können Sie auch.

Eine neue Brille bestimmen ist doch nicht so ein Ding.”

Und dann sagte er: “Nein, nein.

Nein, nein.

Gehen Sie zum Augenarzt.”

Okay, ich ging dahin und der hat dann eben diese Diagnose gestellt.

Das es nicht nur die Hornhautverkrümmung ist, sondern wirklich eine Trübung der Linse.

VERA: Und das hat der Optiker also quasi schon gesehen oder erahnt bei der Untersuchung?

JOLANDA: Genau.

Aber er darf das nicht sagen.

Weil er kein Arzt ist.

Aber er hat mir den Tipp gegeben zum Augenarzt zu gehen und der Tipp, der war gut.

Und der Augenarzt hat dann gesagt: “Ja, warten Sie mal ab.

Das hat noch Zeit zum operieren.

Sie werden es dann schon merken, wenn es soweit ist.”

Und das ging dann wirklich langsam vorwärts, aber so ein halbes Jahr vor der Operation, da ging es wirklich rapide.

VERA: Wie hast du das gemerkt?

War das dann ein getrübtes Bild oder war das ‘ne Einschränkung, dass du ein kleineres Sehfeld hattest oder wie merkt man das?

JOLANDA: Nein.

Das Sehfeld bleibt gleich, aber es ist einfach immer nebliger.

Es wird alles immer verschwommener und weil das am Anfang so langsam kommt, merkt man den Unterschied wirklich lange gar nicht.

Und dann plötzlich, also innerhalb von einem Monat, war ich von 50 Prozent auf 30 Prozent und dann waren noch die Sommerferien.

Dann war zuerst der eine Augenarzt weg, dann der andere, der mich operiert hat.

Also die Wartezeit war dann wirklich schlimm.

Also ich hab dann … wirklich von diesen 30 Prozent, sage ich jetzt, bis dann einen Monat später dann zur Operation, da habe ich wirklich fast nichts mehr gesehen.

Das ging dann auch wirklich ganz schnell.

VERA: Das ist ja schrecklich.

Dann konntest du dann auch nicht lesen oder im Internet … JOLANDA: Da habe ich alles ganz groß gestellt und Internet, das ging eigentlich noch am besten.

Das ging noch besser als Bücher lesen oder irgendwie auf der Straße.

Ich habe die Leute nicht mehr erkannt.

Also das war ganz schlimm.

Weil die Leute waren oft beleidigt, wenn ich sie im Bus nicht erkannt habe, dabei habe ich es einfach nicht gesehen.

Ich hab’s wirklich nicht gesehen.

VERA: Ja, ja.

JOLANDA: Und ich hatte ja Panik.

Ich wollte die Operation erst gar nicht.

Bis es dann wirklich so schlimm war, dass ich aufgegeben habe und gesagt habe, okay, ich lasse es machen.

VERA: Na gut, wer lässt sich schon gerne operieren.

Ich meine, da hat man schon immer ein ungutes Gefühl dabei.

JOLANDA: Ja, ja, und … VERA: Und ist das dann unter Narkose, Vollnarkose, gemacht worden oder nur örtlich betäubt?

JOLANDA: Also das wurde ambulant gemacht und zwar habe ich zuerst nur ein Auge * und da kommt man in die Tagesklinik und innerhalb von zwei Stunden ist das Ganze erledigt.

VERA: Zwei Stunden?

JOLANDA: Ja.

Zwei Stunden.

Also man kommt.

Dann kriegt man Tropfen ins Auge, das operiert wird.

Dann muss man etwa eine Stunde warten, bis die wirken.

Nachher kommt man in ein Vorzimmer.

Dort muss man sich umziehen, wie für eine Operation.

Und dann kommt man in den Operationsraum.

Dort kommt der Narkosearzt, der einem eine Infusion steckt und ein leichtes Beruhigungsmittel gibt.

Und die Herztätigkeit, Sauerstoffzufuhr und einfach alles wird ganz genau kontrolliert.

Und dann ist man aber wach.

Man ist völlig bei Bewusstsein.

Man kriegt dann im Operationszimmer noch andere Tropfen, dass das Auge wirklich total unempfindlich wird.

Dann wird einem so ein Tuch über den Kopf geklebt, damit nur noch das zu operierende Auge offen ist und dann beginnt das Ganze und die Operation an und für sich geht etwa 20 Minuten.

Da wird ein Schnitt gemacht beim Auge, die alte Linse wird abgesaugt und beim ersten Auge habe ich dann immer auf dieses Geräusch gewartet, ich habe mir vorgestellt, das Absaugen, das würde so tönen * wie beim Zahnarzt irgendwie.

Und dieses Geräusch kam nie und nie und plötzlich war alles vorbei.

VERA: Also es war schon erledigt und du hast es praktisch gar nicht mitbekommen, den entscheidenden Moment.

JOLANDA: Genau.

Also das wird abgesaugt und er hat dann auch noch gesagt, er müsse da noch etwas abkratzen von Hand und dann wird die neue Linse eingefügt.

Die wird zusammengefaltet und eingefügt und dann muss sie sich wieder öffnen.

Und, ja, dann kommt man wieder so in einen anderen Stuhl, wo man noch etwas ruhen darf, ja vielleicht 10, 20 Minuten.

Und beim ersten Mal war ich quicklebendig, da war’s mir gut, und beim zweiten Mal hatte ich da so einen kurzen Schwindel.

VERA: Das war wahrscheinlich von der Narkose, denke ich, oder?

JOLANDA: Es war nicht ‘ne richtige Narkose, es war nur ein Beruhigungsmittel.

Man ist voll da.

Also ich habe während der Operation mit dem Arzt gesprochen, also, da … VERA: Es war eine örtliche Betäubung, denke ich.

JOLANDA: Ja, also wirklich nur das Auge.

Ja, ja.

VERA: Also hast du auch keine Schmerzen während der Operation gehabt.

JOLANDA: Nein, nein.

Absolut nicht.

VERA: Und danach?

JOLANDA: Eigentlich auch nicht.

Nein.

Es ist einfach ein … wenn du die Augen schließt und wieder öffnest hast du das Gefühl, du hättest einen Fremdkörper drin.

Und zwar, habe ich mir dann erklären lassen, ist das der Schnitt.

Der Schnitt ist ja eine Wunde und das geht etwa einen Monat.

Als ich zur Kontrolle ging, da sagte ich, ah, ich habe sicher ‘ne Wimper im Auge oder irgendsowas und dann sagte er: “Nein, nein.

Das ist nur das Gefühl, es wäre was drin.”

Und jetzt ist das wirklich vorbei.

Also ich spür das nicht mehr.

VERA: Ja schön.

Und wie hat sich das Sehvermögen verbessert?

Kannst du jetzt wieder genauso sehen wie vorher oder vielleicht sogar besser?

JOLANDA: Also das ist … Ich muss vielleicht zuerst sagen, beim ersten Auge, also den ersten Tag hat man ja einen Verband drauf und dann wird das am nächsten Tag abgenommen und für mich war das wie ein Wunder.

Ich stand da und habe einfach nur geschaut, weil ich plötzlich Dinge sah, die ich nicht mehr erkennen konnte: viele Strukturen, Farben, Formen.

Also für mich war das … Ich war irgendwie fast schockiert.

Also als ich zum ersten Mal dann wieder im Supermarkt war, ich stand einfach da und habe nur geschaut.

VERA: Das ist schön.

Also das war ein voller Erfolg für dich!

JOLANDA: Ja und als ich zum ersten Mal beim Bankomat Geld raus ließ hatte ich so eine Hundert-Frankennote in den Händen und habe das angeschaut und habe gedacht: “Uh, hoffentlich ist die echt!”

Weil das sah so anders aus.

Weißt du, die Noten, die Banknoten, die haben ja so viele Strukturen, so viele kleine Dinge, damit sie nicht so leicht gefälscht werden können und das habe ich alles nie gesehen vorher.

VERA: Also ich kann es mir gut vorstellen, wie du dich gefühlt hast, als du dann auf einmal diese Farben gesehen hast.

Ich sehe ja auch schlecht.

Ich trage ja auch schon seit 35 Jahren eine Brille und das ist für mich zum Beispiel auch ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn ich die Brille absetze oder wenn ich sie aufhabe.

Wenn ich sie absetze bin ich ja auch blind wie ein Maulwurf, würde ich mal sagen.

Also da würde es mir wahrscheinlich gehen wie dir.

Da würde ich auch im Bus sitzen und würde die Leute nicht erkennen, ja.

Und deswegen kann ich das vielleicht ein bisschen nachempfinden, wie es dir dann jetzt geht, nur das ich das durch eine Brille einfach bewerkstellige.

JOLANDA: Ja.

VERA: Noch bewerkstellige.

JOLANDA: Ja.

Ja.

VERA: Das ist schön, dass du mir das erzählt hast, weil wenn das bei mir mal der Fall sein sollte, dann habe ich jetzt nicht solche Angst davor.

JOLANDA: Ja, also das ist auch der Grund warum … Zuerst dachte ich, ja, das geht niemand etwas an, aber ich denke, wenn ich einige Leute ermuntert kann oder die Angst nehmen kann vor dieser Operation, dann ist dieser Podcast wirklich … dann hat er für mich eine zusätzliche Aufgabe erfüllt.

Und beim zweiten Auge, da hatte ich etwas mehr Komplikation, also Komplikation ist übertrieben, aber da hatte ich einen Blut … wie sagt man, … es war ganz rot nach der Operation.

Das war … VERA: Ein Bluterguss?

JOLANDA: Ja, nicht richtig Bluterguss, aber einfach das Weiße vom Auge war bei der ersten Operation weiß geblieben, und beim zweiten Auge war das dann ganz rot.

Aber das ist dann wieder vergangen und hatte keine negativen Auswirkungen.

Und nach der Operation des zweiten Auges war dann das Blickfeld größer, viel größer.

Die Sehqualität war dann nicht mehr so unterschiedlich, weil vom ersten Auge war ich ja schon gewöhnt, aber das Blickfeld, das ist jetzt natürlich viel größer.

VERA: Und wie es jetzt mit der Brille?

JOLANDA: Ja, das ist jetzt nochmals ein anderes Thema.

Also für mich war es natürlich schon mal gut so wieder gut zu sehen.

Und jetzt, also die ersten sechs Wochen soll man ja noch keine Brille anpassen, weil sich das Auge ja nochmals verändert.

Und ich habe eigentlich das Gefühl, ich sehe recht gut, aber mit einer Brille sehe ich natürlich besser.

Ich habe jetzt eine neue Brille und zwar eine für die Weite und eine Lesebrille, aber da habe ich mich noch nicht so richtig daran gewöhnt.

Also mir ist eigentlich … ich fühle mich wohler ohne Brille.

Aber um zum Beispiel einen Kinofilm gut zu sehen, ist es besser, wenn ich mir die Brille aufsetze.

Oder wenn ich lange lese, dann ziehe ich auch die Lesebrille an.

VERA: Also hat sich auch die Sehstärke verändert und die Brille muss neu angepasst werden jetzt.

JOLANDA: Auf jeden Fall.

VERA: Du brauchst also jetzt nicht mehr so eine starke Brille wie vorher?

JOLANDA: Ja, ja.

Also die Hornhautverkrümmung, die ich vorher hatte, die ist natürlich geblieben.

Aber es gibt ja auch Leute, die nur den Grauen Star haben, und die brauchen natürlich nachher keine Brille mehr.

Weil das sind wie zwei verschiedene Paar Schuhe.

VERA: Ja.

Also ich kann dann nicht hoffen, dass ich dann keine Brille mehr brauche, weil meine Kurzsichtigkeit dann wahrscheinlich nicht verschwinden wird.

JOLANDA: Ja, das kann sein.

Aber das ist ja die Forschung noch dran.

Es gibt Leute, die sich dann eine entsprechende Linse einsetzen lassen.

Ich denke in einigen Jahren wird man da auch wieder andere Linsen noch einsetzen.

VERA: Ach so.

Die dann dieses Problem gleich mit ausgleichen.

Das ist natürlich eine interessante Idee.

JOLANDA: Ja, ja.

Aber die Forschung ist ja da so schnell und ich denke, bis in zwei, drei Jahren sieht das schon wieder ganz anders aus.

VERA: Ja, da werde ich mich dann einmal auf dem Laufenden halten, falls ich auch irgendwann einmal dieses Problem bekomme.

Jolanda, das war superinteressant, was du da erzählt hast.

Also das hat mich sehr gefreut, dass du dieses Thema zur Sprache gebracht hast, weil wir doch alle älter werden und vielleicht alle mal dieses Problem haben werden.

Grauer Star ist ja nicht so selten.

JOLANDA: Sehr häufig.

VERA: Das kommt ja doch häufig vor und deswegen denke ich, da kann jeder von profitieren, wenn er da an deinen Erfahrungen teilhaben kann.

Hast du noch etwas, das du sagen möchtest oder wollen wir an dieser Stelle Schluss machen?

JOLANDA: Ich glaube, wir machen mal Schluss und falls jemand noch Fragen hat, also, man kann mich ja vielleicht auch direkt ansprechen, wenn irgendwas noch direkt zu klären wäre.

VERA: Genau.

Wir können das dann ja im Forum weiter diskutieren bei LingQ, ja?

Ja also Text und Audio werden wir auf jeden Fall in der deutschen Bibliothek von LingQ, einstellen, also auf http://www.LingQ.com, also LingQ.com.

Und dann sage ich erstmal Danke Jolanda und Tschüss.

JOLANDA: Und Tschüss.

Jolanda and Vera – Children and TV

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Jolanda and Vera talk about children and TV. Should children be allowed watching TV, and what should they watch or not. Jolanda und Vera sprechen über Kinder und Fernsehen. Sollten Kinder Fernsehschauen dürfen und was sollten sie schauen dürfen.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute ist Jolanda bei mir.

Hallo Jolanda.

Guten Morgen. JOLANDA: Guten Morgen, Vera.

Ich sehe du bist noch grün gestellt.

Da werden dich verschiedene Leute anrufen. VERA: Danke für die Erinnerung.

Ich tue das gleich mal ändern, wobei ich nicht weiß, ob unter meinen Bekannten so viele Frühaufsteher sind. JOLANDA: Man kann nie wissen! VERA: Ja, also ich hatte schon meinen Kaffee.

Wie sieht’s bei dir aus? JOLANDA: Ich auch.

Ja, ja. VERA: Ja?

Also bist du fit? JOLANDA: Klar! VERA: Ja, super.

Ja, ich bin ja gewohnt *, früh aufzustehen.

Von daher ist das kein Problem für mich. JOLANDA: Ich stehe auch gerne früh auf. VERA: Ja. JOLANDA: Aber ich nehme es dann gern gemütlich *.

Wenn ich nicht gleich aus dem Haus muss, dann erledige ich noch dies und jenes.

Ja. VERA: Ja das mache ich auf jeden Fall auch.

Ich stehe immer so zeitig auf, dass ich mich in aller Ruhe fertig machen kann.

Wenn ich mich am Morgen schon hetzen muss, dann ist der ganze Tag ruiniert, habe ich das Gefühl. JOLANDA: Ja, das ist bei mir auch so. VERA: Wir wollten uns heute über Kinder unterhalten und zwar Kinder und Fernsehen schauen *.

Hast du da eine persönliche Meinung oder hast du da Erfahrungen? JOLANDA: Also, ich finde, dass die Kinder das auch lernen sollten und beim Lernen ist natürlich immer das Beispiel der Eltern das Beste und darum bin ich davon überzeugt, dass man mit kleinen Kindern, nur, ausschließlich, also wirklich nur gemeinsam Fernsehen schauen * sollte. VERA: Was meinst du jetzt mit kleinen Kindern?

Von welchem Alter redest du? JOLANDA: Ja, was soll ich sagen?

So drei.

Ab drei vielleicht, ja. VERA: Ja, das finde ich auch.

Da sollten Eltern eine sehr genaue Kontrolle haben, was die Kinder schauen und auch dabei sein um bei Fragen oder bei schwierigen Szenen dann unter Umständen dann einzugreifen und zu erläutern oder gegebenenfalls sogar das Programm abzuschalten, wenn es nicht passend ist.

Ich habe das bei Vanessa so gemacht, dass sie in diesem Alter überhaupt nur DVDs geschaut hat, die ich also vorher dann schon kannte, wo ich also wusste, was kommt, oder das Sandmännchen bei uns im deutschen Fernsehen.

Habt ihr das Sandmännchen auch?

Kennst du das? JOLANDA: Ja, ich glaube das … Also zu meiner Zeit gab’s das schon und ich glaube, das gibt’s immer noch. VERA: Ja, ich wusste nur nicht, ob es bei euch auch ausgestrahlt wird.

Ist das das deutsche Sandmännchen dann auch oder habt ihr ein eigenes? JOLANDA: Ja, also das ist mir ein Begriff.

Ja, ja, das Sandmännchen, ja.

Klar, wir haben auch andere Sendungen, aber heute mit dem Kabelfernsehen kriegt man ja wirklich fast alles. VERA: Vielleicht erklären wir mal kurz, was das Sandmännchen ist. JOLANDA: Also so wie ich es in Erinnerung habe ist das ‘ne Gutenacht-Geschichte, wirklich für Kinder, speziell für Kinder gemacht. VERA: Genau.

Das ist für Kinder im Vorschulalter, das heißt für Kinder von sagen wir mal ab zwei bis sechs Jahre.

Vorneweg kommt der Sandmann.

Der Sandmann ist derjenige, der den Schlaf bringen soll.

Wir sprechen ja davon, dass man Sand in den Augen hat, wenn man morgens aufwacht und die Idee, die zugrunde liegt ist, dass abends ein Sandmann, einem Sand in die Augen streut und dann schläft man ein.

Und diesen Sand hat man morgens noch in den Augen.

In Wirklichkeit ist das natürlich eingetrocknete Tränenflüssigkeit, sage ich jetzt mal … JOLANDA: Genau. VERA: Und der Sandmann kommt dann immer erst, das ist ganz witzig, finde ich, weil er kommt immer mit einem anderen Gefährt.

Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst.

Zum Beispiel manchmal kommt er mit dem Auto, manchmal mit dem Motorrad oder dem Fahrrad, oder einer Kutsche oder manchmal sogar mit einem U-Boot oder einem Weltraumschiff, so einer Art Space shuttle und der kommt dann zu irgendwelchen Kindern irgendwo auf der Welt und zeigt denen dann eine Gutenacht-Geschichte und das sind meistens Zeichentrickfilme, manchmal auch animierte Filme oder Puppentrickfilme.

Ganz süß, eigentlich. JOLANDA: So genau habe ich das nicht mehr in Erinnerung. VERA: Ich kann mich sehr gut erinnern. JOLANDA: Ja, ja. VERA: Mittlerweile ist Vanessa ja etwas älter und sie schaut auch etwas mehr Fernsehen.

Was für mich das größte Problem ist, ist dass gerade bei den Privatsendern sehr viel Werbung dazwischen kommt und deswegen gibt es bei uns die Regel, sie darf nur DVDs schauen oder den Kinderkanal, den es hier gibt, weil der ohne Werbung ist.

Siehst du die Werbung auch als gefährlich für Kinder an? JOLANDA: Jein.

Jein.

Also ich glaube es gibt zum Teil einfach grundsätzlich Filme schon, die nicht für Kinder geeignet sind.

Und die Werbung ist einfach ein Aspekt davon. VERA: Ich weiß nicht, ob du schon mal Super-RTL geschaut hast oder – wie nennt sich das – Nickelodeon.

Das ist ein anderer Kinderkanal.

Und dort kommt halt zwischen den Sendungen extrem viel Werbung für Spielsachen zum Beispiel. JOLANDA: Ah, ja. VERA: Und die ist furchtbar penetrant in meinen Augen und ich denke einfach, dass man Kinder nicht von klein auf dazu erziehen sollte oder dazu bringen sollte, dass sie alles Mögliche sich wünschen.

Und das versucht ja diese Werbung zu erreichen. JOLANDA: Ja. VERA: Und dem wollte ich Vanessa einfach nicht aussetzen. JOLANDA: Ja. VERA: Aber du hast natürlich recht mit den Inhalten.

Also gerade bei manchen Kinderprogrammen fragt man sich, was sich die Entwickler dabei gedacht haben, weil dann den Helden oder den Figuren doch unglaubliche Dinge zustoßen teilweise und die halte ich auch nicht immer für kindergeeignet. JOLANDA: Ja.

Also ich hatte kürzlich so ‘ne Erfahrung.

Ich war beim Kinderhüten und … Also es war abgemacht, dass sie um 7 Uhr eine Kindersendung sehen dürfen.

Das war auch auf dem Kinderkanal glaube ich.

Also die Eltern wussten, welche Sendung wir sehen und ich habe sie dann gemeinsam mit den Kindern angeschaut.

Und die Kleine, die ist jetzt in der ersten Klasse, also die hat sich mir auf den Schoss gesetzt und hat richtig Angst gekriegt und da haben wir drüber gesprochen und haben dann schlussendlich die Sendung abgestellt *.

Die haben gestritten miteinander und also es war kein Vergnügen.

Und zum Glück, also ich bin natürlich froh gewesen, der Größere hat auch gefunden, ach die, also auch das ist dann doof und so und die Kleine, die hat richtig Angst gekriegt. VERA: Und was war das für eine Sendung? JOLANDA: Ich weiß nicht mehr so genau.

Also ich habe mich dann mehr damit beschäftigt, dass wir was anderes gemacht haben.

Wir haben dann Karten gespielt und Gute-Nacht-Geschichten erzählt.

Also der Abend war eins-zwei um *.

Und manchmal ist es auch so, dass ich wirklich, wenn ich komme, dann spielen wir und wir haben gar keine Zeit fürs Fernsehschauen. VERA: Also ist dort auch auf jeden Fall das Fernsehschauen reglementiert und limitiert.

Sie dürfen also nicht … JOLANDA: Auf jeden Fall!

Ja.

Also höchstens diese Sendung und meistens ist es sogar so, eben auch nur Videos, die die Eltern schon kennen und … Klar, das ist, gerade wenn ich längere Zeit am Hüten bin, ist das natürlich praktisch, wenn man so als Notreserve ein Video hat, wenn es einfach wirklich regnet und man schon alle Spiele mal durchgespielt hat und dann zwischendurch mal ‘ne Abwechslung hat.

Oder wenn ich am Kochen bin oder irgendwie so, dass ich nicht 24 Stunden quasi mich mit den Kindern beschäftigen muss oder … Ist ja kein Müssen, ist eigentlich ein Dürfen. VERA: Ja.

Das finde ich auch in Ordnung, wenn die Kinder eine begrenzte Zeit etwas sich anschauen.

Das hilft ja auch manchmal, dass die Kinder runterkommen, wenn sie sehr aufgedreht sind, weil sie vielleicht sehr aktiv waren, dann kann das dann auch wieder helfen, dass sie sich ruhig hinsetzen und entspannen. JOLANDA: Ja. VERA: Die Erfahrung habe ich auch gemacht, dass das hilfreich sein kann.

Aber ich habe auch immer genau darauf geachtet, was Vanessa sich anschaut.

Das Schöne ist, die Auswahl, die sie jetzt selber für sich trifft.

Sie ist jetzt natürlich etwas älter.

Ich bekomme jetzt auch mit, was ihr gefällt und sie schaut am liebsten, man glaubt es nicht, Wissenssendungen, ja. JOLANDA: Schön.

Wow. VERA: Also um zwanzig nach sieben (7:20 Uhr) kommt in der Regel ein Wissensprogramm.

Das ist zum Beispiel “Wissen macht ah!”

oder “Pur plus” oder eine Sendung in dieser Art.

Das sind Sendungen, die sind sehr kindgerecht und dort werden bestimmte Dinge gut erklärt.

Und diese Sendungen liebt sie.

Man muss natürlich auch sagen, die Moderatoren machen das dort sehr gut oder das pädagogische Konzept dahinter ist sehr gut, dass es die Kinder auch wirklich anspricht und interessiert, ja. JOLANDA: Ja. VERA: Und um zehn vor acht (7:50 Uhr) schaut sie in der Regel noch “Logo”, das sind die Kindernachrichten im Kinderkanal.

Und dort werden aktuelle Ereignisse wirklich gut für Kinder erklärt.

Ich habe das auch schon oft Deutschlernenden empfohlen, sich diese Kindernachrichten anzuschauen, weil die auch sehr deutlich und langsam gesprochen sind, damit die Kinder dem Inhalt auch folgen können. JOLANDA: Gut.

Ja.

Das finde ich sehr gut.

Ich hatte kürzlich eine Diskussion mit zwei Großmüttern.

Die haben mir erzählt, dass ihre Enkel Pornos und Brutalos angeschaut hätten.

Und so im Laufe der Diskussion habe ich dann gesagt, ja ich finde Kinder sollten auch lernen “Nein” zu sagen.

Also wenn sie eine Sendung nicht sehen möchten oder wenn ihnen das Angst macht oder wenn sie das nicht gut finden oder auch wenn sie wissen, das finden meine Eltern nicht gut, das ein Kind lernt “Nein” zu sagen.

Und vielleicht für einen gewissen Moment von den Klassenkameraden als Außenseiter betrachtet wird, aber ich finde es sollte lernen, dass dieser Moment vermutlich nur kurze Zeit ist.

Weil sich dann wieder eine neue Gruppe gründet, die diese Art von Filmen nicht gut heißt. VERA: Das finde ich auch.

Man muss den Kindern genug Kompetenz geben, dass sie selber entscheiden können in der Situation.

Das heißt man muss zum Beispiel auch vorbereitend mit den Kindern vielleicht über solche Situationen sprechen, dass so etwas passieren könnte.

Ich kann ja mein Kind nicht vor allem bewahren im Leben. JOLANDA: Ja, genau.

Darum muss es lernen, sich selber zu entscheiden und auch selber sich durchzusetzen. VERA: Ja, das finde ich auch.

Das ist im Internet ja auch dasselbe, ja.

Ich kann mich nicht immer daneben setzen, wenn Vanessa im Internet surft. JOLANDA: Ja. VERA: Aber ich kann ihr erklären, dass es auf YouTube vielleicht nicht nur nette Filme gibt, sondern es auch mal schlechte Filme geben kann, … JOLANDA: Genau. VERA: …, die sie nicht gucken * sollte.

Und dann kann ich aber doch nur ihr sagen, wie sie in solchen Momenten reagieren soll, ja.

Und dass so etwas passieren kann.

Das sie darauf vorbereitet ist, JOLANDA: Ja. VERA: Aber ich kann ihr doch nicht generell das Internet verbieten.

Das halte ich in der heutigen Zeit nicht für sinnvoll. JOLANDA: Ja.

Also diese beiden Großmütter, die haben natürlich gesagt: “Ja, das verstehst du nicht.

Und heute ist die Zeit anders.

Und die müssen einfach mitmachen, sonst werden sie ausgeschlossen.”

Und da hatten wir grundverschiedene Meinungen.

Weil ich finde, schon früher war es doch so, man möchte geliebt werden, man möchte akzeptiert werden von den Klassenkameraden, aber man muss deswegen nicht alles mitmachen.

Früher ging es vielleicht ums Rauchen oder um .. ja .. einfach es gibt ja verschiedene Themen, wo man ausgeschlossen ist oder einfach mitmacht.

Und das Nein-Sagen, das kann man an verschiedenen Themen lernen und üben. VERA: Ich glaube, da ist das Elternhaus aber auch sehr stark gefordert.

Schau mal, das fängt schon bei der Mode an.

Ja.

Mache ich jeden Modetrend mit oder kleide ich mich so, wie es mir und meinem persönlichen Stil entspricht.

Ja. JOLANDA: Ja. VERA: Das ist schon enormer Gruppenzwang oft da und dann muss das Kind eben über ausreichend Selbstvertrauen verfügen, dass es sagt, das ist mir egal.

Das interessiert mich nicht.

Ja. JOLANDA: Genau. VERA: Und was man natürlich nicht unterschätzen darf, ist die kindliche Neugier.

Vielleicht waren diese Jungen wirklich neugierig auch darauf und wollten das mal mitmachen.

Entscheidend wäre jetzt, wie ist es in der Zukunft.

Wie verhalten sie sich jetzt? JOLANDA: Genau. VERA: Haben sie eine Meinung sich gebildet und sagen, das will ich nicht, das interessiert mich nicht oder sind sie weiter neugierig.

Also ich denke, man sollte mit den Jungen halt darüber sprechen. JOLANDA: Ja. VERA: Ohne sie zu verurteilen. JOLANDA: Ja. VERA: Ja.

Das denke ich, ist auch immer wichtig, das die Kinder nicht das Gefühl bekommen, wir Erwachsenen wollen ihnen das alles nur vorschreiben und wir wollen Bestimmer * sein, sondern dass wir ihnen auch klar machen, dass es dafür Gründe gibt.

Ich glaube, wenn man etwas gut begründen kann, dann ist das sehr, sehr hilfreich. JOLANDA: Das ist ganz wichtig.

Also nicht nur verbieten oder sagen, das ist schlecht, sondern wirklich auch mitteilen, warum ich das schlecht finde oder warum ich eigentlich dagegen bin, dass man das macht.

Dann ist’s logisch, auch für das Kind, oder? VERA: Ja, und da sollte man Kinder auch nicht unterschätzen. JOLANDA: Ja, auf jeden Fall.

Ja, ja.

Die sind nämlich sehr clever, zum Teil.

Also die verstehen oft mehr als Erwachsene denken. VERA: Ja, das ist richtig.

Jolanda, ich bin ganz erschrocken, wenn ich hier auf die Uhr schaue.

Ich glaube, wir sollten das jetzt hierbei belassen und ich denke … JOLANDA: Ui, ui, ui.

Ja. VERA: Ich denke wir haben eigentlich ein paar schöne Aspekte herausgearbeitet und darüber gesprochen und das sollte jetzt mal reichen hier, oder? JOLANDA: Gut. VERA: Dann sage ich jetzt mal Tschüss an dieser Stelle und denkt daran: Text und Audio gibt es in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com.

Tschüss Jolanda. JOLANDA: Tschau * Vera.

Jolanda and Vera – Autofahren

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Jolanda and Vera talk about driving a car. Jolanda und Vera sprechen über das Autofahren.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

Über was sollen wir denn heute sprechen?

Was meinst du?

VERA: Ich habe mir neulich als ich zur Arbeit gefahren bin überlegt, dass wir mal über das Autofahren als solches sprechen können.

Ich habe zum Beispiel mit 18 Jahren meinen Führerschein gemacht und ich habe das sehnlichst erwartet, weil ich auf einem Dorf lebe und die Busse hier doch sehr spärlich fahren.

Und das Auto hat mir einfach Unabhängigkeit beschert.

Deswegen fand ich das ganz toll, den Führerschein zu machen.

Wie war das bei dir?

JOLANDA: Bei mir war das ganz anders.

Ich habe den Führerschein erst mit 25 gemacht.

Und zwar, also ich ging bis 22 zur Schule.

Da war es sowieso kein Thema.

Und nachher, ja, musste ich mir das zuerst mal selber verdienen und hatte zuerst andere Dinge.

Es war für mich auch nicht so wichtig.

Ich habe mich immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln arrangiert.

VERA: Hast du zu der Zeit schon in einer Stadt gewohnt oder auch auf dem Land.

JOLANDA: Eigentlich auch auf dem Land.

Und ich habe sehr viel Zeit für meinen Schulweg gebraucht.

Das war schon sehr mühsam eigentlich.

Aber, ja, es war einfach so.

VERA: Ja, ich hatte halt den Drang, selber auch fahren zu können um zum Beispiel auch abends weggehen zu können, weil abends sind bei uns überhaupt keine Busse mehr gefahren.

Also da war man dann immer angewiesen auf Bekannte oder Freunde, die einen mitgenommen haben und ich habe mich einfach danach gesehnt, selber fahren zu können und selber bestimmen zu können, wo ich abends hin möchte und das war mir dann schon sehr, sehr wichtig dann, der Führerschein.

Und ich habe deshalb auch sehr früh begonnen, dafür zu sparen.

Ich habe Ferienjobs immer gemacht und ich habe auch Zeitungen ausgetragen und Babysitter gemacht und habe das Geld dann auch wirklich lange gespart um mir das nachher leisten zu können.

JOLANDA: Ja, es gibt schon eine gewisse Unabhängigkeit, wenn man auf dem Land wohnt.

Das kann ich schon mitempfinden.

VERA: Ja.

JOLANDA: Aber ich war nie ein Fan vom Autofahren.

Lange hatte ich gar kein Auto und dann kurze Zeit hatte ich mal eins, aber da war ich irgendwie trotzdem so grün, dass ich trotzdem immer die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt habe und habe dann nach kurzer Zeit das Auto wieder abgegeben.

Es ist nicht mein Ding.

Ich fahre nicht gern.

Ich bin nur eigentlich gefahren, wenn ich dachte, ich muss jetzt wirklich, aber ich habe es mir wieder anders organisiert.

Ich habe jetzt das Generalabonnement.

Da zahle ich einfach einmal pro Jahr und dann kann ich in der ganzen Schweiz mit fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

VERA: Oh, das hört sich gut an.

Und was bezahlt man für so etwas?

JOLANDA: Ach, etwa 3.400 glaube ich.

Ich bin nicht ganz sicher.

VERA: Franken?

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist natürlich schon eine Menge Geld.

JOLANDA: Ja, aber ein Auto kostet auch, ja.

VERA: Ein Auto kostet auch, ja.

Es sind glaube ich, so ungefähr 4.000 Euro schätze ich dann mal oder sogar noch mehr.

JOLANDA: Hm.

VERA: Ja.

Das stimmt.

Ein Auto kostet auch.

Ich muss Kfz-Steuer bezahlen.

Ich muss die Versicherung vor allem bezahlen, das ist noch wesentlich mehr, wobei das so ist, wenn man sehr lange unfallfrei fährt, wird das ja deutlich billiger und dadurch bezahle ich nicht mehr ganz so viel und natürlich dann die Anschaffung und die ganzen laufenden Kosten.

Das Benzin und … JOLANDA: Parkplatzgebühren.

VERA: Gut, das zahle ich selten, weil ich ja auf dem Land lebe.

Da steht mein Auto hier vor der Tür und am Arbeitsplatz, da muss ich auch nichts bezahlen.

JOLANDA: Ah.

Da hast du Glück.

Da hast du Glück.

VERA: Ja, aber das hat man hier in der Gegend meistens, wenn man nicht direkt in der Innenstadt arbeitet, dass die Firmen dann auch entsprechende Parkplätze zur Verfügung stellen für ihre Mitarbeiter.

Sonst bekommt man ja gar keine Baugenehmigung, wenn man keine Parkplätze vorweisen kann.

JOLANDA: Gut ich wohne jetzt natürlich in der Stadt.

Da kann ich es mir gut einrichten ohne eigenes Auto.

Und ich muss ehrlich zugeben, für den Großeinkauf, da bin ich froh, wenn ich mit meiner Freundin mal mit dem Auto mitfahren kann.

Oder Wein einkaufen.

Da organisiere ich mir dann ‘ne * Mitfahrgelegenheit.

Also so ehrlich muss ich sein.

Also … Ganz ohne Auto wäre das Leben schon noch etwas komplizierter.

VERA: Ja, ich habe Freunde, die auch in der Stadt wohnen und die haben teilweise auch kein Auto, weil sie einfach sagen, sie finden sowieso keinen Parkplatz und die öffentlichen Verkehrsmittel sind so gut verfügbar und sie brauchen dann einfach kein Auto.

Aber die gehen dann halt zum Beispiel auch öfter einkaufen, weil sie auch das Problem haben, dass sie ja nicht soviel tragen können.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ich gehe in der Regel ein- oder zweimal in der Woche einkaufen und kaufe dann alles für die laufende Woche.

JOLANDA: Ja.

VERA: Das ist natürlich auch eine Zeitersparnis, die ich dann habe.

JOLANDA: Auf jeden Fall.

Auf jeden Fall, ja.

VERA: Und bist du schon mal im Ausland gefahren?

Wenn du so wenig Fahrerfahrung hast wahrscheinlich nicht.

JOLANDA: Nur in Italien, Österreich, Deutschland mal noch kurz.

Aber wirklich wenig.

Ah!

Du denkst wegen dem Linksverkehr!

In England.

Da bin ich nie selber gefahren.

In England oder ja … VERA: Ja, also ich bin grundsätzlich ein bisschen aufgeregt, wenn ich im Ausland fahre, vor allem im nicht deutschsprachigen Ausland, weil doch dann einige Hinweisschilder nicht auf Deutsch sind natürlich, sondern in einer anderen Sprache und dann überlege ich immer “Verstehst du jetzt alles richtig, fährst du denn auch richtig?”

und auch das Fahrverhalten ist ja unterschiedlich.

Wobei, das ist ja auch schon unterschiedlich, wenn man hier auf dem Dorf fährt oder in einer Großstadt.

Also die Frankfurter fahren ganz anders als die Leute hier, wo ich lebe oder in Berlin.

Da ist es auch wieder anders.

Das merkt man hier natürlich dann auch, ob man in der Großstadt fährt oder auf dem Dorf.

Und da bin ich dann schon immer sehr konzentriert, wenn ich dann in Großstädten fahre oder wenn ich in Gegenden fahre, die ich nicht kenne, wo ich mich nicht auskenne.

Und dann muss man natürlich sehr viel mehr aufpassen.

Und du hast Irland angesprochen.

Dort waren wir.

Dort ist Linksverkehr und ich muss sagen, ich war zu feige, dort zu fahren.

Ich habe Jürgen fahren lassen.

Ich hatte panische Angst davor, dass ich das dann irgendwann mal verwechsele und auf die andere Seite fahren will und habe mich da dann darauf beschränkt Beifahrer zu sein.

Und das war ein ganz komisches Gefühl auf der Fahrerseite zu sitzen, wo man in Deutschland normalerweise die Fahrerseite hat, und dann Beifahrer zu sein.

Das war wirklich ein ganz, ganz merkwürdiges Gefühl.

JOLANDA: Das glaube ich.

VERA: Und Jürgen hat mir dann noch berichtet, das Schwierigste war mit der linken Hand die Gangschaltung zu betätigen.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also da ist dann ja alles seitenverkehrt, also die Gangschaltung hast du dann links und bei uns ist sie ja üblicherweise rechts … JOLANDA: Rechts, ja.

VERA: … und links ist man ja motorisch als Rechtshänder eh schlechter und dann mit Links schalten zu müssen, das war wohl eine echte Herausforderung, hat er mir erzählt.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Und wenn du kein Auto fährst oder selten Auto fährst, wie fährst du dann in den Urlaub?

Auch mit der Bahn?

JOLANDA: Ja.

Mit der Bahn oder mit dem Reisebus oder manchmal sogar mit dem Flugzeug.

VERA: Ihr habt Flugzeuge in der Schweiz?

JOLANDA: Ja, stell dir vor!

VERA: Musst du weit fahren zum nächsten Flughafen oder habt ihr einen in der Nähe?

JOLANDA: Also mit der Bahn ‘ne gute Stunde.

VERA: Also so wie ich auch.

Ich muss auch ungefähr eine Stunde mit der Bahn fahren.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Und fliegst du lieber oder fährst du lieber mit dem Bus oder der Bahn?

Oder macht dir das Fliegen nix * aus.

JOLANDA: Das kommt darauf an, wohin ich gehe.

Und ob ich allein reise oder ob ich mit Freundinnen oder Bekannten oder…. Ja, es kommt immer darauf an, mit wem ich reise.

Und wohin, ja.

VERA: Und bist du überhaupt schon mal mit dem Auto in den Urlaub gefahren?

JOLANDA: Ja, ja, schon.

Doch, doch.

Eben Italien ist so ein Land.

Oder wir fuhren auch mal in die Slowakei mit dem Auto.

Tschechei, Slowakei.

Und haben da auch, da sind wir wieder beim Thema Camping, also wir haben da zum Teil auch einfach in unserem Auto dann übernachtet.

Oder wenn’s die Umgebung zugelassen hat auch mal unser kleines Zelt aufgestellt.

VERA: Ja, aber wirklich gemütlich ist es im Auto nicht oder habt ihr so ein großes Auto gehabt?

JOLANDA: Am Anfang hatten wir ein ganz kleines Auto, aber … es, ja es … es ging.

Es war so!

VERA: Ihr habt dann auf den Sitzen geschlafen?

JOLANDA: Ja, die konnte man runterklappen.

VERA: Aha.

JOLANDA: Und, ja, es war gar nicht so übel.

Aber da war ich noch viel jünger.

VERA: Okay.

Gut.

Ich bin verwöhnt.

Ich glaube, ich hätte das nicht machen wollen.

Wir haben uns immer irgendwo eine günstige Übernachtungsmöglichkeit gesucht und … ja, gut ich bin halt verwöhnt.

JOLANDA: Ja.

Man setzt Prioritäten, oder?

Also für uns hat es damals so gestimmt.

Es war auch wegen den Kindern von meinem Freund, die waren da noch sehr klein und … Ja, es war für uns einfacher so, als wenn wir irgendwo in einem Hotel wären oder ja.

Für uns hat’s damals gestimmt.

* VERA: Das Schöne, wenn man mit dem Auto in Urlaub fährt, ist dass man das Gepäck halt gut unterbringen kann.

Das ist natürlich sehr bequem.

Wenn ich jetzt mit dem Flugzeug in den Urlaub fliege oder wenn ich mit der Bahn fahre, dann muss ich mir schon sehr gut überlegen, wie ich das alles packe, weil ich muss es ja auch transportieren können unterwegs von einer Station zur anderen.

Meinetwegen von der Bahn dann zur S-Bahn, wenn ich dann mit der S-Bahn weiter fahren will.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Das Problem habe ich natürlich mit dem Auto nicht.

Von daher ist es dann ganz bequem.

Auf der anderen Seite finde ich beim Bahn fahren schön, dass ich mich entspannen kann.

Ich muss nicht dauernd aufpassen, sondern ich kann zwischendurch sogar mal ein Nickerchen machen ohne dass es deswegen einen Unfall gibt.

Das geht beim Autofahren nicht.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und deswegen muss ich sagen, ich fahre Auto auch nicht so gerne.

Ich benutze das, weil es praktisch ist und weil ich gut von einem Ort zum anderen komme, aber wenn ich Leute dabei habe, die gerne fahren, dann lasse ich die auch gerne fahren.

Dann verzichte ich freiwillig aufs fahren und entspanne mich lieber, muss ich sagen.

Also es gibt ja Leute, die fahren total gerne Auto und fahren auch einfach nur mal zum Spaß Auto und das würde ich zum Beispiel nie machen – einfach zum Spaß Auto fahren.

JOLANDA: Ja, ich auch nicht.

Aber da war mein Freund ganz anders.

Der hat das über alles geliebt.

Und dann, klar, zwischendurch war er auch mal froh, wenn ich ans Steuer ging, damit er etwas ausruhen konnte, aber in der Regel ist einfach er gefahren.

Oder ich musste mal.

Einmal da ist er mit den Kindern bei einem Fluss mit einem Gummiboot eine Strecke runter gefahren und ich musste dann das Auto transportieren von A nach B, dass sei dann wieder einsteigen konnten.

Das war echt unheimlich.

Also ich kannte den Weg nicht, und ja …, aber wir haben’s geschafft.

VERA: Ich meine, das geht heute alles noch im Zeitalter von Mobiltelefonen.

Da kann man dann unterwegs sich anrufen und sagen, ja, ich bin jetzt da, hole mich dort mal ab.

Aber früher war das ja auch alles wesentlich komplizierter.

Man musste sich schon sehr genau absprechen, wo man sich dann letztlich trifft und heute hat man ja auch Navis.

* JOLANDA: Ja, also ich muss dir gestehen, zu jener Zeit hatte ich noch kein Mobiltelefon.

VERA: Ja, ja.

Das habe ich mir gedacht.

JOLANDA: Wir mussten uns sonst organisieren, aber wir haben uns wiedergefunden.

VERA: Ja, das ist heute halt wesentlich einfacher, aber ich kann mich erinnern, wir haben uns auch mal irgendwann getrennt und wollten uns dann woanders wiedertreffen und das Dumme war nur, dort gab es keinen Empfang.

JOLANDA: Uff.

VERA: Und wir hatten uns so genau nicht verabredet und da habe ich dann ganz schön gesucht, bis ich Jürgen und Vanessa wiedergefunden habe.

Daran kann ich mich noch ganz gut erinnern.

Jolanda ich würde sagen, wir beenden das mal an der Stelle.

Wir sind schon wieder fast bei 15 Minuten.

JOLANDA: Hm.

VERA: So lange wollten wir eigentlich gar nicht reden, glaube ich.

JOLANDA: Nein.

VERA: Dann vielen Dank fürs Zuhören.

Text und Audio findet ihr bei LingQ unter http://www.LingQ.com und es würde uns freuen, wenn Ihr wieder reinhört.

Mach’s gut Jolanda, bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal.

Jolanda and Vera – Camping and Vacations

This and all episodes of this podcast are available to study as a lesson on LingQ. Try it here.

Jolanda and Vera talk about camping and vacation in general. Jolanda und Vera sprechen über Camping und Urlaub im Allgemeinen.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und Jolanda ist wieder bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Heute wollen wir mal über Camping sprechen, Jolanda.

Hast du denn schon mal Camping gemacht?

JOLANDA: Ja, das habe ich.

Aber als ich das erste Mal campiert habe, war ich schon erwachsen *.

Also ich habe nicht die Erfahrung als Kind und darum ist es für mich, glaube ich, … es war dann etwas ganz Spezielles.

Also ich hab so irgendwie zum Teil wie meine Kindheit nachgeholt – nein, kann man nicht sagen – aber einfach so … Doch, ich fühlte mich nochmals Kind.

VERA: Also es war eine schöne Erfahrung für dich?

JOLANDA: Ja, zu dieser Zeit war das total gut.

Das war mit meinem damaligen Freund und seinen zwei kleinen Kindern und wir hatten ein … wirklich ein ganz kleines Zelt und manchmal gingen wir gar nicht weit und haben irgendwo am Waldrand campiert.

Einfach so wild.

Einfach wirklich wild.

Einfach so … jetzt übernachten wir mal hier und am nächsten Tag wieder weg.

Ich weiß nicht, ob man das heute noch könnte, aber damals ging das.

VERA: Also ihr wart nicht auf einem Zeltplatz, sondern habt Euch ein schönes Fleckchen gesucht und Euch dann dort häuslich niedergelassen.

JOLANDA: Genau.

Ja.

Also einmal waren wir auf einem Zeltplatz.

Aber nur kurz.

Ja.

Dort hat mir die Atmosphäre nicht so gefallen, muss ich sagen.

Da war’s nicht so romantisch

VERA: Es war zuviel Trubel.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Und das brauche ich eigentlich… ich persönlich brauche das in den Ferien nicht.

Dass man da so wirklich Mensch auf Mensch ist … Ja ich bin da lieber mehr in der Natur.

Wenn ich schon campiere, dann will ich wirklich Natur pur.

VERA: Ja, das kann ich teilen, wobei ich persönlich überhaupt nicht gerne campe.

Und ich erinnere mich, vor drei oder vier Jahren hatte meine Tochter den Wunsch mal in einem Zelt zu schlafen und meine Eltern, die haben eine Wiese oder ein Grundstück etwas außerhalb vom Ort hier und dann haben wir auf dieser Wiese gezeltet.

Und das Schlimme war oder was ich schlimm fand war, als ich ins Zelt gegangen bin um zu schlafen, war es erst furchtbar heiß.

Ich habe geschwitzt.

Dann bin ich aus dem Schlafsack raus und habe mich halt so hingelegt.

Dann aber auf einmal wurde es in der Nacht extrem kalt.

Das Zelt hat natürlich ganz dünne Wände.

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: Und morgens um vier oder fünf kam die Sonne raus und es wurde wieder furchtbar heiß.

Das heißt ich habe in dieser Nacht irgendwie ganz schlecht geschlafen, weil – mir war es abwechselnd entweder zu kalt oder zu heiß.

Es war irgendwie nie richtig.

Das liegt vielleicht auch an dem Schlafsack, den ich hatte, dass der vielleicht nicht so gut temperiert ist.

Aber ich glaube, es war dann nachher so warm, da nützt der beste Schlafsack auch nix mehr.

Da würde man schwitzen.

Und was mich auch gestört hat ist, die Zeltwand hält ja überhaupt keine Geräusche ab und du glaubst gar nicht, wie laut es auf so einer Wiese sein kann, wenn die Vögel morgens um vier oder um fünf anfangen zu zwitschern.

Und das hat mir dann gereicht.

Ich hatte dann echt keine Lust mehr, noch mal in dem Zelt zu schlafen.

Aber Jürgen und Vanessa, die machen das gerne und die wollen das auch demnächst wieder machen.

JOLANDA: Ja.

Doch ich genieß dann am Morgen dieses Vogelkonzert, das finde ich dann schön.

Finde ich dann schöner als eben auf dem Zeltplatz, wo die Nachbarn dann schon die nächste Party feiern.

VERA: Ja, ich höre das Vogelzwitschern auch sehr, sehr gerne, aber das war wirklich so laut, dass ich halt um vier Uhr morgens hellwach war.

Das habe ich allerdings auch bei uns zuhause oft, weil wir mit offenem Fenster schlafen und hier rund um unser Haus ist ein Garten und auch alle Nachbarn haben Gärten mit sehr vielen Bäumen und wir haben extrem viele Vögel hier.

Also das ist wunderschön.

Ich liebe das ja.

Im Winter haben wir auch ein Vogelhäuschen, um sie durch den Winter zu füttern, aber die machen mich oft auch sehr, sehr früh wach und da ich ja spät ins Bett gehe, dann bin ich nach vier Stunden Schlaf dann schon mal ein bisschen grantig, wenn die mich um vier Uhr schon wecken und ich nicht mehr schlafen kann.

JOLANDA: Ja.

Und wenn du dann die Fenster schließt.

Kannst du dann nicht wieder einschlafen?

VERA: Ja, das habe ich auch schon gemacht.

Manchmal kann ich dann einschlafen, aber manchmal auch nicht.

Aber es ist dann auch oft so warm und ich mag dieses Gefühl des eingesperrt seins nicht und wir schlafen auch im Winter mit offenem Fenster.

Das ist für mich auch sehr ungewohnt.

Du merkst, ich bin ein Gewohnheitsmensch.

JOLANDA: Ja, ich glaube, wir haben alle unsere Gewohnheiten.

Also … Ich hasse es zum Beispiel, wenn es dunkel, ganz dunkel in einem Raum ist.

Also ich kann die Fensterläden nicht schließen.

Da krieg ich wie Platzangst.

Und ich muss auch die Tür offen haben, also … Ja, ich muss auch … es muss auch irgendwie offen sein.

Gut, die Fenster, die schließe ich oft.

Aber dann habe ich die Tür offen, damit ich genug Luft kriege.

VERA: Also haben wir alle so unsere Gewohnheiten.

JOLANDA: Ja.

Ich glaub, das hat jeder.

Und manchmal passen die dann zu den Menschen, die gerade bei uns sind und manchmal halt nicht und dann muss man Wege suchen.

Wie du jetzt mit diesem Zelten.

Da wird Vanessa sich andere Partner suchen müssen.

Das wird sie nicht mit dir weiterhin teilen können.

VERA: Nein.

Zum Glück macht Jürgen es gerne und er ist auch gerade jetzt bei einem Treffen mit anderen Funkern, er ist ja Amateurfunker, und dort zeltet er auch und ihm macht das riesigen Spaß.

Aber für mich ist das einfach extrem unbequem auch.

Also ich finde, man schläft nicht gut auf dem Boden, die Temperatur habe ich ja schon gesagt und von den ganzen Insekten will ich ja gar nicht reden … Angefangen bei den Mücken über die Käfer und die Spinnen.

Also ich brauche das wirklich nicht.

JOLANDA: Ja, also jetzt werde ich es auch nicht mehr freiwillig wählen.

Also die Kinder, die sind groß und … Ja das ist eine andere Ausgangssituation.

Aber damals hat es für mich gestimmt.

Aber heute ziehe ich natürlich Urlaub in … oder Ferien, wie wir sagen, ziehe ich vor in einer Pension oder in einem Hotel oder Ferienwohnung.

VERA: Ihr sagt, wir machen Ferien …

JOLANDA: Ja.

VERA: … wenn ihr wegfahrt?

Das ist interessant.

Wir sagen, wir fahren in den Urlaub.

JOLANDA: Ja, genau.

Ich übernehme das manchmal, wenn ich mit dir spreche oder mit Leuten aus Deutschland, und merke dann selber, ach, ich sage etwas, das ich eigentlich gar nicht sage.

VERA: Ich sage, die Kinder haben Ferien, wenn sie keine Schule haben.

Das sagen wir.

Aber dann wenn wir wegfahren, sagen wir, wir fahren in den Urlaub.

JOLANDA: Wir fahren in die Ferien.

VERA: Gut.

JOLANDA: Oder “Ich mache Ferien in Italien. “

VERA: Und ich mache Urlaub in Italien.

JOLANDA: Ja.

VERA: Was dieses Jahr sogar stimmt.

JOLANDA: Bei mir auch.

VERA: Ja.

Aber du fährst in eine andere Region.

JOLANDA: In die Nähe von Rimini.

VERA: Ja.

Wir fahren nach Südtirol in die Nähe von Bozen.

JOLANDA: Ah ja.

Da war ich auch schon.

Schön zum wandern dort.

VERA: Ja.

Man kann sehr viele Sachen von dort aus machen und es ist auch, glaube ich, ein ganz guter Ausgangspunkt um sehr unterschiedliche Sachen zu machen.

JOLANDA: Ich fahre ans Meer.

VERA: Ja, ich weiß.

Ich war auch schon mal in Rimini und es hat mir auch sehr gut gefallen.

Und ihr habt eine Ferienwohnung, ja?

JOLANDA: Nein.

Diesmal in einem einfachen Hotel.

VERA: Ja.

JOLANDA: Mit super Küche.

Ach.

So ein Familienbetrieb.

Ja, da wird so fein gekocht.

Am Morgen geht er auf den Markt.

Kauft frische Dinge ein und dann wird das gekocht.

VERA: Also du warst schon in dieser Pension oder diesem Hotel?

JOLANDA: Ja.

Da war ich schon.

Ja.

VERA: Ja schön.

Und das ist jetzt dein bevorzugter Urlaub, also irgendwohin gehen, wo du bekocht wirst und es nett hast.

JOLANDA: Ja.

Aber es gibt natürlich auch die andere Art von Ferien, also so Kulturreisen.

Das ist auch etwas, dass ich liebe.

Mit Konzert, Museumsbesuch und .. ja.

VERA: Ja das ist bei uns immer dabei auch.

Wir machen einen immer sehr abwechslungsreichen und gemischten Urlaub.

Also wir haben immer Kultur auch dabei.

Wir haben immer auch etwas mit Wandern oder Laufen und Natur dabei.

Also wir versuchen das schon abwechslungsreich zu machen.

Aber wir bevorzugen Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, weil ich einfach finde, dass es für ein Kind schöner ist, wenn man mehr als ein oder zwei Zimmer zur Verfügung hat.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Aber dann hast du natürlich weniger Ferien, wenn du dann trotzdem kochen musst.

VERA: Ich muss ja nicht kochen.

Wir können ja essen gehen.

JOLANDA: Ah.

VERA: Das machen wir ja dann auch manchmal.

Also manchmal koche ich oder wir kaufen uns etwas, was ganz bequem zu machen ist, zum Beispiel eine Tiefkühlpizza, die ich dann nur im Backofen noch aufbacke.

Und an anderen Tagen gehen wir essen.

Ja.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber ich koche da keine aufwändigen Gerichte.

Um Gottes willen.

Das mache ich nicht.

JOLANDA: Ja, ja, ja.

VERA: Oder wenn wir in eine Stadt fahren, nehmen wir auch manchmal eine Ferienwohnung und dann gehen wir dort irgendwo in ein Café und frühstücken dort und abends gehen wir in irgendwelche kleinen Restaurants und essen dort was.

Also das heißt ja nicht zwingend, dass ich selber kochen muss, wenn ich eine Ferienwohnung haben.

JOLANDA: Ja.

Ja.

Bei mir kommt’s auch darauf an, mit wem ich reise.

Wenn ich allein reise, dann nehme ich nie eine Ferienwohnung.

Also da lasse ich mich grundsätzlich bekochen.

Aber wenn mehrere Leute zusammen sind oder wenn ich mit meiner Freundin, die auch Kinder hat – da waren wir auch schon in einer Ferienwohnung.

Ich glaube es kommt immer wieder auf die aktuelle Situation an.

VERA: Genau, da hast du recht.

Du, ich glaube, wir müssen an dieser Stelle mal aufhören.

JOLANDA: Wow.

Oh ja.

VERA: Wir haben schon über 10 Minuten geredet.

Und dann will ich noch mal darauf hinweisen: Text und Audio findet ihr wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com.

Danke Jolanda, dass du dir wieder Zeit für mich genommen hast.

JOLANDA: Gleichfalls.

VERA: Und ich sage Tschüss bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal.

Jolanda and Vera – A Very Special Library

Study the transcript of this episode as a lesson on LingQ, saving the words and phrases you don’t know to your database. Here it is!

Jolanda and Vera talk about a very special library. Jolanda und Vera sprechen über eine ganz besondere Bibliothek.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Hier sind wieder Vera und Jolanda.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wie geht es dir, Jolanda?

JOLANDA: Gut, danke.

Und dir?

VERA: Mir geht es auch gut.

Ich bin schon seit zwei Stunden wach und hab’ gefrühstückt und geduscht und fühle mich ganz wohl.

Wir haben einige Zeit nicht miteinander gesprochen, aber du hattest noch ein Thema für uns.

JOLANDA: Ja, ich hab’ letztes Mal kurz angetönt [siehe Anmerkungen] von unserer Bibliothek.

Die hat ganz interessante Bücher, vor allem für Kinder.

Und das super-spezielle befinde ich, dass einmal pro Monat in acht verschiedenen Sprachen Märchen oder Geschichten erzählt werden.

VERA: Acht verschiedene Sprachen?

JOLANDA: … werden Märchen erzählt, ja.

Es waren schon mehr, aber zurzeit, ich habe extra noch die aktuellen Zahlen angeschaut, im Moment ist [richtig: sind] es Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Ungarisch und teilweise auch Russisch.

VERA: Das ist ja toll.

Und wird das gut angenommen?

JOLANDA: Ja, ja.

Und es hat [Deutschland: gibt] zum Teil, also gerade in Sprachen wie Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, da hat’s [Deutschland: gibt es] auch Erwachsene, die diese Sprache lernen möchten und zum Teil dann auch gehen [besser: hingehen].

Und natürlich Kinder von Eltern, die diese Muttersprache haben.

VERA: Das ist eine sehr interessante Idee.

Und das sind dann auch immer Muttersprachler, die die Märchen erzählen oder vorlesen?

JOLANDA: Ja, das sind immer Muttersprachler, ja.

Die natürlich zum Teil ihre eigenen Kinder dabei haben, dann ist schon mal ‘ne Grundbasis da, und dann kommen andere Kinder, die auch diese Muttersprache haben.

Und bei den Erwachsenen ist es gemischt.

Da hat [Deutschland: gibt] es Muttersprachler, die ihre Kinder oder Nachbarskinder begleiten oder solche, die diese Sprache lernen möchten.

VERA: Das ist ja dann auch eine schöne Gelegenheit um zusammenzukommen und sich mal auszutauschen und eine fremde Kultur mal zu erfahren.

JOLANDA: Genau.

Also ich finde es ist ein super Angebot.

Es wird auch rege genutzt.

Und wir haben auch – das finde ich ganz speziell – also wir haben Bücher in 16 verschiedenen Sprachen.

VERA: Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen.

Also ihr habt dann auch wirklich Bücher in ganz vielen Sprachen in eurer Bibliothek?

JOLANDA: Ja.

Und vorwiegend Kinderbücher.

Also in dieser speziellen Bibliothek ist [richtig: sind] die Hälfte der – sage ich mal – Kunden Kinder.

Laut Statistik.

VERA: Das ist toll.

Ich bin als Kind auch sehr, sehr gerne in die Bibliothek gegangen und habe mir dort immer stapelweise Bücher mitgenommen.

Ich habe mir manchmal 7 oder 8 Bücher geholt – auf einmal – und hab’ die dann ein oder zwei Wochen später wieder abgegeben.

Also ich war eine richtige Leseratte.

JOLANDA: Ja, ja.

Also zu meiner Zeit war natürlich das Angebot noch nicht so groß, aber es war schon damals, war es wirklich ein Traum und jetzt, also wenn ich es so sehe, also zum Beispiel für Englisch, da hast du einfach so viel Bücher, also unglaublich.

Aber auch Arabisch, also das sind nicht wenige.

Es ist wirklich erstaunlich.

VERA: Das ist ja dann auch für dich eine tolle Gelegenheit.

Du hast ja dann Zugang zu allen möglichen Materialien.

JOLANDA: Genau.

Ja, ja, ja.

VERA: Und ist die Bibliothek teuer?

Muss man viel bezahlen, wenn man dort Bücher ausleiht?

JOLANDA: Also für Kinder, die hier in der Stadt wohnen, ist es gratis.

VERA: Wow.

JOLANDA: Und Erwachsene [siehe Anmerkungen] zahlen einen Jahresbeitrag von 50 Franken.

VERA: Ja, das ist aber nicht zuviel, wenn man regelmäßig liest und es auch regelmäßig nutzt.

JOLANDA: Ja klar.

Wenn du zwei, drei Bücher geholt hast, dann hast du’s ja schon dir erspart, ja.

Und es ist natürlich so, mit diesem Geld, also das finde ich immer noch wichtig zu wissen, dieses Geld kommt voll umfänglich in die Kasse um neue Bücher zu kaufen.

VERA: Hm.

Also es dient der Erweiterung und Erhaltung der Bibliotheksbestände.

JOLANDA: Genau.

Weil die Stadt zahlt die Räumlichkeiten und das Personal.

Aber die Bücher werden von einem Verein finanziert und angeschafft und ja … das erledigt der Verein.

Aber die Stadt stellt die Infrastruktur zur Verfügung.

VERA: Hm.

Das ist sehr interessant, dass wir auf dieses Thema kommen, weil ich habe mich gerade diese Woche nach den Öffnungszeiten unserer Bibliothek hier im Ort erkundigt und will dort mal hingehen, die hat aber jetzt leider schon geschlossen, weil sie am renovieren sind.

Und erst nach den Ferien machen sie wieder auf.

Ich bin früher sehr viel in die Bibliothek gegangen, vor allem als ich in Thüringen wohnte.

Dort hatten sie eine ganz tolle Bibliothek in dem kleinen Ort in dem ich wohnte, weil dort die Kreisbibliothek war.

Das war ein Riesenglück für mich und nachdem ich dann wieder hierher zurückgezogen bin, bin ich nicht mehr in die Bibliothek gegangen, weil ich dann jedes Mal in die Stadt hätte fahren müssen und das hätte relativ viel Benzin- oder Busfahrtkosten dann nach sich gezogen und deshalb habe ich mir dann oft Bücher gekauft.

Es gibt ja immer die Remittenden.

Das habe ich dir, glaube ich, schon mal erzählt …

JOLANDA: Ja, ja.

VERA: … wo man sie dann für zwei oder drei Euro bekommt oder ich habe mir Bücher ersteigert bei eBay oder hab’ gebrauchte Bücher bei Amazon gekauft.

JOLANDA: Bei mir ist es im Moment so, dass ich vorwiegend im Internet lese.

Und zwar weil ich vorwiegend jetzt in fremden Sprachen lese und mir das dann in LingQ importiere, was möglich ist und so dann direkt übersetze, also was ich noch nicht kann.

Also ich werde ja von Tag zu Tag besser, oder?

VERA: Auf jeden Fall!

Ja, aber wenn ich jetzt längere Bücher lese, dann lese ich nicht so gerne am Bildschirm.

Aber ich muss dir noch erzählen, ich habe mir jetzt keinen eBook-Reader gekauft, aber ein kleines Android-Tablet und damit kann ich auch Bücher lesen und ich habe mir jetzt für den Urlaub schon ein paar ältere englische Bücher heruntergeladen, zum Beispiel Robinson Crusoe.

Das kennst du doch bestimmt auch?

JOLANDA: Ja, ja, ja.

VERA: Das habe ich als Kind gelesen.

Natürlich auf Deutsch.

Und ich habe mir gedacht, das Buch hat mir als Kind sehr gut gefallen und ich könnte doch probieren, das im Urlaub mal auf Englisch zu lesen.

JOLANDA: Ja, ja.

Gute Idee.

VERA: Ja.

Also ich kann dir dann nach dem Urlaub mal erzählen, wie die Leseerfahrung mit so einem Gerät ist.

Ich kann mir das noch gar nicht so richtig vorstellen, aber dort werde ich kein Internet haben.

Also mal zwei Wochen richtig entspannen und dann dachte ich, du kannst das dann mal probieren.

Dann hast du ja Zeit auch, wenn du nicht am Computer sitzt, mehr zu lesen und dann schaue ich mal, wie das damit klappt.

JOLANDA: Ja.

Ah, da bin ich gespannt, was du mir erzählst.

VERA: Ja, da können wir später drüber reden.

Leihst du dir auch noch deutsche Bücher aus oder liest du jetzt eigentlich bevorzugt Bücher in Fremdsprachen?

JOLANDA: Also im Moment, aber das kann sich wieder ändern, im Moment lese ich wirklich selten noch Bücher auf Deutsch.

Ja, meine Zeit ist im Moment für Fremdsprachen reserviert.

Aber in den Ferien werde ich mir dann natürlich auch dies und jenes noch auf Deutsch auslehnen.

VERA: Ja.

Ihr sagt auslehnen?

Wir sagen ausleihen.

JOLANDA: Aha.

Das kommt vielleicht vom Dialekt.

Im Dialekt sage ich “uslehne”.

VERA: Ja gut.

Das Wort “Lehen” gibt es ja schon auch im Deutschen.

Das hat man ja früher gesagt.

Ein Lehen war ja ein Stück Land, was der Gutsherr seinen Pächtern zur Verfügung gestellt hat.

JOLANDA: Ja.

VERA: Also es hat ja auch was mit leihen zu tun.

JOLANDA: Ja.

VERA: Aber ich bin kein Sprachwissenschaftler.

JOLANDA: Ja, ich auch nicht.

VERA: Besser weiß ich’s auch nicht.

Und liest du eher Sachbücher oder eher Romane?

JOLANDA: Eher Sachbücher.

Auf Deutsch sowieso.

Das sind eigentlich immer Sachbücher.

VERA: Ja?

Ach, ich genieße es auch, Romane zu lesen oder einfach nur zur Entspannung zu lesen.

JOLANDA: Ja.

Also jetzt auf meinen Geburtstag habe ich eine Biografie von Segantini geschenkt bekommen und die ist in Romanform.

Also ich habe schon früher mal ‘ne, ich sage jetzt mal ‘ne seriöse Biografie von ihm gelesen.

Jetzt freue ich mich auf diesen Roman.

Also Segantini kennst du, der Maler?

Er ist ursprünglich Italiener, aber hat in der Schweiz lange gelebt.

VERA: Also ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich kenne ihn nicht.

Aber ich bin was Maler und Kunst anbetrifft, auch nicht so bewandert.

JOLANDA: Ja.

VERA: Und ich kenne dann halt die großen Maler oder die großen Schulen, aber ich kenne wirklich nicht so viele Maler, also …

JOLANDA: Ja.

In St.

Moritz gibt es das Segantini-Museum und dort sind seine großen Bilder.

Der Umgang mit Farbe und Licht ist ganz speziell.

Ja.

VERA: Also ich war nur einmal in St.

Moritz und da war ich, glaube ich, 11 oder 12 Jahre alt und ich glaube, da habe ich mich nicht für Malerei interessiert.

Deswegen …

JOLANDA: Ja.

VERA: Und meine Eltern auch nicht und deswegen weiß ich da leider nix [Umgangssprache: nichts] drüber.

Aber ich habe jetzt gerade mal auf die Uhr geschaut.

Ich denke, wir sollten an dieser Stelle vielleicht eine Pause machen …

JOLANDA: Genau.

VERA: … und sagen dann schon mal Tschüss hier, oder.

JOLANDA: Also.

Tschüss für den Moment mal.

VERA: Ja, ich will noch mal darauf hinweisen, dass der Text und das Audio natürlich wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ zu finden sind, also auf http://www.LingQ.com.

Tschüss Jolanda.

JOLANDA: Tschüss Vera.

Jolanda and Vera – Children’s Education

Study this episode and any others from the LingQ German Podcast on LingQ! Check it out.

Jolanda and Vera talk about children’s education. Jolanda und Vera sprechen über Kindererziehung.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute ist wieder Jolanda bei mir.

JOLANDA: Guten Tag, Vera.

VERA: Wir hatten diesmal eine Anfrage im Forum für ein Thema und zwar hat uns James gebeten, ob wir einen Podcast über Kindererziehung machen können.

JOLANDA: Ein ganz interessantes Thema.

Du bist natürlich ganz nahe betroffen davon.

Du hast ja ‘ne Tochter, oder?

VERA: Ja, das stimmt.

Ich habe eine Tochter.

Sie ist mittlerweile 10 Jahre alt und ich habe sogar mit ihr mal einen Podcast für GermanLingQ gemacht.

Ich weiß jetzt gar nicht, welche Folge das war, aber das muss vor ungefähr zwei Jahren gewesen sein.

Da ging sie noch in die Grundschule.

JOLANDA: Schön.

VERA: Ja.

JOLANDA: Also ich habe selber keine Kinder.

Und darum ist es beim Thema Kindererziehung ganz lustig.

Also ich finde es lustig.

Wenn ich gleicher Meinung bin, wie die Mütter oder Väter oder Tanten oder Onkel, dann finden sie: “Ja, das verstehst du ganz gut.

Du verstehst sehr viel von Kindern und du hast Erfahrung und so.”

Und wenn ich anderer Meinung bin, dann heißt es einfach: “Ja, das verstehst du natürlich absolut überhaupt gar nicht, weil: du hast ja keine Kinder.

VERA: Das finde ich sehr lustig.

Ja, das wird immer passend ausgelegt.

Aber ich denke, man muss nicht Kinder haben, um etwas von Kindererziehung zu verstehen.

Ich denke, dazu muss man vor allem Kinder kennen und mit Kindern zu tun haben und ich glaube, das hast du ja schon sehr viel gehabt, dass du mit Kindern zu tun hattest, oder?

JOLANDA: Ja, ja.

Ich liebe Kinder und ich bin sehr gerne mit Kindern zusammen und nutze diese Zeit auch wirklich, wenn ich dann mit Kindern zusammen bin.

VERA: Hm.

Ja gut, ich habe, wie du schon gesagt hast, auch meine persönlichen Erfahrungen und man liest ja auch immer in den Zeitungen Artikel über Kindererziehung.

Ich habe das zumindest gemacht als Vanessa noch kleiner war.

Und das gibt einem schon viele Anregungen, aber ich finde immer, man sollte nichts als ein Dogma sehen.

Man muss auch selber darüber nachdenken, seinen eigenen Verstand gebrauchen, sein Gefühl auch einsetzen, denke ich, und dann ist Kindererziehung nicht so schwer, finde ich.

Ich habe es zumindest nie als schwer empfunden und ich habe auch eigentlich mit meiner Tochter keine großen Probleme gehabt.

Das liegt aber auch vielleicht auch daran, dass ich eine sehr genaue Vorstellung davon hatte, was ich mit ihr erreichen will und wie ich dazu handeln muss, ja.

Zum Beispiel war mir immer wichtig, dass ich eine Linie habe in der Erziehung, das Vanessa immer genau weiß, woran sie ist bei mir.

Also nicht heute hü und morgen hott, sondern es gibt klare Regeln und an die muss man sich halten und dann funktioniert das auch ganz gut.

JOLANDA: Ja.

Ich finde, dann haben die Kinder wirklich auch einen Anhaltspunkt, wie es läuft oder wie es gewünscht wird.

Ob man dann mal drüber diskutieren kann, warum das so ist oder warum man das so möchte, das ist dann die andere Seite.

Aber ich glaube, es ist ganz wichtig für die Kinder zu sehen, auch wie die Erwachsenen das machen und dann kopieren sie uns ja und dann können sie auch gewisse Verhaltensweisen übernehmen.

Da brauchen man gar nicht viel zu erklären.

VERA: Genau.

Zum Beispiel, dass man zuverlässig ist.

Wenn ich etwas zusage, dann muss ich es auch halten.

Und wenn ich nicht weiß, ob ich es halten kann, darf ich es gar nicht erst zusagen.

Zum Beispiel wenn meine Tochter fragt: “Können wir am Samstag ins Kino gehen?”

Dann sage ich “ja”, “nein” oder “Ich weiß es noch nicht.”

Aber wenn ich einmal “ja” sage, dann muss ich auch alles daran setzen, dass ich das dann auch mache.

JOLANDA: Genau.

Und das weiß sie natürlich von dir und kann sich darauf verlassen.

Aber umgekehrt, wenn du etwas abmachst mit ihr, dann weiß sie natürlich auch, dass diese Abmachung gilt.

VERA: Genau.

Das ich dann erwarte, dass sie sich daran hält.

Also das ist zum Beispiel für mich eine ganz wichtige Sache, dass man als Elternteil auch eine Zuverlässigkeit an den Tag legt, dass die Kinder wissen, woran sie sind: was wird von mir erwartet.

Und dass sie auch wissen, wenn meine Eltern mir etwas versprechen oder mir etwas sagen, kann ich mich auch darauf verlassen.

Nur dann kann sich das Kind ja auch “sicher” fühlen …

JOLANDA: Ja.

VERA: … in seinem Handeln, ja.

Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Sache, dass Kinder wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie von den Erwachsenen erwarten können, damit sie sich überhaupt wohlfühlen können.

JOLANDA: Ja.

Ein ganz wichtiger Punkt, finde ich auch: Zeit haben.

Und zwar, finde ich ganz wichtig, dass man sich für gewisse Zeit wirklich Zeit nimmt für das Kind.

Und dann wirklich nur mit diesem Kind oder wenn mehrere, wenn Geschwister sind, mit mehreren Kindern etwas macht.

Und daneben weder telefoniert, noch Fernsehen schaut, noch irgendwie mit sonst jemandem noch Kaffee trinkt, sondern dass man wirklich Zeit hat und nur mit den Kindern etwas macht, was die Kinder machen möchten.

Das kann ein Spiel sein, kann eine Geschichte erzählen oder im Wald etwas machen.

Egal was.

Aber einfach, dass sie in dieser Zeit der Mittelpunkt sind.

Und nachher, also ich habe die Erfahrung gemacht, dass nachher Kinder auch akzeptieren, wenn man sagt: “Jetzt habe ich keine Zeit.

Jetzt muss ich das und das machen.”

Und das geht viel störungsfreier.

Wenn die Kinder dann wissen, ja, dann und dann hat sie wieder Zeit oder jetzt hat sie für mich Zeit, aber jetzt hat sie für Frau Müller oder Frau Meier Zeit.

VERA: Ja, ich glaube, das ist ein ganz guter und ganz wichtiger Rat.

Das nennt sich Qualitätszeit, die man mit den Kindern verbringt.

Also nicht Zeit, wo man sowieso zusammen ist, weil man zusammen isst, sondern Zeit, die man auch dann den Kindern regelrecht widmet, ja.

Ich habe zum Beispiel mit Vanessa immer viel gebastelt, weil sie das gerne macht, obwohl ich das überhaupt nicht gerne mache, aber ich habe das dann eingeplant, weil sie es gerne gemacht hat und dann haben wir halt gebastelt zusammen.

Oder was du angesprochen hast, das Vorlesen.

Ich hab ihr bis vor kurzem immer jeden Abend vorgelesen.

Jetzt nicht mehr jeden Abend, weil sie es nicht mehr immer möchte, aber manchmal will sie es noch und dann mache ich es auch noch und jetzt liest sie halt mehr selber.

Aber das haben wir ganz, ganz lange gemacht und das war ein regelrechtes Ritual für uns, abends zusammen 10 Minuten, 15 Minuten ein Buch zu lesen.

JOLANDA: Ja, ah, das finde ich so schön.

Das mache ich mit meinen Nachbarskindern auch öfters, wenn ich dort bin und sie abends hüte.

Dieses Geschichten-Erzählen-Ritual, das kennen sie von ganz klein auf.

Also das machen sie auch mit den Eltern und auch bei mir und letzten Samstag hat mir die Kleine, die jetzt gerade Lesen gelernt hat, hat sie mir ‘ne Geschichte vorgelesen.

Und ich fand das so köstlich.

VERA: Ja, das ist schön.

Ja, Lesen ist, glaube ich, sowieso etwas ganz, ganz Wichtiges.

Es ist ja eine der Grundfertigkeiten und alles basiert auf dem Lesen.

Wenn man nicht Lesen kann, kann man auch die meisten anderen Sachen nicht lernen.

Also das ist ja eine Grundfähigkeit, die man erwerben muss, das Lesen.

Und ich finde das Vorlesen ist sozusagen die Vorstufe.

Das Vorlesen hilft ja auch, dass das Kind ein besseres Sprachgefühl bekommt, dass es sich später besser artikulieren kann, dass es weiß, wie man sich ausdrücken kann.

Und ich glaube, das wird noch von vielen Eltern unterschätzt, wie wichtig das Vorlesen ist um dem Kind später zu ermöglichen, dass es richtig gut in Deutsch ist, nachher auch in der Schule zum Beispiel.

JOLANDA: Ja, ja.

Ich dachte lange Zeit, das wäre einfach wirklich bei allen Kindern so, also bei vielen Kindern so, dass abends Geschichten vorgelesen werden.

Zuerst erzählt und dann vorgelesen, aber ich hab da jetzt auch über meine Nachbarskinder erfahren, als die mal im Kindergarten fragten, was hast du denn gestern für eine Geschichte gehört oder welches Bilderbuch hast du zuhause, ja, da gibt’s Kinder, die haben zuhause keine Bilderbücher, keine Geschichtsbücher, ja.

Gehört nicht zum Abendritual.

VERA: Das ist doch sehr traurig, oder?

JOLANDA: Ja, ja.

Und für mich unverständlich.

Also … ich … ja …

VERA: Ich kann es auch nicht verstehen.

Und bei uns in der Schule haben sie auch sogenannte “Lesepaten” gesucht, also Menschen, die in die Klassen gehen und in den Klassen zum Beispiel vorlesen.

Vor allem in der Grundschule oder jetzt in der Förderstufe, in der Vanessa jetzt gerade ist, werden Leute gesucht, die mit Kinder lesen, die dort eben noch Defizite haben in der 5.

Klasse, ja.

Also das ist für mich unglaublich, ja.

Das es dort so viele Kinder gibt, die noch Probleme mit dem Lesen haben.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ich denke, über das Thema könnten wir noch sehr lange sprechen, aber wir …

JOLANDA: Ja.

VERA: … wir wollen die Podcasts nicht zu lange werden lassen und ich denke an dieser Stelle verabschieden wir uns dann hier.

Oder hast du noch einen wichtigen Punkt, den du anbringen musst unbedingt.

JOLANDA: Das verschiebe ich auf nächstes Mal.

Hab schon noch was.

VERA: Ja, das ist schön.

JOLANDA: Und zwar zum Thema Bibliothek und Kinderbibliothek.

VERA: Ja, da sprechen dann das nächste Mal drüber oder über Kinderbücher.

Das ist auch ein schönes Thema glaube ich.

Dann sage ich an dieser Stelle “Tschüss” und verweise noch mal darauf, dass natürlich der Text und das Audio wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ zu finden ist, also auf http://www.LingQ.com.

Tschüss Jolanda.

JOLANDA: Tschau, Vera.

Jolanda and Vera – Proverbs

Want to study this episode as a lesson on LingQ? Give it a try!

Jolanda and Vera talk about proverbs and how they can be applied in the context of language learning. Jolanda und Vera sprechen über Sprichwörter und deren Anwendbarkeit auf das Sprachen lernen.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und Jolanda ist heute wieder bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Über was wollen wir heute eigentlich sprechen?

JOLANDA: Ja, wie wär’s denn so mit einem Sprichwort, zum Beispiel “Aller Anfang ist schwer”.

VERA: Das wollen wir nicht hoffen, dass unser Anfang hier jetzt schwer wird, aber das Thema …

JOLANDA: Ich wollte dich doch so richtig provozieren.

VERA: Aber ich glaube, das Thema ist ganz gut.

Die Anregung haben wir uns ja geklaut.

JOLANDA: Genau.

Also ich habe es schon zuerst mal im Spanischen gehört von Oscar und Berta, die haben über Sprichwörter gesprochen.

Und jetzt ist es auch im Englischen aktuell.

VERA: Genau.

Ich habe mir auch den Podcast von Steve und Alex zu dem Thema angehört – Sprichwörter.

Ich glaube, ein japanisches Mitglied hatte danach gefragt.

JOLANDA: Ja, genau.

VERA: Und genauer gesagt wollte er Sprichworte hören und dann einen Bezug zum Sprachenlernen herstellen, welche Sprichwörter man auf das Sprachenlernen anwenden kann, nicht wahr?

JOLANDA: Ja.

Also eines, was ich manchmal anwende ist: “Übung macht den Meister.

VERA: Ja, ich glaube, das gilt in jedem Falle.

Das gilt nicht nur fürs Sprachenlernen, das gilt eigentlich für alles.

JOLANDA: Ja, ich glaube im Sprachen lernen ganz besonders.

Also wenn ich mir wirklich vor Augen führe, dass wirklich nur Übung den Meister macht, dann bin ich wieder mal getröstet und es gibt mir wieder Schwung für den nächsten Schritt.

VERA: Ja genau.

Das passt ja auch zu der Empfehlung, die Steve gibt, oder was auch in den Hilfeanweisungen für LingQ steht, nämlich dass man sich bestimmte Lektionen sehr, sehr oft anhören muss, vor allem am Anfang.

Wo jetzt auch wieder dann passt: “Aller Anfang ist schwer”, das Sprichwort, das du eben angeführt hast.

JOLANDA: Genau, ja.

VERA: Ja.

Und das der Anfang schwer ist, habe ich gerade wieder bei Französisch gemerkt.

Ich hatte eine sehr lange Pause gemacht mit meinem Französisch und habe jetzt wieder angefangen und das war unglaublich schwer, nach so einer langen Pause wieder reinzukommen, vor allem wenn man weiß, man hat es schon mal besser gekonnt.

JOLANDA: Ja.

Aber du weißt ja, “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”.

VERA: Ja, das ist auch ein gutes Sprichwort.

Und wo kein Wille ist, funktioniert es auch oft nicht.

Ja.

Also man muss etwas richtig wollen, nur dann strengt man sich auch an.

JOLANDA: Ja.

Und mit dem Wollen, ich glaube damit verbunden ist auch die Zielsetzung.

Wenn man Ziele hat, dann findet man auch einen Weg, diese Ziele zu erreichen.

VERA: Ja.

Da fällt mir dann auch ein: “Der Weg ist das Ziel.”

Manche finden dann den Weg um zu dem Ziel hinzukommen, zum Beispiel eine Sprache zu beherrschen, so schön oder so erquickend, dass sie diesen Prozess des Lernens dann richtig genießen.

JOLANDA: Ja, also ich finde, das sollte auch so sein.

Das man wirklich auch während dem Lernen wirklich Spaß hat und an den kleinen Schritten Freude hat, an den kleinen Fortschritten, an den kleinen Verbesserungen.

VERA: Ja, ohne Freude glaube ich, macht das ganze Lernen auch keinen Spaß.

Und deswegen ist es, glaube ich, auch sehr wichtig, dass man den richtigen Weg für sich selber wählt.

Zum Beispiel, in dem man Inhalte wählt, die einen persönlich auch ansprechen.

Der Eine mag zum Beispiel gerne Literatur und möchte gerne mit Büchern lernen und der Andere sieht gerne Filme und möchte dann lieber lernen indem er Filme oder Fernsehserien mit Untertiteln sich anschaut oder sogar ohne Untertitel um eine Sprache zu lernen.

Also der Weg selber, finde ich, der kann auch total unterschiedlich und total wichtig sein und vor allem, dass man den richtigen Weg für sich selber findet.

JOLANDA: Ja.

Das finde ich die Hauptsache.

Und das beinhaltet auch eine Gefahr, nämlich, dass man sich mit anderen vergleicht.

Ich weiß nicht, ist dir das auch schon passiert?

Also in Bezug auf Sprachenlernen?

VERA: Dass man so eine Art Wettbewerb schon daraus macht, meinst du?

JOLANDA: Ja, oder irgendwie … Ach, die sind erst so kurz am Lernen und können schon so viel und ich sollte doch das auch können.

Das ist mir kürzlich in einer Gruppenkonversation passiert.

Dass ich mich so … Wow, ich war einfach so erstaunt.

Und ich habe es dann umgedreht für mich.

Zuerst war ich enttäuscht, dass ich es nicht besser kann und dann habe ich dann gefragt: “Ja wie machst du das?”

Und bekam da eigentlich so ganz gute Tipps.

VERA: Ich kann mir das gut vorstellen, aber mir selber ist es so bisher noch nicht ergangen.

Also ich habe aber auch am Anfang Gruppengespräche gemieden, muss ich sagen.

Vielleicht auch, weil ich mir da noch sehr unsicher war, wie mein Niveau ist und ich bin eigentlich ein sehr unabhängiger Lernender.

Also ich schaue da relativ wenig nach rechts und links, sondern ich teste aus, was für mich selber gut funktioniert.

Also was für mich dann, sage ich mal, der richtige Weg ist.

JOLANDA: Ja.

VERA: Da kommt ja dann auch rein “Ohne Fleiß kein Preis”.

Das heißt, ich muss etwas dafür tun.

Es kommt nicht von alleine und die Anderen haben es auch nicht von alleine gelernt.

JOLANDA: Genau.

Aber wie sie es gemacht haben, also das ist dann eben der springende Punkt, oder?

VERA: Ja, genau.

Ich finde das toll, welche Möglichkeiten man hat, sich Anregungen von Anderen zu holen durch diese neuen Medien.

JOLANDA: Ja.

VERA: Nicht nur im Gespräch.

Bei YouTube findest du 1.000 Videos über das Thema oder auf Blogs kannst du nachlesen, wie Leute das machen.

Das Internet ist schon ein tolles Kommunikationsmedium und Informationsmedium, wo man sich ja wirklich alle Informationen, alle Tipps holen, die man braucht.

JOLANDA: Genau, ja.

Dazu kommt mir noch ein Sprichwort in den Sinn: “Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

VERA: Hattest du denn schon Einsichten?

JOLANDA: Ja.

Ich schreibe zu wenig.

Ich spreche lieber in der Fremdsprache, als dass ich schreibe.

VERA: Ja aber da denke ich dann auch, was ist denn dein Ziel?

Wenn dein Ziel Schreiben oder die Fähigkeit zu schreiben nicht beinhaltet, dann ist es auch nicht wichtig, oder?

JOLANDA: Ja, das mache ich nur, wenn ich wirklich muss.

Ich rufe lieber schnell an.

VERA: Ja.

Und ich finde das ist dann auch okay.

Das ist halt das Schöne am unabhängigen Sprachen lernen, dass man seine Ziele selber bestimmen kann.

JOLANDA: Genau.

VERA: Ich denke, wir haben genug Sprichwörter hier in diese paar Minuten reingebracht um ein paar Anregungen zu geben oder ein paar Tipps.

Ich denke, wir könnten noch Stunden über Sprichwörter reden, weil, ich weiß nicht, es gibt bestimmt Tausende.

Ich denke, wir machen jetzt an dieser Stelle Schluss.

JOLANDA: Hm.

VERA: Und sagen: “Vielen Dank fürs Zuhören.

Text und Audio gibt’s natürlich dann wie immer in der deutschen Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com und dort kann man dann auch die Kommentarfunktion nutzen und uns sagen, wie es angekommen ist, oder was man sich so wünscht.

Dann bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal!

Jolanda and Vera – Books in Foreign Languages

This and all episodes of this podcast are available to study as a lesson on LingQ. Try it here.

Jolanda and Vera talk about reading books in foreign languages. Jolanda und Vera sprechen über das Lesen von Büchern in einer Fremdsprache.

VERA: Hallo und herzlich Willkommen zum deutschen Podcast von LingQ.

Ich bin Vera und heute habe ich wieder Jolanda bei mir.

Hallo Jolanda.

JOLANDA: Hallo Vera.

VERA: Wir zeichnen das Gespräch mit Skype auf und ich hoffe, dass wir keine technischen Probleme bekommen.

Schauen wir mal.

Jolanda, ich wollte dich fragen, ob du schon mal ein Buch in einer Fremdsprache gelesen hast?

Ich weiß ja, du lernst Spanisch und du kannst Italienisch und du lernst Englisch.

Ich weiß gar nicht, lernst du noch eine Sprache?

JOLANDA: Ja, also im Moment lerne ich noch Arabisch, aber das ist ja noch nicht bei LingQ.

VERA: Wow, ja.

Und hast du dich schon mal an einem Buch versucht?

JOLANDA: Ja, aber da war ich dann so ziemlich frustriert.

Also beim Spanisch, obwohl ich relativ gut Spanisch spreche und auch verstehe, aber so ein ganzes Buch zu lesen, das ist nicht mein Ding.

Und ich war dann ganz enttäuscht, das mir das nicht so einfach gelungen ist, und darum habe ich mir jetzt einfach vorgenommen, ich lese soviel wie möglich im Internet, vor allem in LingQ, also höre mir auch Lektionen an oder importiere Texte aus Zeitschriften und lese die.

Also das es eigentlich kurze Texte sind.

VERA: Also es war ein spanisches Buch, was du lesen wolltest?

JOLANDA: Ja.

VERA: Und wie hast du das Buch ausgesucht?

JOLANDA: Ja, es war mal im Forum von diesem Carlos Ruiz Zafón die Rede.

Alle haben da von “La Sombra del Viento” oder “El juego del angél” gesprochen und das sie das lesen und das wäre interessant und so und da dachte ich, ja, okay, dann kaufst du dir das und beginnst mal zu lesen.

VERA: Ich hab auch ungefähr vor einem Dreivierteljahr oder vor einem Jahr, mir ein englisches Buch gekauft, aber ich bin in die Buchhandlung gegangen und hab dort mehrere Bücher aufgeschlagen und hab dann immer die erste Seite gelesen und dann habe ich eines gefunden, was nicht so schwierig war, für meine Begriffe, und da bin ich eigentlich einer Empfehlung von Helen gefolgt, die hat nämlich gesagt, ich soll mir so Frauenliteratur besorgen, also so Bücher, die ich vielleicht im Deutschen nicht unbedingt lesen würde, aber die sind oft in so ‘ner Alltagssprache geschrieben, so wie man auch spricht.

Und ich glaube, ich habe da wirklich einen Glücksgriff gemacht, weil das Buch, was ich mir ausgesucht habe ist erstens mal sehr lustig, und ich hab das Gefühl, das ist so geschrieben, wie man auch wirklich spricht.

Also wie Amerikaner untereinander reden würden.

Und es macht mir dann auch viel Spaß.

Ich verstehe nicht alles, aber so 90, 95 Prozent, so dass ich überhaupt keine Probleme hab, der Handlung zu folgen und das hat mir dann Spaß gemacht.

Aber ich habe auch in andere Bücher reingeschaut und gedacht “Nein, das geht gar nicht.

JOLANDA: Ja, also ich war dann wirklich so frustriert und hab gedacht, “Äh?

Mein Wortschatz ist doch relativ groß und trotzdem macht es mir keinen Spaß, das zu lesen?”

Also meine Tutoren haben mich dann getröstet und haben gesagt, ja, dann versuch’s doch einfach mit einfacheren Texten oder eben – ja – mit kürzeren Texten.

Ja.

VERA: Ich glaube, es liegt auch am Thema.

Ob man vielleicht auch das spezielle Vokabular kennt, was zu diesem Thema gehört, und auch am Niveau.

Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, wenn jemand Deutsch lernt und er liest ein Buch von Thomas Mann, findet er das vielleicht auch komplizierter als wenn er…

JOLANDA: Genau.

VERA: … wenn er ein Buch liest, sage ich mal, von Konsalik oder so was.

JOLANDA: Genau.

Ja.

Ja, das denke ich auch.

Wo ich gute Erfahrungen hab, ist mit Blogs lesen.

VERA: Hm.

JOLANDA: Das finde ich total spannend und gut.

Und das sind immer wieder kurze Texte über aktuelle Themen und – ja – die verstehe ich dann eigentlich auch problemlos.

VERA: Ja da suchst du dir aber vielleicht auch Themen raus, die du magst, mit denen du vertraut bist und das hilft dir dann.

JOLANDA: Genau.

Oder auch Leute, die mir irgendwie vertraut sind und die, ja vielleicht auch ähnlich denken wie ich.

Ja.

VERA: Und in welcher Sprache sind diese Blogs dann überwiegend?

JOLANDA: Spanisch und Englisch.

VERA: Hm.

JOLANDA: Zurzeit.

Ja.

VERA: Und du importierst diese Beiträge dann auch in LingQ und liest sie dann dort?

JOLANDA: Ja, also wenn es einfache Texte sind, dann nicht, aber wenn ich so über einige Worte stolpere, dann importiere ich das kurzerhand.

Und lösche es dann wieder.

VERA: Das mache ich gelegentlich auch, wenn ich jetzt einen Zeitschriftenartikel finde, der ein bisschen länger ist, dann importiere ich den auch gerne mal, weil es sich einfach besser liest und man kann gleich die LingQs anlegen für die Wörter.

Das finde ich sehr praktisch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Bei LingQ hast du auch den Vorteil, du siehst halt gleich, welche Worte sind neu.

Du siehst gleich die Übersetzung, wenn du schon mal LingQs angelegt hast oder wenn jemand anders einen hinterlegt hat.

Also das ist schon sehr praktisch.

JOLANDA: Ja.

VERA: Ja.

Ich kann mich erinnern, als ich bei LingQ angefangen habe, habe ich mir gleich am Anfang “Anne of Green Gables” rausgesucht.

JOLANDA: Hm.

VERA: Und das hat mich auch so frustriert, dass ich fast aufgehört hätte wieder, weil das eigentlich auch viel zu schwer dann war, zu diesem Zeitpunkt.

Ich glaube, heute könnte ich es viel besser lesen.

JOLANDA: Genau.

Ja, ja.

VERA: Aber vor drei Jahren war mein Englisch doch noch sehr rudimentär und da hat mir das einfach keinen Spaß.

Also ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres, als zu schwere Sachen zu lesen.

JOLANDA: Genau.

Das mache ich schon mal bei einem kurzen Artikel, wenn mich das Thema wirklich brennend interessiert, dann suche ich mir hunderte von Worten nach [in Deutschland würden wir sagen: Ich suche mir hunderte von Wörtern heraus ], aber … ja, also bei einem Buch, da muss es fließen.

Und wenn es nicht fließt, dann ist es nichts.

Dann stimmt es für mich noch nicht.

VERA: An dieser Stelle ist meine Hoffnung, keine technischen Probleme zu bekommen, leider nicht in Erfüllung gegangen.

Es gab ein Problem mit der Aufzeichnung und ich musste den Podcast etwas schneiden, aber ich glaube, er ist trotzdem ganz gut geworden.

Text und Audio zu diesem Podcast findet Ihr wie immer in der Bibliothek von LingQ, also auf http://www.LingQ.com.

Über Kommentare, Meinungen und Themenvorschläge für weitere Podcasts freuen wir uns.

Tschüss bis zum nächsten Mal.

JOLANDA: Bis zum nächsten Mal.